CfP: Jugendbewegungsforschung (05/2025, Witzenhausen); bis: 10.03.2025

Archiv der deutschen Jugendbewegung; Jugendbildungsstätte Ludwigstein: Julia Bartels und Helmut-Schmidt-Univ., Hamburg: Halyna Roshchyna (Web)

Zeit: 09.-11.05.2025
Ort: Burg Ludwigstein, Witzenhausen
Einreichfrist: 10.03.2025

Im Mai 2025 findet auf der Burg Ludwigstein der 12. Workshop zur Jugendbewegungsforschung statt. Im Mittelpunkt der Diskussionen und Projektvorstellungen stehen Themen zur jugendlichen Praxis, Organisationen und ihren historischen Kontexten seit Ende des 19. Jhds. bis in die Gegenwart. Auch verwandte Themen können in dem gemeinsamen Forum junger Wissenschafter*innen vorgestellt und besprochen werden.
Als Forum für fortgeschrittene Studierende und Nachwuchswissenschafter:innen bietet der interdisziplinär angelegte Workshop die Möglichkeit, Abschlussarbeiten und Forschungsprojekte über Jugendbewegungen und -kulturen, sowie verwandte Themen, etwa die Reformbewegungen des 19. und 20. Jhds., ihre Kontexte, Kontinuitäten und Brüche, und methodische oder theoretische Fragen zur Forschung jugendbewegter Praxis und ihren Ideen vorzustellen und gemeinsam zu diskutieren. Dabei können vergleichbare Jugendbewegungen außerhalb des deutschsprachigen Raums, sowie andere Formen jugendlicher Praxis der Zeitgeschichte berücksichtigt werden.

Die Organisatorinnen bitten um Anmeldung als Referent*in oder Gasthörer*in bis zum 10. März 2025 per E-Mail. Referent*innen senden bitte ein Abstract (ca. zwei Seiten) zu ihrem Forschungsthema und eine kurze Angabe zur Person. Englischsprachige Einreichungen und Vorträge sind möglich, die Tagungssprache ist Deutsch. Die Teilnahmekosten, inklusive Verpflegung und Übernachtung, werden für die Referent:innen übernommen. Auch um eine Anmeldung als Gasthörer*in über die E-Mailadresse wird gebeten.

Kontaktpersonen: Julia Bartels, Asya Kurtuldu und Halyna Roshchyna. Email: jugendbewegungsforschung@gmail.com

Der Workshop zur Jugendbewegungsforschung wird von der Jugendbildungsstätte Ludwigstein, sowie der Stiftung Dokumentation der Jugendbewegung getragen und vom Archiv der deutschen Jugendbewegung, wie dessen wissenschaftlichem Beirat unterstützt.

Quelle: HSozKult

Klicktipp und Symposium: Remapping Refugee Stories 1933-1953, 29.-30.01.2025, Wien und virtueller Raum

Remapping Refugee Stories 1933-1953 (Web)

Das Projekt (Laufzeit von Jänner 2023 bis April 2025) versammelt, erforscht und dokumentiert weniger bekannte Lebensgeschichten von 26 Holocaust-Überlebenden. Alle Personen eint, dass sie im NS verfolgt wurden und durch Flucht überlebt haben. Ihre Flucht fand in unterschiedlichen Lebensphasen statt: Einige waren noch Kinder, andere Jugendliche oder Erwachsene. Sie flohen aus Europa in die ganze Welt. Während manche etablierte Transitrouten nutzen konnten, retteten andere ihr Leben auf unkonventionellen Wegen, oft geprägt von Glück und Zufällen.
Für viele Überlebende endete ihre Flucht nicht 1945. Sie sahen sich im Exil mit neuen Herausforderungen konfrontiert und suchten ihren Platz in der Welt. Darum erzählt das Projekt ihre Lebensgeschichten zu Ende und beleuchtet die Kontinuitäten und Brüche der Neuanfänge sowie Bewältigungsstrategien nach den traumatischen Erfahrungen.

