Forum: Geschlechterordnungen im Wandel, 26.-27.11.2026, Brixen

Drittes Forum Geschlechtergeschichte für Dissertant:innen und Forscher:innen in Österreich und angrenzenden Regionen; Siglinde Clementi (Brixen), Muriel González Athenas (Innsbruck) und Falko Schnicke (Linz)

Zeit: 26.-27.11.2026
Ort: Zentrum für Regionalgeschichte, Brixen/Bressanone

Programm (PDF)

Panels: Workshops Dissertant:innen | Workshops Faculty | Textdiskussionen | Vorträge | Kurzvorträge | Austausch von Ideen zur weiteren Planung

Wie schon in Innsbruck (2024) (Web) und Graz (2025) (Web) steht im Zentrum des Workshops wieder die konstruktive und solidarische Diskussion von Dissertationsprojekten in den Bereichen Geschlechtergeschichte, Queer History und intersektionale Geschichte sowie der strukturierte Austausch mit Geschlechter- und Queerhistoriker:innen untereinander. Angesprochen sind geschlechterhistorisch ausgerichtete Dissertationsprojekte aus allen Epochen und historischen Teildisziplinen. Ziel des Forums ist es, einen Raum für kollegiale Diskussion und Vernetzung zu schaffen. Das diesjährige Schwerpunktthema lautet „Geschlechterordnungen im Wandel“ und ist geeignet eine Vielzahl verschiedener Projekte zu integrieren, die nach der (Un-)Ordnung von Geschlechtermodellen, ihrer Historizität und kulturellen Spezifik fragen.

Panel: Bystanding during the Holocaust in Societies across Europe: Gender Perspectives on Antisemitism, Fascism and the Shoah, 26.11.2026, Bielefeld

Panel at the conference „Bystanding during the Holocaust in Societies across Europe. Causes, Forms and Consequences of Violence against Jews“ (Web)

Time: 25.-26.11.2026
Venue: Bielefeld Univ.

Full Programme (Web)

Panel 4 Gender Perspectives on Antisemitism, Fascism and the Shoah
Patron: Teresa Malice (Bielefeld Univ.), Chair: Lisa Regazzoni (Bielefeld Univ.)

  • Teresa Malice (Bielefeld Univ.): Writing Exclusion. Antisemitism in the Diary of a Non-Jewish Woman in Nazi Germany
  • Patrick Farges (Paris Cité Univ.): Becoming Men in Nazi Germany: Jewish and non-Jewish Masculinities
  • Michaela Raggam-Blesch (Leibniz Institute for Contemporary History, Munich): Navigating Persecution Together: Jewish–Non-Jewish Couples and Family Life in Nazi Vienna
  • Commentary: Kirsten Heinsohn (Research Centre for Contemporary History, Hamburg)

Source: HSozKult (Web)

Workshop: Gender & Archive – Sichtbarkeit und Leerstelle zwischen Sammlungspraxis und digitaler Infrastruktur, 16.11.2026, Berlin

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW); Initiative „Gender & Data“; Frederike Neuber, Lou Klappenbach und Michael Rölcke (Web)

Zeit: 16.11.2026
Ort: BBAW, Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Berlin
Anmeldung (Web)

Archive sind keine neutralen Speicherorte der Vergangenheit. Sie prägen, wer erinnert wird, welche Geschichten erzählt werden und welches Wissen für Forschung und Öffentlichkeit verfügbar ist. Frauen, queere Personen und andere marginalisierte Gruppen sind dabei oft unterrepräsentiert. Diese Ungleichheiten setzen sich in digitalen Datenbeständen, Erschließungspraktiken und Forschungsinfrastrukturen fort. Der Workshop widmet sich der Frage, wie Archive dazu beitragen können, solche Leerstellen sichtbar zu machen und etablierte Wissensordnungen kritisch zu reflektieren. Im Fokus stehen Fragen der Sammlung, Dokumentation, Sichtbarmachung und Vernetzung von Beständen sowie die Herausforderungen und Potenziale digitaler Methoden. Wie lassen sich Quellen so erschließen, modellieren und vernetzen, dass marginalisierte Akteur:innen, Beziehungen und Wissensformen sichtbar werden? Welche Rolle spielen Metadaten, Normdaten und digitale Infrastrukturen bei der Reproduktion oder Überwindung von Ausschlüssen? An der Schnittstelle von Archivwissenschaft, Digital Humanities und Gender Studies diskutiert der Workshop Ansätze für einen gendersensiblen und inklusiven Umgang mit kulturellem Erbe im digitalen Zeitalter. Archive werden dabei nicht nur als Orte der Bewahrung, sondern auch als Räume kritischer Wissensproduktion verstanden.

