Workshop: Geschlecht im Recht. Perspektiven auf Differenz in der deutschsprachigen Justiz des 20. und 21. Jahrhunderts, 17.-18.09.2026, Greifswald

Friederike Faust (Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie, Göttingen) und Annelie Ramsbrock (Allgemeine Geschichte der Neuesten Zeit, Greifswald) (Web)

Zeit: 17.-18.09.2026
Ort: Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald

Werden heteronormative Geschlechterverhältnisse durch Recht stabilisiert? Wirken sich vergeschlechtlichte Vorstellungen von Vulnerabilität und Bedrohung in Strafverfolgung, Strafverfahren und Strafvollzug aus? Und inwieweit ist in diesem Feld ein historischer und systembedingter Wandel im 20. und 21. Jhd. zu beobachten? Der interdisziplinär angelegte Workshop bringt Kulturanthropolog:innen, Kriminolog:innen und Historiker:innen miteinander ins Gespräch, um zu zeigen, wie Hetero- und Homonormativität Konzepte und Praktiken des Strafens im 20. und 21. Jhd. durchdrangen, möglicherweise aber auch herausforderten und dies noch immer tun.

Programm

17.09.2026

  • 10.00 Uhr: Begrüßung und Einführung: Friederike Faust und Annelie Ramsbrock

10.15 Uhr: Geschlecht und (Un)Recht: Konzeptionen von Ungleichheit im geteilten Deutschland (Moderation: Friederike Faust und Annelie Ramsbrock)

  • Ute Schneider (Essen), Strafen oder erziehen? Das Familiengesetzbuch der DDR
  • Christine Morgenstern (Bochum), Grund- und Menschenrechte im Strafvollzug
  • Dörte Negnal (Siegen), Criminological Gender Studies. Leerstellen interdisziplinärer Forschung

12.00 Uhr: Roundtable

14.00 Uhr: Geschlecht vor Gericht I Continue reading

Tagung: Un/Sicherheit und Geschlecht in der Frühen Neuzeit, 29.-31.10.2026, Stuttgart-Hohenheim [REMINDERIN]

31. Tagung des Arbeitskreis Geschlechtergeschichte der Frühen Neuzeit (Web); Fachbereich Geschichte, Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Web)

Zeit: 29.-31.10.2026
Ort: Stuttgart-Hohenheim
Anmeldung bis: 15.10.2026

Programm (PDF) | (Web)

Panels: Soziale und ökonomische Un/Sicherheiten | Unsicherheit in Krieg und Militärwesen | Konzeptionelle Unsicherheiten

Keynote: Sigrid Ruby (Gießen): Unsicherheit qua Geschlecht. Beobachtungen an Stadtbildern der Frühen Neuzeit

Sicherheitsbedenken und vor allem Unsicherheit sind derzeit allgegenwärtige Begriffe, angesichts unterschiedlicher Bedrohungslagen und Instabilitäten im Politischen wie auch im Privaten, verbunden mit dynamischen, vielschichtigen Transformationsprozessen. Während für die Moderne Fragen von Sicherheit schwerpunktmäßig mit Bezug zu militärischen, sozialen und ökologischen Kontexten diskutiert werden und der Staat als zentraler Sicherheitsakteur adressiert wird, stellt sich die Situation für die Vormoderne und die Frühe Neuzeit durchaus vielschichtiger und ambivalenter dar.
Vorstellungen und Praktiken von Sicherheit, Repertoires für den Umgang mit Unsicherheit und zur Ausbildung von Resilienz waren in ein kosmologisches Weltbild integriert; transzendente Kräfte, seien dies die Gestirne, Engel oder Gott selbst waren als „Sicherheitsakteure“ aktiv, deren Wirken für fundamentale Gefahren und Katastrophen verantwortlich gemacht wurde oder auf deren Hilfe man in Gefahrensituationen setzte. Zugleich verorteten sich Sicherheit und Unsicherheit im europäischen Kontext in einem ständischen Gesellschaftsmodell, das von rechtlicher Ungleichheit geprägt war. Sicherheit war insofern entlang der miteinander verschränkten Differenzmarkierungen ungleich verteilt, verfügbar oder einzufordern. Zudem veränderten sich die religiösen, politischen, rechtlichen, ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen im Verlauf der Frühen Neuzeit; auch drohten Krisen und Kriege noch mehr Continue reading

Klicktipp and CfP: visualhistory.info: Photo and Video Essays in Rural History

The Archives of Rural History in Bern, the European Rural History Organisation (EURHO), the Agricultural History Society in the USA and the European Rural History Film Association (ERHFA):  visualhistory.info (Web)

Images are important sources for historical research. Today, they also play an increasingly important role in historiography because numerous photographic and film sources have been secured, collected, indexed, and made available to researchers in recent decades. Many of these sources have now been digitized and are available online. At the same time, ‚visual history‘ has established itself as an important field of historical research. The visuality of history as much as the historicity of the visual have become crucial subjects of historiographical research and history teaching. The Archives of Rural History in Bern publishes in cooperation with the European Rural History Organisation (EURHO), the Agricultural History Society in the USA and the European Rural History Film Association (ERHFA) the series Photo and Video Essays in Rural History (Web).
Researchers are invited to submit manuscripts for publication in this series. The length of a Photo Essay can range from 1’000 to 5’000 words. Manuscripts must include the photo(s) and biographical information on the author. Read more … (PDF)

