CfP: Reformgewinnerinnen und -verliererinnen? Eine Spurensuche nach Frauen in Reformkontexten des 11. und 12. Jahrhunderts | Women as Losers and Winners of Reforms in the 11th and 12th Centuries (07/2027, Münster); bis: 15.11.2026

Historisches Seminar der Univ. Münster, Sarah Schnödewind (Web)

Zeit: 19.-20.07.2027
Ort: Münster
Einreichfrist: 15.11.2026

Version in English (Web)

„Reformverlierer“ und „Reformgewinner“ – unter diesen Begriffen diskutiert die jüngere mediävistische Forschung Dynamiken der Selbstverortung sowie Erfahrungen von Niederlagen im Kontext mittelalterlicher Reform. Dabei werden Momentaufnahmen von Erfolg und Niederlage deutlich und somit die ältere Dichotomie von Reformern und Reformgegnern hinterfragt. Mit „aktiven Widerständlern, Märtyrern, Querulanten, Trotzköpfen, passiven Duldern, konservativen Aus-der-Zeit-Gefallenen und Opportunisten“ steht eine heterogene Gruppe von Personen im Fokus, die bisher primär auf Mönche, Kleriker, Herrscher oder Konkurrenten um die prima sedes beschränkt ist. Doch was ist eigentlich mit Reformverliererinnen und -gewinnerinnen?
In der älteren Forschung wurde oft davon ausgegangen, dass Frauen grundsätzlich als ,Verlierer‘ mittelalterlicher Reformen gelten müssten. Obschon jüngere Studien die traditionelle Wahrnehmung von Reform als ,Männersache‘ revidiert haben, werden genderspezifische Fragen in der Reformforschung weiterhin nur marginal berücksichtigt – vor allem für die Zeit nach den monastischen Reformen des 10. Jhds. Inwiefern verändert sich die Perspektive auf Reformen und Reformniederlagen, wenn Frauen stärker einbezogen werden? Hier setzt der Workshop an, der explizit nach „Verliererinnen“ und „Gewinnerinnen“ in Kontexten religiöser Reformen des 11. bis 12. Jhds. fragt. Hierzu zählen etwa religiöse Frauen(gemeinschaften), Priesterfrauen, Adelige und Königinnen sowie Anhängerinnen laikaler oder vermeintlich „häretischer“ Gemeinschaften. Indem wir diese Gruppen und Individuen einbeziehen und genderspezifische Fragestellungen in den Mittelpunkt rücken, wollen wir das bisherige Bild von Reformgewinnern und -verlierern erweitern.

Leitfragen
Ausgehend von „Reformverliererinnen“ und „Reformgewinnerinnen“ soll folgenden Fragen nachgegangen werden: Continue reading

Tagung: Rechnen mit dem Seelenheil. Heilsökonomie und Wallfahrt in der Frühen Neuzeit, 19.-20.10.2026, Wien

Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes, Forschungsbereich Kunstgeschichte (Web)

Zeit: 19.-20.10.2026
Ort: ÖAW, PSK-Gebäude, Georg-Coch-Platz 2, 1010 Wien
Anmeldung (Link)

Programm (PDF)

Ausgangspunkt für die interdisziplinäre Tagung ist das FWF-Projekt SALVEMED, das durch die Untersuchung von Medialität und der damit verknüpften sozialräumlichen Vernetzungen von Gnadenorten einen innovativen Beitrag zu einer differenzierten Darstellung der vielfältigen Mechanismen frühneuzeitlicher Wallfahrt in Österreich leistet.
Mit Fokus auf dem Beziehungsgeflecht von Medien, Akteur:innen und Strategien zur Konstruktion von Wallfahrtsorten widmet sich die Veranstaltung jenen Aspekten, die sich auf die Erwartungshaltungen der Pilger:innen in Bezug auf die Erlangung des Seelenheils beziehen. Diese werden im Sakralraum in bildkünstlerischen Inszenierungen von Reliquien als spirituellem Kapital und in Votivgaben fassbar. Die Analyse der Objektvielfalt und der Herstellung von Devotionalien im Spannungsfeld von Eigenproduktion und dem Outsourcing an überregionale Produzent:innen und Händler:innen erschließt ökonomische und sozialräumliche Komponenten von Wallfahrten. Die Tagung betrachtet zudem Konkurrenzen von Wallfahrtsorten und deren durch Medien gesteuerte Konstruktion als Zielorte besonderer Art. Wie formten Wallfahrtsmedien die Wahrnehmung und das Verhalten der Pilger:innen und kann man analog zum Konzept des tourist gaze vom Vorhandensein eines spezifischen pilgrim gaze sprechen? Wie wirkten Nahund Distanzmedien zusammen und kann eine „Destination“ als ein Sehnsuchtsort bezeichnet werden, der ausschließlich über die Medien bedient wird? Diese Fragen werden am Beispiel von Wallfahrtsorten und vor dem Hintergrund des Devotionalienhandels in Europa, dem Heiligen Land und der iberischen Welt diskutiert.

