Monthly Archives: Juli 2020

Klicktipp: GenderOpen – Ein Repositorium für die Geschlechterforschung (Portal): Forschungsliteratur in PDF-Form online frei zugänglich

GenderOpen – Ein Repositorium für die Geschlechterforschung (Web)

Auf GenderOpen werden wissenschaftliche Texte, die zuvor in anderen Medien wie Zeitschriften erschienen sind, online gesammelt und können – kostenfrei – heruntergeladen werden.

Der Bestand wird laufend erweitert. Derzeit sind bereits mehr als 1.500 Texte eingestellt, die zwischen 1978 und 2019 publiziert wurden. Das Schlagwort „Geschichte“ ist dabei aktuell 1.232-mal vergeben worden (Link).

Autor/innen sind außerdem eingeladen, eigene Texte unter Open-Access-Bedingungen als Erst- oder Zweit-Veröffentlichung zur Verfügung zu stellen.

GenderOpen ist seit Dezember 2017 online. Finanziert wird es von der DFG. Die Ziele von GenderOpen sind:

  • Veröffentlichungen aus der Geschlechterforschung als Open Access-Publikationen an einem zentralen Ort zu sammeln, um sie möglichst umfassend abzubilden und dauerhaft und unkompliziert frei zugänglich zu machen.
  • Die Geschlechterforschung ist im Gegensatz zu vielen anderen wissenschaftlichen Fächern relativ jung und durchläuft derzeit einen starken gesellschaftlichen Validierungsprozess. GenderOpen will dazu beitragen, die Geschlechterforschung zu stärken, indem die wissenschaftlichen Ergebnisse nach außen präsentiert sowie leichter verbreitet werden.
  • Als zentrale Anlaufstelle will GenderOpen Autor/innen unterstützen, die Texte im Bereich der Geschlechterforschung produzieren. Dabei geht es einerseits darum, ihnen eine Plattform zu bieten, auf der ihre Texte auch Jahre nach der Erstveröffentlichung eine hohe Reichweite haben und die langfristige Verfügbarkeit gesichert ist.
  • GenderOpen will zudem Autor/innen über ihre Rechte und Möglichkeiten im Bereich der Zweitveröffentlichung informieren, die ihnen im Rahmen des deutschen Urheber/innenrechts gegeben sind.
  • GenderOpen will die Geschlechterforschung dabei unterstützen, die Vorteile des elektronischen Publizierens unter echten Open-Access-Bedingungen auch zu nutzen.

CfP: Anna Louisa Karsch: Werke – Netzwerke – Öffentlichkeiten (Event, 04/2021, Halberstadt); bis: 17.08.2020

Ute Pott, Gleimhaus. Museum der deutschen Aufklärung (Web) mit Nacim Ghanbari und Annika Hildebrandt, Universität Siegen

Ort: Gleimhaus, Halberstadt in Sachsen-Anhalt
Zeit: 22.-24.04.2021
Einreichfrist: 17.08.2020

Anna Louisa Karsch ist eine der schillerndsten Schriftsteller/innenpersönlichkeiten der deutschen Aufklärung und Empfindsamkeit. Sie gilt als erste ‚freie‘ Autorin im deutschsprachigen Bereich und zugleich als virtuose Gelegenheitsdichterin. Das Schreiben zu einer Gelegenheit aufgreifend, soll ihr 300. Geburtstag im Jahr 2022 zum Anlass genommen werden, um im Rahmen einer Tagung schon zuvor aktuelle Forschungen zu Karsch zu versammeln und zu diskutieren.

