CfP: Performing Communities. Regular Canons Between History, Art, and Liturgy (11th-15th Centuries) (07/2027, Leeds); by: 14.09.2026

Sessions on the International Medieval Congress; Cristina Andenna (Univ. des Saarlandes) and Fabio Massaccesi (Univ. of Bologna) (Web)

Time: 05.-08.07.2027
Venue: Leeds
Proposals by: 14.09.2026

Regular canons played a central, yet still insufficiently recognised, role in the religious and institutional history of the Latin Middle Ages. They did not constitute a homogeneous body, but a constellation of communities, networks, and congregations, — from the Mortarians and Portuensians to the canons of the Great St Bernard, the Premonstratensians, and the later Congregations of the Lateran Canons and Windesheim, — united by the common life but distinguished by their customs, institutional structures, pastoral vocations, and patterns of settlement. In connection with “Communities,” the special thematic focus of the 2027 International Medieval Congress, these sessions will explore how communities of regular canons constructed, negotiated, performed, and transmitted their identities between the eleventh and fifteenth centuries. Particular attention will be paid to the circulation of rules, ordines, customs, individuals, liturgical practices, architectural models, and works of art across networks of affiliation extending beyond individual foundations.
Bringing together history, liturgical studies, anthropology, art history, and musicology, the sessions will examine canonical life in its historical, social, and material dimensions. They will consider institutions and relationships with wider society alongside the liturgical, spatial, architectural, and artistic forms through which canonical communities organised themselves and made their identities visible. Proposals may address Italy or any other area of the medieval West between the eleventh and fifteenth centuries. Comparative studies and contributions combining documentary, normative, and liturgical sources with the analysis of buildings, spaces, and works of art will be especially welcome.
Proposals addressing the following themes will be particularly welcome: … read more (PDF)

Sichtbarkeiten, Zugänge, Netzwerke. Perspektiven feministischer und queerer Wissensorganisation, 01.10.2026, Wien und virtueller Raum

Logo. Aufschrift "thesaurA revisited"frida. Verein zur Förderung und Vernetzung frauenspezifischer Informations- und Dokumentationseinrichtungen in Österreich (Web)

Zeit: 01.10.2026
Ort: Wien und virtueller Raum

1996 präsentierte frida mit der thesaurA den österreichischen Frauenthesaurus (Web). Die Veranstaltung „Sichtbarkeiten, Zugänge, Netzwerke“ knüpft hier an: Am Vormittag stehen feministische und queere Fachvokabulare, Normdaten und Fragen gendergerechter Erschließung im Mittelpunkt. Am Nachmittag stellen sich feministische Archiv- und Bibliotheksnetzwerke sowie Wissensprojekte vor. Am Abend wird gefeiert:

Programm (PDF)

Workshop: Begriffe in Bewegung. Fachvokabulare, Normdaten und gendergerechte Erschließung (Web)
Zeit: 9:30-12:45 Uhr | Ort: virtueller Raum (Link folgt auf der Website)

  • Gerrit Weßel (Homosaurus AG QueerSearch): Der Homosaurus spricht jetzt deutsch. Einblicke in das Übersetzen eines queeren Thesaurus
  • Andrea Gruber (Ariadne, ÖNB): thesaurA vernetzt: Von feministischen Fachvokabularen bis zur Gemeinsamen Normdatei (GND)
  • Judith Coffey (Fachinformationsdienst Gender, UB der HU Berlin): Herausforderungen und Herangehensweisen an eine Weiterentwicklung des GND-Vokabulars aus Sicht der Geschlechterforschung
  • Anke Spille (Digitales Deutsches Frauenarchiv): Initiativen und Herausforderungen feministischer und queerer Begriffsarbeit

Roundtables: Feminismus sichtbar machen – feministisch sichtbar machen. Netzwerke und Wissensprojekte (Web)
Zeit: 16:00-18:00 Uhr | Ort: C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik, Sensengasse 3, 1090 Wien