Programm (Web)

  • ab 12 Uhr: Registrierung
  • 12:30 Uhr: Begrüßung und Einführung: Michaela Kreyenfeld und Frederike Neuber (Initiative „Gender & Data“)

Externe Perspektiven I: Projekte und Forschung, Moderation: Michael Rölcke

  • 13:00 Uhr: Quod non est in actis non est in mundo? Über die Macht der Archive – und der Leerstellen, Heike Gfrereis (Deutsches Literaturarchiv Marbach)
  • 13:40 Uhr: Lost in Archives. Unsichtbare Frauen (wieder) sichtbar machen, Anna Axtner-Borsutzky (LMU München) Continue reading →

1. Tagung des Frauen*Netzwerks in der Alten Geschichte – Ἀμαζόνες ἀντιάνειραι, 05-07.11.2026, Potsdam

Frauen*Netzwerks in der Alten Geschichte – Ἀμαζόνες ἀντιάνειραι; Bettina Reese, Victoria Macura und Lea Fürst (Univ. Potsdam – Professur Geschichte des Altertums); Nicole Diersen (Univ. Osnabrück – Historisches Seminar, Abteilung für Alte Geschichte) (Web)

Zeit: 05.-07.11.2026
Ort: Univ. Potsdam
Anmeldung bis: 25.10.2026

Im November 2026 findet an der Universität Potsdam die erste Tagung des Frauen∗Netzwerks in der Alten Geschichte statt. Ausgehend von der Initiative unserer Kolleginnen aus der Klassischen Philologie wird damit erstmals auch im Bereich der Alten Geschichte ein hochschulübergreifendes Netzwerk in Kooperation zwischen der Universität Potsdam und der Universität Osnabrück ins Leben gerufen.
Ziel des Netzwerks ist es, Frauen∗ in der Alten Geschichte und ihren Nachbarwissenschaften stärker zu vernetzen, den wissenschaftlichen Austausch zu fördern und Raum für Kooperation, Sichtbarkeit und gegenseitige Unterstützung zu schaffen. Die Tagung versteht sich zugleich als Reaktion auf den nach wie vor deutlich geringeren Frauenanteil in allen Qualifikationsstufen der Geisteswissenschaften. Das Programm wird Beiträge in verschiedenen Formaten umfassen, darunter wissenschaftliche Vorträge, Pitches sowie zwei Keynote Lectures. Weiterlesen … (Web)

Programm (PDF)

Panels: Mythische und historische Frauen im Fokus | Frauen am Rande der Gesellschaft | Sichtbarkeit, Arbeit und Beruf

Keynotes Lecture: Christiane Kunst (Osnabrück): Ambivalenzen der Sichtbarkeit zwischen Antike und Moderne | Alexandra Eckert (Freiburg): Frauen und Demokratie – Einblicke aus dem klassischen Athen

Quelle: HSozKult (Web) 

CfP: Gender and Labour after WWII: Political Rights, Social Justice, and Welfare Politics (09/2027, Linz); by: 31.01.2027

International Conference of Labour and Social History (ITH) (Web ENG) | (Web DE)

Time: 16.-18.09.2027
Venue: Linz
Proposals by: 31.01.2027

The ITH invites submissions for a conference in Linz 2027. The conference themes explore the roles of political rights, social justice, and welfare politics in Gender and Labour after WWII. The period between 1945 and the 1960s was marked by major turning points for workers’ rights, political engagement, and the development of social welfare systems and saw the struggle for the advancement of political and social rights of women around the world. Key contexts shaping the struggles on gender and labour in this period included border-crossing population movements and racialized diversity, changing patterns of international governance and social movement internationalism, post-WWII reconstruction, the economic boom, late colonial rule and decolonization, state-socialist catch-up development, and global sociopolitical competition. In different world regions and on the international stage, these contexts impacted on the engagement with gender and labour to various degrees. Read more … (Web)

Conference Themes: How to conceptualize an aftermath? | Political Rights and the Long Shadow of Wartime Labour Mobilization and (Far-)Right-Wing Politics | Mass displacement and Migrant Work | Discrimination Against Women Workers and Multiply Marginalized Workers and Communities | Labour and other Social Movements and the Struggles for Post-War Welfare Politics

Preparatory Group: Glaucia Fraccaro (Univ. Federal de Santa Catarina), Veronika Helfert (Institut für Geschichte des ländlichen Raumes, St. Pölten), Shivangi Jaiswal (Ca’ Foscari Univ. of Venice), Tiina Lintunen (Univ. of Turku), Susan Zimmermann (Central European Univ. Budapest/Vienna), Therese Garstenauer (ITH, Vienna).

