Author Archives: Salon 21

Colloquium: Military, War and Gender/Diversity: Current Research, 04-07.2025, virtual space

The international research network on „Military, War, and Gender/Diversity“ (MKGD): MKGD Online Research Colloquium (Web)

The monthly colloquium of the research network „Military, War, and Gender/Diversity“ (known by its German acronym MKGD) continues in this summer semester. The recently enlarged team of organizers is very much looking forward to welcoming you online starting in late April! (Web)

Programm

Mo., 28.04.2025, 4:00-6:00 pm (CET)
Alexandra Pulvermacher (Univ. of Klagenfurt): The Fate of Female Soviet Prisoners of War in Occupied Soviet Union, 1941-44 (Abstract, Web)
Moderation: Christa Hämmerle (Univ. of Vienna)

Mo., 12.05.2025, 4:00-6:00 pm (CET)
Elissa Mailänder (Centre d’Histoire de Sciences Po, Paris): Gender, Sexuality and Violence in the Holocaust Revisited (Abstract, Web)
Moderation: Tanja Bührer (Paris Lodron Univ. Salzburg)

Mo., 16.06.2025, 4:00-6:00 pm (CET)
Barbara Stollberg-Rilinger (Univ. of Münster/Wissenschaftkolleg Berlin): Der König und 80.000 Mätressen. Zur Biographie Friedrich Wilhelms I. in geschlechtergeschichtlicher Perspektive (Abstract, Web)
Moderation: Marian Füssel (Georg-August Univ. Göttingen)

Mo., 07.07.2025, 4:00-6:00 pm (CET)
Andrea Petö (Central European Univ., Vienna): Gendered Wars, Gendered Memories: The Aftermath of the Second World War in European Comparison (Abstract, Web)
Moderation:  Isabel Heinemann (Univ. of Bayreuth)

Kontakt: Research network MKGD: mkgd.forschungsverbund@gmail.com

Source: HSozKult

CfP: Wenn der Tag zu Ende geht. Nachtarbeit seit dem 19. Jahrhundert (11/2025, Bielefeld); bis: 01.05.2025 [REMINDERIN]

Anna Horstmann und Martin Lutz, Univ. Bielefeld (Web); Marcel Bois, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (Web) in Koop. mit der German Labour History Association (Web)

Zeit: 24.-25.11.2025
Ort: Univ. Bielefeld
Einreichfrist: 01.05.2025

Ob Pflegerin im Krankenhaus, Portier im Hotel, Stahlarbeiter am Abstich oder Ingenieurin im Kraftwerk: Sie alle vereint die Notwendigkeit, nachts arbeiten zu müssen. Nachtarbeit gilt als eine Form atypischer Arbeitszeiten. Die Gründe für diese Form des Arbeitens sind vielfältig und basieren auf technischen, wirtschaftlichen, sozialen oder kulturellen Anforderungen. Letztere betreffen meist Berufe, die mit dem großstädtischen „Nachtleben“ verbunden sind wie Barkeeper:innen, Türsteher:innen oder auch Sexarbeiter:innen. Technisch bedingt ist kontinuierliche Schichtarbeit dann, wenn Produktions- oder Arbeitsprozesse nicht unterbrochen werden können, wie etwa in der Chemieindustrie. Sozial notwendig ist Nachtarbeit etwa in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen der öffentlichen Versorgung. Wirtschaftliche Ursachen finden sich in der Gewinnmaximierung, etwa durch längere Maschinenlaufzeiten.
Nachtarbeit tritt also in den unterschiedlichsten Branchen auf, dementsprechend viele Menschen müssen in den Abendstunden ihrem Beruf nachgehen. Betroffen sind nicht nur die Nachtarbeitenden selbst, auch das Umfeld ist gezwungen, sich dem Arbeitsrhythmus anzupassen. Gleichzeitig ist unser Zusammenleben auf diese Nacharbeit angewiesen. Trotzdem ist sie nach wie vor ein wenig erforschtes Feld der Labour History. Ob und in welcher Weise die Arbeit „gegen die Uhr“ thematisiert wird, hängt stark von Faktoren wie Branche, gewerkschaftlicher Repräsentation, politischem System und sozioökonomischen Status der Betroffenen ab. So war es etwa in der Bundesrepublik gesellschaftlich akzeptiert, dass Kellnerinnen bis spät in die Nacht arbeiteten. Industriearbeiterinnen war genau dieses hingegen bis 1992 verboten. In der DDR war zeitgleich die Nacharbeit von Frauen politisch wie wirtschaftlich erwünscht.