Feminismus sichtbar machen: Netzwerke

  • Margit Hauser (i.d.a., STICHWORT): i.d.a. Dachverband deutschsprachiger Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen
  • Susanne Rettenwander (Literaturarchiv der ÖNB): Netzwerk Archiv und Gender (NAG)
  • Hanna Birnbaum und Sarah Themel (Büchereien Wien): Gendernetzwerk der Büchereien Wien

Feministisch sichtbar machen: Datenbanken und Online-Ressourcen Continue reading

CfP: GENDER. Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft: Offener Teil/free section; by: –

GENDER. Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft (Web)

Proposals by: –

Für den Offenen Teil der GENDER. Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft laden wir Autor_innen ein, Beiträge aus unterschiedlichen Disziplinen einzureichen, in denen sie sich aus theoretischer oder empirischer Perspektive mit den Geschlechterverhältnissen in verschiedenen gesellschaftlichen und kulturellen Bereichen auseinandersetzen.
GENDER ist ein interdisziplinäres Forum für die deutschsprachige Frauen- und Geschlechterforschung mit Schwerpunkten in den sozial- und kulturwissenschaftlichen Disziplinen. Erwünscht sind daher Beiträge aus Politikwissenschaft, Film- und Medienwissenschaft, Soziologie, Kommunikationswissenschaft, Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Erziehungswissenschaft, Kunstgeschichte, Psychologie, Religionswissenschaft u. v. m. Zugleich sind auch Fragestellungen aus dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich, z. B. aus der Medizin, der Gesundheitswissenschaft, der Ökologie, der Umweltforschung und den Ingenieurwissenschaften, sehr willkommen. Weiterlesen … (PDF)

Version in English
We invite authors from various disciplines to submit contributions that deal with gender relations in various social and cultural areas from a theoretical or empirical perspective to be published in the free section of GENDER. Journal for Gender, Culture and Society.
GENDER is an interdisciplinary forum for German-speaking women‘s and gender studies with a special focus on social and cultural science disciplines. We therefore welcome contributions from political science, film and media studies, sociology, communication science, literary science, history, pedagogics, art history, psychology, religious studies and many more. Furthermore, analyses from natural sciences, technologies, medicine, health studies, ecology and environmental studies as well as engineering are of interest and very welcome.
GENDER is a journal with a focus on a German-speaking audience (Germany, Austria, Switzerland). Contributions discuss relevant questions of gender relations in various countries, in part from an international comparative perspective. Non-German speakers are welcome to submit their articles in English. Read more … (PDF)

CfP: Religion und Familie in der Bundesrepublik in den 1970er und 1980er Jahren: Politiken, Praktiken, Diskurse (06/2027, Augsburg); bis: 30.09.2026

Professur für Neueste Geschichte, Univ. Augsburg, Mathis Klockow (Web); Professur für Brandenburgisch-Preußische Geschichte, Univ. Potsdam, Leonie Aschmann (Web)

