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Konferenz: Marginalisierte Ländlichkeiten – Queere Perspektiven aus der Provinz, 12.-13.02.2026, Fulda

Transdisziplinäres Forschungsprojekt Akzeptanz und Vielfalt in Fulda und Region, Univ. of Applied Sciences Fulda; Carola Bauschke-Urban und Jana-Christina Zentgraf (Web)

Zeit: 12.-13.02.2026
Ort: Fulda Transfer

Programm (PDF)

Panels
Deconstructing Ruralities: mit Carola Baushke | Mathilde Schmitt | Jana Christina Zentgraf
Queer Ruralities in Motion: mit Prisca Pfanmatter | Clara Lina Bader | Joseph Jukes | Christian Könne | Fabio Calzolari

Virtuelle Ausstellung
Re-thinking Queer Lifeworlds beyond the Metropoles

Wie sichtbar sind queere Lebensrealitäten im ländlichen Raum? Welche Erfahrungen, Ausschlüsse und Ressourcen prägen queeres Leben jenseits der Metropolen? Die Hochschule Fulda widmet sich diesen Fragen im Rahmen der Konferenz „Marginalisierte Ländlichkeiten“. Die Veranstaltung rückt die oft übersehene Vielfalt queerer Lebensweisen in ländlich geprägten Regionen in den Fokus. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass queere Subjektivitäten im öffentlichen Diskurs häufig mit Großstädten verknüpft werden. Diese sogenannte Metronormativität führt dazu, dass queere Erfahrungen in der Provinz marginalisiert und selten wissenschaftlich untersucht werden.
Die Konferenz möchte diese Unsichtbarkeiten aufbrechen und queeren Stimmen aus Fulda und der Region eine Plattform geben. Sie verbindet wissenschaftliche Perspektiven mit aktivistischen und communitybasierten Ansätzen und schafft damit einen Raum für Austausch, Reflexion und neue Impulse. Das Programm umfasst eine Podiumsdiskussion, Workshops sowie wissenschaftliche Beiträge zu Demokratie, Gender, Migration und Aktivismus im ländlichen Raum. Besondere Schwerpunkte liegen auf Beiträgen zu „Queer in der Landwirtschaft“ sowie zu Dekonstruktionen des ländlichen Raums.

Buchpräsentation: Irene Messinger, Johanna Gehmacher und Jessica Richter: Verfolgung und Widerstand von Fürsorgerinnen in Wien 1934-1945 / Pionierinnen und Grenzgängerinnen der Sozialen Arbeit, 10.03.2026, Wien

Fachbibliothek Zeitgeschichte, Reihe * at the Library (Web)

Zeit: 10.03.2026, 18:30 Uhr
Ort: Fachbibliothek Zeitgeschichte, Campus der Univ. Wien, Spitalg. 2-4, Hof 1.12, 1090 Wien

Programm

  • Begrüßung: Markus Stumpf | Fachbibliothek Zeitgeschichte, Univ. Wien
  • Einleitende Worte: Johanna Gehmacher | Institut für Zeitgeschichte, Univ. Wien
  • Buchpräsentation: Irene Messinger | Department Sozialwissenschaften, Hochschule Campus Wien
  • Podiumsdiskussion: Über Biografieforschung und die Praktiken des Biografierens mit Irene Messinger, Johanna Gehmacher und Jessica Richter | Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Univ. Wien
  • Im Anschluss Brot und Wein

Zu den Büchern

Irene Messinger. Verfolgung und Widerstand von Fürsorgerinnen in Wien 1934-1945. Nomos Verlag. Wien, 2026 (Web)
Verfolgung und Vernichtung unter autoritären Regimen prägten die frühe Entwicklung der Profession. Anhand von 80 Biografien analysiert die Studie berufliche Netzwerke, Wissenstransfer ins Exil und Formen des Widerstands, und erweitert die Geschichtsschreibung um marginalisierte Perspektiven.

