Category Archives: Category_Calls for Papers

CfP: Kritische Sexarbeitsforschung (11/2025, Wien); bis: 30.06.2025

11. Interdisziplinärer Workshop der Gesellschaft für Sexarbeits- und Prostitutionsforschung e.V. (GSPF) (Web)

Zeit: 14.-16.11.2025
Ort: Wien
Einreichfrist: 30.06.2025

Die aus dem Netzwerk Kritische Sexarbeitsforschung gegründete Gesellschaft für Sexarbeits- und Prostitutionsforschung vernetzt Forschende verschiedener Disziplinen miteinander. Sie fördert eine interdisziplinäre wissenschaftliche Thematisierung und Auseinandersetzung mit Prostitution und Sexarbeit sowie die Entwicklung neuer Forschungsperspektiven auf das Themenfeld. Auch der diesjährige Workshop bietet Studierenden und Wissenschaftler:innen in der Qualifikationsphase einen kollektiven Raum, um die eigenen aktuellen Arbeiten zum Thema abseits von etablierten, stigmatisierenden und kriminalisierenden Diskursen und Debatten diskutieren zu können. Die thematische Rahmung ist hierbei bewusst offen gehalten und orientiert sich am Input der Beteiligten.
Der Workshop richtet sich in erster Linie an Studierende mit Work in Progress Arbeiten, Promovierende sowie an Post-Docs aller Fachrichtungen, die sich mit dem Themengebiet Prostitution oder Sexarbeit aus verschiedenen theoretischen und methodischen Perspektiven befassen und die ihre Forschungsarbeiten diskutieren möchten. Ebenso sind Sexarbeiter:innen, Vertreter:innen von Selbstorganisationen, Aktivist:innen, Sozialarbeiter:innen und (wissenschaftliche) Projektmitarbeitende herzlich eingeladen. Die Förderung des interdisziplinären Austauschs und Dialogs sowie die Diskussion von method(olog)ischen Herausforderungen soll zu einer intersektionalen Perspektivierung im Kontext der Prostitutions- und Sexarbeitsforschung beitragen. Weiterlesen … (PDF)

Quelle: HSozKult

CfP: Liebe, Sexualität und Intimität im Exil – historische und aktuelle Perspektiven Tagung|Love, sexuality and intimacy in exile – historical and current perspectives (11/2025, Wien); bis: 27.04.2025

Österreichische Gesellschaft für Exilforschung (öge); Österreichische Exilbibliothek im Literaturhaus Wien; QWien (Web)

Zeit: 24.-25.11.2025
Ort: Wien
Einreichfrist: 27.04.2025

„Es gibt, mein Liebster, nur einen Ort der Welt, an dem ich mich wie in meinem Land fühle, und der ist in deinen Armen. Dort kann ich ruhen. Dort kann ich frei atmen. Dort habe ich keine Angst, ich selbst zu sein. Mit dir, mein Liebster, ganz egal in welchem Land, wäre ich in meinem Land.“>Mit diesen Worten reflektierte die Wiener Schauspielerin Hedwig Schlichter, die nach überstandener Flucht aus Österreich und später aus Frankreich 1940 in Argentinien angekommen war, ihr „Schicksal der Emigrantin“. Über viele Jahre verfasste Schlichter Briefe an jenen Mann, den sie bei der Überfahrt von Bordeaux nach Buenos Aires kennen und lieben gelernt hatte – ohne diese Briefe jedoch jemals abzuschicken. Der Grund dafür ist nicht bekannt, die Identität des Adressaten genauso wenig, und doch erlaubt dieser kurze Abriss vielfältige Anknüpfungspunkte für die Erforschung von Liebe, Sexualität und Intimität im Exil. Er wirft die Frage auf, wie intime Beziehungen in den transnationalen Kontexten des Exils praktiziert werden konnten, wenn doch Nähe, folgt man der Kulturtheoretikerin Lauren Berlant, ein bestimmendes Element davon war; wie sich sexuelles Begehren in Zeiten der politischen Extreme entwickelte; wie geliebte Menschen neben all den Ungewissheiten der Emigration Sicherheit bieten, die Brücke zum Herkunftsland schlagen oder aber zu Verzweiflung und dem Gefühl von Verlust beitragen konnten. Weiterlesen … (PDF)