Die Veranstalter:innen laden dazu ein, Beitragsvorschläge zu sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Aspekten der Nachtarbeit einzusenden. Es bieten sich eine ganze Reihe von Komplexen an, die auf der Tagung behandelt werden können:
– Fallbeispiele für unterschiedliche Formen von Nachtarbeit
– Organisation und Regulierung von Nachtarbeit in unterschiedlichen Staaten und/oder Branchen Continue reading

Klicktipp: 50 Jahre Fristenregelung. Oder: Als Abreibung ein Verbrechen war (Website)

Webportal „Erinnerungsort Wien“; Bruno Kreisky Archiv und Johanna Dohnal Archiv (Web)

Am Webportal „Erinnerungsort Wien“ wurde die neue umfassende Zusammenstellung „Vor der Fristenlösung“ zu deren Geschichte in Österreich veröffentlicht. Im Rahmen des Projekts hat die Historikerin Maria Steiner auch Oral History Interviews mit Zeitzeuginnen durchgeführt, die als Transkripte und tw. in Ausschnitten als Audiodateien zur Verfügung stehen.

Rubriken: Gesetzliche Entwicklung | Abtreibung in der öffentlichen Diskussion | Verhütung im langen 20. Jhd. | Abtreibung als verbotene Praxis | Abtreibung vor Gericht | Interviews mit Zeitzeuginnen (Web) … hinunterscrollen

Bis zum 31.12.1974 galt der Schwangerschaftsabbruch in Österreich laut Strafgesetzbuch als Verbrechen. Frauen, die dennoch Abtreibungen durchführten oder durchführen ließen, riskierten Gefängnisstrafen bis zu fünf Jahren, ebenso wie Personen, die ihnen dabei halfen. Laut Schätzungen wurden zwischen 1945 und 1974 österreichweit jährlich 100.000 bis 300.000 illegale Abtreibungen durchgeführt. Die Praxis war dabei sehr unterschiedlich und reichte von medizinisch äußerst gefährlichen Eingriffen (nicht selten mit tödlichem Ausgang) bis hin zu fachgerecht durchgeführten Operationen. Mitentscheidend waren der soziale Status und die finanziellen Mittel der betroffenen Frauen. Aus Furcht vor Strafverfolgung wurde das Wissen und die Erfahrungen rund um Praktiken, sozialen Netzwerke und Schwierigkeiten der Abtreibung vor 1975 kaum weitergegeben, selten erzählt und schon gar nicht aufgeschrieben.
Das Projekt untersucht die Grauzone um den Schwangerschaftsabbruch in Wien anhand zweier unterschiedlicher Zugänge: Einerseits wurden im Wiener Stadt- und Landesarchiv befindlichen Strafgerichtsakten ausgewertet. Exemplarisch wurden dabei drei Fälle ausgewählt, die 1946, 1955 und 1967 vor Gericht kamen.
Andererseits wurden oral history Interviews mit Zeitzeuginnen durchgeführt, in denen Frauen über ihre Erfahrungen mit Schwangerschaftsabbrüchen, über die fehlende Sexualaufklärung und mangelnde Verhütungsmethoden vor 1975 berichten. Die Folgen einer unerwünschten Schwangerschaft waren für die betroffenen Frauen oft existenzbedrohend (erzwungener Abbruch ihrer Ausbildung, verfrühte Heirat, Stigmatisierung als uneheliche Mütter).
In den weiteren Kapiteln geht es um die Entwicklung der gesetzlichen Voraussetzungen, die öffentliche Diskussion, die Verhütung und die Praxis des Schwangerschaftsabbruchs bis zur Einführung der Fristenlösung, nach der die Abtreibung bis zur 12. Schwangerschaftswoche straffrei gestellt wurde. (Web) … hinunterscrollen