Irene Messinger. Pionierinnen und Grenzgängerinnen der Sozialen Arbeit. 80 Biografien von verfolgten Fürsorgerinnen in Wien 1934–1945.Nomos Verlag. Wien, 2026 (Web) 
Die Porträts erzählen von Herkunft, Ausbildung, Arbeitsfeldern und beruflichen Netzwerken. Gestützt auf neue Quellen und Bilder dokumentieren sie Erfahrungen von Verfolgung, Anpassung, Widerstand und Flucht. Sie machen weitgehend vergessene Akteurinnen jenseits gängiger Berufsvorstellungen sichtbar. Dieser Band enthält über 180 Bilder. Continue reading

Workshop: Gendering and Historicizing Cultures of Memory, 13.02.2026, Berlin

Andy Astakhova und Julia Saegebrecht, „History and Cultural Studies“ (HCS), Freie Univ. (FU) Berlin (Web)

Time: 13.02.2026
Venue: FU Berlin
Registration by 10.02.2026

The workshop focuses on how memory shapes the construction of gender, how different forms of memory interact in producing gendered difference, how gendered memory functions in non-modern and non-European contexts, and how interdisciplinary methods can deepen our understanding of these dynamics. The starting point is the shared understanding that gender and memory are visibly entangled in representations of historical figures, in the transmission of knowledge, and in collective memory, yet the methodological implications of these entanglements are often underexplored. Questions on how gendered codings shape memory, which subject positions are deemed worthy of remembrance, and how historical narratives shift when marginalized perspectives are incorporated are therefore centered in the discussion. This format treats gender and memory as central analytical categories, providing space for both empirical case studies and methodological reflection. Due to the inherently interdisciplinary nature of the topic, the workshop emphasizes exchange across historical, cultural, philological, and social scientific approaches. We aim to foster an open, critical discussion of empirical evidence and methodological uncertainties, supporting early career researchers in developing new analytical frameworks. We especially invite students and early career researchers to contribute to this discussion.

Programme

10:00 Karin Gludovatz: Welcome | 10:15 Andy Astakhova & Julia Saegebrecht: Introduction

Panel 1: Gendered Memory Practices in the Greek World

  • 10:30 Evangelia Georgedaki, FU Berlin: The Role of Women in Ancient Crete Based on the Study of Funerary Stelae and Their Inscriptions
  • 11:15 Artemis Ignatidou, Univ. of Bayreuth: Song, Music, and the Continue reading

Vortrag: Jaroslava Hausenblasová: Wie lernt man eine Königin kennen? Anna von Böhmen und Ungarn und „ihre“ historischen Quellen, 19.02.2026

8. Vortrag der Reihe „Talking Maximilian“ des SFB Managing Maximilian, Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) (Web)

Zeit: 19.02.2026, 18:00 Uhr
Ort: ÖAW, Alte PSK, Georg-Coch-Pl. 2, 1010 Wien, 5. Stock, Raum 8

Herrscherinnen haben mittlerweile einen festen Platz in der mediävistischen und frühneuzeitlichen Forschung. Dennoch richtet sich das Interesse weiterhin vor allem auf politisch oder biografisch herausragende Figuren, während viele Königinnen, die nicht durch außergewöhnliche Taten hervortreten, vergleichsweise wenig Beachtung finden und in den Quellen meist nur als Töchter, Gemahlinnen oder Mütter erscheinen. Inwieweit lassen sich ihre Lebensschicksale, Handlungen und ihre politische, soziale oder kulturelle Rolle rekonstruieren? Welche Quellen stehen dafür zur Verfügung und wie ist mit ihnen methodisch umzugehen? Als Beispiel dient Königin Anna von Böhmen und Ungarn (1503–1547), Tochter Wladislaw II. Jagiellos und Gattin Ferdinands I. In ihr verbanden sich – infolge der Politik Kaiser Maximilians I. – die Dynastien der Jagiellonen und der Habsburger, sodass Anna 1526 an einem zentralen dynastischen Wendepunkt stand. Der Vortrag behandelt die Lebensabschnitte der Königin, die Quellentypen zu ihren Aktivitäten sowie Fragen der Quellenbearbeitung.

Jaroslava Hausenblasová ist seit 2013 akademische Mitarbeiterin am Institut für Tschechische Geschichte, seit 2025 ist sie am Institut für Geschichte (Philosophische Fakultät der Karls-Universität Prag). Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Sozial-, Kultur- und Verwaltungsgeschichte der Frühen Neuzeit in Mitteleuropa.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des IMAFO (Web) und auf unserem Blog (Web)

Buchpräsentation: Sabine Veits-Falk: Die „Schweizer Ärztinnen“ der Habsburgermonarchie. Weibliche Karrieren, Handlungsspielräume und Grenzüberschreitungen im späten 19. und frühen 20. Jhd., 29.01.2026, Salzburg

Stadtarchiv Salzburg und Böhlau Verlag

Zeit: 29.01.2026, 18:00 Uhr
Ort: Haus der Stadtgeschichte, Glockeng. 8, Salzburg
Anmeldung: archiv@stadt-salzburg.at oder 0662-8072/4701
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Programm

