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Vortrag: Viktoria Wind: „Arbeiter-Soldaten“ und „Staatsbürger in Uniform“. Sozialdemokratische Soldatenmännlichkeit in der Ersten Republik (1918-1933), 14.10.2026, Wien

Heeresgeschichtlichen Museum (Web)

Zeit: 14.10.2026, 18.00 Uhr
Ort: Heeresgeschichtlichen Museum, Arsenal 1, 1030 Wien
Anmeldund (Web)

Viktoria Winds Vortrag thematisiert sozialdemokratische Vorstellungen militärischer Männlichkeit in der im Jahr 1918 gegründeten österreichischen Volkswehr und ihrer Nachfolgeinstitution, dem österreichischen Bundesheer. Wind diskutiert die liberal-bürgerlichen Wurzeln der sozialdemokratischen Soldatenideale und deren Reinterpretation im Kontext der Arbeiter:innenbewegung. Sie zeigt, wie die mit Konzepten einer egalitär-männlichen militärischen Ordnung verknüpften sozialdemokratischen Soldatenideale durch die konservative Restauration unter Druck gerieten und verhandelt wurden.

Viktoria Winds (Univ. Graz) Forschungsschwerpunkte liegen in der Kultur- und Geschlechtergeschichte von Krieg, Militär und Geschlecht sowie der Geschichte der Männlichkeiten. Seit 2025 ist sie Redaktionsmitglied des Weblogs fernetzt (Web)

Eintritt frei nach Anmeldung. Bitte weisen Sie Ihren QR-Code beim Einlass vor. Die Veranstaltung findet im Diskursraum des HGM statt.

Buchpräsentation: „… was ich mir beibringen will“. Archivalische Quellen zu Aus- und Weiterbildung, 21.10.2026, Wien

Wienbibliothek im Rathaus (WBR) und Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek (Web)

Zeit: 21.10.2026, 18:30 Uhr
Ort: WBR, Loos-Räume, Bartensteing. 9/5, 1. Stock, 1010 Wien
Anmeldung (Web)

Programm

  • Begrüßung: Anita Eichinger, Direktorin WBR
  • Einblicke in den Band durch die Herausgeberinnen: Tanja Gausterer, WBR | Arnhilt Inguglia-Höfle, Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek | Susanne Rettenwander, Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek | Kyra Waldner, WBR
  • Lesung und Gespräch: Sabine Gruber, Schriftstellerin | Gerhard Ruiss, Autor

Aus- und Weiterbildung spielt eine zentrale Rolle in nahezu jeder Biografie. Ein Diplom im Faschingsturnen für Ödön von Horváth oder ein winkendes Mondgesichtchen am Ende einer Vorlesungsmitschrift von Heimito von Doderer sind amüsante Überlieferungen zum Thema. Abseits davon stehen Schule und Ausbildung meist in Verbindung mit Pflicht und Anstrengung: Seinen »alten, unerfüllbaren Wunschtraum«, Student zu sein, beschwört etwa der gelernte Motorradmechaniker und spätere Georg Büchner-Preisträger Walter Kappacher in seinem Tagebuch. Friederike Mayröcker ist ursprünglich Lehrerin, Ceija Stojka erarbeitet sich ihren Status als Künstlerin und Schriftstellerin autodidaktisch.
Der neue Band der Reihe „Sichtungen“ präsentiert Fundstücke aus (Kultur-)Archiven aus dem 19. bis ins 21. Jhd., darunter Zeugnisse und Ausweise, Schulhefte und -aufsätze, Tagebücher und Korrespondenzen und nicht zuletzt die literarische Auseinandersetzung in Roman, Hörspiel und Reisebericht. Ein besonderes Augenmerk wird zudem auf den Werdegang von Frauen und ihrem Ringen um Teilhabe gelegt.

„Sichtungen“ heißt das vom Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek und der Wienbibliothek im Rathaus herausgegebene Periodikum, das fachspezifische Fragestellungen aus den Bereichen „Archiv ∙ Bibliothek ∙ Kulturwissenschaft“ untersucht. In enger Kooperation mit österreichischen und internationalen Literaturarchiven sowie verwandten Institutionen werden themenorientierte Bände erstellt, die eine grundsätzliche Behandlung bislang unbearbeiteter oder vernachlässigter Forschungsfelder zum Ziel haben – im vorliegenden Fall zum Thema Aus- und Weiterbildung im schriftstellerischen und künstlerischen Kontext.