English version (PDF)

Quelle: HSozKult

CfP: Histories of Bodily Autonomy (Women’s History Review); by: 15.06.2025

Special Issue of Women’s History Review; Co-Editors Susan R. Grayzel (Utah State Univ.) and Nicoletta F. Gullace (Univ. of New Hampshire) (Web)

Proposals by: 15.06.2025

What does it mean to have bodily autonomy? How have struggles for the rights to control their own bodies shaped the histories of women? Why, when, and in what type of societies have such efforts met with greater resistance and/or success? At this critical moment when the right to control fertility, pregnancy, and gender identity are under attack globally, the relevance of women’s participation in historic struggles to define bodily autonomy and to secure their own corporal wellbeing seems worthy of greater attention. We thus invite scholars from postgraduate students to senior researchers to share their research and insights for a special issue that seeks to look at struggles for bodily autonomy in a global perspective.
We welcome historical studies that resonate with contemporary issues as well as scholarship on contemporary struggles for rights to bodily autonomy that explore their historical roots. The main goal of this special issue is to bring diverse scholarship together in a way that centers the voices and agency of women actors in the modern era.

Articles (solo or multi-authored) should be between 6,000-8,000 words (including references) and have no geographic restrictions. Comparative studies are welcome. We ask those interested in being part of this special issue to submit a brief c.v. (1-2 pages including relevant research, professional status, institution, and contact information) and a 250-500 word precis of their proposed article. Please submit your materials by June 15, 2025, to both Nicoletta F. Gullace & Susan Grayzel. If you have any questions, please don’t hesitate to write to Nicoletta.Gullace@unh.edu and she will do her best to answer your questions.

Contact Information: Nicoletta F. Gullace (Department of History, Univ. of New Hampshire): Nicoletta.Gullace@unh.edu | Susan R. Grayzel (Department of History, Utah State Univ.): whrspecialissue@protonmail.com

Source: H-Net Notifications

CfP: Kontingenz, Macht und Datenlücken im Fokus der Gender, Queer, Intersectionality und Diversity Studies (12/2025, Bayreuth); bis: 31.05.2025

Jahrestagung des Netzwerks GeQuInDi 2025 an der Univ. Bayreuth (Web)

Zeit: 11.-12.12.2025
Ort: Univ. Bayreuth
Einreichfrist: 31.05.2025

Das Netzwerk GeQuInDi freut sich, zum Call for Participation der Jahrestagung 2025 einzuladen. Unter dem Leitmotiv Kontingenz stellt die Tagung Fragen nach der Rolle von Unbestimmtheit, Zufall und Offenheit im Zusammenspiel mit Dimensionen sozialer Ungleichheit. Inwiefern fordert Kontingenz unsere Denk- und Handlungsmuster heraus? Welche Potenziale birgt sie für subversive Strategien, Transformation und intersektionale Perspektiven? Welche Chancen eröffnen sich? Welche Risiken birgt es?

Theoretischer Hintergrund
Gender, Queer, Intersectionality und Diversity Studies hinterfragen Normen, Machtstrukturen und epistemische Ordnungen. Kontingenz lenkt den Blick auf das Unvorhergesehene, das Zufällige und das Nicht-Determinierte. Wie Butler (2002) betont, kann die Sichtbarmachung von Überraschung, Zufall und Kontingenz subversive Potenziale freisetzen und Raum für alternative Realisierungen schaffen. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass verschiedene Techniken und Strategien entwickelt werden, um das Zufällige zu kontrollieren oder zu berechenbaren Elementen zu machen (vgl. Zollinger 1997).
In intersektionaler Perspektive eröffnet sich ein produktives Spannungsfeld: Kontingenz kann Hierarchien destabilisieren und alternative Formen von Handeln und Denken ermöglichen, während sie zugleich neue Herausforderungen für Konzepte von Gerechtigkeit und Teilhabe aufwirft. So zeigt sich etwa in kulturwissenschaftlichen Ansätzen, dass Kontingenz als „Transmitter für etwas völlig Neues“ (Kasabova/Langreiter 2007) fungieren kann, während in digitalen Kontexten Zufall und Kontingenz zunehmend als produktive Elemente betrachtet werden (Chun 2008).