  • Begrüßung und Moderation: Dagmar Aigner: Abteilungsvorständin Kultur, Bildung und Wissen der Landeshauptstadt Salzburg
  • Grußworte: Martin Knoll, Univ. Salzburg | Martin Scheutz, Univ. Wien, Mitherausgeber der Mitteilungen des IfÖG | Eva Buchberger, Böhlau Verlag
  • Buchvorstellung durch die Autorin Sabine Veits-Falk, Leiterin von Stadtarchiv und Statistik Salzburg: Von der Salzburger Augenärztin Rosa Kerschbaumer zur Kollektivbiografie der ersten Ärztinnen der Habsburgermonarchie
  • Anschließend laden wir zu einem Umtrunk

„Schweizer Ärztinnen“ wurden die ersten Frauen genannt, die in der Schweiz ein Medizinstudium absolviert hatten, als ihnen der Zugang zu den Universitäten der Habsburgermonarchie noch verwehrt war. 29 Frauen aus allen Teilen Österreich-Ungarns stehen im Mittelpunkt der vorliegenden Kollektivbiografie. Deren Lebensläufe und Karrieren in Europa und den USA werden unter dem Paradigma der Frauen- und Geschlechtergeschichte untersucht, wobei der Fokus auf der Perspektive der Bildungs- und Professionalisierungsgeschichte, der Medizingeschichte und der Migrationsgeschichte liegt. Gefragt wird nach ihren Motiven, Handlungsspielräumen und Erfahrungen, die von vielfältigen Grenzüberschreitungen geprägt waren.

  • Sabine Veits-Falk: Die „Schweizer Ärztinnen“ der Habsburgermonarchie. Weibliche Karrieren, Handlungsspielräume und Grenzüberschreitungen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, Wien/Weimar/Köln 2026 (Web)

Podiumsgespräch: Anna Luca Krassnigg und Theodora Bauer: Ebner-Eschenbach RELOADED, 29.01.2026, Wien

Wienbibliothek im Rathaus (Web)

Zeit: 29.01.2026, 18:30 Uhr
Ort: Lesesaal der Wienbibliothek, Rathaus, Lichtenfelsg. 2, Stiege 6, 1. Stock, 1010 Wien
Anmeldung (Web)

Programm

  • Begrüßung: Wolfgang Straub (Wienbibliothek)
  • Podiumsgespräch: Anna Luca Krassnigg (Regisseurin) und Theodora Bauer (Autorin), Moderation: Daniela Strigl (Germanistin, Literaturwissenschafterin und -kritikerin)

Der Nachlass von Marie von Ebner-Eschenbach zählt zu den großen Schätzen der Wienbibliothek im Rathaus. Sie war eine Kultautorin des 19. Jhds., berühmt als Dichterin des Mitleids („Das Gemeindekind“) und Fürsprecherin der Tiere („Krambambuli“). In letzter Zeit wurde sie in neuem Licht gesehen: Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) erscheint als scharfsichtige Kritikerin des Patriarchats, als Verfechterin der „sozialen Frage“, als Kämpferin gegen Bigotterie und Antisemitismus. Die Baronin packte heiße Eisen an, die sich für eine hochadelige Dame nicht schickten – von der ehelichen Untreue der Männer bis zu sexueller Nötigung und Vergewaltigung.
Mit der Ebner-Eschenbach-Biographin und -Herausgeberin Daniela Strigl sprechen die Schriftstellerin Theodora Bauer und die Regisseurin und Schauspielerin Anna Luca Krassnigg, die 2017/18 mit dem Zyklus „Avanti Marie!“ am Thalhof in Reichenau vielbeachtete Dramatisierungen von Novellenstoffen Ebner-Eschenbachs in Szene gesetzt hat. Theodora Bauers Einakter „Am Vorabend“ wurde als aktuelle Antwort auf Ebner-Eschenbachs „Das tägliche Leben“ mit diesem gemeinsam aufgeführt.