  • Tanja Gausterer, Arnhilt Inguglia-Höfle, Susanne Rettenwander und Kyra Waldner (Hg.): „… was ich mir beibringen will“. Archivalische Quellen zu Aus- und Weiterbildung, Wallstein 2026 (Web)

Quelle: Newsletter der Wienbibliothek im Rathaus

Buchpräsentation und Gespräch: Andrea Hammel: Die Geschichte der Kindertransporte 1938/39, 08.10.2026, Wien

Literaturhaus Wien (Web)

Zeit: 08.10.2026, 19.00 Uhr
Ort: Literaturhaus Wien, Seideng. 13, 1070 Wien

Programm
– Buchpräsentation (auf Deutsch): Andrea Hammel
– Gespräch (auf Englisch): Andrea Hammel, Beatrice Segal und Jacob Segal
– Moderation: Veronika Zwerger

In den Jahren 1938 und 1939 flohen über 10.000 Kinder und Jugendliche aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei nach Großbritannien, um der Verfolgung durch die Nazis zu entkommen. Diese als „Kindertransporte” bekannte Aktion wurde lange Zeit vorbehaltlos als humanitäre Rettung gefeiert – doch hinter den vielen Geschichten der Geretteten verbargen sich auch negative Erfahrungen. Diesem Aspekt widmet sich die Exilforscherin Andrea Hammel in ihrem Buch „The Kindertransport: What really happened“ (Polity 2024), das unter dem Titel „Die schwierige Geschichte der Kindertransporte 1938/39 nach Großbritannien“ (Hentrich & Hentrich, 2026) in einer überarbeiteten Version auf Deutsch erschienen ist.
In ihrer Präsentation zeigt Hammel die Komplexität des Themas auf: So etwa befreite die britische Regierung die jungen – zumeist jüdischen – Kindertransportflüchtlinge von der Visumspflicht, aber die Organisation und Finanzierung des Programms musste von Freiwilligen übernommen werden. Nicht nur wurde eine Garantie zur Absicherung gegen etwaige Kosten gefordert, die britische Regierung weigerte sich auch, die Eltern der Flüchtlingskinder aufzunehmen. Bei den Auswahlkriterien wurden diejenigen bevorzugt, die voraussichtlich den größten Beitrag zur britischen Gesellschaft leisten würden und nicht die dringendsten Fälle. Auch landeten einige Kinder und Jugendliche an ungeeigneten Pflegestellen, wo sie weitere Traumata erfuhren.
Über ihren persönlichen Zugang zu den Kindertransporten sprechen Beatrice Segal und Jacob Segal, deren Mutter, die Schriftstellerin Lore Segal (1928–2024), als 10-Jährige mit einem Kindertransport von Wien nach England fliehen konnte. Lore Segal und ihre Mutter Franzi Groszmann (1904–2005) berichteten über ihre Flucht in der Dokumentation „Into the Arms of Strangers: Stories of the Kindertransport“ (USA/GB 2000), aus der auch ein kurzer Ausschnitt gezeigt werden wird. Continue reading →

Buchpräsentation: Daniela Angetter-Pfeiffer: Bekämpft und verboten – Frauen in der Medizin, 05.10.2026, Wien

Jüdisches Museum Wien (Web)

Zeit: 05.10.2026, 18:30 Uhr
Ort: Jüdisches Museum Wien, Dorotheergasse
Anmeldung (Web)

Als Frauen in der Medizin noch die Ausnahme bildeten, gehörten Jüdinnen in Österreich zu den ersten Studentinnen, Medizinerinnen und Fachärztinnen des Landes. Gegen gesellschaftliche Widerstände erkämpften sich Frauen – allgemein, und jüdische Frauen im Besonderen – ihren Platz an Universitäten, in Spitälern und Sanatorien. Viele von ihnen prägten die moderne Medizin nachhaltig, obwohl ihre beruflichen Wege durch Diskriminierung und strukturelle Benachteiligung erschwert wurden – Herausforderungen, die Frauen in der Medizin bis heute begleiten.
Mit der nationalsozialistischen Verfolgung wurden diese Lebenswege brutal unterbrochen: Jüdische Ärztinnen verloren ihre Praxen, ihre Positionen in Spitälern, ihre wissenschaftliche Arbeit und schließlich ihre Rechte. Zahlreiche wurden zur Emigration gezwungen, andere in Konzentrationslagern ermordet. Einige wenige jüdische Ärztinnen und Krankenschwestern verblieben 1938 bis 1945 in Wien und leisteten unter schwierigsten Bedingungen weiterhin medizinische Hilfe. Im Zentrum von Daniela Angetter-Pfeiffers Buch stehen unzählige medizinische Pionierinnen, deren Leistungen lange übersehen wurden und deren Geschichten bis heute nachwirkt.