Die Veranstaltung wird vom Institut für die Erforschung der Habsburgermonarchie und des Balkanraumes (IHB) der ÖAW und dem Institut für Realienkunde des Mittelalters und der Frühen Neuzeit (IMAREAL) der Univ. Salzburg (Web) im Rahmen des vom Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF finanzierten Projekts SALVEMED (Salvation Economics and Continue reading

CfP: Frauen im Umfeld des späten Liszt – Künstlerische Netzwerke, Patronage und weibliche Handlungsmacht | Women in Franz Liszt’s Circle in his Later Years: Artistic Networks, Patronage, and Female Agency (10/2027, Weimar); bis: 15.09.2026

Goethe- und Schiller-Archiv Weimar, Ulrike Roesler (Web); Franz Liszt Gedenkmuseum und Forschungszentrum (Budapest) und Musikwissenschaftliches Seminar der Univ, Heidelberg

Zeit: 20.-22.10.2027
Ort: Weimar
Einreichfrist: 15.09.2026

Version in English (Web)

Im Mittelpunkt des zweiten Teils der dreiteiligen Tagung steht ein im Liszt-Kontext vielbeachteter, aber dennoch kaum hinreichend gefasster Themenkomplex: die facettenreichen weiblichen Beziehungsgeflechte, die den Komponisten umgaben und sein künstlerisches Wirken, sein öffentliches Auftreten und sein Privatleben entscheidend prägten.
Liszts vielschichtige Verhältnisse zu Frauen und Weiblichkeit sind in ihren unterschiedlichen Perspektiven wie in ihrer Ambivalenz bisher nur in Ausschnitten untersucht. Statt den Komponisten und seine vielfältigen Beziehungen zu weiblichen Akteurinnen losgelöst oder gar als Sonderfall zu verstehen, richtet die Tagung den Blick auf die kursierenden Geschlechterdiskurse, die verschiedenen sozialen Netzwerke und die künstlerischen Transformationsprozesse des ausgehenden 19. Jhds. Liszt selbst übernahm einerseits die zeitgenössischen Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit und reproduzierte damit gängige Geschlechterbilder. Andererseits begegnete er zahlreichen Gefährtinnen, Freundinnen, Schülerinnen, Kolleginnen und Biographinnen im persönlichen und künstlerischen Austausch als eigenständige intellektuelle Partnerinnen.
Die Tagung fragt explizit nach der weiblichen Handlungsmacht in den künstlerischen Austauschprozessen des späten Liszt in seiner ganzen Vielfalt. Zur Diskussion stehen Lehrer-Schülerinnen-Beziehungen, Liszts Dialog mit seinen Interpretinnen, die gemeinsame künstlerische Arbeit und gegenseitige Einflussnahme. Zugleich rücken die Werke des späten Liszt selbst in den Fokus. Frauen erscheinen nicht nur als biographische Bezugspunkte, sondern auch als literarische, spirituelle und symbolische Figuren. Themen wie Religiosität, Alter, Continue reading

Tagung: Psyche, Körper, Geschlecht: Klassifikationen und Interventionen in Medizin und den Psych-Wissenschaften im 20. Jahrhundert, 29.-30.10.2026, Berlin

SFB 1665 „Sexdiversity“; Xenia Steinbach (Medizinische Hochschule Hannover); Sophia Wagemann (Charité – Universitätsmedizin Berlin); Kerstin Palm (HU zu Berlin) und Lisa Malich (Univ. zu Lübeck) (Web)