Thematische Schwerpunkte Continue reading

CfP: Geschichte(n) über Grenzen auf dem Land (11/2025 und Publikation); bis: 30.04.2025

Jahrbuch für Geschichte des ländlichen Raumes: Dietlind Hüchtker (Univ. Wien) und Oliver Kühschelm (Institut für Geschichte des ländlichen Raumes, St.Pölten) (Web)

Zeit: 11/2025
Ort: wird bekannt gegeben
Einreichfrist: 30.04.2025

Die Ausgabe 2026 des „Jahrbuch für Geschichte des ländlichen Raumes“ (OA, peer reviewed) wird sich mit Grenzen in ländlichen Räumen vom 19. Jhd. bis zur Gegenwart beschäftigen und lädt zu Beitragsvorschlägen ein. Das in Buchreihen und Studiengängen als Border Studies gefasste Feld geht auf die aktuellen Debatten von Grenzregimen zurück, nicht nur im Hinblick auf Migrationspolitik, auch im Hinblick auf Aufhebung und Erneuerung von Grenzkontrollen in der EU, außerdem stehen wirtschaftspolitische Fragen wie die Erhebung von Zöllen, Ein- und Ausfuhrregulationen etc. im Fokus. Ziel der Border Studies ist es, die Komplexität von Grenzkonstruktionen zu betonen, die Verquickung von Praktiken, Diskursen und Vorstellungen, von Materialität und Politik, von Austausch und Beschränkung. Allerdings konzentrieren sich die Überlegungen oft auf Staatsgrenzen und auf soziale, kulturelle und politische Konstellationen der Gegenwart. Die Historizität von Grenzräumen, Grenzpraktiken und Grenzvorstellungen spielt in den Border Studies ebenso eine geringere Rolle wie der ländliche Raum. Der geplante Band will hier ansetzen und das Spezifische von Grenzräumen auf dem Land in ihrer Historizität in den Blick nehmen. Wie wandelten sich Grenzen in ihrer Materialität und in ihrem Bezug auf Räume, welche Vorstellungen, welche Nutzungen und welche Ziele veränderten sich wie? Zwei Aspekte aus den Border Studies sollen dabei berücksichtigt werden: Grenzziehungen (Staat, Region, Gemeinde, Kataster) und Grenzpraktiken (schmuggeln, reisen, kontrollieren, bauen, migrieren, ablaufen), also Grenzräume (Expansion und Einhegung) und Grenzdiskurse (Ein- und Ausschluss).
Aus dieser Perspektive können eine Vielzahl von Grenzen, die durch Verwaltungsakte gezogen und gestützt werden, untersucht werden, beispielsweise Landes-, Bezirks- und Gemeindegrenzen; Besitzgrenzen, wie sie durch Kataster dokumentiert und durch Grenzsteine markiert werden; durch Flächenwidmung gezogene Trennungen zwischen Nutzungsformen; die Eisenbahntrasse oder Bundesstraße, die einen Ort teilt oder Stadt von Umland trennt. Die Grenze zwischen Natur und Kultur kann sowohl der Kurpark am Ortsrand als auch die Tankstelle an der Ausfallsstraße anzeigen. Viele Grenzen sind zunächst nur auf Papier vorhanden, werden aber Continue reading

CfP: Autumn School: HOWTO GENDER STUDY. Methoden und Praktiken in den Gender Studies|Methods and Practices in Gender Studies (09-10/2025, Berlin); bis: 12.05.2025

Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (ZtG), Humboldt-Univ. zu Berlin (Web)

Zeit: 29.09.-02.10.2025
Ort: Berlin
Anmeldefrist: 12.05.2025

Programm (PDF)