Moderation: Marcus Patka

  • Daniela Angetter-Pfeiffer: Bekämpft und verboten. Frauen in der Medizin, Wien 2026 (Web)

Daniela Angetter-Pfeiffer, geboren in Wien, studierte Geschichte und Germanistik und ist am Austrian Centre for Digital Humanities der Österreichischen Akademie der Wissenschaften tätig. Die aktive Notfallsanitäterin befasst sich intensiv mit Medizin-, Militär-, (Natur-) und Wissenschaftsgeschichte, Notfall- und Katastrophenmedizin.

Einlass 18:00 Uhr | Eintritt frei Continue reading →

Buchpräsentation: Irene Messinger: Verfolgung und Widerstand von Fürsorgerinnen in Wien 1934-1945 | Pionierinnen und Grenzgängerinnen der Sozialen Arbeit, 18.11.2026, Wien

GPA-Wien und IG Social: Interessengemeinschaft für Menschen in Gesundheits- und Sozialberufen (Web)

Zeit: 18.11.2026, 18:30 Uhr
Ort: FAKTory, Universitätsstr. 9, 1010 Wien
Anmeldung (Web)

Eine Veranstaltung anlässlich 100 Jahre Hilfsfürsorgerinnen: Die Mehrheit der Wiener Fürsorgerinnen verhielt sich im Austrofaschismus und NS regimetreu. Zahlreiche ihrer jüdischen bzw. politisch verfolgten Kolleginnen wurden entrechtet, entlassen, zur Flucht gezwungen oder ermordet; nur eine Minderheit von ihnen war im Widerstand aktiv. Anhand von 80 exemplarischen Biografien analysiert die Buchpräsentation ihre soziale Herkunft, private und berufliche Netzwerke, institutionelle Ausschlussprozesse sowie Formen des Wissenstransfers ins Exil. Die porträtierten Frauen wirkten in städtischen, konfessionellen und privaten Einrichtungen.
Der Fokus des Abends liegt auf einer Berufsgruppe an den Wiener Jugendämtern, die 1926 eingeführt wurde: den Hilfsfürsorgerinnen; einer Position für Frauen ohne Matura, die unter schlechten Arbeitsbedingungen tätig waren. Ursprünglich für das Austragen der Säuglingswäschepakete vorgesehen, stellten sie innerhalb des ersten Jahrzehnts bereits etwa ein Drittel des Personals. Anhand ausgewählter Biografien und Quellen der rivalisierenden Berufsverbände von Fürsorgerinnen und Hilfsfürsorgerinnen zeichnet der Vortrag die Geschichte dieser beruflichen Interessensvertretung nach – sowie ihre gemeinsamen Kämpfe für die berufliche Besserstellung von Frauen. Diskutiert werden Fragen, was die Erforschung historischer Biografien über die Hierarchisierung innerhalb sozialer Berufe und über die Umstände von Widerstand lernen lässt – und welche Denkanstöße sich daraus für heute ergeben.

Moderation: Selma Schacht, Vorsitzende der IG Social der Gewerkschaft GPA (Web)

Zu den Büchern Continue reading →

Fachtagung: Soziale Arbeit mit Musik im Kontext ihrer Professionalisierung um 1900. Ein historischer Vergleich, 13.-14.11.2026, München [REMINDERIN]

Katholische Stiftungshochschule München; Raika Lätzer und Marion Gerards (Web)

Zeit: 13.-14.11.2026
Ort: München
Anmeldung bis: 01.10.2026

Musik hat in der Sozialen Arbeit ihren etablierten und berechtigten Platz. Kaum eine Publikation allerdings nimmt eine historische Perspektive ein, welche die Anfangsjahre der Professionalisierung Sozialer Arbeit mit Musik fokussiert. Auch eine internationale Perspektive, die unterschiedliche nationale Entwicklungen nebeneinander betrachtet, stellt derzeit ein Forschungsdesiderat dar. Die Tagung beleuchtet aus (inter-)nationaler Perspektive die Anfänge von Sozialer Arbeit mit Musik im Zeitraum ihrer Professionalisierung um 1900/1920 und möchte zu einem vertiefteren Verständnis historischer Zusammenhänge und zur Klärung zahlreicher Fragen beitragen.
Es ist unter anderem offen, wann, wo, wie, von wem und für wen Musik im Rahmen Sozialer Arbeit in den Anfangsjahren der Professionalisierung Sozialer Arbeit 1900/1920 in Deutschland oder in anderen Ländern eingesetzt wurde. Die Schließung dieser Forschungslücke gewinnt durch die Anknüpfung an aktuelle Debatten um kulturelle Teilhabe und soziale Gerechtigkeit an besonderer Relevanz, da auf diese Weise Entwicklungen historisch begründet, kontextualisiert und zukunftsfähig entwickelt werden können.