Zeit: 17.-18.06.2027
Ort: Augsburg
Einreichfrist: 30.09.2026

Dass Religion und Familie in den 1950er und frühen 1960er Jahren noch eng miteinander verflochten waren, ist schon seit längerer Zeit Konsens innerhalb der Forschung zur Sozial- und Kulturgeschichte der jungen Bundesrepublik. Dagegen erscheint das Verhältnis zwischen Religion, religiösen Praktiken und religiösen Bezugssystemen auf der einen Seite und Familie als Sozialformation auf der anderen in den 1970er und 1980er Jahren weniger eindeutig: Einerseits wurde mit Blick auf die Geschichte der Familienpolitik in der Bundesrepublik seit den 1970ern sowohl ein abnehmender Einfluss der Kirchen und kirchlicher Verbände als auch eine Persistenz des Leitbildes der christlich-bürgerlichen Familie betont. Andererseits wurde das gängige Narrativ, spätestens ab den 1960er Jahren seien familiäre religiöse Lebensstile und Praktiken erodiert, für diesen Zeitraum, abgesehen von wenigen Ausnahmen, keiner eingehenden Überprüfung unterzogen.
Es gibt indes gewichtige Gründe, sich aus historischer Perspektive auch für die 1970er und 1980er Jahre mit der Verflechtung von Religion und Familie zu beschäftigen. Trotz gesamtgesellschaftlicher Säkularisierungstendenzen und schwindender Kirchenbindung blieben religiöse Praktiken nach wie vor Teil des Alltags vieler Familien. Soziale und kulturelle Funktionen der „Basisinstitution Familie“ waren eng mit religiösen und konfessionell geprägten Vorstellungen und Sinnzuschreibungen verwoben, die etwa Rollenbilder prägten und Erwartungen an die verschiedenen Familienmitglieder beeinflussten. Darüber hinaus waren kirchliche Organisationen und Seelsorger:innen weiterhin nachgefragte Anlaufstellen in der Familienarbeit und Eheberatung. Diese Bedeutung von Religion und religiöser Institutionen im Alltag zeigte sich auch in migrantischen Familien nichtchristlicher Religionszugehörigkeit.
Zudem ist von einer fortwährenden Verflechtung von Religion und Politik auszugehen: So versuchten konfessionelle Akteure und Gruppen weiterhin Einfluss auf die Ausgestaltung der Familienpolitik zu nehmen, beispielsweise in den Debatten um das Ehe- und Familienrecht. Bis in die späten 1980er Jahre lassen sich enge personelle Verbindungen zwischen Continue reading

Workshop: Zwischen den Zeilen. Geschlecht und Religion in Archiv und historischer Quellenanalyse, 08.10.2026, Tübingen

Arbeitsgruppe „Geschlecht & Katholizismus in der deutschen Zeitgeschichte“; Abteilung für Zeitgeschichte, Univ. Tübingen (Web)

Zeit: 08.10.2026
Ort: Tübingen
Anmeldung bis: 11.09.2026

Die deutschlandweite Arbeitsgruppe „Geschlecht & Katholizismus in der deutschen Zeitgeschichte“ läd Nachwuchswissenschafter:innen der Kirchengeschichte, Zeitgeschichte und historischen gender studies zu einem eintägigen Workshop an die Univ. Tübingen ein. In kollegialer Atmosphäre und nah an der praktischen historischen Arbeit werden wir gemeinsam diskutieren und erproben, wie die Kategorien Geschlecht und Religion je für sich und in ihrem Zusammenspiel im historischen Arbeiten produktiv zum Tragen kommen können. Wir kooperieren hierbei mit der Abteilung für Zeitgeschichte an der Univ. Tübingen; großzügig finanziell und ideell unterstützt werden wir vom Center for Religion, Culture and Society (CRCS) der Univ. Tübingen.
Gender als theoretischer Zugang und methodische Analysekategorie ist in den wissenschaftlichen Disziplinen der Theologien und Geschichtswissenschaft inzwischen fest verankert. Insbesondere an der Schnittstelle zwischen Theologie, Religionswissenschaft und einer auf Religion blickenden Geschichtswissenschaft tragen Fragen nach Geschlecht, Körper und Sexualitäten in entscheidendem Maße dazu bei, vergangene Wirklichkeiten zu rekonstruieren. Trotzdem stellt sich für (Nachwuchs-)Wissenschafter:innen in ihrer praktischen Arbeit immer wieder die Frage, wie die Kategorien von Geschlecht, Körper und Sexualitäten im kirchen- und religionshistorischen Kontext konkret untersucht werden können. Auf Anfragen in Archiven zu historischen Quellen, die besagte Felder thematisieren, erhält man häufig die Antwort: „Dazu haben wir nichts!“ In der Arbeit mit einschlägigen historischen Textzeugnissen fragen sich besonders Nachwuchswissenschafter:innen immer wieder: „Und worin besteht nun eigentlich das konkrete Analyseinstrument der gender studies in Bezug auf mein Material?“
Der Workshop setzt an diesen beiden Punkten an: Zum einen soll es um die Frage gehen, wie bei der Arbeit in kirchlichen, staatlichen oder privaten Archiven ein geschlechterbasierter Ansatz gewinnbringend zur Anwendung gebracht werden kann, konkret: Wie finde ich Quellenmaterial zu Fragen von Geschlecht, Körper und Sexualitäten in der deutschen Archivlandschaft, insbesondere in kirchlichen Archiven? Zum anderen Continue reading

