Monthly Archives: November 2021

Workshop: Precarious Archives, Precarious Voices. Expanding Jewish Narratives from the Margins, 17.-19.11.2021, Vienna and virtual space

Vienna Wiesenthal Institute (VWI) (Web)
Time: 17.-19.11.2021
Venue: Vienna Wiesenthal Institute and virtual space
Hybride workshop with the support and cooperation of the Leo Baeck Institute (New York/Berlin), the Rothschild Foundation Hanadiv Europe, Frauen- und Geschlechtergeschichte Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät, and the Institute for East European History of the University of Vienna.
Keynote

  • Natalia Aleksiun (Centre for Jewish Studies, Univ. of Florida): When Fajga Left Tadeusz. Precarious Voices on Wartime Relationships

Panels

  • Gendered Experiences of the Holocaust: Between Violence and Resistance
  • New Methods and Materials: Digital Approaches
  • Gendered Experiences of the Holocaust: Women’s Voices
  • New Methods and Materials: Between Art And Archive
  • Hidden Heritage, Endangered Archives
  • Gendered Experiences of the Holocaust: LGBTIQ*
  • Narratives Of The Marginalized: Recovering Micro-Histories

Full programme

Recent years have seen ground-breaking archival survey projects taking place across Europe, in a range of public and private archives, revealing a wealth of documents related to Jewish history and the Shoah which remained hidden or inaccessible until now. Simultaneously, scholarly definitions of archives are expanding, and methodologies used for approaching archival material are complementing this expansion.
The archival turn in contemporary art, the opening of archives in Eastern Europe, the third generation’s ongoing quest to interpret fragments of familial papers, and the new digital availability of smaller archival collections suggest that Continue reading

CfP: Konsum von Alltagsgütern in sozialen Räumen in der Vormoderne | | Consumption of everyday goods in social spaces in the pre-modern period (Event, 07/2022, Wien); bis: 10.01.2022

6. Jahrestagung des Arbeitskreises „Materielle Kultur und Konsum in der Vormoderne“ (Web); Aris Kafantogias, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Univ. Wien

Zeit: 07.-09.07.2022
Ort: Wien
Einreichfrist: 10.01.2022

Es ist genau 40 Jahre her, seit Neil McKendrick die „Konsumrevolution“ für England in der zweiten Hälfte des 18. Jhds. ausgerufen hat. Seitdem hat sich unser Wissen über den europäischen Konsum in der Frühen Neuzeit dank einer Vielzahl von Veröffentlichungen erheblich erweitert. Dabei wurden nicht nur verschiedene Regionen oder Zeitabschnitte untersucht, sondern unter Einsatz einer großen Quellenvielfalt auch neue Ansätze, methodische Verfahren und theoretische Herangehensweisen für die Untersuchung des Konsums in verschiedenen Gesellschaften entwickelt. Unter dem Einfluss der bisherigen Forschung wurden in den vergangenen zehn Jahren auch soziale Gruppen, Minderheiten oder Regionen in Europa untersucht, die bis dahin unberücksichtigt blieben. Darüber hinaus wurde die Konsumforschung sowohl zeitlich wie auch thematisch über die Frühe Neuzeit hinaus ausgedehnt. Es wurden Fragen zum Lebensstandard, zu Konsumbeschränkungen, zu Geschlechterunterschieden oder zur allgemeinen frühneuzeitlichen Einstellung zum Konsum gestellt. Schließlich wurde auch ein Schwerpunkt auf die Materialität des Konsums gelegt.

Bei der Tagung sollen Wissenschafter:innen von Universitäten, unabhängige Forscher:innen und Doktorand:innen aus verschiedenen Bereichen zusammengebracht werden, deren Forschungsinteressen sich mit dem Konsum in Europa zwischen dem späten Mittelalter und dem Beginn des 19. Jhds. befassen. Konsum wird dabei verstanden als grundlegender Aspekt vieler sozialer Praktiken im Alltag und in verschiedenen sozialen Räumen. Daher soll sich die Diskussion nicht auf einzelne, seltene, exotische oder wertvolle Objekte konzentrieren, sondern auf die Beschaffung, den Kauf, die Verwendung und den Gebrauch von gewöhnlichen und alltäglichen Gegenständen. Außerdem soll die Aneignung und Integration von „neuen“ Waren durch das Konsumverhalten von Bevölkerungsgruppen Teil der Diskussion sein. Darüber hinaus soll auf unterschiedliche social spaces, also verschiedene soziale und wirtschaftliche Gruppen, Milieus, Haushalte, Minderheiten, städtische und ländliche Gemeinschaften, eingegangen werden. Weiterlesen … (PDF)