Impulse für die wissenschaftliche Beschäftigung mit Anna Louisa Karsch gingen von einer Tagung im Jahr 1991 anlässlich des 200. Todestages der Dichterin aus: „Anna Louisa Karsch (1722-1791). Von schlesischer Kunst und Berliner ‚Natur‘“ (hg. von Anke Bennholdt-Thomsen, Anita Runge). Seither hat sich die Quellenlage verbessert (insb. Nörtemann 1996, 2009), und die Erforschung von Karschs Werk hat eine Differenzierung erfahren. Nicht nur ist das autobiografische Schreiben der Dichterin und seine Funktion in den Blick gerückt (Becker-Cantarino 1993, Knowlton 1994, Schaffers 1997, Kord 2003), auch die Dichtung und die Briefe sind in Einzelstudien untersucht worden (Pott 1998, Kitsch 2002, Helgason 2012 [2007], Kording 2014).

Darauf aufbauend, stehen auf der geplanten Tagung drei Forschungsschwerpunkte im Zentrum: Mit den Werken sollen (1.) die poetischen Programme der Gedichte, Briefe, Briefgedichte und auch Prosatexte Anna Louisa Karschs in den Fokus gerückt werden. Wichtige Horizonte bilden Karschs Positionierungen im Gattungssystem des 18. Jhds., ihre Adaptionen literarischer Vorbilder sowie ihr an der Mündlichkeit orientiertes Schreiben. Weiterlesen und Quelle … (Web)

Vortrag: Katharina Prager: Adelheid Popp – Jugend einer Arbeiterin, 24.09.2020, Wien

Frauenstudienzirkel (Web)
Neuer Ort: Renner-Institut, Karl Popper-Str. 8, 1100 Wien, Nähe Hauptbahnhof
Zeit: jeweils 16.00-18.00 Uhr
„Jede Frau sollte mindestens ein Jahr lang Frauengeschichte studieren, egal, was sie sonst macht. Jede Frau ändert sich, wenn sie erkennt, dass sie eine Geschichte hat.“ Dieses berühmte Zitat von Gerda Lerner (1920-2013), der Exil-Österreicherin, Historikerin und Begründerin der Women History-Studies in den USA ist das Motto des Frauenstudienzirkels, den Hildegard Steger-Mauerhofer 2007 ins Leben gerufen hat.
Programm im Herbst 2020
24.09.2020: Katharina Prager: Adelheid Popp – Jugend einer Arbeiterin
Das Schlüsselwerk der sozialdemokratischen Frauenbewegung „Jugend einer Arbeiterin“ ist 2019 als neue, historisch und politisch kommentierte Ausgabe veröffentlicht worden (Picus-Verlag 2019 in Kooperation mit dem Karl-Renner-Institut, Web).
Adelheid Popp war die erste Frau, die am 4. März 1919 im österreichischen Parlament das Wort ergriff. Sie war ein Kind aus den Wiener Elendsquartieren, aus einer bitterarmen, patriarchalen, gewalttätigen, bildungsfernen Zuwandererfamilie. Eine wie sie hätte es eigentlich nie so weit bringen dürfen. Doch sie überwand die Hindernisse ihres Herkunftsmilieus und wurde zur Pionierin der österreichischen Frauenbewegung. Wie gelang das? Was können wir von ihr lernen? Welche Kräfte sind es, die bis heute Kinder aus ähnlichen Milieus kleinhalten? Und was muss in Österreich geschehen, damit das Potenzial vieler kleiner Adelheids gehoben wird?
Sibylle Hamann und Katharina Prager zeichnen nicht nur den historischen Rahmen der Erinnerungen Adelheid Popps nach, sie stellen diese auch in einen aktuellen Kontext. Katharina Prager ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Wienbibliothek. Continue reading

CfP: Knowledge and Practice of Farming in Times of Climate Change (International Medieval Congress, 07/2021, Leeds); by: 31.08.2020

Sessions at the International Medieval Congress (IMC); Gerrit J. Schenk and Stephan F. Ebert, Institut für Geschichte der Technischen Universität Darmstadt (Web)

Time: 05.-08.07.2021
Venue: Leeds, UK
Proposals by: 31.08.2020

The current debate on climate change has led to new perspectives and approaches to agriculture and food habits on a global scale. The production and consumption of food among worldwide food chains has become a core element of agro-food-studies. However, interrelations of nature and culture in terms of socioecological preconditions, land-use practices and animal husbandry have been concerns of earlier generations too. In the late Middle Ages a combination of climatic trends during the Little Ice Age (c. 1300–1850) and social distresses such as the Great Famine (1315–17) or the Black Death (1347–52) with substantial mortality rates required pragmatic efforts in agriculture, economy and society.