Zeit: 29.-30.10.2026
Ort: Berlin
Anmeldung bis: 01.09.2026

Als kollaboratives Team im Rahmen des SFB 1665 „Sexdiversity – Determinanten, Bedeutungen und Implikationen der Geschlechtervielfalt in soziokulturellen, medizinischen und biologischen Kontexten“ widmen wir uns dem Thema Psyche, Körper, Geschlecht – Klassifikationen und Interventionen in Medizin und den Psych-Wissenschaften im 20. Jhd.
Geschlecht zählt zu den zentralen Ordnungskategorien moderner Gesellschaften – und ist zugleich ein Feld permanenter Revision, Ausdifferenzierung und Re-Klassifikation. Vom traditionellen binären Modell männlich/weiblich über heutige Konzepte wie cis/trans/non-binär bis hin zu komplexen Verschränkungen von Körper und Identität sind Geschlechterordnungen historisch immer wieder neu hervorgebracht, stabilisiert und infrage gestellt worden. Bei diesen Ordnungssystemen spielen und spielten Wissenschaften eine entscheidende Rolle. Zugleich ließen sich die wissenschaftlich erzeugten Klassifikationen kaum jemals auf das akademische Feld begrenzen. Sie interagierten stets mit kulturellen Vorstellungen, gesellschaftlichen Regelsystemen und gelebten Biographien. Denn Klassifikationssysteme fungieren nicht nur als epistemische Werkzeuge, sondern strukturieren auch Prozesse der Subjektivierung und bilden den Ausgangspunkt für normierende Praktiken, klinische Behandlungstechniken, institutionelle Zuweisungssysteme und politische Interventionen.
Die Tagung widmet sich der historischen Analyse 1. solcher Klassifikationsprozesse sowie 2. daran anknüpfender Interventionspraktiken im 20. Jhd., insbesondere in zwei eng miteinander verflochtenen Wissensbereichen: in der Medizin und den Psych-Wissenschaften. Um 1900 differenzierten sich beide Wissensbereiche und entwickelten verschiedene Subfelder, in denen auch Wissen über Geschlecht produziert wurde. Diese Felder entwickelten je eigene, zugleich aber aufeinander bezogene Ordnungssysteme von Geschlecht, die sowohl den Körper als auch die Psyche nach geschlechtlichen Kriterien klassifizierten.
Mit einigen dieser Systeme waren zudem Kausalmodelle verbunden, die die Ebene der Psyche mit der des Körpers verbanden. Sie konzipierten die vergeschlechtlichte Psyche als Produkt von körperlichen Prozessen im Sinne einer Somatisierung und Biologisierung. Weiterlesen und Programm … (Web)

Quelle: HSozKult (Web)

Workshop: Politische Handlungsspielräume und Selbstpositionierungen adliger Frauen in der Frühen Neuzeit, 10.-11.09.2026, Vechta

Christine Vogel und Laura Rehmann; Univ. Vechta (Web)

Zeit: 10.-11.09.2026
Ort: Vechta

Dass die dynastische Herrschaftspraxis von den diskursiven Normsetzungen der asymmetrischen frühneuzeitlichen Geschlechterordnung regelmäßig abwich, hat die geschlechtergeschichtliche Forschung vor allem mit Blick auf den frühneuzeitlichen Fürstenhof als Schauplatz dynastischer Herrschaft und institutionalisierter Ort politischer Partizipation gezeigt. Mittlerweile werden zunehmend auch die mittlere Ebene des politischen Handlungsfelds sowie kleinere Herrschaftsträger in den Blick genommen und politische Gestaltungsspielräume adliger AkteurInnen jenseits des regierenden Hochadels freigelegt, so dass neben Regentinnen und Fürstinnen allmählich auch andere Frauen als politische Akteurinnen in den Fokus treten. Mit Blick auf den spezifischen Anteil von Frauen an der adligen Herrschaftspraxis, insbesondere als Landesmutter, wurden verschiedene Handlungsfelder in der Forschung identifiziert. Außer dem Bereich der Familienpolitik und der Funktion der Gattin als Fürbitterin waren das insbesondere die Gestaltung von Netzwerken durch die Pflege von Korrespondenzen, die Ämterpatronage, die standesgemäße Repräsentation sowie Diplomatie und Religion. Schließlich wurden zuletzt auch ökonomische Praktiken adliger Frauen im Rahmen ihrer Aufgaben als Verwalterinnen und Bewirtschafterinnen eigener Güter oder, in ihrer Funktion als vormundschaftliche Regentinnen, des dynastischen Besitzes betrachtet.
Auf dem Workshop wollen wir die genannten Handlungsfelder adeliger Frauen betrachten und dabei systematisch die Frage nach der Selbstpositionierung der involvierten AkteurInnen untersuchen. Dabei gehen wir von der Annahme aus, dass konkrete Handlungssituationen explizite oder implizite Positionierungen aller Beteiligten im Spannungsfeld sich überlagernder Handlungserwartungen erforderten. Zu fragen wäre damit nicht nur, welche sozialen Rollen adlige Frauen einnahmen und welche Normen dabei grundsätzlich zum Tragen kamen, sondern auch, wie sich diese Normen in konkreten Situationen überlagerten und ggf. sogar in Konkurrenz traten und was das für die involvierten AkteurInnen bedeutete. Wie wirkten sich insbesondere weibliche Statusveränderungen (idealtypisch: Tochter – Ehefrau – Mutter – Witwe) dabei aus? Wie werden Normenkonkurrenzen in den Quellen sichtbar, wann wurden sie explizit thematisiert und wo artikuliert sich so etwas wie der „Eigensinn“ historischer AkteurInnen? … weiterlesen und Programm (Web)

