Monthly Archives: Feber 2020

CfP: Women, Gender Roles and Humanitarian Aid in the Greater War (1912-1925) (Event, 06/2020, Brussels); by: 15.02.2020

Nel de Mûelenaere, Vrije Univ. Brussel (FOST); Wendy Wiertz, KU Leuven | academic visitor Oxford Centre for European History and Antoon Vrints, Ghent Univ. (Web)

Time: 24.-25.06.2020
Venue: University Foundation (Brussels)
Proposals by: 15.02.2020

  • Keynote Speakers: Sophie De Schaepdrijver (Pennsylvania State Univ.) and Susan R. Grayzel (Utah State Univ.)

Female-centred humanitarian aid has gained traction in recent years. In 2016, the UN Population Fund stated that ‘to succeed in building a more stable world, leaders will have to address the needs and protect the rights of affected women and girls, and incorporate their leadership and knowledge into all plans.’ In response, humanitarian agencies have launched a number of initiatives that empower girls through education, create cash-for-work programs for women and localise long-term aid in communities through female involvement.

While these issues might seem new and timely, women have shaped humanitarian agendas for more than a century. In the era of World War One, when Europe was also a recipient of help, numerous international aid organisations such as the Commission for Relief in Belgium, the Jewish Joint Distribution Committee, the Rockefeller Foundation, the International Committee of the Red Cross and Save the Children tried to combat poverty, illness and trauma through the education and participation of European girls, women and mothers.

The international, national and local civilian aid programs were often carried out by women. Female volunteers (society ladies and nobility members) laboured alongside professionals (home economists, nutritionists, nurses, physicians, social workers and librarians). These relief workers struggled with some of the same challenges humanitarian workers face today: how to reach crisis-affected civilians and particularly women in the private sphere of the home? How, when and where are traditional gender roles maintained, reinforced or disrupted by helping women and employing female humanitarian workers? How to … read more (Web).

Source: H-Net Notifications

Ausstellung: Plan B. Wie Frauen Wien veränderten, bis 05/2021, Wien

BRENNPUNKT° Museum der Heizkultur Wien (Web)

Ort: BRENNPUNKT°, Malfattig. 4, 1120 Wien
Laufzeit: bis 30.05.2021

Kennen Sie Louise Kolm? Anna Boschek? Oder Tilly Hübner? Falls nicht, lernen Sie sie unbedingt kennen! Die Ausstellung „Plan B. Wie Frauen Wien veränderten“ stellt Frauen vor, die um 1900 Pionierinnen gewesen sind.

Dazu zählen eben etwa Louise Kolm, die erste österreichische Regisseurin oder Anna Boschek, die für bessere Arbeitsbedingungen für Wäscherinnen, Dienstbotinnen und Heimarbeiterinnen kämpfte. Tilly Hübner schaffte es ihrerseits als erste Frau, als Gasthörerin an der Wiener Technischen Hochschule zugelassen zu werden – sofern genug Platz im Hörsaal war. Ihr Nachlass wird heute an der Sammlung Frauennachässe am Institut für Geschichte der Universität Wien aufbewahrt (Link).

Die Pionierinnen und ihr Plan B

Einen Besuch lohnen auch die sehenswerten, kuriosen, schönen und überraschenden Exponate des Heizungsmuseums. Es sind kunstvoll gefertigte Einzelöfen, Radiatoren, Dampfheizungen, Heizkessel, historische Bad-Einrichtungen oder eine alte Schule. Anhand der Geschichte des Heizens wird deutlich, wie eng technische Erneuerungen, die Entwicklung städtischer Einrichtungen, und private Lebensbereiche miteinander verknüpft sind.

Zentral für das Funktionieren einer Stadt

Die Sonderausstellung fragt, wie Entwicklung städtischer Einrichtungen und persönliche Lebensbereiche verwoben sind. Ausgangspunkt sind sieben Themenfelder, die zentral für den großstädtischen Alltag sind. Es geht um Arbeiten, Lernen und Wohnen, um Netzwerke der Versorgung und Entsorgung oder auch um Freizeit, Kunst und Kultur. Sieben Wienerinnen der Gegenwart erzählen davon, was diese Bereiche ganz persönlich für sie bedeuten.

Die Besucher/innen erhalten so Einblicke in anderen heutigen Bewohnerinnen und in Kombination mit Beispielen aus der Vergangenheit wird deutlich, dass zu jedem Zeitpunkt unzählige – auch sehr unterschiedliche – Vorstellungen, darüber bestanden und bestehen, was wichtig für ein gutes Leben in der Stadt ist.