Tagung: Historische Perspektiven auf (sexualisierte) Gewalt in pädagogischen Kontexten, 07.-09.10.2026, Hildesheim

Sektion Historische Bildungsforschung in der DGfE; Meike Baader (Univ. Hildesheim), Edith Glaser (Univ. Kassel) und Elke Kleinau (Univ. zu Köln) (Web)

Zeit: 07.-09.10.2026
Ort: Univ. Hildesheim

Seit 2010 erfahren Fragen der sexualisierten Gewalt in pädagogischen Einrichtungen verstärkt Aufmerksamkeit. (Bildungs-)Historische Kontexte werden dabei immer wieder berührt, weil sie für die Aufarbeitung von Gewalterfahrungen relevant sind. Zugleich akzentuiert Aufarbeitung die Rechte und Perspektiven von Betroffenen und damit die Unabgeschlossenheit jedes Aufarbeitungsprozesses. Dies rahmt die historische Perspektive mit Blick auf die Folgen für Betroffene und die aktuelle Verantwortung von pädagogischen Einrichtungen und Organisationen.
Auf der Tagung wird der Fokus der historischen Forschung zu (sexualisierter) Gewalt zeitlich und regional weiter gefasst und (bildungs-)historische Perspektiven zugleich gegenüber der bisherigen Aufarbeitungsforschung vertieft.

Programm (PDF)

Mi., 07.10.2026

  • 12.30 Uhr: Begrüßung durch die Veranstalterinnen
  • Statement: Julia Gebrande, Vorsitzende der Unabhängigen Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs
  • Perspektiven von Betroffenen: Katharina Kracht und Julius Wolf

13.30 Uhr: Keynote: Daniel Gerster: „Now, be brave“ „Be a man!“ Wahrnehmungen (sexualisierter) Gewalt in Internaten des 19. und 20. Jahrhunderts

15.00 Uhr: Gewalt in pädagogischen Konzepten und Praktiken

  • Groppe, Carola: Jugend, Dichtung – und Gewalt? Erziehungspraktiken und -erfahrungen im George-Kreis in der Weimarer Republik.
  • Berner, Esther: Sex zwischen Lust, Leistung und Macht. Eheratgeber als Continue reading

Workshop: Women doing dynasty? Frauen in der Dynastiebildung der „Wittelsbacher“ im 14. Jahrhundert, 29.-30.09.2026, Mainz

Arbeitsstelle Ludwig der Bayer, Regesta Imperii; Doris Bulach, Tobias Fischer, Sophie März und Magdalena Weileder (Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz) (Web)

Zeit: 29.-30.09.2026
Ort: Mainz
Anmeldung bis: 13.09.2026

Um der Dynastiebildung des Hauses Bayern näherzukommen und zugleich eine neue Forschungsperspektive – weg vom „Mannesstamm“ hin zu den weiblichen Verästelungen einer „Dynastie“ – einzunehmen, veranstaltet die Arbeitsstelle Ludwig der Bayer der Regesta Imperii einen Workshop unter dem Titel „Women doing dynasty?“. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Frauen des „Hauses Bayern“ und seines Umfelds im 14. Jhd., wobei bewusst offengelassen ist, wo eine Zugehörigkeit zu den „Wittelsbachern“ beginnt bzw. endet: von Töchtern und Schwestern der bayerischen Herzöge über Ehefrauen, Witwen und Schwägerinnen zu Bediensteten oder Gattinnen von Getreuen. Dazu kommen Beispiele aus anderen zeitlichen und räumlichen Kontexten, um eine vergleichende Diskussion zu ermöglichen.
Im Rahmen des Workshops soll ein Forschungsnetzwerk zu Ludwig dem Bayern und seiner Zeit eingerichtet werden. Die Teilnahme an diesem Programmpunkt (30.09.2026, 17:20 Uhr) ist auf Anfrage per Zoom möglich.