Quelle: Newsletter der MA 9 der Stadt Wien

Buchpräsentation: Irene Messinger und Ingo Grumiller: Verfolgung und Widerstand von Fürsorgerinnen in Wien 1934-45, 29.01.2026, Wien

Jüdisches Museum Wien (Web)

Zeit: 29.01.2026, 18:30 Uhr
Ort: Jüdisches Museum Wien, Dorotheerg., 1010 Wien
Anmeldung (Web)

Die Mehrheit der Wiener Fürsorgerinnen im Austrofaschismus und Nationalsozialismus verhielt sich regimetreu. Zahlreiche ihrer Kolleginnen wurden entrechtet, entlassen, zur Flucht gezwungen oder ermordet und nur eine Minderheit war im Widerstand aktiv. Anhand von 80 exemplarischen Biografien politisch und rassistisch verfolgter Fürsorgerinnen analysiert Irene Messingers Studie deren private und berufliche Netzwerke, institutionelle Ausschlussprozesse und Formen des Wissenstransfers ins Exil. Die portraitierten Frauen wirkten zuvor in Institutionen der Stadt Wien wie dem Jugendamt, sowie in privaten und konfessionellen Einrichtungen, darunter in der Fürsorge der IKG Wien oder in jüdischen Vereinen. Basierend auf erstmals ausgewerteten Quellen wie Personalakten, Zeitzeuginneninterviews, privaten Nachlässen, konnten zahlreiche Frauenbiografien rekonstruiert und historisch kontextualisiert werden. Somit wird die Berufsgeschichte der Sozialen Arbeit um bislang übersehene vor allem jüdische Akteurinnen ergänzt.

Programm

  • Vorstellung des Buches von Irene Messinger
  • Lesung von Ingo Grumiller der letzten Briefe von Lisbeth Weisz, Fürsorgerin und Mitarbeiterin in der „Erzbischöflichen Hilfestelle für nicht-arische Katholiken“, an ihre Freundin Maria

Einlass 18:00 Uhr | Eintritt frei

Weitere Präsentation
10.03.2026, 18.30 Uhr, Fachbibliothek Zeitgeschichte, Institut für Zeitgeschichte der Univ. Wien mit Johanna Gehmacher und Jessica Richter (Web)

  • Irene Messinger: Verfolgung und Widerstand von Fürsorgerinnen in Wien 1934-1945. Kollektivbiografische Studie zur Geschichte Sozialer Arbeit, Baden-Baden (Nomos) 2025 (Web)

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Buchpräsentation: Ute Sonnleitner, Johannes Reichmayr und Michael Reichmayr: Goldy Parin-Matthèy. Spanienkämpferin, Anarchistin, Psychoanalytikerin, 26.01.2026, Wien

Institut für Historische Sozialforschung (Web)

Zeit: 26.01.2026, 18:30 Uhr
Ort: FAKTory, Universitätsstr. 9, 1010 Wien
Anmeldung (Web)

  • Buchpräsentation und Diskussion mit Ute Sonnleitner, Johannes Reichmayr und Michael Reichmayr

Subversion bildete ein Leitmotiv des Lebens der 1911 in Graz geborenen Goldy Parin-Matthèy. Sie war bereits in jungen Jahren als Antifaschistin aktiv. Ihre Überzeugung führte sie in den Spanischen Bürgerkrieg und wenige Jahre später als Unterstützerin der Partisan:innen nach Jugoslawien. Nach dem 2. Weltkrieg konzentrierte sie sich intensiv auf die Psychoanalyse und wurde zur Mitbegründerin der Forschungsrichtung der Ethnopsychoanalyse. Ute Sonnleitner berichtet über das Leben von Goldy Parin-Matthèy.
Die Buchvorstellung stellt – im Sinne Goldy Parin-Matthèys – die kritische Hinterfragung festgefügter Meinungen in den Mittelpunkt. Der Präsentation der Lebensgeschichte folgt die Diskussion von Leben und Wirken Goldy Parin-Matthèys durch die Herausgeber Johannes und Michael Reichmayr. Sie sprechen über Ihren persönlichen Bezug zu Goldy Parin-Matthèy, wie es zur Herausgabe des präsentierten Buches kam und beantworten Fragen aus dem Publikum.

  • Johannes Reichmayr und Michael Reichmayr (Hg.): Goldy Parin-Matthèy – Spanienkämpferin, Anarchistin, Psychoanalytikerin. Leben und Werk, Wien (Mandelbaum) 2025 (Web)

Ute Sonnleitner: Jg. 1981, Mag.a Dr.in, ist Historikerin und forscht zu den Schwerpunkten Widerstand und Subversion, Migrationsgeschichte und Frauen- und Geschlechterforschung. Seit 2016 leitet sie die Bildungsabteilung des V/ÖGB Steiermark.

