Workshop: Queere Zeitgeschichte in internationaler Perspektive, 27.-28.11.2026, Innsbruck

Andreas Fink, Ina Friedmann, Moritz Moosmayer und Alexandra Weiss; Univ. Innsbruck, Institut für Zeitgeschichte (Web)

Zeit: 27.-28.11.2026
Orte: Rathaus Innsbruck und Univ. Innsbruck
Anmeldung (Web)

27.11.2026: Öffentlicher Vortrag
Plenarsaal Rathaus Innsbruck | Anmeldung nicht erforderlich

Andreas Brunner und Hannes Sulzenbacher: Queere Geschichte sichtbar machen!
Bis vor kurzer Zeit war queere Geschichte in den Geschichtswissenschaften kein Thema. Sie wurde einerseits nicht beachtet, andererseits als irrelevant zur Seite geschoben. Qwien, das Zentrum für queere Kultur und Geschichte, ist vor fast zwanzig Jahren angetreten, queere Geschichte sichtbar zu machen. Welche Widerstände mussten dabei überwunden, welche Herausforderungen bewältigt werden? Welche Methoden führten ans Ziel, die Sichtbarkeit queerer Geschichte in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern?

27.-28.11.2026: Workshop (PDF)
Plenarsaal Rathaus Innsbruck und Ágnes-Heller-Haus der Univ. Innsbruck | Anmeldung erbeten

  • Vorträge von Flavia Guerrini, Kevin Heininger, Natascha Bobrowsky, Johannes Kaska und Andrea Rottmann
  • Round Table mit Andreas Brunner, Ina Friedmann, Dirk Rupnow, Hannes Sulzenbacher und Alexandra Weiss (Moderation)

Trotz der raschen Abfolge politischer Zäsuren in der ersten Hälfte des 20. Jhds. blieb auch in Österreich die politische und kulturelle Regulation nicht-heteronormativer Beziehungsformen lange von Kontinuität geprägt. Erst in jüngster Zeit erfolgte die staatliche Anerkennung der Verfolgung queerer Menschen. Die Erforschung dieses Feldes ist noch von zahlreichen Leerstellen bestimmt. Ziel der Veranstaltung ist es, die Frage nach Kontinuitäten und Brüchen aus unterschiedlichen Perspektiven zu stellen – regionalgeschichtlich und transnational, forschungsbezogen und aus erinnerungskultureller Sicht. Continue reading →

CfP: Women and Public History: The Professional, the Political, and the Historical (Publication); by: 01.01.2027

Journal „The Public Historian“; Caitlyn Jones (Monuments Workshop) and Leandra Zarnow (Department of History, Univ. of Houston) (Web)

Proposals by: 01.01.2027

Women are the majority of public historians. What now? Their position in the field has helped bring women into public history scholarship, showcasing the historical contributions of women, shepherding the creation of women’s history archives and museums, and steering recovery work to correct women’s absence from the spaces and places of history. However, overlapping professional, political, and historical concerns remain.
In the history of The Public Historian, this will be the first special issue to center on women’s public history and women in public history, grappling with this precarious yet expanding presence at the local, national, and global level. We aim to refocus attention on women’s public history as a nucleus of innovation at the forefront of intersectional, community-engaged thinking in both physical and digital spaces. We will also examine the role of women and non-binary practitioners as they wrestle with labor and funding concerns exacerbated by the current political climate.
This special issue builds on a 2023 NCPH state of the field roundtable that brought together fresh voices and veteran practitioners. These intergenerational panelists reflected on their own experiences and professional trajectories while forecasting new directions and challenges in bringing greater visibility to women in public history.
This first conversation, and continuing dialogues at various NCPH gatherings, have organically engaged a wide cross section of practitioners. These attendees exhibited diversity across age, identity, location, and areas of employment and expertise—including historical societies, independent consultants, state and local museums, archives and libraries, universities, and federal agencies. As we bring this conversation to the pages of The Public Historian, we hope to offer an inclusive portrait of the people who are doing this important work, its barriers and opportunities, and its foundation and future. Read more … (PDF)

Source: H-Women (Web)