Humanists translated agronomical knowledge into vernacular languages. The writings on agri- and horticulture by Bolognese jurist Pietro de’ Crescenzi are probably the most prominent translated compilations of this period. The technological innovation of Gutenberg’s printing press (1450) helped to distribute this ‘new’ knowledge on food and farming, viniculture and pomiculture (e.g., methods of grafting). As new food arrived in the Old World via the Columbian Exchange this knowledge helped to integrate plants into existing dietetics as the German physician Leonhart Fuchs demonstrated in his “New Herbal” (1543).

Ancient knowledge was not only copied and transferred into the present, certain plants were also examined and information on climate, soil and growing seasons was added to the texts. Sources like cooking recipes or account books inform about contemporary and changing eating habits and allow for a comparison of food production and consumption – of changes in theory and practice. These processes collided with transformations of the market economy (primal forms of ‘capitalism’) and manorialism. How did this affect local and rural communities and how did it form new ways of human interactions with and transformations of ecosystems? Read more and source … (Web)

CfP: Jüdische Jugend im Übergang / Jewish Youth in Transit (Event: 03/2021, Berlin); by: 01.10.2020

DFG-Projekt: Nationaljüdische Jugendkultur und zionistische Erziehung in Deutschland und Palästina zwischen den Weltkriegen (TU Braunschweig/HU Jerusalem) (Web)

Ort: Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, Berlin
Zeit: 04.-06.03.2021
Einreichfrist: 01.10.2020

Jüdische Jugendkultur und Jugendbewegung entfalteten sich im Zusammenhang eines neuen Jugendbegriffs, der sich zur Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jhd. im deutschsprachigen Raum Mitteleuropas etablierte. Damit waren nicht nur Räume zur individuellen und kollektiven Gestaltung des Übergangs ins Erwachsenenleben, sondern auch für vielgestaltige Suchbewegungen eröffnet: nach jüdischer Tradition und Zukunft, nach nationaler, religiöser, sozialer Gemeinschaft, nach einem neuen Verhältnis der Geschlechter und Generationen – und nach einer neuen Erziehung.

Spezifischer Ausdruck dieser Entwicklung war die Entstehung national differenter, transnational vernetzter jugendkultureller Bewegungen, die mehrere (Jugend-)Generationen erfassten. Sie wurden wesentlich von der jüdischen Jugendbewegung geprägt, die übergreifend ein Konzept von Selbsterziehung proklamierte. Nach dem Ersten Weltkrieg organisierte sie sich bündisch und artikulierte sich in weltanschaulicher Vielfalt, permanenten Neugründungen und Abspaltungen, wechselnden Mitgliedschaften, Aus- und Übertritten.

Der Druck der NS-Politik führte nach 1933 zunächst zu einem Anstieg der Mitgliederzahlen in der jüdischen Jugendbewegung und zur Konsolidierung der zionistischen Bünde. Diese waren herausragend an der Organisation von Emigration und Flucht tausender Jugendlicher aus Mitteleuropa vor allem nach Palästina beteiligt.

Die Konferenz möchte ein Forum für den Austausch interdisziplinärer Forschungen in dem weitgehend marginalisierten Themenfeld jüdisch jugendkultureller Bewegungen bieten. Im Zentrum sollen … weiterlesen, English version und Quelle (Web).