Quelle: HSozKult (Web)

CfP: Intimacies. Family and Sexuality in the History of Jewish Literature and Culture in Eastern and Central Europe (1900-1945) (01/2027, Augsburg); by: 30.09.2027

David Ludwig (Augsburg/Berlin); Sonja Mues (Augsburg); Sarah Sosinski (München); Magdalena Vinco (Heidelberg) (Web)

Time: 21.-22.01.2027
Venue: Univ. of Augsburg
Proposals by: 30.09.2026

The conference „Intimacies: Family and Sexuality in the History of Jewish Culture and Literature in Eastern and Central Europe (1900–1945)“ explores perspectives on concepts of intimacy in regions shaped by European Jewish culture. The focus is on the question of how intimate relationships were historically regulated, religiously standardised, socially practised, negotiated in literary terms, and culturally interpreted. In this context, the family is not viewed as a self-evident, but as a dynamic structure and social category (cf. Bourdieu 1996) within which kinship, desire, care, obligation, conflict, belonging, social order, and norms are negotiated. Intimacy is therefore understood not merely as a sphere of the private, but as an analytical category through which transitions between domestic life, religion, law, the state, the economy, the public sphere and cultural representation can be examined (Wilson 2014; Gabb/Silva 2011; Roseneil/Budgeon 2004).
The focus on the period from 1900 to 1945 takes into account the political, social, and cultural upheavals of European modernity, during which Jewish ways of life were reshaped and radically transformed amidst the late empire, the formation of nation states, World War I, the interwar period, and Nazi persecution. It is precisely the concentration of experiences of transformation and crisis that makes intimacy a particularly illuminating analytical category, as processes of negotiation concerning belonging, norms, difference, and violence take on specific forms within familial, sexual, and affective relationships. The chosen time period thus offers the opportunity to highlight continuities and ruptures in the shaping of Jewish intimacies and to examine their intertwining with processes of modernisation, secularisation, migration, and persecution. Read more … (Web)

Source: HSozKult (Web)

Workshop: Soziale und ökonomische Aspekte des transalpinen Gütertransports. Multiperspektivische Zugänge (Frühe Neuzeit bis 19. Jahrhundert), 07.-09.09.2026, Chur

Institut für Kulturforschung Graubünden (ikg); Forschungsgruppe ALPINNKONNECT, ERC AdG, Univ. Wien (Web)