Präsentation: Zwischenstände. Women’s Studies im Gespräch (Æther 10, 2026), 16.12.2026, Wien

Fakultätszentrum für transdisziplinäre historisch-kulturwissenschaftliche Studien der Univ. Wien; Dietlind Hüchtker und Friedrich Cain (Web) und Zeitschrift Æther; Ines Barner, Nils Güttler, Niki Rhyner und Max Stadler (Web)

Zeit: 16.12.2026, 18:30-21:00 Uhr
Ort: Univ. Wien, Fachbibliothek Zeitgeschichte, Campus Altes AKH, 1090 Wien

Zwischenstände. Women’s Studies im Gespräch versammelt Texte, die Studierende der Univ. Wien im Rahmen eines Projektseminars geschrieben haben (Web).
Basierend auf als Audiokassetten und Transkriptionen überlieferten Interviews, die die Wiener Soziologin Renate Retschnig 1994/95 mit US-amerikanischen Wissenschafterinnen durchführte, hat sich die Gruppe mit Fragen rund um die Herausbildung der US-amerikanischen Women’s Studies beschäftigt. Welche Konflikte und welche Erfolge gab es damals? Wie umgehen mit den zeitlichen Sprüngen zwischen erzählter Zeit, Zeit der Interviews und Zeit der Auswertung? Unterstützt wurde das Projekt durch das STICHWORT. Archiv der Frauen- und Lesbenbewegung in Wien, wo die Audiokassetten und Transkriptionen aufbewahrt werden.

Weitere Informationen zur Veranstaltung folgen u.a. auf den Websiten des Fakultätszentrums (Web) und der Fachbibliothek Zeitgeschichte (Web).

Quelle: Newsletter des Fakultätszentrums für Transdisziplinäre Historisch-Kulturwissenschaftliche Studien (#033, 10/26)

Forum: Geschlechterordnungen im Wandel, 26.-27.11.2026, Brixen/Bressanone [REMINDERIN]

Drittes Forum Geschlechtergeschichte für Dissertant:innen und Forscher:innen in Österreich und angrenzenden Regionen; Siglinde Clementi (Brixen), Muriel González Athenas (Innsbruck) und Falko Schnicke (Linz)

Zeit: 26.-27.11.2026
Ort: Zentrum für Regionalgeschichte, Brixen/Bressanone

Programm (PDF)

Panels: Workshops Dissertant:innen | Workshops Faculty | Textdiskussionen | Vorträge | Kurzvorträge | Austausch von Ideen zur weiteren Planung

Wie schon in Innsbruck (2024) (Web) und Graz (2025) (Web) steht im Zentrum des Workshops wieder die konstruktive und solidarische Diskussion von Dissertationsprojekten in den Bereichen Geschlechtergeschichte, Queer History und intersektionale Geschichte sowie der strukturierte Austausch mit Geschlechter- und Queerhistoriker:innen untereinander. Angesprochen sind geschlechterhistorisch ausgerichtete Dissertationsprojekte aus allen Epochen und historischen Teildisziplinen. Ziel des Forums ist es, einen Raum für kollegiale Diskussion und Vernetzung zu schaffen. Das diesjährige Schwerpunktthema lautet „Geschlechterordnungen im Wandel“ und ist geeignet eine Vielzahl verschiedener Projekte zu integrieren, die nach der (Un-)Ordnung von Geschlechtermodellen, ihrer Historizität und kulturellen Spezifik fragen.

CfP: Zukunft machen: Soziale Bewegungen, historische Zukunftsvisionen und politische Praxis. Workshop für Nachwuchsforschende (04/2027, Bern); bis: 15.01.2027

Lena Joos (Univ. Bern), Leo Grob und Sarah Probst (Univ. Fribourg) (PDF)