Ausstellung: Family Matters, bis 30.8.2020, Wien

Dom Museum Wien (Web)

Ort: Dom Museum Wien, Stephansplatz 6, 1010 Wien
Zeit: bis 30.08.2020

Beziehungen zwischen Familienmitgliedern prägen unser Leben, heute wie damals. Ausgehend von dem Wandel, den der Begriff Familie durchlebt, geht diese interessant kuratierte Sonderausstellung der Frage nach, wie sich die unterschiedlichen Familienkonstellationen, ihre Bedingungen und Auswirkungen auf Individuum und Gesellschaft in der Kunst spiegeln.

Von der Ein-Eltern-Familie über Sippenverbände bis zu „gewählten“ Familien zeigt sich durch die Epochen und in unterschiedlichsten Medien – Plastik, Grafik, Malerei, Fotografie und Videokunst – ein vielschichtiges Bild von dem, was Familie sein kann. Dabei steht die innere Dynamik der zwischenmenschlichen Beziehungen im Vordergrund. Nähe und Konflikte können an feinen, innerbildlichen Nuancen abgelesen werden, gesellschaftspolitische oder ökonomische Zusammenhänge erschließen sich durch die Art der Repräsentation der Individuen in der Gruppe, durch ihr Umfeld oder ihre Haltung.

Mit Positionen von: Uli Aigner, Iris Andraschek, Hans Op de Beeck, Werner Berg, Elinor Carucci, Gonzales Coques, Josef Franz Danhauser, Carola Dertnig, Johannes Deutsch, Christian Eisenberger, VALIE EXPORT, Peter Fendi, Weronika Gcsicka, Leander Kaiser, Anton Grassi / Kaiserliche Porzellanmanufaktur, Sam Jinks, Angelica Kauffmann, Käthe Kollwitz, NINA Kovacheva, Maria Lassnig, Iris Legendre, Ferdinand Mallitsch, Diodato Massimo, Katharina Mayer, Ron Mueck, Johann Nepomuk Passini, Giovanni Battista Pittoni, Johann Matthias Ranftl, Neo Rauch, Judith Samen, August Sander, Johann Martin („Kremser“) Schmidt, Schottenmeister, Annegret Soltau, Carl Spitzweg, Leopold Stöber, Domenico Robusti, gen. Tintoretto, Dirk Vellert und Ferdinand Georg Waldmüller.

Kunsthistorische Leihgaben aus inter/nationalen Museen und Sammlungen, ausgewählte Objekte aus dem Bestand des Dom Museums Wien, Avantgarde-Werke aus der Sammlung Otto Mauer, Arbeiten jüngster Otto-Mauer-Preisträger/innen sowie Neuankäufe, Schenkungen und künstlerische Interventionen treten hier miteinander in Dialog.

Ausstellung: Plan B. Wie Frauen Wien veränderten, bis 05/2021, Wien

BRENNPUNKT° Museum der Heizkultur Wien (Web)

Ort: BRENNPUNKT°, Malfattig. 4, 1120 Wien
Laufzeit: bis 30.05.2021

Kennen Sie Louise Kolm? Anna Boschek? Oder Tilly Hübner? Falls nicht, lernen Sie sie unbedingt kennen! Die Ausstellung „Plan B. Wie Frauen Wien veränderten“ stellt Frauen vor, die um 1900 Pionierinnen gewesen sind.

Dazu zählen eben etwa Louise Kolm, die erste österreichische Regisseurin oder Anna Boschek, die für bessere Arbeitsbedingungen für Wäscherinnen, Dienstbotinnen und Heimarbeiterinnen kämpfte. Tilly Hübner schaffte es ihrerseits als erste Frau, als Gasthörerin an der Wiener Technischen Hochschule zugelassen zu werden – sofern genug Platz im Hörsaal war. Ihr Nachlass wird heute an der Sammlung Frauennachässe am Institut für Geschichte der Universität Wien aufbewahrt (Link).