Panels: Qualitative Forschungsmethoden in der sozial-ökologischen Transformation | Biographieforschung und Oral-History | Queer und Trans Studies/Readings | Re-writing in der Rechtswissenschaft | Filmische Forschung | Analysis of scientific arguments on sexdiversity

Die Autumn School „HOWTO GENDER STUDY“ bietet eine vertiefende Auseinandersetzung mit den methodischen Ansätzen und Herausforderungen, die in der inter- und transdisziplinären Forschungspraxis der Gender Studies von zentraler Bedeutung sind. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich die Wahl der Methode, der Forschungsgegenstand und die Forschungsfrage angemessen aufeinander beziehen.
In einführenden Vorträgen wird das Rahmenthema skizziert: Gender Studies sind nicht an ein spezifisches Set an Methoden gebunden, sondern schöpfen aus einer Vielzahl disziplinärer Ansätze, in denen die Methodenwahl oft stark vorgegeben ist. Gender Studies bringen eine kritische Perspektive mit, die bestehende disziplinäre Methodologien und Methoden herausfordert und deren Anwendung neu zu denken vermag. Stärken der Gender Studies sind die Transdisziplinarität und Methodenvielfalt. Sie haben damit das Potential, wissenschaftstheoretisch reflektiert in die jeweiligen Fächer zurückzuwirken. Diese Stärken sind mit der Herausforderung verbunden, die Disziplinen, ihre Gegenstände und Methoden zu kennen und zugleich die Geschlechterordnung ihres Wissens und ihrer Gegenstände kritisch zu reflektieren.
Im Mittelpunkt der Autumn School stehen an der Forschungspraxis orientierte Panel und Einzelworkshops, in denen erfahrene Forschende verschiedene methodische Ansätze vorstellen und die Teilnehmenden in deren kritische Reflexion und Umsetzung einführen. Unterschiedliche Panels und Workshops werden Continue reading

CfP: Deviants, Sinners, and Rebels. Sexuality Studies in Times of Trouble (09/2025, Palermo); by: 15.04.2025

Sexuality Research Network of European Sociological Association: ESA RN 23 Sexuality Mid-Term Conference (Web)

Time: 11.-12.09.2025
Venue: Palermo
Proposals by: 15.04.2025

The title of this Mid-Term Conference is inspired by the sociology of deviance and its surprisingly tight relationship with sexuality studies. As we know, sociological approaches to sexuality studies have found it difficult to establish themselves as a specific and autonomous field within the discipline of sociology. Attempts at doing so, paradoxically, fed into the tendency to study sexualities as ‘taboo’ and to focus on phenomena that deviate from (assumedly) ‘normal’ sexual practices. In the early days of sociological analysis, there was a strong focus on the ‘normal’ occurrence of things and the verification of social typicality. It does not seem a coincidence, then, that sociology approached sexuality by including it within the studies on deviant phenomena and conduct, with the main objective of normalising its structures, manifestations, and practices. In the sociology of deviance, the study of sexuality often meant the study of those labelled as deviants – or sinners, in the language of various conservative-religious groups objecting to sexual rights and liberties of those breaking the patriarchal and heteronormative constraints of societies.
Over the last decades of sexuality studies, our field has found many ways to break free of these labels and to imbue the studies of sexuality with rebelliousness that has questioned and challenged these norms and constraints – both of the sociological discipline and societies in general. Sociological sexuality studies became interested in ‘dissident sexualities’ and embraced the figure of sexual rebels, asking questions on how it is possible to ‘resist’ oppressive ideologies and practice, and gendered, sexual, and intimate normativities. Still, new times of trouble now loom large on our horizon, with conservative and authoritarian movements and governments challenging and interfering into progressive work that takes account of gender and sexual diversity.