Zeit: Fr., 23.04.2027
Ort: Univ. Bern
Einsendeschluss: 15.01.2027

Welche Rolle spielt die Zukunft in sozialen Bewegungen? Soziale Bewegungen richten sich nicht nur gegen bestehende gesellschaftliche Verhältnisse. Sie entwickeln zugleich Vorstellungen davon, wie eine andere Zukunft aussehen könnte. Spuren solcher vergangenen Zukünfte finden sich in politischen Programmen, in strategischen und theoretischen Schriften oder auch in Bildern, Metaphern und Erzählungen. Sie zeigen sich ebenso in Handlungen, die eine bessere Zukunft bereits im Hier und Jetzt vorwegnehmen wollten. Soziale Bewegungen sind damit ein reichhaltiges Archiv alternativer Zukünfte. Utopien, Hoffnungen und konkrete Praktiken des «Zukunft-Machens» begleiten politisches Handeln nicht bloss, sie können es anleiten, Menschen mobilisieren und Identität stiften.
Der Workshop behandelt unterschiedliche soziale Bewegungen und ihre Bezüge zu Zukunftsvorstellungen und Zukunftspraktiken in historischer Perspektive. Er fragt zudem nach deren Bedeutung für die Gegenwart. Zukunft interessiert uns dabei sowohl als analytische Kategorie der Geschichtswissenschaft als auch als Ressource und Praxis sozialer und politischer Bewegungen. Die Beschäftigung mit historischen Zukunftsvisionen kann sichtbar machen, wie gesellschaftlicher Wandel vorstellbar wurde, welche Handlungsspielräume dadurch entstanden und welche Vorstellungen sich als prägend erwiesen. Zugleich wollen wir diskutieren, was historische Zukunftsvorstellungen für heutige Bewegungen und ihren Umgang mit gegenwärtigen Krisen bedeuten können. Diese Frage stellt sich umso dringlicher in einer Gegenwart, in der die Zukunft vielen als Zeitraum der Katastrophe und nicht der Utopie oder Hoffnung erscheint. Mögliche Fragen sind:

  • Welche Zukunftsvisionen, Utopien und Hoffnungen entwickelten verschiedene soziale Bewegungen, und wie wirkten sie mobilisierend oder identitätsstiftend?
  • Welche Quellen geben Auskunft über Zukunftsvorstellungen? Wie lassen sie sich auswerten? Continue reading →

CfP: Sexualität erziehen? Zur Geschichte der Sexualpädagogik (04/2027, Wuppertal); bis: 15.12.2026

Achte Jahrestagung des Arbeitskreises Sexualitäten in der Geschichte (AKSG); Sebastian Bischoff (Univ. Bielefeld), Anna Domdey (Univ. Erfurt), Janos Erkens, Julia König, Nadine Schiel und Thassilo Polcik (Univ. Wuppertal) und Dagmar Lieske (Berlin) (Web)

Zeit: 23.-24.04.2027
Ort: Wuppertal
Einreichfrist: 15.12.2026

Die Verbindung der Begriffe der Sexualität und der Pädagogik mutet unbehaglich an. Seit der Installation der paiderastia als gesellschaftliche angesehene Institution in der hellenischen Antike, auf welche in der sogenannten „abendländischen Geschichte“ fortwährend als „Geburtsstunde der Moderne“ rekurriert wurde, lag der Fokus der Sexualerziehung zumindest in der christlichen Geschichte eher darin, die Lust aus der fortpflanzungsbedingt seit Augustinus als notwendig erachteten sexuellen Praxis zu entfernen. Die regelmäßigen Verweise auf die paiderastia bzw. den pädagogischen Eros als Erziehungsinstitution wurden und werden stets problematisiert. Gleichwohl werden noch der aktuellen, neoempanzipatorischen Sexualpädagogik unlautere Absichten unterstellt; die Diagnose, dass Sexualpädagogik derzeit umkämpft ist, ist zum Gemeinplatz geworden. Unter Druck steht die Sexualpädagogik in letzter Zeit nicht nur durch rechte Angriffe auf Curricula oder sexualpädagogische Angebote von Trägern wie profamilia, sondern auch durch die Konfrontation mit toten Winkeln und problematischen Entwürfen in ihrer jüngeren Geschichte: Nicht zuletzt sind im Zuge der notwendigen Aufarbeitungen der Geschichte sexueller Gewalt in der Bundesrepublik, ihren politischen, wissenschaftlichen, religiösen und auch pädagogischen und künstlerischen Kontexten sowie in sozialen Bewegungen die hochproblematischen Verflechtungen besagter Institutionen mit Strukturen zutage getreten, die sexuelle Gewalt ignorierten, schützten oder gar förderten. Entsprechende Aufarbeitungsinitiativen haben sich in den letzten Jahren gegründet oder wurden implementiert.
Doch auch jenseits dieser politischen Gemengelage hat es die Sexualpädagogik mit einem eigentümlichen Gegenstand zu tun. Ihrem gegenwärtigen Anforderungsprofil zufolge soll sie Wissen vermitteln, Gefahren abwehren, Haltungen verändern und Selbstbestimmung ermöglichen. Weiterlesen und Quelle … (Web)

