Author Archives: Salon 21

Minoritäre Archive: Erinnern & Erzählen: Roundtable mit Simone Dede Ayivi, Li Gerhalter und dem „Sekretariat für Geister, Archivpolitiken und Lücken“, 26.01.2023, Graz

Univ. für Musik und darstellende Kunst Graz (KUG) – Zentrum für Genderforschung und Diversität: Michaela Krucsay und Eike Wittrock (Web)

Zeit: Do., 26.01.2023, 18.00 Uhr
Ort: KUG, Palais Meran, Kleiner Saal, Leonhardstr. 15, 8010 Graz

Die Geschichte der Künste wird vielfach immer noch als Meistererzählung begriffen, und dementsprechend sind meist auch ihre Archive beschaffen. Die gesellschaftliche Diversität findet in den Depots und Repertoires der Institutionen in der Regel keine Spiegelung. Dieser Roundtable versammelt Expert*innen minoritärer Archivarbeit, die in Anbetracht der Leerstellen und Widersprüchlichkeiten der historischen Überlieferungen eigene künstlerische und wissenschaftliche Umgänge mit Archiven entwickelt haben.
Welche Lücken hier zu füllen sind, was für Verwaltungs- und Sorgearbeit solche Archive (er)fordern, und welche Geschichten uns (unangenehm?) berühren – darüber kommen die Musikwissenschafterin Michaela Krucsay und der Theaterwissenschafter Eike Wittrock vom Zentrum für Genderforschung und Diversität mit Theoretikerinnen und Praktikerinnen unterschiedlicher Sparten ins Gespräch: Die Regisseurin Simone Dede Ayivi, die Historikerin Li Gerhalter sowie das „Sekretariat für Geister, Archivpolitiken und Lücken“. Einladung als PDF

Simone Dede Ayivi produziert Text und macht Theater aus Schwarzer feministischer Perspektive. Sie schreibt für unterschiedliche Medien, wie Missy Magazine, Zeit online oder die taz, und ihr nächstes Stück „Identitti Rezeptionista“ (nach dem Roman von Mithu Sanyal) feiert im März 2023 am Schauspielhaus Graz Premiere. (Web)

Li Gerhalter betreut als Historikerin an der Univ. Wien die Sammlung Frauennachlässe und ist Vorsitzende von frida. Netzwerk frauenspezifischer Archive, Bibliotheken und Dokumentationsstellen in Österreich. Sie forscht als freie Wissenschafterin. (Web)

Das „Sekretariat für Geister, Archivpolitiken und Lücken“ – Nina Hoechtl & Julia Wieger Continue reading

Klicktipp: “fernetzt – der Blog” für die Frauen- und Geschlechtergeschichte – neue Beiträge online (Weblog)

fernetzt. Verein zur Förderung junger Forschung zur Frauen- und Geschlechtergeschichte (Web)

Woher hatten die Gründerinnen des Wiener Frauen-Erwerb-Vereins 1866 das dafür notwendige Know How? Mit welchen Argumenten verteidigten Akteurinnen der katholischen Frauenbewegung im Austrofaschismus das „Recht der Frau auf Erwerbsarbeit“? Wie wurde das Thema Abtreibung in der Weimarer Republik von der organisierteb Ärztinnenschaft diskutiert?

Das sind einige der Fragen, denen die zuletzt veröffentlichte Beiträge in „fernetzt – der Blog“ nachgehen. Der Weblog ist 2015 online gegangen, um Impulse für Diskussionen zu setzen und die Sichtbarkeit junger – bzw. nicht institutionalisierter – Forschung zu erhöhen. Inzwischen wurden in dem gänzlich ehrenamtlich organisierten Weblog bereits mehr als 80 Beiträge publiziert. Herausgeberin ist der Verein fernetzt. Dieser wurde 2011 gegründet als Raum für Diskussionen, den Austausch über den Forschungsalltag und gegenseitige Unterstützung. (Web).

2016 wurde in „fernetzt – der Blog“ auch ein Interview veröffentlicht, in dem die Administratorin Li Gerhalter den Salon 21 näher vorstellt (Web).

