Category Archives: Category_Präsentationen, Ausstellungen etc.

Ausstellungseröffnung: Identity on the Line, 02.02.2023, Graz

Volkskundemuseum Graz (Web)

Eröffnung: 02.02.2023, 18.00 Uhr
Ort: Paulustorgasse 11-13a, 8010 Graz
Laufzeit: 03.02.-18.06.2023

Beschreibung: „Unter der Oberfläche schlummern Tausende Geschichten, die die Schwarz-Weiß-Bilder von geschichtlichen Ereignissen um Nuancen und unbekannte Details bereichern. Doch viele dieser Geschichten sind zu privat und persönlich oder zu traumatisch, um sie zu teilen. Gefühle wie Verzweiflung, Scham oder Schuld sind vielfach damit verbunden und oft fürchtet man sich vor den Reaktionen derer, denen man die Geschichten erzählt.
Identity on the Line ist ein groß angelegtes Kooperationsprojekt von sechs kulturhistorischen Museen und einer Universität, die gemeinsam daran arbeiten, die langfristigen Konsequenzen verschiedener Migrationsprozesse, die in den vergangenen 100 Jahren in Europa stattgefunden haben – egal ob erzwungen oder freiwillig – zu erforschen.“

Kuratiert von Corinne Brenko and Urška Purg, National Museum of Contemporary History, Ljubljana

Ausstellung: Aufsässiges Land – Streik, Protest und Eigensinn, ab 18.02.2023, St. Pölten

Sonderausstellung im Haus der Geschichte Niederösterreich (Web)

Laufzeit: 18.02.2023–21.01.2024
Ort: Museum Niederösterreich, Kulturbezirk 5, 3100 St. Pölten

Am Beispiel unterschiedlicher Protestbewegungen in Niederösterreich legt die Ausstellung dar, wie der ländliche Raum die soziale und politische Entwicklung der letzten 170 Jahre geprägt hat. Man kämpft gegen schlechte Arbeitsbedingungen, geringe Bezahlung und die Beschneidung von Rechten, aber auch gegen umweltzerstörende Maßnahmen. Die Ausstellung wirkt einer Geschichtsschreibung entgegen, die den ländlichen Raum als politisch passiv und von Entscheidungen in den Machtzentren abhängig betrachtet.
„Aufsässiges Land“ bildet ein breites politisches Spektrum sowie verschiedene Milieus mit unterschiedlichen Interessen ab: Es geht unter anderem um den „Bauernbefreier“ Hans Kudlich, um Tabakarbeiterinnen in Stein, die 1886 gegen die Entlassung einer Kollegin protestieren, um die großen Streiks der Jahrhundertwende in Neunkirchen und im Traisental, aber auch um ein widerständiges Netzwerk von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in der NS-Zeit. Zu den jüngeren Beispielen gehören einer der längsten Streiks der zweiten Republik, ausgetragen im Traiskirchner Semperit-Werk, Traktordemonstrationen gegen die Agrarpolitik der Regierung in den 1970er-Jahren und die Besetzung der Hainburger Au 1984.

Die Ausstellung wird vom Team des Hauses der Geschichte gemeinsam mit Jessica Richter vom Institut für Geschichte des ländlichen Raumes (Web) und dem Schriftsteller Martin Prinz kuratiert. Lenz Mosbacher veranschaulicht als Zeichner und Texter die historischen Ereignisse.

„Starke Frauen in Technik und Wissenschaft“: Die „Frauengalerie“ im Technischen Museum Wien

Technisches Museum Wien (Web)

Ort: Mariahilfer Straße 212, 1150 Wien

Welche Rolle spielt Gender in Wissenschaft und Technik? Die „Frauengalerie“ in der Dauerausstellung des Technischen Museums Wien zeigt eine von Frauen maßgeblich gestaltete Technikgeschichte: Sie forschen, entwickeln und erfinden seit jeher. Anhand der Biografien von einzelnen Pionierinnen thematisiert der Rundgang auf 14 Stationen auch Fragen der geschlechterspezifischen Arbeit und (Aus-)Bildung.
Dazu wurden die zwei Publikationen „Wäre Ada ein Mann … Frauen in Technik, Naturwissenschaften und Medien“ (2017) in der Reihe des Museums (Web) und „Gender & Technik“ in der Reihe „Blätter für Technikgeschichte“ (2019) (Web) herausgebracht: „Vor 100 Jahren wurden Frauen zum Studium an technischen Hochschulen in Österreich zugelassen. Der Band nimmt dies zum Anlass, um nach aktuellen Forschungsansätzen zu Gender und Technik zu fragen. Die Artikel untersuchen historische Konstruktionen von Geschlechterrollen und Technik und fragen nach der Rolle von Gender in der heutigen Technikausbildung und -vermittlung.“
In der Ausstellung wird (auf Anfrage) die Führung „Patente Frauen“ angeboten.