Programm (PDF)

Fr., 13.11.2026

13.00 Uhr: Get-together | Grußwort der Präsidentin der KSH München Birgit Schaufler

13.45 Uhr: Panel I | Chair: Raika Lätzer

  • Verschränkungen von Kunst und Pädagogik zu Beginn des 20. Jhds.: über Versprechungen, Funktionalisierungen und Ideologisierungen: Leopold Klepacki (DE, Erlangen)
  • Jane Addams and the Artful Fictions of Racecraft: Graham Cassano (USA, Oakland)
  • Folklore and Feminist Pragmatism in Eleanor Smith’s Operettas for the Hull House Music School: Jessica Payette (USA, Oakland) Continue reading →

Vortrag: Veronika Helfert: Unbezahlt und unsichtbar? Gewerkschafterinnen und der Kampf um Hausarbeit, 02.11.2026, Wien

Institut Historische Sozialforschung (IHSF) der AK Wien und FAKTory. Literatur, Wissen und Beratung für Studierende (Web)

Zeit: 02.11.2026, 18:30 Uhr
Ort: FAKTory, Universitätsstr. 9, 1010 Wien
Anmeldung bis 01.11.2026 (Web)

Wie gingen Gewerkschafterinnen im 20. Jhd. mit dem Problem um, das berufstätige Frauen bis heute täglich beschäftigt: Wie lässt sich Lohnarbeit mit Hausarbeit und Fürsorgetätigkeiten vereinbaren? Der Vortrag zeigt, dass sozialdemokratische, kommunistische und christlichsoziale Aktivistinnen auf diese Frage sehr unterschiedliche Antworten fanden, und nimmt unter anderem die gewerkschaftliche Auseinandersetzung um die feministische Kampagne „Lohn für Hausarbeit“ in den Blick. Dabei wird nicht zuletzt die grundlegende Frage diskutiert: Wer kommt für die Kosten reproduktiver Arbeit auf: der Staat, die Arbeitgeber:innen oder die Frauen selbst?

Veronika Helfert ist Historikerin und forscht zu Protest, politischer Partizipation und Arbeiterinnenbewegung. Für ihr Projekt Zur politischen Ökonomie von Hausarbeit. Gewerkschafterinnen und un/bezahlte Arbeit im 20. Jhd. erhielt sie 2026 den Edith Saurer Preis.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Klicktipp: fernetzt – der Blog für die Frauen- und Geschlechtergeschichte (Weblog)

fernetzt. Verein zur Förderung junger Forschung zur Frauen- und Geschlechtergeschichte (Web)

Gab es in der Frühen Neuzeit Einsiedlerinnen in Niederösterreich? Welches Selbstverständnis als Väter hatten hochadelige Männer im Spätmittelalter? Was wurde in den Akten von psychiatrischen Kliniken in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg als „Abweichung“ definiert? Und wie geht „feministisches Kuratieren“ von Ausstellungen? Das sind einige der Fragen, die in den zuletzt veröffentlichten Beiträgen in „fernetzt – der Blog“ gestellt werden.

Redaktion
Der Weblog ist 2015 online gegangen, um Impulse für Diskussionen zu setzen und um die Sichtbarkeit junger – bzw. nicht institutionalisierter – Forschung zu erhöhen. Er ist ehrenamtlich organisiert, Herausgeberin ist der Verein fernetzt, der 2011 gegründet wurde als Raum für Diskussionen, den Austausch über den Forschungsalltag und gegenseitige Unterstützung. Weiterlesen … (Web).

Beiträge im Weblog (Link)

  • Quid haec femina hic? Einsiedlerinnen in der Frühen Neuzeit; von Sabine Miesgang, Sarah Deichstetter und Astrid Breith (Link)
  • „So geen wir groß swannger“, oder: Albrecht Achilles wird Vater; von Anna Petutschnig (Link)
  • „Haltlos mit Wandertrieb“. Psychiatrische Diagnose, weiblicher Normbruch und die Historizät des ärztlichen Blicks; von Stefanie Pöschl (Link)
  • Sexarbeitende im Mittelalter: ‚Complex Subjects‘ der Geschichte; von Jamie Page (Link)
  • Feminist Visual History? Kuratorische Strategien in der Ausstellung „Alles Arbeit“; von Samuel Hofstadler und Eva Tropper (Link)
  • Frieden durch Recht: Eine kurze Geschichte von Aktivistinnen im Völkerrecht; von Amelie Herzog (Link)
  • „Dank Deiner lieben Gesellschaft“. Kunden und sexuelle Arbeit im Wien der 1950er Jahre; von Nora Lehner (Link)
  • Übersetzen zwischen Broterwerb und frauenpolitischer Praxis: Das Beispiel Jenny Hirsch; von Julia Kölbl (Link)
  • Soldatische Männlichkeit in der Werkszeitung der Wiener Hammerbrotwerke; von Marion Wittfeld (Link)
  • Das Erbe der Doktoren Dienstmägde; von Sabrina Mynarik Continue reading →

