Qwien – Zentrum für queere Kultur und Geschichte (Web)
Zeit: 21.10.2026, 18.30 Uhr
Ort: Qwien, Ramperstorfferg. 39/7, 1050 Wien
Laufzeit: 22.10.-28.11.2026
Ein Stempelkarussell, ein Plakat in Neonorange. Eine frühe Petition für die Entkriminalisierung von Homosexualität. Objekte, die von jahrzehntelanger Menschenrechtsarbeit erzählen. 1926, wenige Jahre nach der Ausrufung der Ersten Republik und mitten in den krisenhaften 1920er Jahren wurde die Österreichische Liga für Menschenrechte gegründet. Sie stellte sich in schwierigen und von den Folgen des 1. Weltkriegs geprägten Zeiten der Aufgabe Menschenrechte zu schützen und für soziale Gerechtigkeit und Frieden einzutreten. Nachdem sie sich mit dem „Anschluss“ 1938 selbst auflöste, gründete sie sich 1945/46 wieder neu. Seitdem ist sie aktiv für Menschenrechte in Österreich und international. Das macht sie zur ältesten Menschenrechtsorganisation Österreichs.
Das Archiv der Liga wird seit 2017 im Qwien aufbewahrt (Web). So lag es nahe, dass bei uns anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums eine Ausstellung aus den Beständen des Archivs stattfindet. Sie gibt einen Einblick in die historische Praxis des Einsatzes für Menschenrechte, insbesondere in Bezug auf den Kampf der Liga für die Rechte homosexueller und queerer Menschen.
Vom Verfassen von Reformvorschlägen für das Strafrecht im Jahr 1954, über das Veranstalten eines internationalen Kongresses 1970 bis hin zum jährlichen Publizieren eines Berichtes, der die Menschenrechtslage in Österreich und international beurteilt, reicht der Bogen. Mit den ausgewählten Objekten aus der langen Geschichte ihres Bestehens fragt die Ausstellung nach den Mitteln, die die Liga in ihrem Engagement einsetzte. Und danach, welche es heute braucht.
Wiedererrichtung und Öffnung eines verschollenen Archivs der Menschenrechte (Web).
Projektleitung: Christopher Treiblmayr, Hauptbearbeiter: Thomas Tretzmüller
Ausgehend von einem FWF-Projekt wird die Geschichte der Liga und ihrer zahlreichen, seit dem Ende des 19. Jhds. gegründeten internationalen Schwesterorganisationen von einem Forscher*innenteam rund um Wolfgang Schmale und Christopher Treiblmayr am Institut für Geschichte der Univ. Wien untersucht. Dabei konnte auch das seit 1938 verschollen geglaubte Vorkriegsarchiv der ÖLfM durch Recherchen in österreichischen, deutschen, französischen, russischen, schweizerischen und US-amerikanischen Archiven weitgehend rekonstruiert werden. Weiterelsen … (Web).
- Aus dem Projekt ist u.a. diese Publikation entstanden: Wolfgang Schmale und Christopher Treiblmayr (Hg.): Human Rights Leagues in Europe (1898-2016), Stuttgart 2017 (Web)

20. Workshop des Forschungsschwerpunktes/Research Cluster Frauen*- und Geschlechtergeschichte der Univ. Wien; Cäcilia Wosnitzka, Nike Kirnbauer, Johanna Gehmacher, Dietlind Hüchtker, Michaela Neuwirth, Milica Main und Sophia Konopka
fernetzt. Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte
WOMNH Conference 2026: International & interdisciplinary conference on women, science and museums
Ambasada Polek e.V.
Institut Historische Sozialforschung (IHSF) der AK Wien
Frauenhetz – Feministische Bildung, Kultur und Politik; Reihe „ResistingSigns – Comics als queer-feministisches Medium des Widerstands“