Die Pionierinnen und ihr Plan B

Einen Besuch lohnen auch die sehenswerten, kuriosen, schönen und überraschenden Exponate des Heizungsmuseums. Es sind kunstvoll gefertigte Einzelöfen, Radiatoren, Dampfheizungen, Heizkessel, historische Bad-Einrichtungen oder eine alte Schule. Anhand der Geschichte des Heizens wird deutlich, wie eng technische Erneuerungen, die Entwicklung städtischer Einrichtungen, und private Lebensbereiche miteinander verknüpft sind.

Zentral für das Funktionieren einer Stadt

Die Sonderausstellung fragt, wie Entwicklung städtischer Einrichtungen und persönliche Lebensbereiche verwoben sind. Ausgangspunkt sind sieben Themenfelder, die zentral für den großstädtischen Alltag sind. Es geht um Arbeiten, Lernen und Wohnen, um Netzwerke der Versorgung und Entsorgung oder auch um Freizeit, Kunst und Kultur. Sieben Wienerinnen der Gegenwart erzählen davon, was diese Bereiche ganz persönlich für sie bedeuten.

Die Besucher/innen erhalten so Einblicke in die Lebenswirklichkeiten von anderen heutigen Bewohnerinnen und in Kombination mit Beispielen aus der Vergangenheit wird deutlich, dass zu jedem Zeitpunkt unzählige – auch sehr unterschiedliche – Vorstellungen, darüber bestanden und bestehen, was wichtig für ein gutes Leben in der Stadt ist. Continue reading

Klicktipp: „fernetzt – der Blog“. Frauen- und geschlechterhistorische Essays – Bereits mehr als 60 Beiträge online // neue Texte veröffentlicht (Weblog)

fernetzt. Verein zur Förderung junger Forschung zur Frauen- und Geschlechtergeschichte (Web)

Mögen Historiker/innen Staub? Ist Standesbewusstsein eine männliche Tugend? Was war die Antifaschistische Frauenfront, wer konstruierte den Haushalt als Kampfplatz gegen Prostitution und Alkoholismus – und warum braucht die Wissenschaft eine Reform?

Das sind die innovativen historischen Fragen, mit denen sich die aktuellen der insgesamt bereits mehr als 60 veröffentlichten Beiträge in „fernetzt – der Blog“ auseinandersetzten.

fernetzt – der Blog ist eine interdisziplinäre Plattform, die den wissenschaftlichen Austausch und die Vernetzung junger Forscher*innen im Bereich der Frauen- und Geschlechtergeschichte fördern möchte. Der Weblog ist 2015 online gegangen, um Impulse für Diskussionen zu setzen und die Sichtbarkeit junger – bzw. nicht institutionalisierter – Forschung zu erhöhen.

Herausgeberin ist der Verein fernetzt (Web). Dieser wurde 2011 gegründet und versteht sich als interdisziplinär offene Plattform. fernetzt bietet einen Raum für Diskussionen, den Austausch über den Forschungsalltag und gegenseitige Unterstützung. Bericht zum 5-jährigen Bestehen 2016 (Web).

2016 wurde im Weblog von fernetzt auch ein Interview veröffentlicht, in dem die Administratorin Li Gerhalter den Salon 21 näher vorstellt (Web).

Bisherige Posts im Weblog (Web):

  • Warum die Wissenschaft eine Reform braucht. Eine Analyse; von Michaela Maria Hintermayr
  • Theaterunternehmerinnen im 19. Jhd.; von Patrick Aprent und Claudia Mayerhofer
  • Der Haushalt als Kampfplatz gegen Prostitution und Alkoholismus; von Heike Mauer
  • Die Neue Frau und der Aufstieg der Rechten; von Veronika Duma
  • Die Krise der Moderne als „sexuelle Krise“; von Doris Zimmermann
  • Afrofeminismus gegen das Vergessen; von Jovita dos Santos Pinto