Call for Papers in English … (PDF)

CfP: Feministisches Erinnern: Politiken, Praktiken, Kämpfe (betrf. letale Gewalt an Frauen*, Kolonialismus u.ä.) (ZS feministische studien); bis: 15.12.2021

feministische studien. Zeitschrift für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung 1/2023; Hg.: Sabine Hark und Tanja Thomas (Web)

Einreichfrist: 15.12.2021

Am 25. November 2021 werden auf dem Marktplatz in Tübingen 123,5 Paar Schuhe in Rot an die Tatsache erinnern, dass in Deutschland an jedem dritten Tag eine Frau ermordet wird; am 11. Dezember findet eine schweizweite Demonstration gegen Femizide statt. Schon im Januar 2021 erklärte das Berliner Netzwerk gegen Feminizide den Nettelbeckplatz im Berliner Wedding zum Widerstandsplatz, um öffentlich aufmerksam zu machen. Das Netzwerk verbindet den Kampf gegen die letale Gewalt an Frauen* mit einer dekolonialen Erinnerungspolitik. Es thematisiert den Kolonialismus und benennt Versklavung, schließlich ist der Nettelbeckplatz nach einem Mann benannt, der als Obersteuermann unmittelbar in den transatlantischen Menschenhandel verstrickt war. Das Netzwerk verbreitet seinen Protest auch via Twitter über Hashtags wie #keinemehr und fordert auf seiner Webseite die Umbenennung des Platzes und die Schaffung eines Ortes für feministischen Widerstand ‚gegen Gewaltherrschaft, Versklavung und Patriarchat‘.

Wie kontrovers die Thematisierung von und das Erinnern an Gewalt gegen Frauen* im deutschsprachigen Raum ist, illustriert u.a. die Verweigerung von Behörden in Deutschland, den Begriff Femi/ni/zid zu verwenden. Dass es zum Politikum auch auf internationaler Ebene werden kann, zeigt die Kontroverse um das in Berlin-Moabit zunächst nur für ein Jahr genehmigte Denkmal des Korea Verbandes zur Erinnerung an die über 200.000 Mädchen und Frauen aus 14 Ländern, die vom japanischen Militär während des Asien-Pazifik-Krieges (1931-1945) im gesamten asiatisch-pazifischen Raum als so genannte ‚Trostfrauen‘ sexuell versklavt worden sind. Laut Presseberichten protestiert unterdessen die japanische Regierung und der Berliner Bezirk fürchtet eine Störung der Beziehungen zwischen Deutschland und Japan und diskutiert die Entfernung der Statue. Ein Beispiel für feministische Kämpfe an historisch weiter zurückliegende Verbrechen an Frauen ist auch die aktuelle Auseinandersetzung um eine Gedenkkugel für lesbische Frauen* und Mädchen* im KZ Ravensbrück, die erst im Juli 2021 mit der Entscheidung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, ein solches Erinnerungszeichen endlich zu setzen, zu einem Abschluss gekommen ist. Vorangegangen waren jahrelange Auseinandersetzungen zwischen Initiativen aus der Frauen*- und Lesbenbewegung, Schwulenverbänden, Überlebenden­Organisationen, Stiftung und Gedenkstätte. Weiterlesen … (Web)

International Workshop: Gender and Protest, 01.-02.12.2021, Bodø, Norway

Nord Universitet; Jowan A. Mohammed and Frank Jacob (Web)
Time: 01.-02.12.2021
Venue: Nord Universitet, Bodø, Norway
PhD students from the Nord Universitet and international guests from Austria, Germany and Ireland discuss theses and projects related to the topical framework of „Gender and Protest“ in different historical contexts from the point of view of different perspectives:
Panels

  1. Women and Protest in the Late Medieval Period
  2. Women, Protest and Sports
  3. Female Protest and Symbolism
  4. Women’s Protest, Violence, and War
  5. Gender, Protest, and Radicalism

Programm
01.12.2021
10:00 Panel 1: Women and Protest in the Late Medieval Period; Chair: Edda Frankot

  • Sigrun Wik (Trinity College Dublin/Nord Univ.): Whetting: A Tool of Protest or Conformity in the Íslendingas?gur?
  • Beñat Elortza Larrea (Nord Univ.): Aristocratic Women as Leaders of Dissent in Medieval Scandinavia: Source Misrepresentation, or Agency through Ultranormativity?
  • Therese Thuv (Nord Univ.): Female Power in the Late Middle Ages: Sex and Incantations as Means of Control, as Shown in the Case of Ragnhild Tregagås in 1325