Bisherige Posts im Weblog (Web):

  • Noch nie dagewesen? Die Gründung des Wiener Frauen-Erwerb-Vereins 1866; von Waltraud Schütz (Link)
  • Katholische Frauen im Austrofaschismus. Das Recht auf Erwerbsarbeit für alle Frauen?; von Elisabeth Luif (Link)
  • Österreichische „Besatzungskinder“; von Nadjeshda Stoffers (Link)
  • § 218: Die politischen Ärztinnen der Weimarer Republik; von Julia Raba (Link)
  • Für die Forschung festhalten: Das Frida-Interviewprojekt zum 30. Jubiläum; von Elizabeth Kata (Link)
  • Der „gottgewollte“ Platz der Frau an der Uni Wien ab 1933; von Linka Erker (Link)
  • Nicht nur dokumentieren, sondern selber Geschichte machen: frida feiert ihr 30. Jubiläum; von Elizabeth Kata (Link)
  • Die Fahrradfahrerin als Symbol der modernen Frau; von Veronika Ebner Continue reading

Klicktipp: FemInfo (Zeitschrift, online frei verfügbar) // CfP: Hat Sport ein Geschlecht?, bis: 01.01.2023

FemWiss (Web)

Der Verein FemWiss hat den Sitz in Bern. FemWiss setzt sich als unabhängige Akteurin auf nationaler Ebene für Gleichstellungs- und Wissenschaftspolitik ein und sensibilisiert die Öffentlichkeit für feministische Perspektiven. FemWiss versteht sich als solidarisches Netzwerk und offenes Forum für alle Feminist*innen und Sympathisant*innen.

FemInfo

Das FemInfo ist das Vereinsmagazin von FemWiss. Es erscheint dreimal jährlich und enthält Beiträge von Autor*innen aus unterschiedlichen akademischen und nicht-akademischen Kontexten zu gesellschaftspolitischen und historischen Themen sowie Literaturhinweise. Die Ausgaben seit 2005 sind auf der Website online frei verfügbar.

Die jüngsten Ausgaben hatten folgende Themen: Körper | Frauenstimm- und Wahlrecht | Institutionalisierungen | Beziehungspraktiken | Popfeminismus | Notstand | Feministische Wissenschaft | Arbeitskämpfe | Utopie | Ökofeminismus | Weiterlesen … (Web)

Aktueller CfP von FemInfo: Hat Sport ein Geschlecht?

Einreichfrist: 01.01.2023

Zählt im Sport nur die Leistung? Das Renommee einer Sportart, die Entlöhnung der Sportler*innen, Diskriminierungen im Sportalltag, Karrierechancen oder mediale Aufmerksamkeit sind an Faktoren wie Geschlecht, Ethnie oder sexuelle Orientierung gebunden. Kann eine feministische Sportwissenschaft zu einem diskriminierungsfreien Breiten- und Spitzensport beitragen? Gibt es Alternativen und Utopien jenseits der Binarität von Männer- und Frauensport – etwa in Anbetracht von inter und trans Sportler*innen, jenseits von Körpernormen, Kleidungsvorschriften und Leistungsdruck? Wie können wir den Anforderungen der Selbstdisziplinierung und -vermarktung an Sportler*innen feministisch begegnen? (CfP als PDF)

Vortrag: Dietmar Süß: „Demokratie von unten“? Soziale Bewegungen und demokratische Gesellschaften nach 1945, 08.12.2022, München und virtueller Raum

Institut für Zeitgeschichte München-Berlin; Reihe: Demokratie. Versprechen – Visionen – Vermessungen (Web)

Zeit: 08.12.2022, 18:00 Uhr
Ort: Institut für Zeitgeschichte, München und virtueller Raum

Sind soziale Bewegungen die Hoffnungsträger gesellschaftlicher Demokratisierung und emanzipatorischer Träume? Oder angstgetriebene Antworten auf die Konflikte moderner, liberaler Gesellschaften? Wie genau sieht sie aus: Die Suche nach der „Demokratisierung der Demokratie“? Der Vortrag fragt nach der Bedeutung des kollektiven Protestes unterschiedlicher sozialer Bewegungen, ihren Vorstellungen von Demokratie und Partizipation, ihrer Kritik an Macht- und Herrschaftsverhältnissen nach 1945. Soziale Bewegungen stehen dabei vielfach im Zentrum der Auseinandersetzung um die Legitimität liberaldemokratische Ordnungen westlichen Typs. Es geht mithin um Fragen von Staatlichkeit und Repräsentation, um Mechanismen der Inklusion und Exklusion, um Prozesse der Entgrenzung des Politischen und der Dezentralisierung, um Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit im öffentlichen Raum.