Pionierinnen auf der Spur

Die sieben in der Schau präsentierten Initiativen zeigen, wie heute weitgehend unbekannte Frauen, die gegebene Handlungsräume nutzten oder erweiterten und damit ihr Umfeld veränderten. Sie forderten bessere Arbeitsbedingungen, setzten sich für einen Ausbau der städtischen Wasserversorgung ein oder kämpften für die Zulassung zu Bildungseinrichtungen. Frauen probierten neue Wohnformen aus, engagierten sich für Menschen in Armut oder nutzten als Unternehmerinnen die Möglichkeiten neuer Technologien.

Gegenwart und Vergangenheit

Der Blick zurück in die Geschichte macht deutlich, dass auch Menschen, die nicht wählen durften, sehr schlecht verdienten oder nicht studieren konnten, Wien mitgestalteten. Dies soll Mut machen, auch heute aktiv zu werden. So wie damals Frauen mit ihren ganz persönlichen Entscheidungen und alltäglichen Handlungen eine Stadt verändert haben, werden auch wir mit unseren Aktivitäten die Spuren hinterlassen, die Grundlage für zukünftige Veränderungen sind. Denn eine Stadt steht nie still. Im Gegensatz zum Masterplan A, der von Männern dominiert wurde, haben die bei der Sonderschau vorgestellten Pionierinnen Wien aus dem Alltag und vielfach aus der Not heraus verändert und damit einen Plan B geschaffen. Die Ausstellung zeigt, wie Frauen damit ganz entscheidend und oft weitgehend unbemerkt zur Entwicklung eines lebenswerten Wien beigetragen haben.

Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch: 9 bis 12 und 13 bis 16 Uhr | Sonntag: 10 bis 16 Uhr | Führungen: jeweils 10.30 Uhr und 13.30 Uhr

Ausstellung: Lebe besser! Auf der Suche nach dem idealen Leben, 13.02.–05.07.2020, Bern

Bernisches Historisches Museum (Web)
Ort: Bern
Zeit: 13.02.–05.07.2020
Vegan, fit, umweltbewusst – nicht erst heute, bereits vor über 100 Jahren suchten Anhänger/innen der Lebensreform-Bewegung den Weg zu einem gesünderen Leben und einer besseren Welt.
Um 1900 eröffneten in der Schweiz die ersten Reformläden, es wurde begonnen, sich in Licht- und Luftbädern zu sonnen oder in Schrebergärten Gemüse anzubauen. Ausdrucks-Tänzerinnen, Anarchisten und Künstlerinnen experimentierten mit alternativen Lebensformen wie etwa jener auf dem Monte Verità bei Ascona.
Auf den Spuren der Reformer/innen zeigt die Ausstellung Errungenschaften und Schattenseiten der Lebensreform-Bewegung von damals bis heute. Kuratiert wurde sie von Stefan Rindlisbacher, Eva Locher und Andreas Schwab, die wissenschaftliche Leitung hatte Damir Skenderovic.
Rahmenprogramm

  • 23.02., 14.00 Uhr: Führung mit Andreas Schwab: Alternative Wohnformen und lebensreformerische Siedlungen
  • 04.03., 18.00 Uhr: Podiumsdiskussion: Vegetarisch, biologisch, regional. Können wir mit einer anderen Ernährungsweise die Welt verändern? – mit Regula Bühlmann, Sonja Dänzer, Renato Pichler u. Eberhard Wolff
  • 20.03., ab 18.45 Uhr: Kurzführungen an der Museumsnacht – mit Eva Locher u. Stefan Rindlisbacher
  • 16.04., 19.00 Uhr: Kurzfilmabend im Lichtspiel/Kinemathek Bern: Inszenierte Natürlichkeit: Die Lebensreform im Film – mit Brigitte Paulowitz, Eva Locher u. Stefan Rindlisbacher
  • 26.04., 14.00 Uhr: Führung mit Stefan Rindlisbacher: Lebensreform in Bern: Nacktbaden, vegetarisch essen und im Grünen wohnen
  • 05.06., 18.00 Uhr: Abendvortrag mit Detlef Siegfried (Univ. Kopenhagen): Wollten Lebensreform und Alternativmilieu dasselbe? Ideen und Praktiken um 1900 und um 1980
  • 28.06., 14.00 Uhr: Führung mit Eva Locher: Lebensreform und alternatives Milieu nach 1950

Quelle: https://www.hsozkult.de/event

Klicktipp: Österreichische Zeitschrift für Geschichteswissenschaften (OeZG) – Open Access Veröffentlichungen und Online-Archiv (Portal)

Österreichische Zeitschrift für Geschichteswissenschaften OeZG (Web)

Die OeZG erscheint seit 1990. Soeben ist sie mit einer neuen Website online gegangen, auf der ab nun auch im die Erstveröffentlichung der neuen OeZG-Hefte im Open Access erfolgen werden.