12:00 Panel 2: Women, Protest and Sports; Chair: Jowan Mohammed

  • Saara Henriikka Isosomppi (Nord Univ.): Football Girls, Friendships and Shouting Coaches: Mapping Protest-Assemblages in Finnish Youth Sport Trainings
  • Anna Adlwarth (Nord Univ.): „Chicking All the Guys“: Narrative Interview Study about a Lifetime Outperforming Gender Stereotypes in Sport

14:30 Panel 3: Female Protest and Symbolism; Chair: Frank Jacob Continue reading

International Workshop: Feminist and Queer Perspectives on Food, POSTPONED – New Time: 05.-06.05.2022, Vienna

2nd Vienna Workshop on Gender & Sexuality in STEM Collections (Web)
Postponed New Time: 05.-06.05.2022
Venue: Technisches Museum Wien (TMW), Mariahilfer Str. 212, 1150 Wien
Registration: by 19.11.2021
Note from Salon 21: The event was postponed. The previous date in December 2021 has lapsed. The new date in May 2022.
Programm (PDF)
02.12.2021

  • 11.00 Exhibition Tour: Get together & Tour “FoodPrints” & tasteLAB – by Sophie Gerber and Marion Oberhofer (Curators)
  • 1.30 Introduction: Peter Aufreiter (General Director TMW), Sophie Gerber and Sophie Kühnlenz (Organisers, TMW): Welcome and Introduction

1.45 Panel 1

  • Corinna Schmechel (HU Berlin): The Gendered History of Diet Tracking Technologies
  • Daniel Gunz (Univ. Wien): Food – War – Gender. Gender and Food Conflicts during the First World War in Austria-Hungary

3.30 Panel 2

  • Naomi Hammett (Lancaster Univ.): What future for fat cows?
  • Savar Tavakoli (Cornell Univ.): Butta la Pastiche! Camp visions and national palates
  • Fabiana Senkpiel (Bern Univ. of the Arts): How Soya the Cow is trying to save the world through veganism

5.30 Keynote Lecture: Psyche Williams-Forson (Univ. of Maryland): Seeking the Absent Potential: When Food and Intersectionality Meetup in the Museum. What Could Possibly Go Wrong?
03.12.2021
 9.30 Wrap-up with Sophie Gerber & Sophie Kühnlenz
10.00 Workshops 1 + 2

Buchpräsentation: „Vor Schand und Noth gerettet“?! Findelhaus, Gebäranstalt und die Matriken der Alser Vorstadt, 24.11.2021, Wien

Bezirksmuseum Josefstadt (Web)

Zeit – geplanter Termin: 24.11.2021, 19.00 Uhr
Ort: Schmidg. 18, 1080 Wien
Hinweis von Salon 21: Die Veranstaltung wurde verschoben auf Jänner oder Februar 2022.

Das Bezirksmuseum Josefstadt zeigt aktuell eine Ausstellung zum ehemaligen Findelhaus und der Gebäranstalt in der Alser Vorstadt. Die Laufzeit ist bis 30. März 2022 (Mi. 18-20.00 Uhr und So. 10-12.00 Uhr).

Zum Sammelband

Begleitend zur Ausstellung wird ein wissenschaftlicher Sammelband zum Thema publiziert. Herausgeberin ist die Kuratorin der Ausstellung Anna Jungmayr, Beiträgerinnen sind u.a. die Historikerinnen Maria Mesner, Jessica Richter und Sarah Seidl.
Der Sammelband wird am 24. November 2021 im Bezirksmuseum präsentiert. Weiterlesen … (Einladung als PDF).

Zur Ausstellung

Wo heute die Lange Gasse in die Alser Straße mündet, befand sich von 1788 bis 1910 ein stark frequentiertes Gebäude: Das Wiener Findelhaus. Die Einrichtung von Findelhäusern in vielen europäischen Städten sollte dazu beitragen, Kindsmorde zu verhindern und die Kindersterblichkeit zu reduzieren. Gleichzeitig wurden damit bevölkerungspolitische Intentionen verfolgt – so auch in der Alser Vorstadt. Das Wiener Findelhaus wurde 1784 gegründet. Seit 1788 befand es sich in der Alserstraße 23. Im Laufe seines Bestehens nahm es ca. 750.000 Kinder auf und vermittelte sie zu Pflegeplätzen am Land. Der Großteil dieser Kinder war in der Gebäranstalt zur Welt gekommen, die sich auf dem Areal des ehemaligen AKH befand.

