Category Archives: Topic_Sorge|Care

CfP: Wenn der Tag zu Ende geht. Nachtarbeit seit dem 19. Jahrhundert (11/2025, Bielefeld); bis: 01.05.2025

Anna Horstmann und Martin Lutz, Univ. Bielefeld (Web); Marcel Bois, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (Web) in Koop. mit der German Labour History Association (Web)

Zeit: 24.-25.11.2025
Ort: Univ. Bielefeld
Einreichfrist: 01.05.2025

Ob Pflegerin im Krankenhaus, Portier im Hotel, Stahlarbeiter am Abstich oder Ingenieurin im Kraftwerk: Sie alle vereint die Notwendigkeit, nachts arbeiten zu müssen. Nachtarbeit gilt als eine Form atypischer Arbeitszeiten. Die Gründe für diese Form des Arbeitens sind vielfältig und basieren auf technischen, wirtschaftlichen, sozialen oder kulturellen Anforderungen. Letztere betreffen meist Berufe, die mit dem großstädtischen „Nachtleben“ verbunden sind wie Barkeeper:innen, Türsteher:innen oder auch Sexarbeiter:innen. Technisch bedingt ist kontinuierliche Schichtarbeit dann, wenn Produktions- oder Arbeitsprozesse nicht unterbrochen werden können, wie etwa in der Chemieindustrie. Sozial notwendig ist Nachtarbeit etwa in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen der öffentlichen Versorgung. Wirtschaftliche Ursachen finden sich in der Gewinnmaximierung, etwa durch längere Maschinenlaufzeiten.
Nachtarbeit tritt also in den unterschiedlichsten Branchen auf, dementsprechend viele Menschen müssen in den Abendstunden ihrem Beruf nachgehen. Betroffen sind nicht nur die Nachtarbeitenden selbst, auch das Umfeld ist gezwungen, sich dem Arbeitsrhythmus anzupassen. Gleichzeitig ist unser Zusammenleben auf diese Nacharbeit angewiesen. Trotzdem ist sie nach wie vor ein wenig erforschtes Feld der Labour History. Ob und in welcher Weise die Arbeit „gegen die Uhr“ thematisiert wird, hängt stark von Faktoren wie Branche, gewerkschaftlicher Repräsentation, politischem System und sozioökonomischen Status der Betroffenen ab. So war es etwa in der Bundesrepublik gesellschaftlich akzeptiert, dass Kellnerinnen bis spät in die Nacht arbeiteten. Industriearbeiterinnen war genau dieses hingegen bis 1992 verboten. In der DDR war zeitgleich die Nacharbeit von Frauen politisch wie wirtschaftlich erwünscht.

Die Veranstalter:innen laden dazu ein, Beitragsvorschläge zu sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Aspekten der Nachtarbeit einzusenden. Es bieten sich eine ganze Reihe von Komplexen an, die auf der Tagung behandelt werden können:
– Fallbeispiele für unterschiedliche Formen von Nachtarbeit
– Organisation und Regulierung von Nachtarbeit in unterschiedlichen Staaten und/oder Branchen Continue reading

Frauen im Sozialismus. Interdisziplinäres Online-Kolloquium, 27.03.2025-26.06.2025, virtueller Raum

Gedenkstätte Hohenschönhausen und Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (Web)

Zeit: bis 26.06.2025, jeweils 14.00 Uhr
Ort: virtueller Raum – via Berlin

Seit 1990 haben zahlreiche Studien die Kluft zwischen dem Anspruch der Frauenpolitik sozialistischer Regime und der Lebenswirklichkeit vieler Frauen benannt. Die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen war in der Regel gesetzlich verankert und viele Frauen waren aufgrund ihrer Erwerbstätigkeit ökonomisch unabhängig. Dennoch blieben tradierte Geschlechterrollen persistent: Für Haushalt und Kinder waren weiterhin mehrheitlich die Frauen zuständig. Jenseits der Frage nach Anspruch und Wirklichkeit mangelt es v.a. im deutschsprachigen Raum an genderhistorischen Fragestellungen mit Blick auf die Geschichte sozialistischer Staaten.