CfP: Gender, nature and ecology. (Re)thinking the trajectories of ecofeminism from a transnational European perspective (European Journal of Women’s Studies); by: 14.04.2025

European Journal of Women’s Studies (Web)

Proposals by: 14.04.2025

Ecofeminism, which emerged in the mid-1970s and 1980s as a field of transnational thought and activism, seems to have been redeveloped over the last decade in response to the ecological crisis. France has witnessed a kind of ‘ecofeminism boom’ to which the publication of Émilie Hache’s anthology Reclaim, recueil de textes écoféministes (2016) made a prominent contribution. Ecofeminist approaches have also (re)gained attention in Germany (Gottschlich/Hackfort/Schmitt/von Winterfeld 2022; Holland-Cunz 2014), in Belgium (Zitouni, 2019; Grandjean, 2024), in Spain (Mediavilla and Echavarren, 2021; Puelo, 2017), as well as in Southeastern Europe (Đurđević and Marjanić, 2024). This non-exhaustive overview reveals that despite this spread of literature, which has undoubtedly enabled Anglophone traditions to be historicised and discussed, the transnational and micro-regional circuits of the production and reception of European ecofeminism are still relatively undocumented.
This issue is an invitation to rethink ecofeminism from European perspectives and perspectives from ‘Europe Otherwise’ or ‘Europe as a creolized space’ (Boatcă, 2020). We invite submissions that examine the ways in which ecofeminist theory is currently discussed in Europe, and how, in this pluralistic context, the respective traditions of ecofeminist thought, and politics are constituted, re-articulated, criticised and transformed. We welcome abstracts that address any of the following, or other related questions:

1. Articulations of the concepts of nature and gender
–  What are the theoretical challenges and reformulations of the concept of nature? How do they avoid the naturalisation of social structures while accounting for an adequate understanding of the materiality of the non-human world?
–  Does ecofeminism renew existing theoretical debates on the concepts of nature, gender and ecology? Conversely, what are the debates and tensions brought to light by the theoretical categories employed in ecofeminist writings?
–  How are colonial dimensions of the ecological disaster reflected in various ecofeminist traditions and what are the remaining open questions and blind spots? Continue reading

Klicktipp und CfP: To become a nurse (Publication): by: 31.05.2025

European Journal for Nursing History and Ethics; Karen Nolte und Susanne Kreutzer (Web)

They journal is available online in open access. The first issue was published in 2019, the issues so far are: Material Care Studies | Bads in Nursing Ethics, History and Historiography | Nursing: Traditions, Ruptures and Specialisations | Nursing Care in Times of Epidemics and Pandemics – Historical and Ethical Issues | Suicide as a Challenge in Psychiatric Nursing | Nursing and Economics (Web)

CfP: To become a nurse (08/2026)
Proposals by: 31.05.2025

Models of nursing education and training in ethics can vary widely across Europe, depending on how nursing was organized in each country. The path to academization varied greatly and the different manifestations of denominational nursing traditions also had far-reaching consequences. This special issue will focus on these historically-specific developments in nursing education. The aim is to identify and discuss differences in developments, societal and structural conditions. A central topic is the formation of professional and ethical standards for the profession. The question of how to become a “good” nurse has a long history in nursing debates and continues to have relevance today. Even in the early days of nursing training, it was a matter of course that the development of the nurse’s character was as important as the practical and theoretical training. In modern nursing training, the development of an ethical attitude plays an important role alongside the teaching of ethical foundations. The eighth themed issue of the European Journal for Nursing History and Ethics is dedicated to nursing education from a historical and ethical perspective. Read more … (Web)