Symposium zum Abschluss des Projekts (Web) | (PDF)
Zeit: 29.-30.01.2025
Ort: Wien und virtueller Raum

  • Eröffnung: Paula Wojcik, Werner Nell, Manuela Baccarini, Stephan Müller und Johanna Sokoließ
  • Beiträge: Avner Faingulernt, Hagar Saad-Shalom, Judith Kohlenberger, Ana Mijić, Sibylle Heilbrunn, Irene Messinger, Shiri Spector, Martha Keil, Julia Richter, Oliver Kühschelm, Helga Ramsey-Kurz, Ruth, Avner Faingulernt, Paula Wojcik und Werner Nell

Website: Fluchtgeschichten 1933–1953. 26 Holocaust-Überlebende – 26 Lebensgeschichten (Web)
Die Website erzählt die Geschichten von 26 Menschen, die den Holocaust durch Flucht überlebt haben. Jede Geschichte ist in den Sprachen der Länder verfügbar, die auf der jeweiligen Fluchtroute eine Rolle gespielt haben – insgesamt 17 Sprachen. Die Navigation der Website ist zweisprachig (Deutsch/Englisch) gestaltet. Die interaktive Weltkarte visualisiert die einzelnen Fluchtrouten und Lebensstationen. Sie wird ergänzt durch ein multimediales und didaktisches Angebot, das vertiefende Einblicke in die Themen NS-Unrecht, Flucht und Exil ermöglicht.

Unterrichtsmaterialien (Web)
Zu fünf Biografien stehen ausgearbeitete Unterrichtsmaterialien zur Verfügung.

Das Projekt ist am Institut für Europäische und Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft der Univ. Wien angesiedelt. Es wird in der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem BM der Finanzen (BMF) gefördert.

CfP: Gender and Empire (Publication); by: 15.03.2025

Routledge Companion to Gender and Empire; Co-edited by Vrushali Patil (Web) and Tanya Saunders (Web) (Univ. of Maryland)

Proposals by: 15.03.2025

The goal of this Companion is to advance an expansive and interdisciplinary approach to both ‚gender‘ and ‚empire,‘ which includes troubling many of the ways in which gender, empire and their interrelationship are often theorized.
Most work in these fields focuses on gendered experiences, identities and politics within European and US-based empires from the eighteenth century and on. In this volume, the editors aim to expand our focus both historically and geographically, from ancient empires in Africa and the Americas to contemporary imperial projects in China, Russia, and so on. The editors are also interested in inter-imperial connections and relationships across time and over space. By expanding the approach to empires historically and geographically, they are also inviting epistemic challenges to received approaches to gender as a conceptual category for understanding power in connection to empire.
This query includes the important questions of 1) how gendered processes may vary across empires and 2) whether the concept of gender is always meaningful or helpful for exploring imperial processes across time and space. The editors believe the Companion will be an invaluable and innovative tool for researchers and students.

The editors are asking for abstracts of proposed chapters by March 15th, 2025. All chapters will be peer reviewed to ensure the quality of the volume. Abstracts length: 250-500 words. Article Submission details: Between 6,000 and 7,000 words and contain preferably new and original research. The deadline for submitting the first draft is August 1st, 2025. Chicago Manual of Style, seventeenth edition, please use endnotes instead of footnotes.

Please submit abstracts to: routledgecompanion2025@gmail.com

Source: qstudy-l@mailman.rice.edu

Vortrag: Raphaela Beroun: Maximilian und die Jungfrau Maria. Eine klangvolle Allianz von Macht und Frömmigkeit in Burgund, 30.01.2025, Wien

SFB Managing Maximilian: 4. Vortrag der Reihe „Talking Maximilian“ (Web)

Zeit: 30.01.2025, 18.00 Uhr
Ort: Österreichische Akademie der Wissenschaften, Alte PSK, 5. Stock, Raum 8, Georg-Coch-Pl. 2, 1010 Wien