Nächste Vorträge
27.03.2025

  • Teresa Tammer: Karin Dauenheimer. Leben und Selbstbehauptung einer lesbischen Aktivistin
  • Kate Stanton: „Einig Mutterland nicht in Sicht.“ Erinnerung und Erfahrung der ostdeutschen Frauenbewegung

24.04.2025

  • Daniel Bonenkamp: „Die Genossen muss man auch erziehen, dass sie die Gleichberechtigung der Frau begreifen.“ Eine Geschlechtergeschichte des MfS
  • Miriam Bräuer-Viereck: Studentinnen an der Universität Jena in den 1950er und 1960er Jahren

26.06.2025

Frauen- und Geschlechtergeschichte in Österreich – Newsletter #01 für 2024

Frauen- und Geschlechtergeschichte in Österreich – Newsletter #01 für 2024

Soeben wurde der erste Newsletter Frauen- und Geschlechtergeschichte in Österreich (2024) zusammengestellt und als PDF verfügbar gemacht: (PDF).

Enthalten sind darin:
– Berichte
– Ankündigungen und Calls for Papers
– Forschungsprojekte
– Angaben von Publikationen und abgeschlossenen Dissertationen

Zumeldungen zum Newsletter wurden von Birgitta Bader-Zaar (Institut für Geschichte der Univ. Wien) auf der Basis von Aussendungen über einschlägige Verteiler an den Universitäten Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg und Wien sowie der Central European University zusammengestellt. Der Newsletter Frauen- und Geschlechtergeschichte in Österreich ergänzt in erweiterter und lockererer Form den Bericht für den Newsletter der International Federation of Research in Women’s History (IFRWH) (Web), der neuerdings nur noch in komprimierter Form veröffentlicht wird.

Wer gerne den nächsten Call für Zumeldungen zum Newsletter erhalten möchte und bisher nicht von bestehenden Verteilern erfasst wurde, melde sich bitte (bis auf Weiteres) bei birgitta.bader-zaar@univie.ac.at.

Workshop: Ernährungsgeschichte regional Ökonomie und Kultur der Ernährung im alpinen Raum, 13.-14.03.2025, Bozen

Zentrum für Regionalgeschichte: Geschichte und Region | Centro di Storia regionale: Storia e regione (Web)

Zeit: 13.-14.03.2025
Ort: Bozen, Kolpinghaus

In den letzten Jahren hat sich die Ernährungsgeschichte stark entwickelt, was mit einer Diversifizierung der Themen und methodischen Ansätze einhergegangen ist. Der Workshop, der einigen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Aspekten der Ernährung im Alpenraum gewidmet ist, enthält Beiträge, die von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart reichen und sowohl die Produktion von Lebensmitteln als auch ihre Verteilung, ihren Konsum und die materielle Kultur der Ernährung aus regionaler Sicht behandeln. Entsprechend den Eigenschaften dieses Forschungsgebiets wird die Diskussion interdisziplinär sein, mit der Beteiligung von Wissenschaftler*innen aus den Bereichen Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Anthropologie und Soziologie.

Programm (PDF)

Teilnehmer:innen: Andrea Bonoldi, Janine Maegraith, Isabella Salvador, Giannantonio Scaglione, Elena Taddei, Paolo Tedeschi und Markus Schermer

Vortrag: Brigitte Semanek: Parkplatz, Almweide, Einfamilienhaus, Supermarkt. Transformationsprozesse ländlicher Regionen im Spiegel der Amateurfilmsammlung „Niederösterreich privat“, 07.05.2025, Wien

Institut für Geschichte der Univ. Wien: Reihe Geschichte am Mittwoch (PDF) und „fernetzt. Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte“ (Web)

Zeit: Mi., 07.05.2025, 18.30s.t.–20.00 Uhr
Ort: Univ. Wien, Hörsaal 30, Universitätsring 1, 1010 Wien