Possible historical topics are:
Which concepts guided nursing training and how did these change over time? How did the content of nursing training develop? What influence did the developing nursing science have on nursing training? How were theoretical and practical training combined? What role did the development of character and an ethical attitude play in the nurse’s formation? Continue reading

CfP: (Un-)Sicherheit und Geschlecht. Polizistinnen und Terroristinnen im langen 20. Jahrhundert (11/2025, Marburg); bis: 18.05.2025

Teilprojekt „Sicherheit, Polizei und städtischer Raum“ des Sonderforschungsbereichs Transregio „Dynamiken der Sicherheit. Formen der Versicherheitlichung in historischer Perspektive“ (Web)

Zeit: 06.-07.11.2025
Ort: Marburg
Einreichfrist: 18.05.2025

Der Workshop will sich inhaltlich mit (Un-)Sicherheit als vergeschlechtlichtem Phänomen befassen, wobei das Themenfeld auf die weiblichen Akteure in polizeilichen und terroristischen Organisationen fokussiert wird. Am Beispiel von Polizistinnen und Terroristinnen rücken Fragen zum Verhältnis von Geschlecht und (Un-)Sicherheit im langen 20. Jhd. in den Fokus. Die 20-minütigen Vorträge sollen sich in multiperspektivischen Sektionen mit nationalen und internationalen Fallbeispielen auseinandersetzen und zur Diskussion einladen.
In Anlehnung an den von Raewyn Connell geprägten Begriff der „hegemonialen Männlichkeit“ soll der Workshop geschlechterspezifische Hierarchisierungen in heteronormativen, meist hypermaskulinen Organisationen thematisieren. Im Fokus stehen mit der Polizei als Trägerin des staatlichen Gewaltmonopols und terroristischen Gruppierungen, die die Legitimität der politischen Ordnung infrage stellten, zwei Antagonisten, die fast zeitgleich und in Korrelation zueinander mit traditionellen Geschlechterrollen brachen. So stellte das Handeln der RAF-Terroristinnen nach Auffassung des damaligen Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Günther Nollau, einen „Exzeß der Befreiung der Frau“ (Der Spiegel 1977, Nr. 33) dar, während der West-Berliner Polizeivizepräsident Gerhard Pfennig nur ein Jahr später die Einstellung von Frauen in die Schutzpolizei als direkte Reaktion auf „das Phänomen des überaus starken weiblichen Anteils an der Terroristenszene“ (Die Polizei 1978, 69/2) verstand.
Ausgehend von der Prämisse, dass zu unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlichen Milieus unterschiedliche Konfigurationen von Männlichkeit und Weiblichkeit entstehen, nimmt der Workshop somit bewaffnete und hierarchisch strukturierte (Un-)Sicherheitsorganisationen in den Blick, denen ein dezidiert männlicher Habitus staatlicher bzw. revolutionärer Macht und ein spezifischer Korpsgeist zu eigen war. Weiterlesen und Quelle … (Web)

Geschlecht, Körper, Diversität – aktuelle Perspektiven für Medizin, Geistes-, Rechts- und Sozialwissenschaften. Podiumsdiskussion mit Workshop zur Vernetzung und Diskussion, 05.06.2025, Wien

Fakultätszentrum für transdisziplinäre historisch-kulturwissenschaftliche Studien (Web)

Zeit: Do., 05.06.2025
Ort: Univ. Wien

Podiumsdiskussion
Zeit: 05.06.2025, 16:45-18:15 Uhr
Ort: Erika-Weinzierl-Saal, Hauptgebäude der Univ. Wien, 1010 Wien

  • mit Sandra Eder (Berkeley), Nick Marwald (Flensburg) und Felix Ihrig (Wien)