Stationen (PDF)

  1. Ada Lovelace (1815–1852) | Bereich „medien.welten“ | Mit ihrer Arbeit zur „Analytical Engine“ von Charles Babbage gilt Ada Lovelace als die erste „Programmiererin“. Objekt: Rechenmodul (Replik) 1994
  2. In den Schreib- und Rechenfabriken | Bereich „medien.welten“ | Welche Aufgaben übernahmen Frauen in den Rechen- und später in den Computerabteilungen von großen Unternehmen? Und warum ist ihr Anteil in der IT-Branche heute so gering? Continue reading

Lesung: „Lass das, das schickt sich nicht, oder jetzt erst recht!“, Frauen- und Geschlechtergeschichten von 1900 bis zur Revolution und Rätebewegung in Österreich, 01.02.2023, Wien

ega. frauen im zentrum (Web)

Zeit: 01.02.2023, 18.30 Uhr
Ort: ega:frauen im zentrum, Windmühlg. 26, 1060 Wien

Die Schauspielerinnen Elisabeth Osterberger und Edith Soukup haben aus den Büchern „Alles was ich wollte war Freiheit“ von Hertha Kratzer und „Frauen wacht auf“ von Veronika Helfert eine Lesung gestaltet:
In den von Veronika Helfert beschriebenen geschichtlichen Verlauf von 1916 bis 1924 – Zerfall der österreichisch-ungarischen Monarchie, Revolution und Rätebewegung in Österreich – wurden die Biografien von vier historischen Akteurinnen eingefügt, die Hertha Kratzer recherchiert hat: Jene der ‚Löwenbändigerin aus Wien‘ Henriette Willardt (1866-1923), der Rot Kreuz Schwester Norbertine Gräfin Kinsky (1888-1923), der Philosophin Helene von Druskowitz (1856-1918) und der Ärztin Gabriele Possanner (1860-1940), die als erste Frau in Österreich-Ungarn ein Universitätstudium abgeschlossen hat.
Beschreibung: „Zeithistorisch beginnend um die vorige Jahrhundertwende bis zur Gründung der ersten österreichischen Republik führen starke, kämpferische, gebildete und unkonventionelle Frauen die Gesellschaft an. Ohne sie wären wir heute nicht dort wo wir sind. Diese Heldinnen des Proletariats, die mit ihrem Mut um Brot und Frieden kämpften, wie auch Frauen aus dem Bürgertum oder des Adels, standen für ihre Unabhängigkeit und gegen das vorherrschende Patriachat.“ „Elisabeth Osterberger und Edith Soukup stellten sich angesichts der aktuellen kriegerischen Handlungen die Frage: Was können wir aus der Geschichte lernen?“

  • Veronika Helfert: Frauen, wacht auf! Eine Frauen- und Geschlechtergeschichte von Revolution und Rätebewegung in Österreich, 1916–1924 (L’Homme Schriften Band 028), Göttingen 2021. (Web)
  • Hertha Kratzer: „Alles was ich wollte war Freiheit“. Außergewöhnliche Österreicherinnen der Moderne, Wien 2015. (Web)

Quelle: fernetzt mailing list

Ausstellungsführung, Gespräch und Lesung: »Wiener Salondame? Ein Albtraum!« Lotte Tobisch – Charme, Engagement, Courage, 18./24.01.2023, Wien und virtueller Raum

Wienbibliothek im Rathaus; Kuratorinnen: Tanja Gausterer und Kyra Waldner (Web)

Lotte Tobisch-Labotýn (1926–2019) zählte über Jahrzehnte hinweg zu den prägenden Persönlichkeiten des Wiener Gesellschafts- und Kulturlebens. Seit November 2023 zeigt die Wienbibliothek im Rathaus eine Ausstellung aus dem Nachlass der Künstlerin. Im Jänner 2023 finden zwei Veranstaltungen dazu statt:

Ausstellungsführung
Zeit: Mi., 18.01.2023, 16.30 Uhr
Ort: Wienbibliothek im Rathaus, Ausstellungskabinett, Stiege 6, 1. Stock
Anmeldung an oeffentlichkeitsarbeit@wienbibliothek.at