Johannes Reichmayr: Jg. 1947, Univ.-Prof. Dr., Psychologe, Psychoanalytiker, Wissenschaftshistoriker, Lehre und Forschung auf Gebieten der Geschichte der deutschsprachigen psychoanalytischen Bewegung und Psychotherapie. Lebt in Wien. Continue reading

Conference: Garden Spaces and Worlds of Knowledge. Gender Dynamics and the Global Cirulation of Knowledge in the Kitchen Garden (1500–1900), 25.-27.02.2026, Wuppertal

Bergische Univ. Wuppertal; Anne Sophie Overkamp und Teresa Schröder-Stapper (Web)

Ort: Univ. Wuppertal
Zeit: 25.-27.02.2026
Anmeldung bis: 20.02.2026

Die Tagung rückt Nutzgärten als zentrale Räume der Wissensproduktion in den Fokus und untersucht sie aus interdisziplinärer, transepochaler sowie transkultureller Perspektive. Im Vordergrund steht dabei nicht so sehr gelehrtes botanisches Wissen, sondern vielmehr praktisches, alltägliches Anwendungswissen in Nutz-, Obst- und Blumengärten. Die Tagung will damit einem Desiderat begegnen. Denn in der Forschung dominieren bisher vor allem Studien zur Gartenkultur in fürstlichen Garten- und Parkanlagen sowie zu Botanischen Gärten und dem dort produzierten gelehrten botanischem Wissen. Ziel der Tagung ist es zum einen die verschiedenen Wissensformen – religiöse, soziale, ökonomische und wissenschaftliche – sowie deren Zusammenspiel, Konkurrenz und Wandel in den Blick zu nehmen. Zum anderen ist damit die Frage nach den unterschiedlichen – mehr oder weniger sichtbaren – Akteuren der Gartenpraxis verbunden. Ein dritter Schwerpunkt liegt schließlich auf der geschlechtlichen Codierung von Gärten und gärtnerischer Praxis.

Programm

Mi., 25.02.2026

13.30 Uhr: Eintreffen der Tagungsgäste
14.00 Uhr: Anne Sophie Overkamp (Wuppertal), Teresa Schröder-Stapper (Düsseldorf/Essen): Einführung

Panel I: Gardening Knowledge between Representation and Everyday Practice, Chair: Anke Hilbrenner (Düsseldorf)

14.30 Uhr: Elena Romero-Passerin (Exeter): Pineapple Experts: Circulation of Practical Gardening Knowledge in Europe in the long Eighteenth Century Continue reading

Vortrag: Hedwig Dohm: „Die wissenschaftliche Emancipation der Frau“ und „Der Stamm der Asra“, 19.01.2026, Wien

Literarischer Salon “Alte Bücher neu gelesen” – Gespräche zu Literatur auf der Wieden: Kulturverein Wieden und Institut für Wissenschaft und Kunst (Web)

Zeit, Mo. 19.01.2026, 16:30-17:30 Uhr
Ort: Café Goldegg, Argentinierstr. 49, 1040 Wien

Hedwig Dohm war eine der prononciertesten feministischen Theoretikerinnen und Frauenrechtlerin des 19. und frühen 20. Jhds. In ihren gesellschaftspolitischen Schriften hat sie humorvoll, aber dennoch unerbittlich die Verteidigung des männlichen Macht- und Besitzdenkens angeprangert. Die Darlegung ihrer eigenen Position verknüpfte sie mit dem Hinweis auf die widersprüchliche und teilweise schlecht geschriebene Argumentationslinie der Gegenseite. Weniger bekannt sind Hedwig Dohms Lustspiele. Der Vortrag widmet sich exemplarisch einem Lustspiel und stellt dieses in den Kontext zu ihren gesellschaftspolitischen Schriften.

Gespräche zu Literatur auf der Wieden des Kulturvereins Wieden
Wir treffen einander im Café Goldegg und hören im Rahmen des literarischen Salons Ausführungen zu Hedwig Dohm: „Die wissenschaftliche Emancipation der Frau“ und „Der Stamm der Asra“. Nach dem Vortrag (ca. 25 Minuten) ist Gelegenheit zur Diskussion und informellem Austausch in der gemütlichen Atmosphäre eines Kaffeehauses.

Der Kulturverein Wieden veranstaltet regelmäßig wissenschaftliche Vorträge zu Moderne, Wissenschaft, Literatur und Kunst im Café Goldegg. Eine Kooperation vom Kulturverein Wieden und dem Institut für Wissenschaft und Kunst.

Quelle: IWK-Newsletter