CfP: Arbeitstreffen: Netzwerk Feministische Rechtsgeschichte (02/2027, Marburg); bis: 31.10.2026

2. Arbeitstreffen des Netzwerks Feministische Rechtsgeschichte (Web)

Zeit: 19.-20.02.2027
Einreichfrist: 31.10.2026
Ort: Marburg

Das Netzwerk Feministische Rechtsgeschichte ist ein interdisziplinäres Forum für Studierende, Wissenschafter:innen, Aktivist:innen und weitere Interessierte. Im Mittelpunkt stehen Vernetzung, Austausch und gegenseitige Unterstützung bei der Arbeit zu feministischer Rechtsgeschichte. Diese verstehen wir als Forschungsfeld, das die Rolle von Geschlecht in der Rechtsentwicklung sowie historische patriarchale Herrschaftsstrukturen untersucht.
Beim zweiten Arbeitstreffen können Forschungsansätze, Ideen oder Projekte mit Bezug zum Thema des Netzwerkes vorgestellt und diskutiert werden. Für jeden Vortrag ist inklusive Diskussion ein Zeitfenster von einer Stunde vorgesehen. Es soll möglichst viel Zeit und Raum für die Diskussion und für den Austausch sein.
Bitte teile bei der Anmeldung mit, ob du selbst – unter Nennung deines Themas – etwas vortragen oder nur zuhören möchtest. Ein Abstract zu deinem Thema ist nicht notwendig. Das zweite Arbeitstreffen ist offen für Menschen jeden Geschlechts. Da Namen keine Rückschlüsse auf die geschlechtliche Zugehörigkeit einer Person zulassen, teile uns bei der Anmeldung gerne mit, wie du angesprochen werden möchtest. Kontakt: lucie.kahlert@uni-marburg.de, l.kaether@stud.uni-goettingen.de, f-loebbert@web.de

Das Netzwerk Feministische Rechtsgeschichte
Das Netzwerk Feministische Rechtsgeschichte ist ein interdisziplinäres Forum zur Vernetzung von Menschen, die zur feministischen Rechtsgeschichte arbeiten. Das Netzwerk ist offen für Nachwuchswissenschafter*innen wie Studierende, Promovierende und Habilitierende, aber auch Aktivist*innen, die sich außerhalb der Universität mit feministischer Rechtsgeschichte befassen. In dem Netzwerk organisieren sich vor allem Historiker*innen und Rechtswissenschafter*innen, andere Disziplinen sind aber ebenfalls herzlich willkommen.
Als Mitglieder des Netzwerks möchten wir solidarisch Continue reading →

CfP: Jüdische Frauen in Breslau/Wrocław und Schlesien, 1770–2000: Gender und Biografie in einem deutsch-polnischen Grenzraum | Jewish Women in Breslau/Wrocław and Silesia, 1770–2000 (06/2027, Berlin); bis: 06.11.2026

Lisa Fetheringill Zwicker (Indiana Univ.); Tim Buchen and Anna Gajdis (Univ. Wrocław) (Web)

Zeit: 08.-09.06.2027
Ort: Indiana Univ. Gateway & Polish Academy of Sciences, Berlin
Einreichfrist: 06.11.2026

Vom späten 18. Jhd. bis weit ins 20. Jhd. hinein prägten zahlreiche jüdische Frauen aus Breslau/Wrocław und Schlesien das Bildungs- und Berufsleben, Politik, Medizin, Philanthropie, und bürgerliche Kultur ebenso wie literarische, religiöse und intellektuelle Debatten. Ihre Lebenswege entfalteten sich häufig in weitgespannten Netzwerken, die religiöse, sprachliche, nationale und berufliche Grenzen überschritten und jüdische, deutsche, polnische und weitere europäische Kontexte miteinander verbanden. In Breslau befand sich einst die drittgrößte jüdische Gemeinde Deutschlands. Während des Übergangs zum polnischen Wrocław entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Zentrum für die Ansiedlung jüdischer Überlebender des Holocaust. Die Geschichte der Stadt und der Region bietet einen besonders aufschlussreichen Zugang zu den grenzüberschreitenden Biografien jüdischer Frauen, die sich zwischen unterschiedlichen geistigen, kulturellen und gesellschaftlichen Traditionen und unter wechselnden politischen Regimen bewegten. Weiterlesen … (Web)