Programm (PDF)(Web)

Sektionen: Für Erinnerung sorgen | Verbindungen herstellen | In Kontakt bleiben | An Strippen ziehen

Quelle: HSozKult (Web)

Klicktipp and CfP: Urgent Histories: Teaching the Contemporary Moment Through Film and Documentary (Films for the Feminist Classroom); by: 01.08.2026

Films for the Feminist Classroom (Web)Department of Multicultural Women’s and Gender Studies, Texas Woman’s Univ.

Proposals by: 01.08.2026

Historical films and documentaries are often used to teach about the past, but they also serve as powerful tools for understanding contemporary social, political, environmental, and cultural issues. By providing historical context, revealing patterns of continuity and change, and challenging dominant narratives, films about the past, as well as those made in the past, can help students make sense of the present. In this special feature FFC explores how educators use historical films and documentaries to engage students with contemporary issues and encourage critical reflection on the relationship between past, present, and future.
Historical films and documentaries are understood here as films that engage with past events, periods, movements, communities, or figures from any part of the world, regardless of when the films themselves were produced. This category includes films produced during the historical periods they portray, as well as retrospective films created later. We aim to create a space for dialogue that explores the pedagogical possibilities and challenges of teaching historical films and documentaries in relation to current events, social movements, and ongoing struggles for justice and social change, addressing questions such as: … read more (Doc).

Films for the Feminist Classroom (FFC)
FFC is an online, open-access journal, publishes film reviews that explore the value of films as pedagogical tools in the feminist classroom. It is hosted by the Multicultural Women’s and Gender Studies Program at Texas Woman’s Univ. Special features, such as interviews with filmmakers, reviews of film festivals, and discussions about pedagogy, further promote and support our aims to be a resource for educators, librarians, and others in educational spaces. We also hope to enhance feminist curricula, bringing films and other video media into classrooms through thought-provoking, relevant, and dynamic content.
The first issue of FCC was published in 2009. Since then, there have already been 26 issues covering a wide range of feminist topics. Read more … (Web)

Editorial team: Agatha Beins, Katie Jordan, Shannon Quist, and Christopher Johnson

Source: H-Net Notifications (Web)

Tagung: Un/Sicherheit und Geschlecht in der Frühen Neuzeit, 29.-31.10.2026, Stuttgart-Hohenheim

31. Tagung des Arbeitskreis Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit (Web); Fachbereich Geschichte, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Web)

Zeit: 29.-31.10.2026
Ort: Stuttgart-Hohenheim
Anmeldung bis: 15.10.2026

Programm (PDF) | (Web)

Panels: Soziale und ökonomische Un/Sicherheiten | Unsicherheit in Krieg und Militärwesen | Konzeptionelle Unsicherheiten

Keynote: Sigrid Ruby (Gießen): Unsicherheit qua Geschlecht. Beobachtungen an Stadtbildern der Frühen Neuzeit