CfP: Age, Alcohol and Drugs: Global Histories (08/2027, Guelph); by: 15.12.2026

Univ. of Guelph, Ontario and the Journal „Social History of Alcohol and Drugs“ (Web)

Venue: Univ. of Guelph, Ontario
Time: 04.-05.08.2027
Proposals by: 15.12.2026

Sociologists have long been interested in the phenomenon of “maturing out” out of alcohol and drug use. Yet recent data suggests that the history of drug and alcohol use over the life course is more complicated than people becoming more moderate or abstinent as they age. People often use the drugs of their youth into older ages, even if the ways in which they use these drugs changes over time. This is particularly true of alcohol, a drug whose legal status in most countries means that some of the important incentives for quitting or reducing use are absent. By contrast, there are legions of ex-smokers in most Western countries today. There are interesting questions to be asked about how the use of legal psychotropics such as SSRI’s, tranquillizers and amphetamines changes over the life course. We are interested in how changing patterns of use are impacted by race, ethnicity, gender, and class – including differential access to prescription pharmaceuticals, different understandings of pain and disability, and the question of affordability. This workshop will examine the historical use of psychotropic substances, including studies of children, youth, young adults, middle-aged adults and the elderly. Histories from all parts of the world are welcome. While the focus of the conference will be on historical approaches to age, alcohol and drugs, applications from non-historians working on historical topics are welcome.

The papers at this conference will be considered for a special issue of the Social History of Alcohol and Drugs. Potential questions include:

  • How have older people inducted younger people into drug use and what lessons have they tried to impart?
  • How have societies at different times and places tried to encourage or prohibit the drug use of individuals based on their age through law (such as legal drinking ages), informal prohibitions, or incentives (such as teachers encouraging the use of Ritalin and other drugs)? Continue reading →

CfP: Trans Lesbian Life (Publication); by: 01.12.2026

Journal of Lesbian Studies; J. Szpilka (SWPS Univ., Warsaw) and Em Cousens (Northeastern Univ., London) (Web)

Proposals by: 01.12.2026

Trans lesbians are the shadow history of trans femininity. Despite the demographic significance, archival proliferation, and longstanding cultural contributions of trans lesbians – from the paintings of Toni Ebel (c1950) to the films of the Wachowski sisters (1995-present) – both histories of lesbianism and transness consign the trans lesbian to footnotes. Trans lesbians appear as an aside in Esther Newton’s comment about hormone queens gone deep stealth to live with other women. They bear the weight of representation in origin stories for organized feminist transphobia – the fabled flashpoint of Beth Elliot’s attempted exclusion from the 1973 West Coast Lesbian Conference, for example. And trans lesbian identity is rendered historiographically significant for its counter hegemonic exposure of the enmeshment of zones of trans experience, desire and sociality in Jules Gill-Peterson’s invocation of trans lesbians as the TERF’s, and sexology’s, nightmare. For this issue, we propose a change of perspective: it is high time to put trans lesbians in the spotlight, not as a reference point in discussion of supposedly more general or abstract points of lesbian and trans history and theory, but as themselves, in all of the particularities of their trans lesbian life.
We propose trans lesbian life as a broad category that indexes both a discernably non-cis gendered positionality and the desire for women, inclusively conceived. Thus understood, trans lesbian life is inclusive of trans lesbianism as a claimed identity, as a set of erotic practices, as textual or visual representations, as a political orientation, and above all as a desire for the proliferation of lesbian life and culture. Against narratives that see transness as a threat to or a replacement for lesbianism, we seek to turn attention to the ways that trans lesbianism celebrates, upholds, and expands on histories of lesbian life—histories that it has always been a part of. Read more … (Web)

Source: GenderCampus (Web)

20 Jahre Salon 21!

Der Salon 21 feiert sein 20jähriges Bestehen!

