Category Archives: Uncategorized

Workshop: Leib und Körper in der Zeit. Perspektiven einer feministischen Phänomenologie, 22.11.2022, virtueller Raum

Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Universitätsmedizin Göttingen (Web)

Zeit: 22.11.2022, 14.00-17.00 Uhr
Ort: virtueller Raum

Im Rahmen der DFG-Forschungsgruppe „Medizin und die Zeitstruktur guten Lebens“ befasst sich der Workshop mit Perspektiven der feministischen Phänomenologie auf Leib und Körper in der Zeit.

Die Phänomenologie setzt die Zeit als Erfahrung, als erlebte und gelebte Zeit in den Fokus ihrer Betrachtung. Inwiefern geht eine feministische Phänomenologie darüber hinaus? Welche Konsequenzen hat die Frage nach Gender und Machtverhältnissen für die Philosophie des Leibes und ihr Verständnis von Zeit? Finden sich in der feministischen Phänomenologie spezifische Verständnisse von Körper und Leib in der Zeit?

Programm

  • 14.00 Uhr: Isabella Marcinski-Michel (Göttingen): Begrüßung & Einführung
  • 14.20 Uhr: Hilge Landweer (Berlin): Das leibliche In-der-Welt-sein als Erfahrung von Zeitlichkeit
  • 15.30 Uhr: Pause
  • 15.50 Uhr: Christina Schües (Lübeck): Zeit der Fürsorge

Der Workshop findet online über Zoom statt. Für den Link bitte melden bei: isabella.marcinski-michel@med.uni-goettingen.de

Quelle: H-Soz-u-Kult (Web)

Ausstellungs-Eröffnung: Trachtensaal-Inszenierungen, Graz, 13.11.2022, Graz

Volkskundemuseum am Paulustor (Web)

Zeit: 13.11.2022, ab 11.00 Uhr
Ort: Volkskundemuseum, Paulustorg. 11-13a, 8010 Graz

Programm (PDF)

Die Ausstellung
Das Volkskundemuseum in Graz beherbergt einen der wenigen noch erhaltenen „Trachtensäle“ – ein unbequemes Erbe aus den späten 1930er-Jahren. Der Museumsleiter Viktor Geramb (1884–1958) hatte 1936 mit der konkreten Arbeit am Trachtensaal begonnen. Theoretische Grundlage dafür war das Steirische Trachtenbuch. Dieses war von Konrad Mautner (1884–1924) begründet und begonnen worden. Er war Sohn einer österreichisch-jüdischen Industriellenfamilie und jung verstorbener Forscher und Sammler von Volksliedern und Trachten. Viktor Geramb führte es weiter und verantwortete die Herausgabe der zwei Bände des Trachtenbuches. Wenige Monate nach der Machtübernahme der Nationalsozialist*innen in Österreich begleitete er im Sommer 1938 die ersten Besucher*innen durch die unfertige „Trachtenschau“, an deren musealer Inszenierung er bis 1939/40 arbeitete.
Verändert wurde der Trachtensaal zum ersten Mal in den 1980er-Jahren. 2003 wurde die Inszenierung der 1940er-Jahre weitgehend wiederhergestellt und zum „Museum im Museum“ erklärt, temporäre Interventionen folgten. Deponiert hat den Trachtensaal trotz seiner Verankerung zwischen Deutschnationalismus, Austrofaschismus und NS noch niemand. Was kann der Raum heute vermitteln?

Verschiebungen
Ab November 2022 präsentiert das Volkskundemuseum eine veränderte Lesart für diese ungewöhnliche Zeitkapsel und diesen vielschichtigen volkskundlichen Wissens- und Erfahrungsraum. Die Kuratorin ist Birgit Johler. Über Kleidungsstücke und Figurinen, über deren Anordnung in den Vitrinen und im Raum lassen sich volkskundliche Sichtweisen, Continue reading