Regionalmuseum in Děčín, S. O. und Schloss Weesenstein, Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen GmbH (SBG) (Web)
Zeit: 22.-23.10.2026
Ort: Městská knihovna Děčín (Stadtbibliothek Děčín), Děčín
Panels: Das Kind der adeligen Familie | Das Kind und das Netz familiärer Beziehungen | Kindheit auf dem Lande | Kinder unter Schutz | Kindheit zwischen Ideologie und Alltag | Kind und Schule | Kinder und Krieg | Kindheit aus der Perspektive musealer Praxis
Die Konferenz untersucht die Entwicklung der Kindheit von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart in einem breiteren gesellschaftlichen und kulturellen Kontext: Die moderne Vorstellung vom Kind als geschütztem, unschuldigem Wesen mit einer eigenen, spezifischen Welt, die wir heute als selbstverständlich ansehen, ist in Wirklichkeit ein relativ neues Phänomen. Dieses Konzept ist eng mit den Modernisierungsprozessen seit dem 18. Jahrhundert, dem Aufstieg der Kernfamilie und der Entwicklung der institutionalisierten Erziehung verbunden. Insbesondere im 19. und 20. Jhd. wurde die Kindheit zu einem zentralen Thema der öffentlichen Debatte, als Staat und Gesellschaft begannen, sich das Kind nach und nach als Objekt der Fürsorge, der Kontrolle und als Gegenstand entscheidender Investitionen in die Zukunft „anzueignen“. Aus wissenschaftlicher Sicht wurde dieser Bereich maßgeblich durch die umstrittene These von Philippe Ariès über das Kind als „kleinen Erwachsenen“ in vormodernen Zeiten beeinflusst, die bis heute die Fachwelt spaltet.
Ziel der Konferenz ist es, die Kindheit als dynamisches Phänomen der Kultur- und Sozialgeschichte darzustellen und eine interdisziplinäre Diskussion über Forschungsmethoden, die Interpretation von Quellen sowie die Möglichkeiten der Nutzung dieser Erkenntnisse in der akademischen Praxis, in Museen, Galerien und der Öffentlichkeitsarbeit anzustoßen.
Die Konferenz findet im Rahmen des Projekts Interreg Sachsen – Tschechien „Kindheit und Erziehung bei Adel und Bürgertum aus historischer Perspektive“ statt (Nr.: 100750961).
Quelle: HSozKult (Web)

Institut Historische Sozialforschung (IHSF) der AK Wien und Verein für Geschichte der ArbeiterInnenbewegung (VGA)
Abschluss-Workshop des Projekts „Adelige Geschwister. Vermögensarrangements und soziale Konfigurationen“; Margareth Lanzinger, Claudia Rapberger und Florian Andretsch
Univ. of Edinburgh; Elise Watson
Laura Kurz, Emmy-Noether-Forschungsgruppe „Ko-Konstruktionen von Lernen und Technik. Zum Wandel von ‚Lernsubjekten‘ im 20. Jahrhundert“, Institut für Geschichte, Technische Univ. Darmstadt
Institute for Ethnic Studies; Ljubljana