Zeit: 07.-09.09.2026
Ort: Chur

Im Zentrum des Workshops steht der transalpine Gütertransport. Dieser stellte in der Frühen Neuzeit und bis ins 19. Jhd. eine zentrale soziale und ökonomische Praxis in alpinen und angrenzenden Räumen dar. Infrastrukturen (Wege, Brücken, Saum- und Fuhrwege, Lager- und Umschlagplätze, Zollstationen, Wirtshäuser, Pferdeställe und Hospize) waren dabei ebenso wichtig wie die Praktiken und Aushandlungen der beteiligten Akteur:innen – von lokalen Transportgenossenschaften und Versorgungsdiensten bis zu überregionalen Handels- und Verwaltungszusammenhängen.
Die Referent:innen präsentieren und diskutieren Infrastruktur und Logistik aus unterschiedlichen Perspektiven: Wirtschafts- und sozialgeschichtliche Analysen werden mit Zugängen der Umweltgeschichte, der materiellen Kulturforschung sowie mit archivwissenschaftlichen Perspektiven verschränkt. Der geografische Schwerpunkt liegt auf den Schweizer Alpen mit besonderer Berücksichtigung von Graubünden – im Dialog mit dem ERC-Advanced-Grant-Projekt ALPINNKONNECT.
Ein besonderes Augenmerk gilt methodischen Zugängen, Quellen, Sammlungen und Archiven.

Programm (Web)

Referent:innen und Moderator:innen: Rachele Delucchi (ikg), Simon Teuscher (ikg/Zürich), Florian Andretsch (Wien), Margareth Lanzinger (Wien), Magdalena Gärtner, Sophie Prein und Verena Radner (Wien), Erwin Dirnberger (Andeer) und Senta Herkle (Wien), Riccardo Rossi (Wien), Florian Hitz (Chur), Christof Jeggle (Wien), Jon Mathieu (Luzern/Burgdorf), Joschka Meier (Bern), Sebastian Leitner (Wien), Conradin von Planta (Chur), Dorothea M. Hutterer (München), Maya Zellweger (Winterthur), Alberto Azzi (Tremona), Nicole Stadelmann (St. Gallen), Kurt Gritsch (Zuoz), Matilde Bontognali (Poschiavo), Stefania Bianchi (Mendrisio) und Miriam Nicoli (Chur), Carmen Mair (Innsbruck), Séveric Yersin (Basel)

Quelle: HSozKult (Web)

Call for Panels for the Eighth Biennial Conference of the European Rural History Organisation (09/2027, Koper); by: 01.10.2026 [REMINDERIN]

The European Rural History Organisation (EURHO); Univ. of Primorska in Koper, Faculty of Humanities (Web)

Time: 07.-10.09.2027
Venue: Koper, Slovenia
Proposals by: 01.10.2026

Researchers working on any aspect of the history of the countryside are invited to submit panel proposals for the EURHO Rural History Conference:
In a relatively short time, the conference has become the central event in this field of study bringing together scholars and students from Europe and other continents. Through the years, after its inception in Brighton (2010), followed by conferences in Bern (2013), Girona (2015), Leuven (2017), Paris (2019), Uppsala (2021/2022), Cluj (2023) and Coimbra (2025), participants have built and strengthened collaborations, discussions and networks that have enabled the steady and fast development of modern rural history research, in particular by addressing the people who lived in the countryside as active actors in history. In recent years, the EURHO conferences have managed to expand the participation of researchers from all regions of Europe, as well as from other continents. The Rural History 2027 conference aims to continue these trends.
Nestled in Koper on the Northern Adriatic coast, the Univ. of Primorska well represents Slovenia’s position in Europe, bridging North and South, East and West. Panels will also take place in the premises of the Faculty of Management and of the Faculty of Mathematics, Natural Sciences and Information Technologies. All three faculties are located in the historic centre of Koper, a picturesque coastal town in Northern Istria offering a charming blend of Venetian and Slovenian heritage, historic architecture, and scenic seaside views that make it an enticing destination to explore.
The Rural History 2027 conference website provides information on deadlines, calls for panels and papers, registration, and accommodation. We encourage all participants to apply and register as early as possible. A panel should focus on a specific topic and include participants from at least two countries. Panel proposals will be assessed by the Conference Scientific Committee which will accept or refuse them, or suggest modifications. Panels may be organized in a single session or in double sessions. Continue reading

CfP: A Golden Age? Global Historical Fictions and Political Nostalgia (11/2026, virtual space); by: 01.10.2026

Historical Fictions Research Network (HFRN): Series Editors Global Historical Fictions (Brill), Ingibjörg Ágústsdóttir, Jerome de Groot, Dorothea Flothow, Siobhan O’Connor, and Stephanie Russo (Web)