Anhand von rund 100 Exponaten aus mehr als 15 wissenschaftlichen Institutionen setzt sich die Ausstellung mit den ehemaligen Einrichtungen im heutigen 8. und 9. Bezirk auseinander. Lebenssituationen von Frauen, die ungewollt Mutter wurden oder keine Möglichkeit hatten, ihr Kind selbst großzuziehen, werden ebenso thematisiert wie Biografien von sogenannten Findelkindern. Weiterlesen … (Web)

Bericht zur Ausstellung auf „Der Achte.at“ (1/2021) … weiterlesen (Web).

Sonderausstellung und Webressourcen [Klicktipp]: „Heimat großer Töchter. Zeit für neue Denkmäler“, Wien und virtueller Ort

Haus der Geschichte Österreich (hdgö) (Web)

Das aktuelle Schwerpunktthema des hdgö lautet „Heimat großer Töchter. Zeit für neue Denkmäler“.

Sonderausstellung

Dazu wurde eine Sonderausstellung erarbeitet: „Wie haben sich Geschlechterverhältnisse in der Zeitgeschichte verändert? (…) Oftmals unbemerkt haben Menschen in der Geschichte der Zweiten Republik entscheidende Fortschritte erreicht, indem sie nicht mit dem Erwartbaren zufrieden waren, und Ausgrenzung bekämpften. Die Ausstellung (…) im Foyer des hdgö setzt diesem Engagement Denkmäler. Zehn kaum bekannte Beispiele zeigen, wie es möglich ist, Handlungsspielräume zu erweitern und Vorstellungen von Geschlecht zu hinterfragen.“ Weiterlesen … (Web)

Online-Angebot

Das hdgö umfasst inzwischen auch ein breites Online-Angebot. Diese Ressourcen sind u.a. ein Weblog und das „Lexikon zur österreichischen Zeitgeschichte“. Unter dem „digitalen Schwerpunkt“ sind alle Beiträge zusammengefasst, die sich mit Themen der Frauen- und Geschlechtergeschichte beschäftigen. Weiterlesen … (Web).

Blog des hdgö (Web)

Der Blog enthält kurze Aufbereitungen verschiedener Themen, verlinkt zu weiterführenden Ressourcen des Webauftritts und online verfügbaren Quellen des hdgö. Beiträge mit frauen- und geschlechterhistorischem Inhalt sind u.a.:

  • 8. März – Der Internationale Frauentag – von Stefan Benedik und Agnes Kugler (Web)
  • Jahrestage einer österreichischen Frauengeschichte 2021 – von Stefan Benedik (Web)

Lexikon zur österreichischen Zeitgeschichte (Web)

Das „Lexikon“ enthält knappe Darstellungen betimmter Themen, wiederum jeweils verlinkt. Beiträge mit frauen- und geschlechterhistorischem Inhalt sind u.a.:

  • Die ersten weiblichen Abgeordneten im Österreichischen Parlament – von Karin M. Schmidlechner (Web)
  • Frauenliebe, Damenklubs und lesbische Vernetzungen – von Hanna Hacker (Web)
  • Österreichs erste Bundesministerin: Grete Rehor – von Barbara Thosold (Web)

CfP: Gender and world history (Entremons: UPF Journal of World History); by: 01.03.2022

Entremons: UPF Journal of World History (Web)

Proposals by: 01.03.2022

The editorial committee of Entremons: UPF Journal of World History invites you to send an original text, which we can publish in the next edition of the journal. The editors are looking for academic articles, as well as reviews of recently published books, which address the ways in which gender intersects with world history.

Suggested themes:

  • The origin of gendered inequalities
  • Gender and the capitalist economies
  • Masculinities and feminities
  • Gender and colonialism
  • Slavery and gender
  • Gender and political culture
  • Maintanence of gendered practices
  • Gender, relationships and conceptions of family
  • Childhood and the socialization of gender norms
  • Gender and religion

Additional information and links:

  • In order to be considered, texts should be sent via email to revista.entremons@upf.edu.
  • If you have any further queries, especially regarding formatting queries and word limits please visit the website (Web) – or feel free to get in touch directly via email to revista.entremons@upf.edu.

The editors hope to hear from you soon and look forward to welcoming you into the project.