Sicherheitsbedenken und vor allem Unsicherheit sind derzeit allgegenwärtige Begriffe, angesichts unterschiedlicher Bedrohungslagen und Instabilitäten im Politischen wie auch im Privaten, verbunden mit dynamischen, vielschichtigen Transformationsprozessen. Während für die Moderne Fragen von Sicherheit schwerpunktmäßig mit Bezug zu militärischen, sozialen und ökologischen Kontexten diskutiert werden und der Staat als zentraler Sicherheitsakteur adressiert wird, stellt sich die Situation für die Vormoderne und die Frühe Neuzeit durchaus vielschichtiger und ambivalenter dar.
Vorstellungen und Praktiken von Sicherheit, Repertoires für den Umgang mit Unsicherheit und zur Ausbildung von Resilienz waren in ein kosmologisches Weltbild integriert; transzendente Kräfte, seien dies die Gestirne, Engel oder Gott selbst waren als „Sicherheitsakteure“ aktiv, deren Wirken für fundamentale Gefahren und Katastrophen verantwortlich gemacht wurde oder auf deren Hilfe man in Gefahrensituationen setzte. Zugleich verorteten sich Sicherheit und Unsicherheit im europäischen Kontext in einem ständischen Gesellschaftsmodell, das von rechtlicher Ungleichheit geprägt war. Sicherheit war insofern entlang der miteinander verschränkten Differenzmarkierungen ungleich verteilt, verfügbar oder einzufordern. Zudem veränderten sich die religiösen, politischen, rechtlichen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen im Verlauf der Frühen Neuzeit; auch drohten Krisen und Kriege noch mehr Continue reading

CfP: Mission im Schnittfeld von Geschlecht und Sexualität (06/2027, Salzburg); bis: 31.10.2026

Jahrestagung der Gesellschaft für Globalgeschichte 2027; Tanja Bührer, Laurin Blecha und Marius Müller (Web)

Zeit: 03.-05.06.2027
Ort: Univ. Salzburg
Einreichfrist: 31.10.2026

Christliche Missionen waren transnationale, transimperiale und transkulturelle Projekte, die maßgeblich an der Entstehung, Legitimation und Aufrechterhaltung kolonialer Herrschaftsordnungen mitwirkten. Missionarische Praktiken unterschiedlicher Konfessionen innerhalb des Christentums waren dabei auf den subtileren Ebenen der Wissensordnung, Erziehung sowie alltäglichen Kontrolle angelegt und zielten auf die Regulierung privater Bereiche von Familie und Haushalt sowie von Intimsphären der Sexualität und Körper. Diese geschlechterspezifischen Ordnungen und sexuelle Normen dienten nicht nur der Disziplinierung im kolonialen Kontext, sondern wirken in postkolonialen Kontexten nach. Gleichzeitig waren sie auch Gegenstand der Aushandlung und des Widerstandes seitens lokaler Gemeinschaften. Mission erscheint damit als epistemischer, sozialer, kultureller und politischer Handlungsraum, in dem Geschlecht, Sexualität, Race, Klasse und Religion in ihrem wechselseitigen Verhältnis in interkultureller Interaktion immer wieder neu konfiguriert wurden.
Die Jahrestagung greift dieses Spannungsverhältnis auf und widmet sich der Frage, wie missionarische Akteurinnen und Akteure sowie Institutionen Geschlechterordnungen und Sexualitätsentwürfe konzipierten, verbreiteten und veränderten. Dabei soll insbesondere nach den Handlungsmöglichkeiten, Strategien und Perspektiven jener gefragt werden, die von missionarischen Interventionen betroffen waren oder sie aktiv mitgestalteten. Wir begrüßen Beiträge aus allen historischen und kulturwissenschaftlich ausgerichteten Disziplinen von der Frühen Neuzeit bis ins 20. Jhd. Mögliche Themenschwerpunkte umfassen:

Normen, Wissensordnungen und Konstruktionen von Geschlecht und Sexualität
– Entwürfe und Konstruktionen von Geschlecht und Sexualität in unterschiedlichen regionalen Kontexten, Kulturen und Konfessionen
– Mission und die Regulierung von Ehe, Familie, Intimität und Reproduktion
– Geschlechtliche und sexuelle Diversität im Spannungsfeld religiöser Normen
– Transimperialer Wissenstransfer in Missionskontexten

Akteur:innen, Handlungsmacht und Aushandlungsprozesse Continue reading