ONB Labs Symposium 2026, 09.-10.11.2026, Vienna

Österreichische Nationalbibliothek (ONB) (Web)

Time: 09.-10.11.2026
Venue: Oratorium of the ONB, Josefspl. 1, 1010 Vienna
Register (Web)

This event explores the many ways in which biases shape cultural heritage data and the implications they have for GLAM institutions and their Labs worldwide. As discussions around this topic continue to gain momentum, we have invited experts to share their perspectives on gender bias in cultural heritage data, the cultural biases that influence collecting and curating practices, and the impact of algorithmic bias in the tools and technologies used across the sector.

Preliminary Programme

09.11.2026

14:15: Get-Together | 14:30: Welcome by the ONB Labs Team

14:40: Session 1: Gender Biases

  • Andrea Gruber & Andrea Reisner (Ariadne, ONB): Vocabularies as Data: Feminist Knowledge Organization and the Challenges of Comparison
  • Mareike Schumacher (Univ. of Regensburg): Shifting Bias—Corpus Creation and Data Feminism in the Digital Humanities
  • Lisa Teichmann (Univ. of Vienna): Gender Trouble in the ONB

16:30: Session 2: Cultural Biases

  • Noëlle Sarah Schnegg (Sciences Po, Paris; Univ. of St. Gallen): Bias in Metadata: Reflections from the Living Handbook on Discrimination-Sensitive Metadata Practice
  • Stefan Benedik & Tanja Jenni (Haus der Geschichte Österreich): Counter-Hegemonic Collecting in a History Museum
  • Julia Gebke (Vienna): Cultural Bias²? Challenge accepted! How to Use Creative Writing in History to Tackle Biases Continue reading →

Buchpräsentation: „Dies mein zweites Leben soll nicht gemordet werden.“ Elise Richter und ihre Tagebücher – eine Biografie von Christine Karner, 06.10.2026, Wien

Fachbibliothek (FB) Romanistik der UB Wien, Univ. Wien

Zeit: 06.10.2026, 18:15 Uhr
Ort: FB Romanistik, Campus der Univ. Wien, Spitalg. 2-4, Hof 8.1, 1090 Wien

Programm (PDF)

  • Begrüßung und Einführung: Silvia Antoneanu | FB Romanistik und Stephan Müller | Dekan der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät, Univ. Wien
  • Kurzvortrag: Kyra Waldner | Wienbibliothek im Rathaus (WBR): Zum Nachlass von Elise und Helene Richter an der WBR
  • Buchvorstellung: Christa Hämmerle | Inst. für Geschichte und ehem. Forschungsplattform zur Neuverortung der Frauen- und Geschlechtergeschichte der Univ.Wien
  • Kommentar: Marlen Bidwell-Steiner | Inst. für Romanistik, Univ. Wien
  • Publikumsdiskussion
  • Moderation von Claudia Leitner | Inst. für Romanistik, Univ. Wien
  • Im Anschluss laden wir auf ein Glas Wein.

Christine Karner: „Dies mein zweites Leben soll nicht gemordet werden.“ Elise Richter und ihre Tagebücher – eine Biografie, hg. von Christa Hämmerle, Wien: Löcker Verlag 2025 (Web)

Elise Richter (1865-1943) ist eine für die Universitätsgeschichte besonders bedeutsame Frau. Sie wurde nicht nur zu einer Pionierin des ab 1897 schrittweise zugelassenen Frauenstudiums an der Universität Wien, sondern auch die erste habilitierte Wissenschaftlerin im deutschsprachigen Raum (1905) und eine weit über die Grenzen Österreichs hinaus anerkannte Romanistin. Im „Dritten Reich“ galt sie als „Rassejüdin“; sie wurde entrechtet und schließlich mit ihrer Schwester Helene Richter im Oktober 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo die beiden elendiglich umkamen.
In all diesen Jahren hat Elise Richter Tagebuch geführt und damit ein besonders reichhaltiges Quellenkorpus hinterlassen, das von Christine Karner (1951-2022) in jahrelanger Arbeit erstmals umfassend ausgewertet wurde. Ihre Biografie führt von der Continue reading →