Der geradezu ausufernde Lobpreis Mariens scheint beinahe ein selbstverständlicher Bestandteil der spätmittelalterlichen Frömmigkeit zu sein. Im Umfeld vieler (spät-)mittelalterlicher Herrscher erweist sich die Marienfrömmigkeit als wiederkehrendes Phänomen, das sich in unterschiedlichen Medien mit Verbindungen zu ihren Höfen ausmachen lässt. Aufgrund der Bedeutung der Marienverehrung für den maximilianischen Hof stellt sich zum einen die Frage, in welchen geographischen, politischen oder kulturellen Kontexten die Rezeption Marias besonders hervortritt. Zum anderen fragt man – möglicherweise aus purer Neugier heraus –, ob diese Marienfrömmigkeit eine individuelle Verbindung zur Tatsache aufweist, dass Maximilians erste Ehefrau diesen Namen trug. Bei ersten Recherchen nach maximilianischen Quellen, die eine marianische Komponente aufweisen, wird schnell die unübersehbare Rolle und Funktion der Marienfrömmigkeit bei Maria von Burgund sichtbar, die der Herzogin zu ihren Lebzeiten als politisches Hilfsmittel zu Einfluss und Handlungsspielraum verhalf. Zwischen der Jungfrau Maria, eine der Landesheiligen Burgunds, und der Herzogin Maria bestand ein bewusst geschaffener, inszenierter Assoziationsraum. Maximilians Rezeption dieser marianischen Frömmigkeitspraxis und ihren Funktionen in Burgund (insbesondere in der Region Flandern), soll erstmals Gegenstand der Untersuchung und anhand ausgewählter Beispiele beleuchtet werden.

Raphaela Beroun hat Musikwissenschaft in Wien studiert. Seit 2021 lehrt und forscht sie als Universitätsassistentin (prae doc) für historische Musikwissenschaft vor 1600 am Institut für Musikwissenschaft an der Univ. Wien und schreibt ihre Dissertation zum gleichnamigen Thema. Im Zuge ihrer Recherchen war sie von Mitte November bis Mitte Dezember als Visiting Scholar an der KU Leuven zu Gast.

CfP: Minne, Mystik und Moral. Sexualität und Erotik zwischen Körper und Geist in der Kunst des Mittelalters (03/2025, Mainz); bis: 15.02.2025

Johannes Gutenberg-Univ. Mainz, Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaft (IKM), Jennifer Jasmin Konrad (Web)

Zeit: 26.-27.03.2025
Ort: Univ. Mainz
Einreichfrist: 15.02.2025

Mit der Entwicklung von höfisch-profaner Literatur und einer Etablierung von Skriptorien fernab der Klöster, ist ein Anstieg erotischer bis sexuell konnotierter Darstellungen in der Kunst allgemein und speziell in der Buchmalerei des Mittelalters feststellbar. Während im 12. und 13. Jhd. profane Bildthemen ikonografisch aus der christlichen Kunst hervorgehen, findet man im fortschreitenden 14. und 15. Jhd. eine freiere Entwicklung von zwischenmenschlichen Darstellungsweisen vor, wobei „frei“ sowohl im Sinne von künstlerischer Freiheit als auch Anzüglichkeit verstanden werden kann. Die Darstellung von Sexualität und Erotik in der Kunst im Hoch- und Spätmittelalter unterliegt damit einem faszinierenden Wandel, der transmedial bis in die frühe Neuzeit reicht und darüber hinaus wirkt. Dieser Veränderungsprozess ist geprägt durch komplexe Wechselwirkungen sozialer, gesellschaftlicher und religiöser Art: Neben dem Etablieren einer moraltheologischen Leitlinie für das Führen einer Ehe im decrretum gratiani, der ersten Liebeslyrik und Entwicklung von Liebestraktaten wie de amore von Andreas Capellanus, definiert sich darüber hinaus ein eigenes Ideal der höfischen Liebe, das sich in Helden- und Minneromanen ausdrückt. Faszinierend sind die Widersprüche bzw. Nachbarschaften unterschiedlicher Auffassungen von Liebe, Erotik und sexuellem Begehren: von der Ehe als ökonomisches Arrangement, der göttlichen Liebe als die einzige wahre Liebesform und der Sehnsucht nach körperlich-seelischer Annäherung, die sich gleichermaßen, wenn auch unterschiedlich ausgerichtet, in der profanen Literatur sowie sakralen Mystik wiederfinden lässt. Die daraus definierten Geschlechterrollen können jedoch in den Text- und Kunstwerken nicht minder widersprüchlich und subversiv unterwandert werden. Mit den fließenden Grenzen von Zeig- und den immer explizit werdenden Motiven wird deutlich, dass die in der Kunstgeschichte vielfach behandelten erotischen Darstellungen noch weit vor dem 16. Jhd. auf eine ikonografische Tradition blicken können, vielmehr noch die erotischen Darstellungen der sog. Renaissance auf einer ikonografischen Tradition des Mittelalters beruhen müssen, die sich mit der Profanisierung von Literatur und Kunst wenige Jahrhunderte davor entwickelt. Es bleibt zu hinterfragen, inwiefern ein Bruch mit der Kunst des sogenannten „Mittelalters“ vorliegt, wenn nicht vielmehr Verbindungslinien und Reflexionen zu antiken und mythologischen Themen nachweisbar sind, die weit über eine einseitige ikonografische Umwandlung einer antiken Venus in „Frau Minne“ reichen. Weiterlesen und Quelle … | English version (Web)