Die Site wird zudem als Archiv der bisher erschienenen Ausgaben aufgebaut. Die Einarbeitung findet gerade statt, das Angebot wird in absehbarer Zeit also ständig erweitert werden.

Das OeZG Open Access Archiv (Web)

Bisher stehen folgende Nummern im Online-Archiv zur Verfügung:

  • Homosexualitäten revisited; Bd. 29 Nr. 2 (2018); Hg: Elisa Heinrich und Johann Karl Kirchknopf (Link)
  • The End of Social Democracy; Bd. 29 Nr. 1 (2018); Hg: Marianne Egger de Campo and Christian Fleck (Link)
  • Sexuelle Gewalt gegen Kinder / Sexual Violence against Children; Bd. 28 Nr. 3 (2017); Hg: Dorothea Nolde (Link)
  • Flucht & Asyl / Escape & Asylum; Bd. 28 Nr. 2 (2017); Hg: Reinhard Sieder und Ursula Mindler-Steiner (Link)

Online verfügbare Beiträge auf der Site des StudienVerlages

Digitale Versionen der bisher erschienene Beiträge können (bis auf den letzten Jahrgang) auch bereits jetzt auf der Website des StudienVerlages eingesehen werden (Web).

Der Zugang ist auf der Site etwas versteckt: Weiter hinunterscrollen, dann auf das jeweilige verlinkte Heft klicken. Jetzt erscheinen auf der rechten Seite die Links zu den PDFs der einzelnen Beiträge.

Die gedruckten OeZG-Bände können – so nicht vergriffen – auch weiterhin beim StudienVerlag erworben werden.

Forschungskolloquium zur Geschlechtergeschichte: Frauengeschichte – reloaded, 13.03.2020, Basel

Forschungskolloquium zur Geschlechtergeschichte FS 2020; Caroline Arni und Claudia Opitz
Zeit: Fr., 13.03.2020
Ort: Departement Geschichte, Hirschgässlein 21, 4051 Basel
Die Diskussion um die „Frauengeschichte“ erscheint – nicht zuletzt dank neuer feministischer Debatten und Bewegungen auch in der Schweiz – neu eröffnet. Oder war die „Frauengeschichte“ eigentlich nie ganz „erledigt“? Wie stellen sich Historikerinnen zu den wiederkehrenden feministischen Diskussionen in der breiten Öffentlichkeit – machen sie die Kategorie „Frau/Frauen“ nicht auf neue Weise relevant? Und welche Zukunft hat dann eigentlich die Kategorie „Geschlecht“?
Solche Fragen sollen am diesjährigen Kolloquium aufgeworfen und anhand von laufenden Forschungen zur Frauen- und/oder Geschlechtergeschichte diskutiert werden.
Referentinnen (Vollstängiges Programm als PDF)

  • Annalena Müller (Fribourg): Von der Frauen- zur Gender- zur Frauengeschichte? Methodische Überlegungen zu einer neuen Frauengeschichte
  • Tina Adam (Bern): Kriminalität, Geschlecht und Fremdheit in der frühneuzeitlichen Stadt. Die Rechtspraxis der Berner Strafjustiz im 17. Jhd.
  • Jovita dos Santos Pinto (Bern): «Kritisches Fabulieren» und Schweizer Geschichte. Schwarz-feministische Imagination und Historiografie
  • Elisa Heinrich (Wien): Damen ohne Herren. Soziale Beziehungen und intime Praxen in deutschen Frauenbewegungen um 1900
  • Anna Leyrer (Basel): Nie wieder Krieg, nie wieder Männerherrschaft. «Frauenaufbruch» 1945-1949
  • Lisia Bürgi (Bern): Emanzipation – Normalisierung – Akzeptanz? Alleinerziehende Mütter in der Schweiz seit Mitte des 20. Jhds.

CfP: Inclusive, Intersectional, Interdisciplinary (5th Annual International Gender and Sexuality Studies Conference; 10/2020, Edmond/Oklahoma); by: 31.03.2020 / 01.05.2020

The International Gender and Sexuality Studies Conference (Web)

Time: 02.-03.10.2020
Venue: University of Central Oklahoma, Edmond
Proposals by: 31.03.2020 (panels) / 01.05.2020 (individual submissions)

The Conference is presented by the Women’s Research Center and the BGLTQ+ Student Center at the University of Central Oklahoma with assistance from the UCO chapter of the National Organization for Women. In tandem, these organizations promote intellectual engagement with Women’s, Gender, and Sexuality issues.