Moderation: Martina Steber, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin

Anmeldung für die Teilnahme vor Ort: (0049)(089)12688-0 oder muenchen[at]ifz-muenchen.de, Anmeldeschluss: 6.11.2022

Der Vortrag wird live gestreamt und aufgezeichnet. Zoom-Link: https://zoom.us/j/99767905318?pwd=SG0wcXVoNldjU3JXclMvYnFiWXBndz09
Webinar-ID: 997 6790 5318, Kenncode: 876459

Quelle: HSozuKult

CfP: Mapping Gender Struggles. Geschlecht als Konfliktfeld sozialer Bewegungen der Gegenwart (Event, 11/2023, München); bis: 28.02.2023

Kommission Frauen- und Geschlechterforschung in der Dt. Gesellschaft für Empirische Kulturwissenschaft (DGEKW), Inst. für Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie der LMU München, Frauenakademie München e. V.

Zeit: 23.-25.11.2023
Ort: München
Einreichfrist: 28.02.2023

Geschlecht scheint eine zentrale Kategorie sozialer Bewegungen der Gegenwart geworden zu sein, wenn auch auf ganz unterschiedliche Art und Weise. In feministischen sowie LGBTIQ+-Bewegungen, die in den letzten Jahren weltweit wieder zu einer wichtigen gesellschaftlichen Kraft wurden (Wichterich 2020), ist Geschlecht das zentrale Argument. Ihre Themen wie sexuelle Selbstbestimmung, Recht auf Abtreibung oder Kampf gegen sexualisierte Gewalt sind aktuell stark umkämpft und stehen global auf den politischen Agenden – nicht nur von sozialen Bewegungen, sondern auch von Regierungen. Beispiele sind die Pro-Choice-Kämpfe in Polen, Irland oder den USA, die Proteste gegen Femizide in Argentinien oder Spanien oder aber auch politische Aktionen gegen Trans- und Queer-Feindlichkeit wie in Ungarn, Saudi-Arabien oder Kenia. Bei Bewegungen für Klimagerechtigkeit, Anti-Rassismus oder Freiheitsrechte dagegen geht es nicht primär um ein geschlechterpolitisches Anliegen, trotzdem sind auch deren Forderungen von feministischen Überzeugungen durchdrungen und vor allem werden Frauen als Führungspersonen dieser Proteste sichtbar wie noch nie (Redecker 2021). Das zeigen zum Beispiel transnationale Gruppierungen wie Fridays for Future oder Black Lives Matter, aber auch die Demokratiebewegungen in Belarus oder Chile, die Massenmobilisierung für reproduktive Rechte in Irland und Polen oder ganz aktuell die Proteste im Iran, wo die Ermordung einer jungen Kurdin der Auslöser war, die Forderungen der Akteur:innen aber letztlich auf einen Regimewechsel abzielen. Gleichzeitig formieren sich global erstarkende rechte Bewegungen in ihrer Argumentation ebenfalls entlang von Geschlecht, sowohl im Sinne eines offen artikulierten Antifeminismus als auch durch die Vereinnahmung feministischer Anliegen für rassistische und nationalistische Politiken (Farris 2017; Hark/Villa 2017; Eszter/Põim 2015). Konzepte, an die wir in diesem Zusammenhang anknüpfen können, ist Sara Ahmeds Analyse von Geschlecht als “map of the moment” (2021) oder … weiterlesen und Quelle (Web).

CfP: Frauenbewegungen und Wissensformationen – Politische und epistemische Praktiken // Women’s Movements and Formations of Knowledge – Political and Epistemic Practices (Zeitschrift OeZG), bis: 15.12.2022 [REMINDERIN]

Österreichischen Zeitschrift für Geschichtswissenschaften (OeZG); Johanna Gehmacher und Dietlind Hüchtker, Univ. Wien (Web)

Einreichfrist: 15.12.2022

Der Begriff Feminismus tritt im späten 20. Jhd. als vielverwendete Chiffre sowohl für ein politisches Programm als auch für eine Wissensformation in Erscheinung. Das hat seine Wurzeln nicht zuletzt in der dynamischen Verbindung zwischen den in den 1970er- und 1980er-Jahren aufkommenden Frauenbewegungen und der Etablierung von Frauen- und Geschlechterforschung als wissenschaftlicher Disziplin. Auf die ebenso produktive wie konfliktträchtige Beziehung haben bereits eine Reihe von Forscher*innen in diesem Feld hingewiesen. Die enge Verflechtung von politischen und epistemischen Praktiken ist allerdings historisch nicht neu, sondern lässt sich bereits für jene Frauenbewegungen unterschiedlicher politischer Orientierung zeigen, die im späten 19. Jhd. sowohl in vielen Industriestaaten als auch in einer Reihe von Ländern des globalen Südens aufblühten und in der Folge vielerorts beträchtliche öffentliche Wahrnehmung erlangten. Deren Protagonistinnen betrachteten die Generierung und Zirkulation differenzierter Wissensbestände (u.a. über die Lebenssituationen von Frauen unterschiedlicher Klassen, über geschlechterdifferenzierendes Recht, aber auch über Bewegungen in verschiedenen Ländern) als bedeutendes Mittel ihres politischen Kampfes.
Die für den Feminismus der 1970er- und 1980er-Jahre beschriebene Spannung zwischen politischen Zielsetzungen einer Bewegung und akademischen Geltungsansprüchen einer Wissensformation lässt sich daher, auch wenn Wissen aufgrund des Ausschlusses von Frauen aus der Academia mehrheitlich außerhalb von Universitäten generiert wurde, in ähnlicher Weise für Frauenbewegungen um 1900 nachweisen. Die Konstituierung und Lancierung unterschiedlicher sozialer und politischer Fragen ist damit in Frauenbewegungen und Continue reading