Ende Oktober 2006 gingen hier die ersten Posts online. Seit damals wurden bisher 8.592 Einträge veröffentlicht, u.a. auch in der Editon „Der Erste Weltkrieg in Selbstzeugnissen. Auszüge aus Beständen der Sammlung Frauennachlässe – 1914-1918/19“ (Web).
Eingerichtet wurde der Weblog von der „Forschungsplattform zur Neuverortung der Frauen- und Geschlechtergeschichte im europäischen Kontext“. Sie war eine der ersten Forschungsplattformen der Universität Wien, wurde co-geleitet von Edith Saurer und Christa Hämmerle am Institut für Geschichte und hatte eine Laufzeit von 2006 bis 2011.

Ein großer Dank gilt Claudia Jandl und Matthias Steinböck vom Institut für Geschichte sowie Beate Pamperl von der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien für den technischen Support.

Viel Freude weiterhin im und mit dem Salon 21!
Li Gerhalter als Administratorin

Zum 10-jährigen Bestehen 2016 wurde im Weblog fernetzt das Interview „(Fast) zehn Jahre Salon 21“ über die Entstehung und die laufende Arbeit im Salon 21 veröffentlicht (Web)

CfP: Alter(n) und Geschlechter (Zeitschrift GENDER); bis: 29.11.2026

GENDER. Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft (Web)

Einreichfrist: 29.11.2026

Der demografische Wandel hin zu einer alternden Gesellschaft, das Älterwerden und das Altsein hat viele Facetten – zwischen Menopause und Altersarmut, zwischen Anti-Ageing-Cremes und Einsamkeit, zwischen Rollator und Senior Experts, zwischen „unwürdigen Greisinnen“ und „potenten Silberrücken“, zwischen ‚später Freiheit‘ und Abhängigkeit. Stereotype Geschlechterbilder prägen das Altern, und neben herkömmlichen Klischees werden neue Klischees – insbesondere medial – produziert. „Das Alter lässt sich nur in seiner Gesamtheit erfassen; es ist nicht nur eine biologische, sondern eine kulturelle Tatsache“, so schreibt Simone de Beauvoir 1970 in Das Alter.
Fast zeitgleich spricht Susan Sontag vom Double Standard of Ageing (1972), nach dem Frauen nicht nur früher als Männer gesellschaftlich als „alt“ gelten, sondern Alt-Sein und Alt-Werden auch negativer bewertet und gesellschaftlich unsichtbar gemacht werden. Seither haben sich die Ansätze zur Intersektion von Alter und Geschlecht ausdifferenziert und denken Lebensverläufe diverser Geschlechter mit, etwa in Bezug auf queeres Alter(n). Demnach wird also nicht nur Geschlecht „gemacht“ (doing gender), sondern auch Alter (doing age) sowie das alternde Geschlecht und das vergeschlechtlichte Alter in seiner intersektionalen Verbindung. Geschlechterforschung und Gerontologie strebt eine intersektionale Verbindung von biologischen, sozialen und kulturellen Aspekten an und untersucht dabei Zusammenhänge zwischen Lebensphase und Lebenslage sowie den Praktiken, Diskursen und normativen Erwartungen, die diese herstellen und (de)stabilisieren. Vor diesem Hintergrund laden wir dazu ein, Beiträge zu theoretischen und methodologischen Fragestellungen sowie zu empirischen Forschungsergebnissen aus der interdisziplinären Geschlechterforschung einzureichen – aus Medizin, Gesundheits- und Pflegewissenschaften, aus den Sozialwissenschaften, Geschichtswissenschaft, Erziehungswissenschaft sowie den Kultur- und Medienwissenschaften und den Science and Technology Studies. Weiterlesen … (PDF)