For 2020, the conference theme is „Inclusive, Intersectional, Interdisciplinary.“ As we celebrate the centennial of US women’s suffrage and look forward into the 21st century, the organizers want to focus on the overlaps as a community:

How do diverse people inhabit the juncture of Women’s, Gender, and Sexuality studies? How can academics and activists work together to advance deep thinking and real-world change? How do our different backgrounds – in terms of lived experiences, scholarly fields, and political goals – help to cross-pollinate our understanding of WGSS? What productive tensions exist between these fields and experiences? How can we resolve conflict inclusively and work toward shared solutions? This year’s conference will gather together voices from across the complex ecosystem of gender and sexuality studies, creating a crossroads for conversation.

This intersectional conference welcomes proposals that address issues of gender and sexuality across various disciplines, including, but not limited to, the social sciences, humanities, fine arts, activism, and STEM fields. The organizers invite students, faculty, staff, scholars, and activists to propose papers, panels, roundtable discussions, and poster presentations. They also welcome … read more (Web).

CfP: Capitalism and the Senses (Event, 11/2020, Wilmington); by: 01.05.2020

Regina Lee Blaszczyk (Univ. of Leeds); David Suisman (Univ. of Delaware); Roger Horowitz and Erik Rau (Hagley Library)

Time: 06.11.2020
Venue: Hagley Museum and Library, Wilmington, Delaware
Proposals by: 01.05.2020

This conference will explore the sensory history of capitalism — the ways that seeing, hearing, tasting, smelling, and touching have shaped, and been shaped by, capitalism over the longue durée, from the early modern era to the present.

From the stench of the stockyards to the saccharine sounds of Muzak, everyday sensory environments have been made and remade by capitalism, and as portals through which we take in knowledge of the world, the senses have been subject to manipulation, exploitation, and commodification.

If, as Karl Marx contended in 1844, the senses have a history, then that history is intertwined with the development of capitalism, which has drawn on the embodied power of the senses and, in turn, influenced how sensory experience has changed over time.

The organizers are interested in original, unpublished, and historically informed papers written from a range of disciplinary viewpoints, including but not limited to history, anthropology, psychology, historical sociology, and the history of science. They especially encourage proposals that engage with the following themes, but are open to any work that falls within this call for proposals:

  • the construction of knowledge about the senses
  • the creation of sensory standards and measurements for commercial purposes

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The International Federation for Research in Women’s History’s Panels at the 23th International Congress of Historical Sciences, 27.-28.08.2020, Poznan

The International Federation for Research in Women’s History (IFRWH) (Web)
Venue: Poznan/Posen, Poland
Time: 27.-29.08.2020
The IFRWH organizes various panels at the 23th International Congress of Historical Sciences (Web). Information about the program are available in the IFRWH’s Newsletter 67 (PDF, p. 3-6).

  • Rediscovering Spaces of Gender History in Poland and Czechoslovakia (Session 1: Plenary)
  • Women’s and Gender History of East-Central Europe: From Local Perspectives to Global Knowledge (Session 2: Roundtable)
  • 20th-Century Socialist Feminisms Around the World (Session 3: Roundtable)
  • Women in Motion, Contest, and Conflict (Session 4: Panel)
  • Reckoning with Trafficking: Women’s Migration, Intimate Labor, and the International Border Control Regime (Session 5: Roundtable)
  • Global 20th-Century Feminisms (Session 6: Panel)
  • Maids, Markets, and Movements: Women’s Work, Empire, and the Global Order (Session 7: Panel)
  • When ‚Do No Harm‘ Goes Wrong: Authority and Activism in 20th-Century Abortion and Maternity Care (Session 8: Panel)
  • The Limits and Possibilities of Cosmopolitan Feminisms on the Cusp of Empire, 1860–1950 (Session 9: Panel)
  • Women, Mobility and Clothing: The biographies of women and clothing (Session 10: Roundtable)
  • Mobility of Gendered Labour Traditions Between Britain and Australia (Session 11: Panel)
  • Anti-choice revisited – insights from Catholic countries (1970s-1990s) (Session 12: Roundtable)
  • Crossing Borders: Women, Travel, and Mobility organizers: committee (Session 13: Panel)
  • A movement towards equality? Risks and opportunities of female traveling around 1800 (Session 14: Panel)
  • Practicing Feminism Beyond the Movement(s) in Nordic Countries since the 1950s (Session 15: Panel)

The full programm will be published on the website.