Workshop: Formen der Arbeit: Zwischen Freiwilligkeit und Zwang // Vortrag: Feminismus in der Kleinstadt. Eine mikrohistorische Spurensuche in Solothurn, 06.12.2022, Wien und virtueller Raum

Forscher*innengruppe „Figurationen der sozialen Ungleichheit“, Univ. Wien (Web) und SNF-Projektgruppe „Freiwilligkeit und Geschlecht. Neuverhandlung der gesellschaftlichen Arbeitsteilung seit den 1970er-Jahren“, Univ. Fribourg (Web)

Zeit: Di., 06.12.2022, 11.00–14.00 Uhr
Ort: Seminarraum Geschichte 1, Universitätsring 1, 1010 Wien

Programm (als PDF)

  • Matthias Ruoss (Univ. Fribourg): Kriminalisierte Freiwilligkeit. Abtreibungshilfen um 1900
  • Regula Ludi (Univ. Fribourg/Zürich): Thesenartige Überlegungen zu einem analytischen Zugriff auf Freiwilligkeit als sozialer Praxis
  • Juliane Schiel (Univ. Wien): Through the Lens of Coercion. For a Shift of Perspective in Labour and Social History

Textbasierte Diskussionen. Interessierte sind herzlich willkommen. Für den Bezug der Texte wenden Sie sich bitte an Margareth Lanzinger, margareth.lanzinger@univie.ac.at. Um Anmeldung wird gebeten bei Barbara Szymon barbara.szymon@univie.ac.at

Abendveranstaltung: Vortrag: Sarah Probst: Feminismus in der Kleinstadt. Eine mikrohistorische Spurensuche in Solothurn

Zeit: Di., 06.12.2022, 18.00-19.30 Uhr
Ort: Seminarraum Geschichte 1, 1010 Wien und virtueller Raum
Zoom-Link: univienna.zoom.us/j/68503202024

„Der Vortrag bietet einen Einblick in mein laufendes Dissertationsprojekt und fokussiert methodische und forschungsethische Problemstellungen. Die Aktivistinnen, deren freiwilliges Engagement ich in meiner Arbeit untersuche, waren vom vorenthaltenen Stimmrecht betroffen, von fehlenden Frauenhäusern und Anlaufstellen für frauenspezifische Fragen, Continue reading

CfP: Trans & Two-Spirit Histories (Graduate History Review); by: 10.04.2023

Graduate History Review (Univ. of Victoria), Volume 12 (2023) (Web)

Proposals by: 10.04.2023

Across the world, trans antagonism is increasingly predicated upon ahistorical claims of trans peoples‘ novelty in the twenty-first century. After decades of radical historical research, it is more clear than ever that the textual, ephemeral, and oral historical archives of trans pasts are far from empty. On the contrary, stories of trans life and possibility abound in countless temporal, cultural, and geographical contexts. On the continent otherwise known as ‚North America,‘ rich histories of Black and Indigenous trans and Two-Spirit life foreground the trans present, with powerful resurgence and recovery of these stories taking place today. Here and elsewhere, trans possibilities of endless forms can be found scattered throughout the works of archaeology, literature, ethnography, visual art, oral tradition, and more. Brought together, our histories are multidimensional; in addition to presumed violence and suppression, trans and Two-Spirit pasts echo with great resilience, joy, humour, contradiction, defiance, and even monotony. Despite an uptick in this area of historical research, though, outlets for trans and Two-Spirit historians to bring these stories to life are minimal. For students and early-career scholars, these opportunities are near non-existent.
In response to the growing demand for this research, and to provide opportunities for emerging scholars, the University of Victoria’s graduate-student journal Graduate History Review is proud to announce a special volume, „Trans & Two-Spirit Histories.“ This instalment will be written, edited, and published by trans and Two-Spirit graduate students or recent graduates. Starting now, we are accepting submissions on a rolling basis through April 10th, 2023. Once final decisions are made by May 1st, selected authors will revise and copy-edit throughout the summer, in anticipation of publication and launch in September.
The editors are looking for Continue reading