CfP: Workers and Worldmaking: Labor in the Era of Decolonization (International Conference of Labour and Social History – ITH, 09/2025, Linz); by – extended: 16.03.2025

60th Conference of the International Conference of Labour and Social History (ITH) (PDF)

Time: 25.-27.09.2025
Venue: Linz
Proposals by – extended: 16.03.2025

The 60th Conference of the ITH will look at labor movements in the Global North and South and analyse exchanges, cooperation and connections between working classes, labour movements and trade unions. The success of decolonization in the post-World War Two Global South depended greatly on the ability of national(ist) political leaders to rally local labor movements behind their cause. Similarly, solidarity with anticolonial movements, or the lack thereof, showed by the labor organizations and workers’ political parties in the Global North, played an important role in the “battle for the hearts and minds” inside the metropoles. Labor movements in the center and periphery were not isolated, with rich exchanges taking place via political events, international conferences, delegation visits, and material aid. Parallel to the struggle to assert their geopolitical importance, governments in Africa, Asia, Latin America, and the Caribbean sought to establish social contracts with their working classes and control trade unions domestically, while using connections with organized labor and political actors in more developed countries to attract development cooperation.
The global turn in the historiographies of decolonization and the Cold War helped move studies of labor in the Global South beyond their old focus on the formation of national working classes. Recent research on competing labor internationalisms, communist support for decolonization, transnational developmental entanglements, and South-South solidarities opened new vistas for thinking about the working classes of the emerging Third World as constitutive makers of global modernity. Popularized by authors such as Łukasz Stanek (2020) and Adom Getachew (2019), the concept of ‘worldmaking’ has proven particularly fruitful in encompassing the wealth of simultaneous and often competing practices of transnational collaboration in the peripheries during the Cold War. This conference aims to look at the role of workers and workers’ movements situated in the Cold War ‘South’, ‘North’, ‘East’, ‘West’, and ‘in-between’, in these practices of worldmaking triggered by decolonization between the 1950s and the 1990s. Read more … (PDF)

Preparatory group
Goran Musić, Immanuel Harisch, and David Mayer (Univ. of Vienna), Shivangi Jaiswal (Ca‘ Foscari Univ. of Venice), Saima Nakuti Ashipala (Univ. of the Free State, Bloemfontein), Marcel van der Linden (International Institute of Social History), Therese Garstenauer and Laurin Blecha (ITH)

CfP: Queer Theater against the State (Event, 06/2025, Regensburg); by: 29.01.2025

Project „Light On! Queer Literatures and Cultures under Socialism“, Univ. of Regensburg, Tatiana Klepikova (Web)

Time: 05.-06.06.2025
Venue: Univ. of Regensburg
Proposals by: 29.01.2025

Queer theater has always been the site of utopia, hope, and community-building (Dolan 2005; Muñoz 2009), where queer desire and non-normative imaginaries are celebrated. That said, it has never come without a struggle. In 2024-25, there are many places around the world where queer theater seems impossible but still exists; where it thrives in the open but had to take a long road to do so; or where the futures may seem uncertain.
This conference seeks to explore the paths that queer theater companies, directors, and playwrights across the world have taken throughout the twentieth- and twenty-first centuries to speak queerness to power against normative orders of gender and sexuality. The latter have undergone massive transformations since the early modern era and have come to constitute a core element of the biopolitics of power from the Americas to Africa, Europe, Asia, Australia and Oceania. Darkened theater rooms across the planet have been one site of many, where queerness has come to be negotiated vis-à-vis authoritarian regimes, conservative governments, and religious ideologies. This conference sets out to map such theater spaces across the globe, historicize and contextualize them, while also examining their generative potential for critical theory.
The organisers invite academic and artistic contributions from Gender and Queer Studies, Theater and Performance Studies, Cultural Studies, History, and other disciplines. We welcome abstracts that explore state-funded theaters, underground theaters, and independent theater collectives, as well as directing, drama, and playwriting in the context of global and regional shifts in thinking about non-normative gender and sexuality throughout the twentieth- and twenty-first centuries.
The organisers start the conversation with the following questions in mind but do not limit the inquiry to them:
– What counts as queer theater and gets censored in different contexts?
– What are the modalities of such censorship?
– How does queer theater articulate itself as such vis-à-vis hegemonic norms of gender and sexuality? What is the role of identity, desire, gender subversion?
– What role do other aspects of identity, such as race, class, age, ethnicity, ability, and beyond, play in negotiating the place of queer theater in the state and society? Continue reading