In diesem Vortrag wird die Amateurfilm- und Home-Movie-Sammlung „Niederösterreich privat“ darauf hin befragt, welche konsum- und geschlechtergeschichtlichen Perspektiven in ausgewählten Filmdokumenten aus den 1950er bis 1980er Jahren sichtbar werden. Aus einem Suchaufruf 2013 entstanden, setzt sich die Sammlung aus über 70.000 digitalisierten Schmalfilmen von mehr als 2.700 Übergeber*innen aus verschiedenen Gegenden Niederösterreichs zusammen. Damit lassen sich sowohl von einzelnen Familien oder aus bestimmten Orten überlieferte Bestände genauer untersuchen als auch serielle Bildproduktionen und häufig wiederkehrende Motive nachverfolgen. Ausgehend von dieser Fülle des Materials, das derzeit am Institut für Geschichte des ländlichen Raumes katalogisiert und für Forschungs- und Ausstellungsprojekte erschlossen wird, sollen im Vortrag zunächst die Handlungspotentiale der Filmemacher:innen und Protagonist:innen in den Blick genommen werden. In einem zweiten Schritt wird ein Repertoire von Schauplätzen über die Jahrzehnte nachgezeichnet, das von bestimmten Vorstellungen von Ländlichkeit und Urbanität, von zunehmender (Auto-)Mobilität und von unterschiedlichen Familien- und Erwerbsarbeitsverhältnissen geprägt wurde. Analysen des Filmmaterials beruhen dabei auf genretheoretischen Überlegungen u.a. nach Roger Odin und Alexandra Schneider sowie auf Fragen zu Aufführungs-, Aufbewahrungs- und Digitalisierungspraktiken.

Moderation: Renée Winter, Institut für Zeitgeschichte der Univ. Wien

Brigitte Semanek studierte Geschichte und Angewandte Linguistik an der Univ. Wien und ist Leiterin des Instituts für Geschichte des ländlichen Raumes (IGLR) in St. Pölten, an dem das Projekt zur Katalogisierung der Amateurfilmsammlung „Niederösterreich privat“ bis 2027 läuft. Sie ist Vorstandsmitglied der European Rural History Film Association und Mitgründerin von „fernetzt“.

CfP: Connection: The Fifth Annual Critical Femininities Conference (08/2025, virtual space); by: 22.03.2025

The Critical Femininities Research Cluster at the Centre for Feminist Research at York Univ. (Web)

Time: 15.-17.08.2025
Venue: virtual space – via York
Proposals by: 22.03.2025

Connection: joining, uniting, fastening, bringing together. Audre Lorde highlighted how when we “make connection with our similarities and our differences” (53), we remind ourselves of our own and others’ affective capacity. Femininity can be a rich and creative site of connectivity that expands beyond colonial imaginaries of womanhood and gender. Critical femininities is a site where we can connect, disconnect, and reconnect with the world, each other, and our own gendered selves. Connections can be tangible and intangible, with these boundaries being increasingly blurred as technologically mediated communication methods saturate our lives.
Critical Femininities is a growing field that seeks to develop nuanced critiques of femininity in all its variations beyond its characterization as a patriarchal imposition and where femininity is not synonymous with ‘woman’ (Dahl 2012, Taylor & Hoskin 2023, 79). Rethinking femininity as a concept opens space for a dialogue on the complex, multidimensional feminine expressions beyond heteronormative relations. Additionally, the field of critical femininities offers alternative frameworks centering connection through community building and a love politics that emphasizes a praxis of care extending beyond the personal and into the building of political communities (Nash, 2019).
This conference marks half a decade of cultivating digital community dialogue around critical femininities, opening up intentional digital space for expanding normative definitions of connection. There are also possibilities in the ways we disconnect. As Alyson K. Spurgas (2021) writes, “there is promise in embracing a fracturing, in falling apart—as antidote to the normative and neoliberal logic of keeping it together.” There is value in interrogating the connective void left when white supremacy, colonization, ableism, transphobia, misogyny, and other violent structures disconnect us from our femininities. The potential inherent in diving into disconnection also leaves room for exploring unexpected or idiosyncratic instances of re-connection to femininity.
The organisers invite you to connect with us through submissions that reflect diverse critical connections for the fifth annual Critical Femininities Conference. Possible themes may include (but are not limited to): Read more … (Web)