In our previous Mid-Term Conference (Zagreb, September 2023) we highlighted how gender and sexuality studies were subject to funding cuts and obstructive state and political interventions, which even led to the closure of entire university degree courses and departments in both Western and Eastern Europe. Moreover, in our society, we face Continue reading

CfP: Kinder, Kindheit und Kind-Sein in der Frühen Neuzeit (10/2025, Stuttgart-Hohenheim); bis: 15.04.2025 [REMINDERIN]

30. Fachtagung des Arbeitskreises Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit (Web)

Zeit: 23.-25.10.2025
Ort: Stuttgart – Tagungszentrum Hohenheim
Einreichfrist: 15.04.2025

In den letzten Jahren ist die Bedeutung von Kindern in den frühneuzeitlichen Gesellschaften zunehmend in den Fokus historischer Untersuchungen gerückt. Obwohl Kinder ein wesentlicher Bestandteil jeder Gesellschaft und damit auch ihrer jeweiligen Geschlechterordnungen waren und sind, wurden sie von den Geschichtswissenschaften lange vernachlässigt – teils aufgrund historiographischer Tendenzen, teils wegen Herausforderungen in der Quellenüberlieferung. Kinder hinterlassen nicht die gleichen Spuren in historischen Quellen wie Erwachsene, und ihre Geschichten müssen in der Regel aus Texten, Bildern und anderen Quellen rekonstruiert werden, in denen sie – oft auch nur en passant – erwähnt werden. Je jünger ein Kind ist, desto sichtbarer wird es tendenziell nur durch die Handlungen anderer. Nichtsdestoweniger erkennen Historiker*innen zunehmend die immanente Relevanz dieser demografischen Gruppe – sei es für die Erforschung grundlegender frühneuzeitlicher Themen wie Geschlecht, Religion bzw. Konfession, Stand, Arbeit und Arbeitsteilung oder auch Bildung, generationelle Ressourcenverteilung und politische Macht. Kindheitsforschung ist zu einem integralen Bestandteil der historischen Forschung geworden.
Während die Forschung zu Kindern schon für sich bedeutsam ist, bietet der Zugang über Kinder, als Akteur*innen konzipiert, auch eine distinkte Perspektive auf andere Themenfelder. Die Aspekte der Abhängigkeit, die zur relativen Vernachlässigung von Kindern in den historischen Wissenschaften geführt haben, können breitere soziale und kulturelle Logiken deutlicher hervortreten lassen: Auch Kinder sind in Netzwerke eingebettet; ihre Abhängigkeiten von Erwachsenen und ihre eingeschränkten Möglichkeiten, eigenständige Entscheidungen zu treffen, erforderten eine stärkere und andere Einbindung in Netzwerke und Akteurskonstellationen. Bei entsprechender Aufmerksamkeit werden Kinder dennoch auch in der Frühen Neuzeit immer wieder als eigenständige Akteur:innen greifbar – und sind als solche also auch sichtbar zu machen. Historische Kinderforschung bedeutet daher, die Perspektiven von Kindern ebenfalls ernst zu nehmen und Bedürfnisse, Motive und Aktionen von Nicht-Erwachsenen, soweit die Quellenlage es zulässt, aufzuzeigen. Continue reading

CfP: Szenengänge – Was die Jugend (und darüber hinaus) bewegt. Transdisziplinäre Perspektiven auf Szenen als Vergemeinschaftungsformen (Publikation); bis: 01.06.2025

Jana Günther (Evangelische Hochschule Darmstadt) und Jennifer Kreß (Hochschule Darmstadt)

