Kunst- und Kulturfestival communale oö (Web)
Zeit: 03.10.2026, 10.00 Uhr
Ort: Seeschloss Ort, Gmunden
Mit Beiträgen von Veronika Helfert, Lisa Hofer-Falkinger, Elke Zobl und Christine Eder
Ausgehend vom 17. Jhd. werden Widerstandsformen von Frauen aus verschiedenen Epochen und Perspektiven identifiziert und diskutiert. Ziel ist es, Ansätze zu finden, um weibliche Zivilcourage nachhaltig an künftige Generationen weiterzugeben. Die diesjährige Ausgabe der „communale oö“ widmet sich einem zentralen Kapitel der Landesgeschichte: dem Oberösterreichischen Bauernkrieg von 1626. Auf vielfältigste Weise wird das Thema quer durch die Region aufgearbeitet werden – von den Wurzeln der Vergangenheit ausgehend, sich weit in die Gegenwart und Zukunft verzweigen. Mut, Freiheit und Widerstand stehen dabei als die großen Schlagworte der Zeit auch nach 400 Jahren im Fokus. Belegt und geprägt durch Einzelschicksale von Männern, erzählt in Heldenmythen, bleiben diese Narrative oft bis heute unhinterfragt.
Auch die „communale oö“ will unter dem Stichwort „’Gedenken‘ Raum für Erinnerungen, das Bewahren von Geschichte und Brauchtum sowie Reflexion“ geben. Was allerdings bewahren, wenn man im kollektiven Gedächtnis Europas kaum vorkommt? Wenn Frauen damals wie heute von Mitbestimmung ausgeschlossen werden und ihr Einsatz für soziale Gerechtigkeit unsichtbar bleibt? Widerstand war und ist weiblich. Ohne HERstory gibt es keine vollständige HIStory. Von den Bauernkriegen über die Französische Revolution bis zur „Woman, Life, Freedom-Bewegung“ – Frauen waren und sind in historischen Umbrüchen unverzichtbare Akteurinnen: als Anführerinnen, Organisatorinnen, Komplizinnen, Rebellinnen. Sie riskierten und riskieren ihr Leben im Kampf um politische Mitsprache und religiöse Selbstbestimmung. Dennoch ist ihr Beitrag kaum im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert.
Das interdisziplinäre Symposium „Ohne Frauen kein Aufstand“ holt sie aus dem Schatten und rückt weiblichen Protest und Aktivismus ins Rampenlicht. Denn: „Wer die Macht über die Geschichte hat, hat auch Macht über Gegenwart und Zukunft.“ (George Orwell) Ausgehend vom 17. Jhd. erörtert das Symposium am Vormittag Widerstandsformen von Frauen aus verschiedenen Epochen. Der Nachmittag widmet sich v. a. mit Workshops dem Ziel, Wege zu finden, um weibliche Zivilcourage nachhaltig an künftige Generationen weiterzugeben.
Als Expertinnen mit dabei sind: Continue reading

Abschluss-Workshop des Projekts „Adelige Geschwister. Vermögensarrangements und soziale Konfigurationen“; Margareth Lanzinger, Claudia Rapberger und Florian Andretsch
Regionalmuseum in Děčín, S. O. und Schloss Weesenstein, Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen GmbH (SBG)
Institut Historische Sozialforschung (IHSF) der AK Wien und Verein für Geschichte der ArbeiterInnenbewegung (VGA)
Univ. of Edinburgh; Elise Watson
Laura Kurz, Emmy-Noether-Forschungsgruppe „Ko-Konstruktionen von Lernen und Technik. Zum Wandel von ‚Lernsubjekten‘ im 20. Jahrhundert“, Institut für Geschichte, Technische Univ. Darmstadt