Source: H-Net Notifications

International Conference: Gender Politics and War Welfare during World War One and Beyond, 09.10.12.2021, virtual space

Institute for History at Graz University and the Elisabeth-List-Fellowship-Programme „War Welfare and Gender Politics in the First World War“ (Web)
Time: 09.-10.12.2021
Venue: virtual space, via Graz
Resistration by 06.12.2021
The conference will explore local and global dimensions of welfare policies and humanitarian aid during and after WWI from a gender historical perspective. Topics include gender discourses that reinforce, re-establish and challenge gender conventions, gendered discourses around violence, pain, trauma, and healing and how these played out in the field of humanitarian and welfare work during the war, and during post-war reconstruction. Groups of interest include those claiming an identity as (non-)combatants and veterans, feminist and socialist anti-war activists, transnational, and international organisations as well as right wing and nationalist groups committed to reinforcing traditional gender norms and gendered citizenship models as part of their nation-building agenda.
The conference will identify and explore emerging questions and directions within First World War Gender Studies as well as reflecting on continuities and change within contemporary theories of how gender is bound up with militarism, warfare, and conflict resolution.
Participants

  • Keynotes: Holly Furneaux (Cardiff) and Cynthia Enloe (Worcester, MA)
  • Presentations: Hilary Buxton (Ohio), Alison S. Fell (Liverpool), Susan Grayzel (Utah), Christa Hämmerle (Wien), Jessica Meyer (Leeds), Ingrid Sharp (Leeds), Chantal Sullivan-Thomsett (Leeds), Viktoria Wind (Graz) and Heidrun Zettelbauer (Graz).

Full Program

Format: hybrid: HS 11.01 with Covid pass, proof of vaccinated, recovered or negative test status and online.
Registration and contact: genderhistory@uni-graz.at – from November 15 to December 6, 2021. NB: registration is required for attendance whether online or in person.
Source: Female-l

Präsentationen der Masterarbeitsprojekte von Lisa Kirchner und Pauline Bögner zum Themenfeld „Gewalt und Krieg in Selbstzeugnissen des 20. Jhds.“ | 19. Tea Hour der Sammlung Frauennachlässe, 26.11.2021, virtueller Raum

19. Tea Hour der Sammlung Frauennachlässe (Web)

Zeit: Fr., 26.11.2021, 15.00-17.00 Uhr
Ort: (bestätigt seit 19.11.2021) virtueller Raum

Programm (als PDF)

Lisa Kirchner: Geschlecht und Gewalterfahrungen. Analyse einer Paarkorrespondenz aus dem Zweiten Weltkrieg

In Feldpostbriefen, die im Zweiten Weltkrieg eine Brücke zwischen der ‚Front‘ und der vom Luftkrieg betroffenen ‚Heimatfront‘ darstellten, wurde Gewalt in unterschiedlichem Ausmaß thematisiert. Inwiefern beeinflusste die Kategorie Geschlecht das Schreiben über Gewalt und inwieweit prägten nationalsozialistische Geschlechterentwürfe die schriftliche Fixierung von mit dem Krieg einhergehenden Gewalterfahrungen? Das untersuche ich exemplarisch anhand der Paarkorrespondenz eines österreichischen Ehepaares mit Fokus auf die letzten Kriegsjahre 1944/1945.

Lisa Kirchner ist Dissertantin im Fach Geschichte. Ihre Masterarbeit zu „Geschlecht. Gewalt. Erfahrung. Die Paarkorrespondenz Olga und Ernest Adelsgrubers aus dem Zweiten Weltkrieg“ hat sie im Herbst 2020 abgeschlossen.

Pauline Bögner: „Einige Frauen stehen beisammen, von denen die eine erzählt […]“. Sexuelle Gewalt in Tagebüchern von Frauen im Jahr 1945

Als kollektive Erfahrung von Frauen stilisiert und teilweise auch instrumentalisiert, nehmen sexuelle Gewalttaten einen wirkmächtigen Platz in der Erinnerung an das Ende des Zweiten Weltkrieges in Österreich ein. Wie Frauen sexuelle Gewalttaten im Jahr 1945 in diaristischen Aufzeichnungen beschrieben und sich damit in den Diskurs um sexuelle Gewalt eingeschrieben haben, analysiere ich durch eine intersektionale Auswertung von 25 Tagebüchern.

Pauline Bögner ist Masterstudentin im Fach Geschichte und ehemalige Studienassistentin der Sammlung Frauennachlässe. Sie arbeitet an einer Masterarbeit zu „Sexuelle Gewalt im Jahr 1945 als Thema in Tagebüchern von Frauen in Österreich“.

Anmeldung an sammlung.frauennachlaesse@univie.ac.at. Der Zugangslink wird nach der Anmeldung zugeschickt.