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Klicktipp: Tim Rütten: Von Mägden, Mächten und Moral. Formen und Fiktionen im Dienstmägdediskurs (1500-1810) (Radiointerview)

Radio Orange, Sendung „Hocknkabinett. Das Magazin für Arbeit und Alltag“ (Web)

Ob in den TV-Serien „Das Haus am Eaton Place“, in „Downton Abbey“ oder im Roman „Der Report der Magd“: überall spielt das Dienstpersonal eine wichtige Rolle. Der Wiener Historiker Tim Rütten arbeitet an einer Dissertation mit dem Titel „Von Mägden, Mächten und Moral: Formen und Fiktionen im Dienstmägdediskurs (1500-1810)“.

Tim Rütten beschäftigt sich dabei damit, wie die Hausangestellten in der Frühen Neuzeit in verschiedenen Quellen wahrgenommen und beschrieben wurden. Eines vorweg: Viele Zeitgenoss/innen äußerten sich sehr kritisch über die (sehr große) Personengruppe der Dienstmädchen. Ein verhandeltes Thema war anderem auch die „Heiratsfähigkeit“ dieser Frauen. Das Dissertationsprojekt ist mit dem Theodor-Körner-Preis ausgezeichnet worden.

Das Interview wurde am 23.07.2020 in Radio Orange ausgegstrahlt. Jetzt kann es auf der Webseite des Senders nachgehört werden (Web).

„Hocknkabinett. Das Magazin für Arbeit und Alltag“

Beschreibung: „Die Sendung ‚Hocknkabinett‘ von Sandra Knopp und Stefan Wolfinger dreht sich um die ‚Hockn‘, Wienerisch für ‚Arbeit‘ – und um alles, was dazugehört: Alltagsleben, Familie, Freizeit. Gebracht werden dabei zum Beispiel:

  • Tipps und Infos zu Arbeitsrecht, Steuer, Sozialversicherung
  • aktuelle Studien zur Situation von Beschäftigten
  • Ausflüge in die Vergangenheiten – etwa zu verschwundenen Berufen oder historischen Akteur:innen
  • Tipps, Tests und kritische Analysen für Konsument_Innen
  • und nicht zuletzt: Kulturbeiträge und gute Musik“

 

Filmvorführung: Es ist zum Scheißn, 08.08.2020, Wien

Filmvorführung im Rahmen von „Frameout Open Air Cinema“ in Kooperation mit dem MuseumsQuartier (Web)

Ort: MuseumsQuartier, Hof 8, Wien 1070
Zeit: Sa., 08.08.2020, 21.00-22.30 Uhr

Es ist zum Schiessn; Regie: Thomas Reitmayer, AT 2019, 75 min, Doku, OF Deutsch

Ein Do-it-yourself Film über die Punk-Szene im Wien der späten 1970er- bis in die frühen 1980er-Jahre. Es sind Ausschnitte, Puzzleteile aus jenen Jahren, die hier versammelt sind, dokumentarisch wertvolle Momentaufnahmen aus mehreren Jahrzenten. Wichtige Protagonist/innen dieser Zeit des Aufbruchs der Jugend in Wien kommen in der Gegenwart zu Wort und ins Bild.

Mit Robert Wolf, Mickey Kodak, Martin Panza Biro, Ronnie Urini, Ilse E. Hoffmann u.a.

Mit Musik von Extrem, Chuzpe, Dirt Shit, Dead Nittels, Pöbel, A-Gen 53, Schund u.a.

Ein Interview mit Regiseur Thomas Reitmayer von Rainer Krispel ist im Dezember 2019 in der Stadtzeitung Augustin erschienen (Web).

Frameout Open Air Cinema

17.07.2020 bis 05.09.2020 jeden Freitag Open Air im Haupthof des MuseumsQuartiers, samstags im Hof 8 an den Boulebahnen. Schlechtwetterlocation: MQ Arena21.

Eintritt frei

Alle Infos zum Programm: www.frameout.at und www.mqw.at