Source: qstudy-l-request@mailman.rice.edu

Klicktipp: European Journal for Nursing History and Ethics (6/2024): Nursing and Economics (Publication)

European Journal for Nursing History and Ethics: Vol. 6 (2024): Nursing and Economics (Web)

Economic contexts have shaped the working conditions of nurses in various ways throughout history. Increasing marketisation in the healthcare sector has been noted and discussed since the 1960s, in particular in terms of the social and human costs for both nurses and patients. The articles in this special issue situate the marketisation of nursing in different social contexts, differentiate it from the principle of sound financial management in nursing, and thus contribute to the historicisation of the currently politically charged concept of marketisation. The articles focus on the transformation of nursing care in the second half of the 20th century and examine both the opportunities for nurses and the consequences that resulted from the adoption of market-oriented practices in the field of nursing.

Table of content (Web)

  • Susanne Kreutzer and Karen Nolte: Nursing and Economics
  • Susanne Kreutzer: The Economics of Christian Nursing. How the Cost of Nursing Care was Recalculated during West Germany’s Secularisation Process
  • Giordano Cotichelli: Nursing Leadership during Italy’s Economic Miracle (1950–1970)
  • Nicole Kramer: At the Heart of Neoliberalism. The Privatisation of Long-term Care for Older People and the Everyday History of Economic Policy Ideas in the Federal Republic of Germany and Great Britain
  • Carol Helmstadter: Spreading Nigthingale Nursing. A Slow and Tortuous Process
  • Christine E. Hallett: Enigmas of Imperial Nursing. Florence Nigthingale, Catherine Grace Loch and the Indian Army Nursing Service
  • Mia Vrijens: Diaries of District Nurses in the Netherlands of the 1970s

CfP: Women and Health in the Nineteenth-Century Transatlantic World (12/2025, Funchal); by: 31.03.2025

Intercontinental Cross-Currents Network; Inês Tadeu, Univ. of Madeira and Julia Nitz, Martin Luther Univ. Halle-Wittenberg (Web) 

Time: 04.-06.12.2025
Venue: Univ. of Madeira, Madeira Island, Portugal
Proposals by: 31.03.2025

Notions of women’s health in the long 19th century were part and parcel of transatlantic societies‘ gender politics. Therefore, it doesn’t come as a surprise that foundational twentieth-century feminist scholars turned to questions of women’s health in their critique of patriarchal power structures. In the 1970s and 1980s, researchers such as Caroll Smith-Rosenberg, in their so-called “feminist reconstruction of history,” argued that we should study nineteenth-century health discourse in order to make apparent how the social role of women was constructed. This argument was based on the assumption that changes in social and cultural attitudes are made “evident in the language of health” (7). They believed that models of health and sickness showcased a plurality of notions of womanhood, i.e., they indicated what was considered personal shortcomings in women, what was construed as social problems, appropriate moral behaviour, women’s citizenship roles, etc. Scholars started to dissect health concepts and their cultural environment to see what judgements and expectations ideas of health have conveyed (see Disorderly Conduct: Visions of Gender in Victorian America; 1986, 6-7). After a two-decade-long interest in issues of women and health, interest ebbed until more recently when the Covid-19 pandemic starkly highlighted the gendered and racialised norms and prejudices tied to notions of health. This global health crisis generated renewed interest in questions of women and health across many disciplines, including medicine, history, social science, cultural and literary studies, as well as queer and gender studies.
This interdisciplinary conference contributes to the conversation by focusing on comparative transatlantic perspectives on women and health in the long nineteenth century. The organisers invite scholars and professionals from diverse fields to explore the intricate relationship between health discourses and concepts of womanhood, as well as the experiences and realities that women encountered, engaged in, resisted, or helped create.
The organisers encourage cross-disciplinary studies and comparative transnational perspectives. Thus, the conference will address a broad range of topics, including but not limited to: Read more and source … (Web)