Das traditionelle binäre Denken in einem Zweigeschlechter-Modell wird gegenwärtig zunehmend in Frage gestellt, da es von Vielen als diskriminierend und einengend wahrgenommen wird. Auch medizinische Ansätze nehmen Geschlechtsdifferenzierung und -vielfalt sowohl in ihrer biologischen Entwicklung als auch in ihrer klinischen Bedeutung vermehrt in den Blick. Welche Fragestellungen und Themen schließen sich für unterschiedliche Forschungsbereiche daran an? Welche Transformationen erfahren Bereiche, die traditionell mit Sex/Gender-Themen befasst sind, wie die Queer Studies? Welche Methodenfragen sind heute und in Zukunft relevant, insbesondere wenn Sex/Gender-Diversität sowohl in ihren gesellschaftlichen als auch in ihren wissenschaftlichen Dimensionen in den Blick genommen wird?

  • im Anschluss kleiner Umtrunk

Workshop
Zeit: 05.06.2025, 10:00-14:30 Uhr
Ort: Fakultätszentrum, Koling. 14-16, SR 7, 1090 Wien

Vor der Podiumsdiskussion laden wir zu einem Vernetzungsworkshop. In diesem Rahmen möchten wir viel Raum für Austausch zu aktuellen Forschungsperspektiven und zur Vernetzung in diesem wachsenden Forschungsbereich geben. Continue reading

CfP: MOTHERING. Formen, Politiken und Potentiale des gegenwärtigen Booms von Mutterschaftserzählungen (Publikation); bis: 15.05.2025

Kulturwissenschaftliche Zeitschrift: Anna-Maria Post (Univ. Konstanz, Germanistik) und Anna Karina Sennefelder (Univ. Freiburg, Medienkulturwissenschaft) (Web)

Einreichfrist: 15.05.2025

Mutter oder Nicht-Mutter, das scheint noch immer die Frage aller Fragen zu sein, bzw. die „Mutter aller Fragen“, wie Rebecca Solnit ihren einschlägigen Essay genannt hat (Solnit 2017). Zugleich wird das lang tradierte Credo, mater semper certa est, in unserer Gegenwart dank Debatten um pränatale, reproduktive medizinische Eingriffe, Eizellenspenden und Leihmutterschaft erschüttert. Kulturwissenschaftlich betrachtet war Mutterschaft jedoch noch niemals eindeutig und ‚sicher‘, sondern schon immer ein Feld erbitterter biopolitischer, sozialer und geschlechtsbezogener Kämpfe. Dennoch findet sich Mutterschaft erst seit etwa 10 Jahren als intensiv verhandeltes Sujet in Literatur, Kunst und Kultur, das – so unsere These – insbesondere in den letzten fünf Jahren einen bemerkenswerten Boom, eine komplexe poetologische Ausdifferenzierung sowie eine immense politische Wirkkraft entwickelt hat. Entsprechend vielfältig sind die Medialisierungen und Diskursivierungen von Mutterschaft und vor allem ihrer Ambivalenz in der Gegenwart. Sie reichen von politisch motiviertem Verzicht auf Mutterschaft aus Klimaschutzgründen (#birthstrike, vgl. Keßler 2023) über Eingeständnisse postnataler Depressionen (vgl. Wessely 2024), ‚stiller Geburt‘, Fehlgeburt (vgl. Mundruczó 2021) und Abtreibungen (vgl. Gneuß/Weber 2023), bereuter (vgl. Hefffernan; Stone 2021) oder gar abgegebener (vgl. Gómez Urzaiz 2024) bis hin zu queerer (vgl. Dolderer, Holme et.al. 2018) und interspezies-Mutterschaft (vgl. Ullrich 2015) oder posthumanistischen und dystopischen Fiktionen, in denen die Mutter eine KI-gesteuerte Maschine ist (vgl. Sputore 2019), sich nachts in eine reißende Bestie verwandelt (Yoder 2022; Heller 2024) oder als ‚Mutter Erde‘-Allegorie von Mann und Menschheit brutal ausgebeutet und zerstört wird (Aronofsky 2012).
Dass Mutterschaft und die Ambivalenz der Erfahrungen des Mutterwerdens und des Mutterseins derzeit so populär sind, hängt indes nicht nur mit sozialen und emanzipatorischen Errungenschaften oder zunehmender Gender-Gerechtigkeit und Sichtbarkeit zusammen, sondern auch damit, dass es beim mothering um etwas zutiefst Existenzielles geht, das … weiterlesen und Quelle (Web).