CfP: New Work – New Problems? Gender Perspectives on the Transformation of Work (Event, 09/2023, Luzern); by: 08.01.2023

Gender Studies Committee of the Swiss Sociological Association and the Lucerne University of Applied Sciences and Arts (Web)

Time: 07.-08.09.2023
Venue: Lucerne – Zentralstrasse 9, Luzern
Proposals by: 08.01.2023

  • Keynotes: Lena Hipp (Berlin Social Science Center) and Karin Schwiter (Univ. of Zurich)

New work – new problems? Since the 20th century, paid employment has played a central role in guaranteeing social integration and livelihoods. In the tradition of Frithjof Bergmann, “new work” indicates a shift where paid work should serve the workers (and not the opposite) and provide them with meaning and satisfaction. Digitalization, globalization and the resulting flexibilization shape the way we work. Autonomy at work, self-organization and flexible working patterns are on the upswing as “new work”. We observe, however, an ambiguous impact on the workers. Precarity, exhaustion and exploitation, thus the opposite of the ideal “new work”, is what many employees currently experience. Furthermore, new work is ambivalently intertwined with the question of gender equity: Changing working conditions and environments nourish hope for greater gender justice in the context of more egalitarian work cultures. Naturalizing arguments that women – as better team players – will profit from these changes fall short, since research has shown that the flexibilization of working conditions has reinforced and normalized the high commitment employees should show towards their employer, including working late and full-time. This reproduces the prototype of the ideal male worker.
In the aftermath of the pandemic: The Covid-19 pandemic has highlighted various contradictions: whereas opportunities for gender equality have emerged, like the implementation of innovative family-friendly measures in some economic sectors or companies, not all employees take advantage from this situation, leaving to paradoxical effects and unintended consequences of workplace innovations. Gender, in interaction with function, position, education or migration status plays a significant role. Further, the care gap between men and women has widened during the pandemic. Especially single parents and people caring for children and adults in need were affected most negatively by lockdown and quarantines. It became clear, once again, that care work is essential, and that economic growth is inevitably based on unpaid and poorly paid care work largely performed by women. Whether this … read more and source (Web).

Buchpräsentation: Elisa Heinrich: Beziehungen in der Ersten Frauenbewegung, 09.12.2022, Wien und virtueller Raum [REMINDERIN]

Verband feministischer Wissenschafter*innen und Frauenhetz (VfW): Reihe „feminismen diskutieren“ (Web)

Zeit: Fr. 09.12.2022, 18.00 Uhr
Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstr. 41, 1030 Wien
Anmeldung bis Fr. 09.12.2022, 10:00 Uhr an pr@frauenhetz.at

Die Frauenbewegung um 1900 war nicht nur ein politischer Zusammenschluss, sondern auch zentraler Ort der Vergemeinschaftung von Frauen. Ob sich Aktivistinnen im Frauenklub verabredeten, sich auf Kongressen zu Hunderten trafen oder in einer Damenwohnung das tägliche Leben miteinander teilten – die Bewegung ermöglichte vielfältige, intime Beziehungen und Praxen zwischen Frauen. Für die Deutung dieser Verhältnisse war die Kategorie der Respektabilität wesentlich wichtiger als die Frage nach womöglich praktizierten sexuellen Beziehungen. Die um 1900 popularisierte Unterscheidung zwischen Homo- und Heterosexualität perspektivierte diese Lebensmodelle neu. Elisa Heinrich fragt in ihrer Studie nach den Aushandlungsprozessen der Akteurinnen und beleuchtet Bedingungen und Folgen dieses Übergangs.

  • Elisa Heinrich: Intim und respektabel. Homosexualität und Freundinnenschaft in der deutschen Frauenbewegung um 1900. V&R unipress (2022) (Web)

Moderation: Sabine Prokop (VfW)

Elisa Heinrich ist Historikerin in Wien mit Schwerpunkten auf die Geschlechter- und Sexualitätsgeschichte im 19. und 20. Jhd., die Geschichte sozialer Bewegungen, die (Erinnerungs-)Geschichte des NS und eine intersektionale Geschichte von Be/hinderung (Web).

Quelle: Newsletter des Verbandes feministischer Wissenschafter*innen