Time: 28.11.2026
Venue: Virtual space
Proposals by: 01.10.2026

Globally, the last years have been dominated by a wide-spread feeling of nostalgia, “a bittersweet longing for former times” (Niemeyer 2014: 1), in which the world still seemed to be ‘better’, safer and more colourful than our tumultuous and fast-changing present (see e.g. Bauman 2017; Gaston & Hilhorst 2018; Jacobsen 2020). This feeling has been traced back to ever-faster technological changes and the accompanying feeling of insecurity, as well as to international developments which have severely affected and undermined the existing world order and international co-operation. The emerging feeling of nostalgia is often connected to a very specific period in the respective national past, a “‘prelapsarian’” Golden Age, a mythic, glorious time when the nation was still great (see Henneböhl 2023: 50). Thus, the US-American MAGA movement repeatedly conjures up images of the post-WWII era, when the US had just won a major war and experienced a period of economic well-being (see Krieg 2016). On the other side of the former East-West divide, in the countries of the former Soviet block, there is also a wide-spread longing for the years of Communism, when the world was presumed safer and more just (see Jeffery & Váradi 2026). In the former GDR, this often takes the form of ‘Ostalgie’; while in Russian politics, cherished memories of the Soviet Union are utilised to justify the war against Ukraine. A third international example can be found in India where President Modi’s policy of Hindu nationalism channels ideas of a glorious period of Hindu rule that preceded conquests by first Muslim and then European invaders (see Jaffrelot & Schoch 2021: ch 1).
These examples highlight problems intrinsic to notions of a national ‘Golden Age’: they can be easily manipulated to political ends as demonstrated by the strategies of contemporary populists, who conflate mythic pasts with conservative or nationalist agendas. This evocation of such imagined pasts often consciously excludes those absent from their perceived flourishings – for example, immigrants, people of colour, women, or men not fitting the martial stereotype often associated with the idea of a Golden Age. Read more … (PDF)

Source: Biographieforschung mailing list

CfP: Pflegebilder. Stille und bewegte Repräsentationen professioneller Pflege | Images of Nursing. Still and Moving Representations of Professional Nursing (Publikation); by: 30.09.2026 [REMINDERIN]

Sabine Nover (Institut für Pflegewissenschaft) und Katharina Fürholzer (Institut für Germanistik) (Web), Univ. Koblenz

Einreichfrist: 30.09.2026

Version in English and source (Web)

Wie auch in der Literatur ist professionelle Pflege ein konstanter, seltener auch zentraler Bereich der Kunstgeschichte: Als Figuren sind professionell Pflegende sowohl in der bildenden Kunst und in filmischen Kunstwerken wie auch in typischen Soap operas zu finden – wie dort auch hier gezeichnet als mitfühlende Heldinnen, pflichtbewusste Schattenfiguren oder projektionsstarke Gegenspieler:innen ärztlicher Autorität. Nachdem wir uns in einer ersten Annäherung an das Thema der Pflege in der Kunst mit der Pflegepoetik befasst haben, wird es in diesem nächsten Schritt um Visualisierungen der Pflege in Fotografie, Malerei und im Film gehen.
Dazu suchen wir Beiträge, die aus wissenschaftlicher Perspektive professionell Pflegende als Individuen oder kollektive Körper in den Fokus nehmen und analysieren, wie sie in den benannten (Kunst)Formen visualisiert werden. Wir interessieren uns für alle Fragestellungen, die offen legen, welche Ideen, normativen Setzungen, Vorstellungen, gesellschaftlichen Hintergründe hinter solchen Visualisierungen liegen und wie die bildhafte Umsetzung jeweils gelingt. Welche Symbole werden verwendet, welche Bildsprache genutzt? Was sagt das über den Entstehungskontext und/oder die anvisierten Adressat:innen aus? Welche Annahmen über Geschlechterverhältnisse kommen zum Ausdruck? Welche Rollenvorstellungen oder -stereotype zeigen sich? Welche Themen werden überhaupt bearbeitet?
Und unter der Annahme von Wechselwirkungen: Welche Auswirkungen darauf, welches Bild von Pflege die Gesellschaft hat, haben diese Visualisierungen? Wird der Diskurs über professionelle Pflege beeinflusst? Und verändert der sich stetig wandelnde gesellschaftliche Diskurs die bildliche Darstellung von Pflege? Wo spiegeln sich aktuelle zeitgeschichtliche Entwicklungen wider? Continue reading