CfP: Body and care in the ordeal of war. A socio-historical perspective on East-Central and East-Southern Europe in the 20th-21st centuries (11/2025, Prague); by: 05.05.2025

War and Society Research Alliance; Institute of International Studies, Faculty of Social Sciences, Charles Univ.; Centre d’études russes, caucasiennes, est-européennes et centrasiatiques (CERCEC-EHESS); Lviv Center of Urban History; Centre français de recherche en sciences sociales (CEFRES)

Time: 12.-14.11.2025
Venue: CEFRES, Prague
Proposals by: 05.05.2025

In contrast to perceptions of the war phenomenon as a situation of exception and, as such, a shocking and obscure object, apprehending the war from an ordinary perspective and through a socio-historical approach is a fruitful entry point for understanding the functioning of societies, the solidity of social ties that sustain them, the solicitude they manifest for their populations exposed to the outbreaks of violence, and, in particular, for the violated, displaced, exhausted, sick, wounded, mutilated, or people experiencing disabilities. The relationship between wars, their bodily/mental impacts and care has been studied extensively in the history of medicine, welfare policies, veterans, and disability, but mainly from the perspective of Western European or North American societies. Research highlights a constant concern of health professionals, supported by charity and voluntary organizations for bodies affected by violence from WWI, not to mention earlier conflicts, to international military operations in Iraq or Afghanistan. Those efforts range from providing training for soldiers and civilians, professionals, and ordinary actors (e.g., fighters, civilian defense volunteers), as well as the deployment of (para)medical logistics and emergency first aid near the front line, to the supply of medicines, in-hospital care, development of new care infrastructure and body-repairing techniques. Read more and source … (Web)

Among the topics we would offer for consideration are: Body and mental health | Hygiene, nutrition, epidemics | Healthcare institutions and actors | Care provision, regimes, and infrastructure | Material culture of care | Mixed economies of welfare | Circulations | Agency and rights of the cared-for

CfP: Presenting country house servants to the public (06/2025, Manchester); by: 02.05.2025

AHRC-Network „Hidden lives: domestic servants in the European country house, c.1700-1850“; Jon Stobart, Manchester Metropolitan Univ. (Web)

Time: 02.-03.06.2025
Venue: Manchester
Proposals by: 02.05.2025

Servants’ lives are an increasingly important part of the visitor experience at country houses across Europe, with visitors often feeling that these are the people with whom they can most closely identify. Many houses engage actors to play the part of servants or encourage a more hands-on experience in the service rooms, such as kitchens. Yet presenting servants to the public is fraught with practical challenges: many servant spaces have been colonised for other uses (stables as tea rooms, bedrooms as office or storage space) and the archival record is often patchy, especially before mid 19th century. There are also questions about the extent to which servants’ lives can be fully grasped and communicated: the pleasures and feeling of community, but also the pain, bullying and occasional sexual exploitation. This workshop seeks to explore and exemplify the ways in which servants’ lives have been presented to the public, focusing in particular on the period before 1850.

The workshop will take place over two days. We will visit country houses in the region (including Erddig Hall – Web) on 2nd June and be back in Manchester on 3rd June for the presentation and discussion of research papers.

We invite papers on any aspect of the presentation of country house servants’ lives to the public, and particularly encourage contributions that focus on:
– the spaces and material culture of servants: what is shown and what is not?
– the roles, duties and hierarchies of servants
– servants’ work and leisure activities
– servants’ relationships with their employers, including conflict
– the use of live actors or multimedia in the presentation of servants
– sensory and immersive experiences linked to service spaces Continue reading