Gespräch und Lesung: „Liebe Lotte: toitoitoi!“ (PDF)
Zeit: Di., 24.01.2023, 18.30 Uhr
Ort: Lesesaal der Wienbibliothek im Rathaus und Live-Stream
Anmeldung (für die Veranstaltung vor Ort) an oeffentlichkeitsarbeit@wienbibliothek.at

  • Im Gespräch: Achim Benning (Schauspieler, Theaterintendant und ehem. Burgtheaterdirektor) und Julia Danielczyk (Leiterin des Literaturreferats der Kulturabteilung der Stadt Wien)
  • Lesung aus dem Briefwechsel von Lotte Tobisch mit Theodor W. Adorno: Christina Constanze Polzer und Rafael Schuchter (Schauspieler:innen)

„Liebe Lotte: toitoitoi!“: Mit diesen – vor allem am Theater vor einer Premiere gerufenen – Zauberworten des Glücks beendete Achim Benning seine Laudatio auf Lotte Tobisch anlässlich ihres 90. Geburtstages im Ronacher. Aus einer jahrzehntelangen Zusammenarbeit am Burgtheater wurde eine Freundschaft in Lotte Tobischs Verständnis, nämlich in Form von echtem Interesse füreinander.

Quelle: MA9 Öffentlichkeitsarbeit

Filmvorführungen: Unruh (CH 2022), ab 06.01.2023, Baden, Bregenz, Feldkirch, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, St. Pölten, Villach, Wien u.a.

Cyril Schäublin, CH 2022, 93 Min., Schweizerdeutsch, Französisch, Russisch: Omd/eU

Spielstätten: Baden: Cinema Paradiso; Bregenz: Filmforum, Feldkirch: GuK-Senioren Kino; Graz: KIZ Royal Kino; Innsbruck: Leokino; Klagenfurt: Neues Volkskino; Linz: Moviemento; St. Pölten: Cinema Paradiso; Villach: Filmstudio; Wien: Metro Kinokulturhaus u.a. (Web)

Beschreibung: „Eine andere Zeit ist möglich! Zumindest war dies zu Beginn der industriellen Uhrenherstellung um 1877 der Fall, als Behörden, Fabrikanten und Uhrenmodelle noch mit je eigenen Zeiteinteilungen operierten, samt damit verbundener Zeitpläne, Werte und Weltbilder. In dieser proto-tayloristischen Gesellschaft, in der Beamte und Gendarmen über die richtige Uhrzeit wachen und dem Produktionsbetrieb und der Gemeinschaft den Takt vorgeben, gründen Arbeiter eine anarchische Gewerkschaft mit Verbindung zur internationalen Arbeiterbewegung. Dort begegnen sich Josephine, die über die Montage der Unruh, des Herzstücks der mechanischen Uhr, wacht, und der russische Kartograf Pyotr Kropotkin, der gerade im Jura weilt. Inspiriert von anarchistischen Ideen fordern sie die Befreiung der Zeit, setzen Solidarität und Pazifismus gegen Marktgesetze und Nationalismus.
Nach seinem Debüt ‚Dene wos guet geit‘ hat Cyril Schäublin seinen Stil weiterentwickelt: Mit höchster kompositorischer Sorgfalt verknüpft er die für ihn typischen kunstvollen Totalen und extremen Close-ups, die die Handwerkskunst feiern, mit einer klaren politischen Haltung und macht durch Verfremdung und Ironie deutlich, wie aktuell und universell sein Thema ist.“

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Ausstellung: What the Fem*? Feministische Perspektiven 1950 bis heute, Linz, bis 28.05.23

Nordico Stadtmuseum Linz (Web)