Version in English: From the late eighteenth century through the twentieth century, a remarkable number of Jewish women from Breslau/Wrocław and Silesia shaped education and professional life, politics, healthcare, philanthropy and civic culture as well as literary, religious, and intellectual debates. Their lives were often embedded in networks that moved beyond religious, linguistic, national, and professional boundaries, linking Jewish, German, Polish, and wider European worlds. The city of Breslau was once home to the third-largest Jewish community in Germany. During its transformation into Polish Wrocław, the city became an important center of settlement for Jewish Holocaust survivors. Thus, the urban history offers a revealing lens into the border-crossing lives of Jewish women who engaged with diverse intellectual traditions under changing political regimes. Read more … (Web)

Quelle: HSozKult (Web)

Workshop: Bewegungsgeschichte(n): Zum Verhältnis von Migration, Anti-/Rassismus und Geschlecht, 05.-06.11.2026, Wien

20. Workshop des Forschungsschwerpunktes/Research Cluster Frauen*- und Geschlechtergeschichte der Univ. Wien; Cäcilia Wosnitzka, Nike Kirnbauer, Johanna Gehmacher, Dietlind Hüchtker, Michaela Neuwirth, Milica Main und Sophia Konopka (Web)

Zeit: 05.-06.11.26
Orte: Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien | Aula der Univ. Wien, 1090 Wien

Der diesjährige F*GG-Workshop fragt nach dem Verhältnis von Geschlecht, Migration und Anti-/Rassismus im Kontext von Bewegungsgeschichtsschreibung und -geschichte(n). Im Fokus stehen dabei eine Reihe von bewegungsgeschichtlichen Themen: die Geschichte der Selbstorganisierung von Migrant:innen, die Geschichte der Aushandlungsprozesse zwischen migrantisch- und mehrheitsgesellschaftlich positionierten Aktivist:innen, die Geschichte der migrantischen Kritik an den weiß-positionierten Frauen- und queeren Bewegungen sowie die Geschichte der Verhandlungen von Geschlechterverhältnissen im Kontext von migrantischen bzw. antirassistischen Bewegungen.

Programm

Do., 05.11.2026
Zeit: 18:30-20:00 Uhr | Ort: Amerlinghaus, Stiftg. 8, 1070 Wien

„Wir schreiben unsere Geschichte selbst“: Ein Abend über migrantisch-feministische Organisierung und Kämpfe mit Vertreter*innen von Peregrina, LEFÖ und das kollektiv

  • Gespräch mit Gergana Mineva (das kollektiv), Nima Obaro (Peregrina), Dani Rechling (Peregrina), Rubia Salgado (das kollektiv) und Sabine Zopf (LEFÖ)
  • Moderation: Nike Kirnbauer und Cäcilia Wosnitzka (Univ. Wien)

Fr., 06.11.2026
Zeit: 09:00-18:00 Uhr | Ort: Aula der Univ. Wien am Campus, Hof 1.11, 1090 Wien

  • 09:00 Uhr: Einführende Worte: Johanna Gehmacher und Dietlind Hüchtker (Wien) | Nike Kirnbauer und Cäcilia Wosnitzka (Wien)
  • 09:30 Uhr: Eröffnungsvortrag: Maria Alexopoulou (Mannheim/Berlin): Die „Andere“ als Figur und Akteur*in. Migration und Geschlecht aus rassismuskritischer zeithistorischer Perspektive Continue reading →

Jubiläumssymposium und -fest: 15 Jahre fernetzt – der Verein – 10 Jahre fernetzt – der Blog, 16.10.2026, Wien

fernetzt. Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte (Web)

Zeit: 16.10.2026, 17:00 Uhr
Ort: Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien, Marietta-Blau-Saal

fernetzt wird 15, und der fernetzt-Blog feiert 10+ jähriges Bestehen – aus diesem Anlass laden wir in Koop. mit dem Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte (WiSo) der Univ. Wien herzlich zum Jubiläumssymposium mit anschließendem Fest ein! Wir blicken gemeinsam auf 15 Jahre Vereinstätigkeit zurück, geben Einblicke in die redaktionelle Arbeit unseres Blogs und diskutieren über die Entwicklungen und Ausblicke der fernetzten Frauen- und Geschlechtergeschichte-Forschung in Österreich.