Screening, Vortrag und Diskussion: Jochen Hick, Andreas Brunner und Christina Wieder: „Queer Exile Berlin“ – Queer Exile Wien?, 20.01.2025, Wien

Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung (öge), QWien – Zentrum für queere Kultur und Geschichte und Österreichische Exilbibliothek (Web)

Zeit: Mo, 20.01.2025, ab 16.00 Uhr
Ort: Admiral Kino und Literaturhaus Wien

Programm

  • 16.00 Uhr: Dokumentarfilm: „Queer Exile Berlin“ von Jochen Hick
  • 18.30 Uhr: Vortrag: Andreas Brunner: Erica Anderson und ihre queeren Netzwerke im Exil
  • 19.15 Uhr: Gespräch: Christina Wieder mit Jochen Hick und Andreas Brunner

Österreichpremiere: Queer Exile Berlin: Dokumentarfilm von Jochen Hick
D 2023 (104 Minuten), Filmverleih missingFILMs (Berlin); Tickets (Web)
16.00 Uhr, Admiral Kino, Burgg. 119, 1070 Wien

Queere Menschen aus aller Welt haben Berlin zu dem gemacht, was es heute ist. Viele verlassen ihre Heimat, weil sie es wollen, andere, weil sie müssen. Das queere Universum Berlins, einer Stadt im ständigen Wandel, spiegelt diese Bewegungen der Welt wider. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Spektrum der Identitäten erweitert. Heute sind schwul und lesbisch nur zwei Begriffe unter vielen.
Die Dokumentation begleitet sechs Menschen unterschiedlichster Herkunft und Identität, die Berlin als ihre Stadt gewählt haben und hier ihre Identitäten leben und auch politisch aktiv sind. Ihre aktuellen politischen Kämpfe und Diskussionen lassen sich auf Hetero- und Queer-Communitys in der ganzen Welt übertragen. Der Film verwebt die persönlichen Geschichten und Ambitionen der queeren Protagonisten mit historischen Ereignissen und aktuellen Themen. Das Ergebnis ist ein Porträt Berlins als immerwährendem Sehnsuchtsort und als Herausforderung für alle, die dort landen.

Vortrag: Andreas Brunner: Erica Anderson und ihre queeren Netzwerke im Exil
18.30 Uhr, Literaturhaus Wien, Seideng. 13, 1070 Wien

Andreas Brunner spricht über die Flucht queerer Menschen aus dem nationalsozialistischen Österreich und die schwierige Quellenlage zu diesem Forschungsfeld. Exemplarisch rekonstruiert er die Geschichte der Fotografin und Filmemacherin Erica Anderson (1914–1976) und deren queeren Netzwerken im Exil. Continue reading

CfP: 90 Years since „Black Reconstruction in America“ (Publication); by: 01.07.2025

Global Black Thought (Web)