CfP: Auto/Biographie und Gender: Fakt, Fake, Fiktion (Event; 07/2020, Bayreuth); bis: 30.03.2020

Arbeitskreis Biographie und Geschlecht; Katrin Horn und Selina Foltinek (Web)

Ort: Universität Bayreuth
Zeit: 17.-18.07.2020
Einreichfrist: 30.03.2020

Der neunte Workshop des Arbeitskreises Biographie und Geschlecht fördert den interdisziplinären Austausch von Nachwuchswissenschaftler/innen und beschäftigt sich in diesem Jahr mit Projekten zum Thema Auto/Biographie und Gender: Fakt, Fake, Fiktion. Die Teilnehmenden erörtern verschiedene Teilaspekte des Forschungskomplexes mit Fokus auf Geschlecht und methodische sowie ästhetische Fragestellungen.

Der Workshop geht dabei davon aus, dass das Spannungsverhältnis von Fiktion und Fake, Fälschung und Fakt sowohl in der biographischen Forschung als auch für die Auseinandersetzung mit autobiographischem Schreiben von zentraler Bedeutung ist.

Der Literaturwissenschaftler Philip Lejeune beispielsweise definiert 1975 den „autobiographischen Pakt“ zwischen Autor/in und Leser/innen als die Übereinkunft, dass in einer Autobiographie (ausschließlich) über wahre Begebenheiten aus dem Autor/innen-Leben erzählt wird. Wenig später revidiert er dies angesichts der unvermeidlichen fiktionalen Anteile jeder Form literarischen Schreibens: “In spite of the fact that autobiography is impossible, this in no way prevents it from existing“ („The Autobiographical Pact [bis]“). Ähnlich konstatiert Dee Garrison für das biographische Forschen und Schreiben die Unumgänglichkeit, auf „techniques of the novelist“ (und damit narrative/fiktionale Anteile) zurückzugreifen („Two Roads Taken“ in: The Challenge of Feminist Biography). Weiterlesen und Quelle … (Web)

Podiumsdiskussion zur Filmvorführung von „Die Dohnal“, 18.02.2020, Wien

Die Dohnal – Ein Dokumentarfilm von Sabine Derflinger (A 2019)
Zeit: 12.02.2020, 20.15 Uhr
Ort: Filmcasino, Margaretenstr. 78, 1050 Wien (Web)

Die Geschichte und die Geschichten von Frauen wurden über Jahrhunderte unterdrückt, nicht erzählt, vergessen. „Die Dohnal“ setzt einer Ikone der österreichischen Politik und Frauenbewegung ein Denkmal und schafft damit eine Identifikationsfigur für heutige und nachfolgende Generationen.
Johanna Dohnal war seit 1956 in der SPÖ aktiv, ab 1969 Bezirksrätin, ab 1972 in der Parteizentrale, ab 1979 Staatssekretärin für Frauenfragen und von 1990 bis 1994 Bundesministerin für Frauenangelegenheiten – und damit die erste Feministin in einer europäischen Regierung.
In all diesen Funktionen hat sie weitreichende Erfolge für die Rechte der Frauen erzielt: Von der strafrechtlichen Verfolgung der Vergewaltigung in der Ehe und der Gründung des ersten Frauenhauses bis zur Anrechnung von Kinderzeiten in der Pensionsreform.
Neben all diesen Errungenschaften war Johanna Dohnal v.a. eine Politikerin mit Haltung und Herz. Sabine Derflingers Film zeigt ihre Kämpfe, ihre Siege, aber auch ihr Scheitern und bringt sie uns dabei auf eine sehr zugängliche und nachempfindbare Weise nahe. „Die Dohnal“ ist ein Dokument gegen das Vergessen und ein Plädoyer für eine gleichberechtigte Zukunft.

  • Podiumsdiskussion mit Kulturstadträtin Veronika Kaup-Hasler (angefr.), Christian Berger (AK, Frauenvolksbegehren) und einer Vertreter/in des Dohnalarchivs; Moderation: Lena Jäger (Frauenvolksbegehren)
  • Eine zweite Podiumsdiskussion im Filmcasino am Fr., 14.02.2020 ist bereits ausverkauft.

Am Mi., 12.02.2020 findet im Gartenbaukino eine Galapremiere des Films unter Anwesenheit der Regisseurin Sabine Derflinger statt. Diese ist ebenfalls bereits ausverkauft. (Web).