Programm (PDF)

Begrüßung: Elisabeth Berger (Graz) und Pauline Bögner (Wien/St. Pölten) für fernetzt | Juliane Schiel und Jessica Richter für das WiSo

Laudatio I: Gabriella Hauch (Wien): fernetzt als Konstante während turbulenter Zeiten in der Geschlechtergeschichte

Laudatio II: Katharina Stornig (Wien): Zur Bedeutung von ,Fernetzung‘ zwischen akademischen Generationen in der Frauen- und Geschlechtergeschichte

Festvortrag: Brigitte Semanek (St. Pölten), Waltraud Schütz (Wien) und Marion Wittfeld (Wien): 120 Beiträge, 100 Stimmen – ein Jahrzehnt fernetzt-Blog

Roundtable: Li Gerhalter (Wien), Veronika Helfert (Wien), Jessica Richter (Wien), Nadjeschda Stoffers (Graz/Wien) und Viktoria Wind (Graz). Moderation: Julia Lenart (Wien): 15 Jahre fernetzte junge Frauen- und Geschlechtergeschichte-Forschung

Durch das Programm moderieren Lisa Kirchner (Wien) und Verena Radner (Wien)

Anmeldung unter info.fernetzt@univie.ac.at.

Organisationsteam: Nadjeschda Stoffers, Carina Siegl, Verena Radner, Sabrina Mynarik, Julia Lenart, Lisa Kirchner, Sophie Hopfner und Pauline Bögner

Ausstellungseröffnung: „… weil nichts gefährlicher ist, als vor Unrecht zu resignieren.“ 100 Jahre Österreichische Liga für Menschenrechte, 21.10.2026, Wien

Qwien – Zentrum für queere Kultur und Geschichte (Web)

Zeit: 21.10.2026, 18.30 Uhr
Ort: Qwien, Ramperstorfferg. 39/7, 1050 Wien
Laufzeit: 22.10.-28.11.2026

Ein Stempelkarussell, ein Plakat in Neonorange. Eine frühe Petition für die Entkriminalisierung von Homosexualität. Objekte, die von jahrzehntelanger Menschenrechtsarbeit erzählen. 1926, wenige Jahre nach der Ausrufung der Ersten Republik und mitten in den krisenhaften 1920er Jahren wurde die Österreichische Liga für Menschenrechte gegründet. Sie stellte sich in schwierigen und von den Folgen des 1. Weltkriegs geprägten Zeiten der Aufgabe Menschenrechte zu schützen und für soziale Gerechtigkeit und Frieden einzutreten. Nachdem sie sich mit dem „Anschluss“ 1938 selbst auflöste, gründete sie sich 1945/46 wieder neu. Seitdem ist sie aktiv für Menschenrechte in Österreich und international. Das macht sie zur ältesten Menschenrechtsorganisation Österreichs.
Das Archiv der Liga wird seit 2017 im Qwien aufbewahrt (Web). So lag es nahe, dass bei uns anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums eine Ausstellung aus den Beständen des Archivs stattfindet. Sie gibt einen Einblick in die historische Praxis des Einsatzes für Menschenrechte, insbesondere in Bezug auf den Kampf der Liga für die Rechte homosexueller und queerer Menschen.
Vom Verfassen von Reformvorschlägen für das Strafrecht im Jahr 1954, über das Veranstalten eines internationalen Kongresses 1970 bis hin zum jährlichen Publizieren eines Berichtes, der die Menschenrechtslage in Österreich und international beurteilt, reicht der Bogen. Mit den ausgewählten Objekten aus der langen Geschichte ihres Bestehens fragt die Ausstellung nach den Mitteln, die die Liga in ihrem Engagement einsetzte. Und danach, welche es heute braucht.

Wiedererrichtung und Öffnung eines verschollenen Archivs der Menschenrechte (Web).
Projektleitung: Christopher Treiblmayr, Hauptbearbeiter: Thomas Tretzmüller
Ausgehend von einem FWF-Projekt wird die Geschichte der Liga und ihrer zahlreichen, seit dem Ende des 19. Jhds. gegründeten internationalen Schwesterorganisationen von einem Forscher*innenteam rund um Wolfgang Schmale und Christopher Treiblmayr am Institut für Geschichte der Univ. Wien untersucht. Dabei konnte auch das seit 1938 verschollen geglaubte Vorkriegsarchiv der ÖLfM durch Recherchen in österreichischen, deutschen, französischen, russischen, schweizerischen und US-amerikanischen Archiven weitgehend rekonstruiert werden. Weiterelsen … (Web).

  • Aus dem Projekt ist u.a. diese Publikation entstanden: Wolfgang Schmale und Christopher Treiblmayr (Hg.): Human Rights Leagues in Europe (1898-2016), Stuttgart 2017 (Web)