Einreichfrist: 01.06.2025

Szenen und Subkulturen sind insbesondere in der Phase der Jugend und darüber hinaus prägende und globale Phänomene, die mal mehr und mal weniger Aufmerksamkeit in der Forschung und in populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen erfahren. Die theoretische und empirische Auseinandersetzung mit Szenen oder Subkulturen wird zumeist in der Jugendforschung verortet (u.a. Hafeneger 2022), aber darüber hinaus finden sich auch Einzelstudien, die sich mit historischen, sozialanthropologischen oder kulturwissenschaftlichen Perspektiven der Thematik annähern.
Als „vororganisierte Erfahrungsräume“ (Hitzler; Niederbacher 2010) hatten und haben Szenen auf Jugendliche und deren Biografien einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Das Jugendalter ist als Übergangsphase, die mit vielen Veränderungen und Unsicherheiten einhergeht, geradezu prädestiniert für bestimmte – und von familiären und anderen institutionalisierten gesellschaftlichen Beziehungen losgelöste – Vergemeinschaftungsformen. Diese bieten neue Erfahrungen, andere Sicherheiten, Spielräume, Solidaritäten, die auch eine Basis für eigene Identitätsarbeit darstellen können. Die Peers in Szenen und Subkulturen stellen in der jugendlichen Lebensphase (und darüber hinaus) demnach eigene Sozialisationsinstanzen dar, die mehr Einfluss haben können als Bildungsinstitutionen oder Familie. Den Ausdrucksformen jugendkultureller Szenen kommt in diesem Kontext eine wichtige Bedeutung zu: Musik, Styling, Rituale, Sprache – darüber identifizieren sich Jugendliche und grenzen sich von Erwachsenengenerationen und gesellschaftlicher Hegemonie ab. Dabei treten Szenen auch als widerständige Praxen auf, genauer gesagt werden diese innerhalb autoritärer Gesellschaften so gewertet und stereotypisiert bis hin zu kriminalisiert und verfolgt.
Aktuelle Studien legen zudem nahe, dass sich Szenen und Subkulturen als Formen der Vergemeinschaftung eben nicht nur auf ‚die‘ Jugend beschränken (Richter 2020). Vielmehr werden Individuen in ihren Szenen älter und – je nachdem – distanzieren oder identifizieren sich biografisch von bzw. mit ihnen. Der zeitlich-biografische Aspekt lässt sich auch mehr-generational rahmen, denn nicht nur Szenen und Subkulturen von Jugendlichen sind soziale Phänomene moderner, zunehmend von Kapitalismus und Konsum geprägten Gesellschaften. Weiterlesen und Quelle … (Web)

CfP: Arbeitskreis Geistliche Frauen im europäischen Mittelalter: Aktuelle Forschungsdiskurse und -projekte (10/2025, Altheim); bis: 01.06.2025

Arbeitskreis Geistliche Frauen im europäischen Mittelalter (AGFEM): Alison Beach, Letha Böhringer, Sigrid Hirbodian und Gisela Muschiol (Web)

Zeit: 15.-17.10.2025
Ort: Tagungshaus Kloster Heiligkreuztal
Einreichfrist: 01.06.2025

Wie bei den vergangenen Workshops des AGFEM sollen beim nächsten Arbeitstreffen neben organisatorischen Fragen bestehende und neue Promotionsvorhaben und Forschungsprojekte vorgestellt werden. Gleichzeitig dient das Treffen dem Austausch und der Vernetzung von Forscherinnen und Forschern zu geistlichen Frauen im europäischen Mittelalter. Daher ist vor allem der wissenschaftliche Nachwuchs herzlich eingeladen, in ca. 30-minütigen Vorträgen ein Projekt vorzustellen und es im Anschluss mit den AGFEM-Interessierten zu diskutieren.

Wer das Arbeitstreffen aktiv mitgestalten und ein Promotionsvorhaben oder sonstiges Forschungsprojekt vorstellen möchte, sollte bis spätestens 01.06.2025 einen CV und einen kurzen Abstract (maximal eine Seite) per E-Mail an sekretariat.ifgl@ifgl.uni-tuebingen.de senden. Gerne können Sie auch am Arbeitstreffen teilnehmen, ohne selbst vorzutragen. Melden Sie sich hierzu bitte ebenfalls bis spätestens 01.06.2025 an.

Die Reise- und Hotelkosten können nicht finanziert werden. Es entsteht eine Tagungspauschale von 205,00 Euro pro Person im Standard Einzelzimmer (inkl. Verpflegung). Sollten Sie noch Fragen haben, können Sie sich gerne an die Veranstalter:innen wenden. Sie freuen sich bereits jetzt auf ein Wiedersehen oder auch ein erstes Kennenlernen!

Quelle: HSozKult