Vortrag: Maria Mesner: Wessen Körper, wessen Leben, wessen Recht? 50 Jahre Fristenlösung, 05.03.2025, Wien – und virtueller Raum

Wiener Vorlesung im Rahmen der Wiener Frauenwoche (Web)

Zeit: 05.03.2025, 19.00 Uhr
Ort: Wiener Rathaus, Festsaal, Lichtenfelsg. 2, Feststiege I, 1010 Wien – und Livestream (Web)
Anmeldung für die Teilnahme vor Ort (Web)

Programm
– Vortrag: Maria Mesner
– Anschließendes Gespräch: Maria Mesner und Mirijam Hall
– Moderation: Marlene Nowotny, Wissenschaftsjournalistin und Redakteurin bei Ö1

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Geschichte des Abtreibungsverbots und seinen Konsequenzen auf das Leben von Frauen. Er beleuchtet die harten politischen Auseinandersetzungen um das Recht auf den weiblichen Körper und seine Gebärfähigkeit, die in Österreich schließlich dazu führten, dass der Schwangerschaftsabbruch am 1. Jänner 1975 straffrei wurde. Abschließend geht Maria Mesner der Frage nach, warum das jahrhundertealte Verbot auch 50 Jahre später grundsätzlich noch immer in Kraft ist.

Die Zeithistorikerin Maria Mesner forschte und lehrte an der New School for Social Research und der New York Univ., der Karls-Universität Prag sowie den Universitäten Linz und Salzburg. Derzeit ist sie als Universitätsdozentin für Zeitgeschichte an der Univ. Wien tätig und leitet das Kreisky-Archiv und das Johanna Dohnal Archiv.
Hier wurde zuletzt die Website „50 Jahre Fristenregelung. Oder: Als Abreibung ein Verbrechen war“ erarbeitet (Web).

Mirijam Hall ist Gynäkologin in Wien. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit im Spital engagiert sie sich seit 20 Jahren zivilgesellschaftlich und politisch. Sie ist Vorsitzende der Aidshilfe Wien, Vizepräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung und Bezirksrätin am Neubau. Außerdem setzt sie sich im Rahmen der von ihr mitbegründeten Initiative #ausPrinzip für die Streichung des Schwangerschaftsabbruchs aus dem Strafgesetzbuch und die Stärkung von reproduktiven Rechten in Österreich ein. Continue reading

CfP: Crisis, Addiction, and Disability in German and English Literature, Culture, and Media (Publication); by: 15.03.2025

Jahrbuch für Internationale Germanistik (Web)

Proposals by: 15.03.2025

The intersection of crisis, addiction, and disability in German and English narratives remains an underexplored yet highly relevant field within literary, translation, and cultural studies. While literary representations of addiction often engage with individual and societal crises, questions of identity, social exclusion, and medical pathologization, the intersectional aspect of addiction and disability is frequently overlooked. At the same time, the translation of such narratives plays a crucial role in shaping their reception and interpretation across different linguistic and cultural contexts. Translation studies can make a significant contribution by examining how addiction and disability are interpreted, adapted, or even transformed in intercultural transmission.
This interdisciplinary edited volume invites contributions from literary, cultural, and translation studies that explore the representation of crisis, addiction, and disability in German and English narratives. Submissions may focus on literary works from various periods and genres, as well as intermedial and transmedial adaptations. Additionally, the editors welcome contributions that examine the representation of these themes in translation practice and the challenges of transferring culturally specific concepts into different linguistic and cultural spaces. Possible topics include but are not limited to:

  • Literary and cinematic representations of crisis, addiction, and disability in German and English cultural history
  • Intersectional perspectives on crisis, addiction, and disability: interactions between social, cultural, and bodily factors
  • Pathologization and social marginalization: narratives of crisis, addiction, and disability in German and English literature
  • Transcultural challenges in the reception and adaptation of crisis, addiction, and disability narratives Continue reading