Zeit: bis 28.05.23
Ort: Simon-Wiesenthal-Platz 1, 4020 Linz

Femi­nis­mus! Ein Wort, über das hit­zig dis­ku­tiert, das igno­riert, ver­drängt und ver­tei­digt wird – kurz: ein Begriff, der pola­ri­siert. Femi­nis­mus ist sowohl ein Denk­an­ge­bot, eine Viel­falt an Theo­re­ti­sie­run­gen, eine poli­ti­sche Bewe­gung, ein Paket an For­de­run­gen und Pra­xen, als auch eine Hal­tung, eine Lebens­form, vie­le Lebens­for­men. Auf den Punkt gebracht: den einen Femi­nis­mus gibt es nicht. Die­se Aus­stel­lung ist ein Ange­bot, sich mit all die­sen The­men aus­ein­an­der­zu­set­zen, sich ein­zu­füh­len, neue Per­spek­ti­ven ein­zu­neh­men, aber auch sich aus­zu­drü­cken, in Dia­log zu gehen, Fra­gen zu stel­len, Ant­wor­ten zu fin­den und neue Fra­gen zu stellen.
Das Muse­um öff­net sich, um ​„Femi­nis­men“ in ihrer Viel­falt zu zei­gen: zu Aus­stel­lungs­be­ginn blei­ben ein­zel­ne Wand­be­rei­che erst­mals leer. Bis zum Ende der Aus­stel­lung kön­nen und sol­len die­se Leer­stel­len durch einen Pro­zess gemein­sam mit dem Publi­kum sowie mit ein­ge­la­de­nen Aktivist*innen befüllt wer­den. Dabei kann es pas­sie­ren, dass die ursprüng­li­che Muse­ums­er­zäh­lung in Fra­ge gestellt oder unter­bro­chen wird. So flie­ßen alle paar Wochen die Ergeb­nis­se der fünf geplan­ten Arbeits­grup­pen­tref­fen ein – auch im Sin­ne einer mög­li­chen Dekonstruktion.
In sechs The­men­räu­men füh­ren zeit­ge­nös­si­sche künst­le­ri­sche Posi­tio­nen gemein­sam mit his­to­ri­schen Arte­fak­ten durch einen leben­di­gen Dis­kurs. Es geht um öster­rei­chi­sche Geschich­te mit Schwer­punkt Linz, um Fak­ten, Gefüh­le, Erfah­run­gen, sub­jek­ti­ve Wirk­lich­kei­ten und aktu­el­le Hal­tun­gen. Die Schau ver­steht sich auch als Vor­schlag, ande­ren Per­spek­ti­ven mit Neu­gier zu begeg­nen und fixe Zuschrei­bun­gen zu hinterfragen.

Idee & Kura­ti­on: Klau­dia Kres­leh­ner
Par­ti­zi­pa­ti­ves Kon­zept: Klau­dia Kres­leh­ner, Karin Schnei­der
Dia­log­rei­he Gesprächs­stoff & Linz Büro im Wan­del: Gabrie­le Kain­ber­ger
Tex­te: Mar­ti­na Guggl­ber­ger (JKU), Klau­dia Kres­leh­ner, Karin Schnei­der
Gestal­tung: MOOI Design (Leti­tia Leh­ner, Sarah Feilmayr)

Ausstellung: Böhmen – Mähren – Wien. Zur Kulturgeschichte der Ernährung im langen 19. Jhd.| Cechy – Morava – Viden. O kulturni historii vyzivy v dlouhem 19. stoleti, ab 13.12.2022, Wien

Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum Wien (GWM) (Web)

Zeit (Eröffnung): 13.12.2022, 9.30 Uhr
Ort: Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum, ​​Vogelsangg. 36, 1050 Wien

Programm (PDF)

  • 10 Uhr: Begrüßung: Harald Lindenhofer, GF GWM und Pavel Hroch, stv. Kreishauptmann Südböhmen
  • Gerhard Ammerer und Barbara Huber: Buchpräsentation des Almanachs – Entwicklung und Zusammenhänge zwischen Industrialisierung, Migration, Landwirtschaft und Küche im 19. Jhd.
  • Sabine Flöcklmüller: Kochbücher und Rezepte: Forschung und Ergebnisse unter Mitwirkung der Bürgerwissenschafter:innen
  • Michael Brauer: Eröffnung und Rundgang durch die Ausstellung
  • 12 Uhr: Verkostung von historischen Gerichten: Zubereitet und serviert von Schüler:innen der Tourismusschule Modul

Folgende Institutionen unterstützen die Projektarbeit z.B. mit Exponaten: Institut für Geschichte des ländlichen Raums – St. Pölten, MAK–Museum für angewandte Kunst, Museum Retz, Österreichische Nationalbibliothek, Sammlung Frauennachlässe an der Universität Wien, Universalmuseum Kierling, Volkskundemuseum Wien, Wien Bibliothek und Wien Museum.