Proposals by: 01.07.2025

Few works in American history are as groundbreaking as W.E.B. Du Bois’s „Black Reconstruction in America“, first published in 1935 (Web). In the 90 years since its publication, the book changed the mainstream interpretation of the Reconstruction era in American history (Web) – first slowly, as most historians were still wedded to the Dunning School (named after William Archibald Dunning of Columbia Univ.), and then rapidly in the 1960s, 70s, and 80s, as the triumphs of the Civil Rights and Black Power movements forced a reckoning with how American historians wrote and researched Reconstruction. In the 21st century, „Black Reconstruction in America“ has become a tome cited widely by academics and activists alike.
But what does „Black Reconstruction in America“ mean for the historical profession in the 2020s? Du Bois’s interpretation of Reconstruction as an effort at genuine reform that was thwarted by the American government is well understood. But the question remains: how might we continue to engage – and perhaps even extend – Du Bois’s analysis today? The recent works of Kidada Williams, Manisha Sinha, Don H. Doyle and others have challenged us to think more critically about this period of American history. Building on this scholarship, the editors encourage scholars to pose new questions – or revisit older ones with a new lens – to tease out the intricacies of the Reconstruction era.
The editors also encourage writers to consider how „Black Reconstruction in America“ can inform a myriad of contemporary issues – including the ongoing efforts to keep Black history and the perspectives of Black writers out of the classroom. Du Bois’s pioneering book, published against the backdrop of the Great Depression, was a direct refutation of the false narratives emerging from leading white scholars of the Dunning School. In their portrayal of Reconstruction, the Dunning School scholars had portrayed the South as victims and the North as having committed a “grievous wrong.” Their writings on the subject treated the free and enslaved Black population with “ridicule, contempt or silence,” as Du Bois explained. „Black Reconstruction in America“ boldly confronted racial stereotypes and mischaracterizations of Black intellectual ability. The work stood as an example of how Black historians have taken an active role in confronting political abuses of the past. How might it inform the research and writing of Black intellectual history in the United States and across the globe?
On the occasion of the 90th anniversary of the book, the editors encourage scholars to grapple with the significance and continued relevance of „Black Reconstruction in America“. The editors especially welcome submissions that grapple with the intersections of race, gender, class and nationality. Continue reading

Klicktipp: „Frauen wählet!“ Zur Geschichte des allgemeinen Wahlrechts in Österreich (Online-Ausstellung)

Abteilung Ariadne an der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) (Web)

Am 12. November 1918 wurde Frauen in Österreich das aktive und passive Wahlrecht zuerkannt. Erst die Einführung des Frauenwahlrechts beendete den Ausschluss der Frauen von politischen Entscheidungen. 1919 konnten sie erstmals gleichberechtigt mit Männern ihr Wahlrecht wahrnehmen – jener zur konstituierenden Nationalversammlung der Ersten Republik. (Es bestehen bis heute verschiedene Ausschlüsse; zeitgenössisch waren etwa Prostituierte noch bis 1923 vom Wahlrecht ausgeschlossen.)
Bei der Einführung des Frauenwahlrechts ging es auch darum, den ursprünglich als „männlich“ gedachten Staat neu zu definieren und für das „weibliche“ Geschlecht zu öffnen. Verfassungsdemokratien beruhen auf dem Prinzip der politischen Mitbestimmung ihrer Staatsbürger*innen als Grundrecht. Das wichtigste Mittel dafür ist das Wahlrecht zum Parlament und allen anderen politischen Vertretungen.

Online-Ausstellung „Frauen wählet!“ (Web)
Ariadne hat 2018 aus Anlass des 100-Jahres-Jubiläums dieser Ereignisse das Portal „Frauen wählet!“ veröffentlicht. Die umfangreiche Online-Ausstellung bietet einen fundierten Überblick über die historischen Entwicklungen des Frauenwahlrechts in der österreichischen Reichshälfte der Donaumonarchie sowie der Republik Deutschösterreich/Republik Österreich. Beginnend mit der Revolution von 1848 wird der Weg bis zum Wahltag am 16. Februar 1919 nachgezeichnet. Verfügbar gemacht werden dazu aus den Beständen der ÖNB zeitgenössische Illustrationen, Fotografien, Plakate sowie Flugblätter und insbesondere ein umfangreicher zeitgenössischer Pressespiegel.
Strukturiert ist das Portal nach den diesen Themenschwerpunkten:
– Frauen fordern das Wahlrecht – 1848 bis 1918
– Die Frau als Wählerin und Politikerin – 1918 bis 1919
– Frauenwahlrecht in Europa
– Pressespiegel zum Frauenwahlrecht
– Wahlrechtsentwicklung in der österreichischen Reichshälfte der Habsburgermonarchie (Web)

Das Portal ist eine erweiterte Version der Online-Ausstellung, die 2004 zu „85 Jahre Frauenwahlrecht“ von Sonja Edler, Lydia Jammernegg, Julia Köstenberger und Brigitte Noelle erstellt wurde.