Die Ausstellung wurde im Rahmen des Projekts „Kulinarisches Erbe“ erarbeitet. Das tschechisch-österreichischen Gemeinschaftsprojekt wird durch das Programm INTERREG V-A Österreich – Tschechien kofinanziert. Ziel ist es, den Kulturtransfer in der Ernährung Böhmen-Mähren-Wien im Zeitraum von 1750 bis 1918 zu beleuchten. Continue reading

Ausstellungseröffnung: »Wiener Salondame? Ein Albtraum!« Lotte Tobisch – Charme, Engagement, Courage, 29.11.2022, Wien

Wienbibliothek im Rathaus; Kuratorinnen: Tanja Gausterer und Kyra Waldner (Web)

Zeit: 29.11.2022, 19.00 Uhr
Ort: Festsaal der Wienbibliothek im Rathaus

Begleit-Programm (PDF)

Lotte Tobisch-Labotýn (1926–2019) zählte über Jahrzehnte hinweg zu den prägenden Persönlichkeiten des Wiener Gesellschafts- und Kulturlebens.
Auf ihren eigenen Wunsch hin gelangte 2019 ein Teil ihres schriftlichen Nachlasses als Schenkung an die Wienbibliothek im Rathaus, der nun ergänzt um Korrespondenzen, Lebensdokumente und Fotografien aus Privatbesitz im Rahmen der Ausstellung Licht auf bekannte und weniger bekannte Aspekte ihres Lebens wirft. Mit knapp 300 oft erstmals gezeigten Exponaten sowie Audio- und Filmaufnahmen entsteht ein facettenreiches Porträt, das Tobischs vielfältigen Lebensweg von der Kindheit über ihre Schauspielkarriere, ihr privates und berufliches Netzwerk, ihre erfolgreiche Patronanz des Wiener Opernballs wie ihr langjähriges karitatives Engagement etwa als Präsidentin des Vereins »Künstler helfen Künstlern« nachzeichnet.
»Der Widerspruch zwischen meinem Temperament und meinem Äußeren muss frappant gewesen sein, denn ausgesehen habe ich wie ein Engerl«, resümierte Tobisch über ihre kindliche Aufsässigkeit, mit der sie schließlich als Jugendliche ihren Berufswunsch, Schauspielerin zu werden, gegen den Willen der Eltern durchsetzte und jahrzehntelang am Theater, in Film und Fernsehen wirkte. Die große Begeisterung für Literatur und Theater brachte sie früh in Verbindung mit dem Burgtheaterstar Raoul Aslan und dem Dramaturgen und Schriftsteller Erhard Buschbeck (1889‒1960). In ihm fand Tobisch ihren Lebensmenschen, der als Unterstützer moderner Kunst und Literatur sowie als Weggefährte von Georg Trakl auch wegweisend für das intellektuell-künstlerische Milieu war, in das die Schauspielerin eintauchte. Einer ihrer Korrespondenzpartner war Theodor W. Adrono. Continue reading

Exhibition: HAND JOB: What we know about contemporary non-traditional embroidery, 07.-26.11.2022, Belgrade/Beograd

Gallery Remont (Web); Curator: Amalija Stojsavljević (Web)

Venue: Gallery Remont, Belgrade
Time: 07.-26.11.2022

The exhibition HAND JOB is a research project aimed at mapping, contextualization and critical analysis of the use of embroidery as an artistic medium in the art scenes of the region of southern Europe. Who are the authors who actively work in embroidery as an artistic medium and why in it, what kind of visual expression is enabled by the embroidery technique, is there a political / emancipatory / feminist potential of works created in this technique, etc. are some of the questions that would be answered by the exhibition. By selecting six artists and one collective in one place it would gather and present the variety of topics and techniques that accompany this medium.
In the region, embroidery was a mandatory female job and was learned from the earliest childhood. It was an indicator of social and material status, age, regional and national affiliation. At the end of the 19th century, it became part of the primary education of female children, and later secondary, high school and vocational education. After the Second World War, handicrafts, i.e. knowledge of embroidery, were reduced to a household. However, a deeper analysis of this medium, its performative aspects, the context in which it is created and the motives / themes it depicts, reveals completely new strata of its meaning and cultural interpretation.
Reading the graphic novel by Iranian-French author Marjana Satrapi called Embroideries, as well as some of Svetlana Slapšak’s articles such as Woman and Employment, we get the impression that embroidery is not just a physical threading through the canvas / leathter, but it creates various a different discoursive dimensions such as femininity and feminism, resistance, the value of informal conversation, parallel histories, etc. The power of embroidery lies in its ability to combine culturally contradictory concepts, such as private-public, pleasure-imposed work, deft hands-smart head, patriarchy-female emancipation, Continue reading