Klicktipps

Grey Osterud: Rural Women’s Bodily Labor Photographed by Professionals and Amateurs
Photographs are among the most valuable sources we have to explore the social construction of gender through bodily labor in early twentieth century Europe. Read more … (Web)

Peter Moser and Andreas Wigger: What a life! Mina Hofstetter – an ecofeminist pioneer of organic farming
The female farmer Mina Hofstetter worked on the Stuhlen farm on Lake Greifensee near Zurich from 1915 until the 1950s. Hofstetter became famous because she adopted a vegan diet from the early 1920s … read more (Web) | Deutsche Version: Weiterlesen … (Web)

Peter Moser and Andreas Wigger: Working Animals: Hidden modernisers made visible
Working animals are often conceptualised as a phenomenon of the pre-industrial age. Historians often assume, that they became obsolete in the process of industrialisation. Read more … (Web) | Deutsche Verion: Weiterlesen … (Web)

Tagung: Historische Perspektiven auf (sexualisierte) Gewalt in pädagogischen Kontexten, 07.-09.10.2026, Hildesheim [REMINDERIN]

Sektion Historische Bildungsforschung in der DGfE; Meike Baader (Univ. Hildesheim), Edith Glaser (Univ. Kassel) und Elke Kleinau (Univ. zu Köln) (Web)

Zeit: 07.-09.10.2026
Ort: Univ. Hildesheim

Seit 2010 erfahren Fragen der sexualisierten Gewalt in pädagogischen Einrichtungen verstärkt Aufmerksamkeit. (Bildungs-)Historische Kontexte werden dabei immer wieder berührt, weil sie für die Aufarbeitung von Gewalterfahrungen relevant sind. Zugleich akzentuiert Aufarbeitung die Rechte und Perspektiven von Betroffenen und damit die Unabgeschlossenheit jedes Aufarbeitungsprozesses. Dies rahmt die historische Perspektive mit Blick auf die Folgen für Betroffene und die aktuelle Verantwortung von pädagogischen Einrichtungen und Organisationen.
Auf der Tagung wird der Fokus der historischen Forschung zu (sexualisierter) Gewalt zeitlich und regional weiter gefasst und (bildungs-)historische Perspektiven zugleich gegenüber der bisherigen Aufarbeitungsforschung vertieft.

Programm (PDF)

Mi., 07.10.2026

  • 12.30 Uhr: Begrüßung durch die Veranstalterinnen
  • Statement: Julia Gebrande, Vorsitzende der Unabhängigen Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs
  • Perspektiven von Betroffenen: Katharina Kracht und Julius Wolf

13.30 Uhr: Keynote: Daniel Gerster: „Now, be brave“ „Be a man!“ Wahrnehmungen (sexualisierter) Gewalt in Internaten des 19. und 20. Jahrhunderts

15.00 Uhr: Gewalt in pädagogischen Konzepten und Praktiken

  • Groppe, Carola: Jugend, Dichtung – und Gewalt? Erziehungspraktiken und -erfahrungen im George-Kreis in der Weimarer Republik.
  • Berner, Esther: Sex zwischen Lust, Leistung und Macht. Eheratgeber als Continue reading

Buchpräsentation: Andreas H. Zajic (Hg.): L’homme armé – Bilder vom gerüsteten Mann zur Zeit Maximilians I. | Images of the Armoured Man from the Time of Maximilian I., 24.09.2026, Wien

Österreichische Akademie der Wissenschaften, SFB F92 Managing Maximilian (1493-1519) (Web)

Zeit: Do., 24.09.2026, 17–21 Uhr
Ort: Weltmuseum Wien Forum, Heldenplatz 1, 1010 Wien

„Den gerüsteten Mann muss man fürchten“ – so beginnt der Text zu einer der populärsten Melodien Europas um 1500. Literatur und Publizistik, Bildende und Darstellende Kunst benützen das Bild des kriegstüchtigen Mannes in Rüstung auch für Kaiser Maximilian I. Doch welche Konzepte stehen hinter diesem Topos? Dieser Frage geht das Buch, entstanden in einem großen Forschungsprojekt zu den personalen Grundlagen der Herrschaft des Habsburgers, in acht Essays nach. Die Autor:innen ziehen dabei vom Turnierplatz der adelig-höfischen Eliten und vom Triumphzug Maximilians zu den Söldnerheeren und Geschützen der Schlachtfelder, sehen den Papierkriegern der Kanzlei bei der Verwaltung von Krieg und Harnischproduktion über die Schulter, lesen gelehrte lateinische Dichtung und deutsche Flugblätter, lauschen militärischen Klangwelten, analysieren soziale Netzwerke und ambivalente Vorstellungen von Männlichkeit und Geschlechterrollen: oft sind es gerüstete Frauen, die eine entscheidende Rolle spielen.

Programm

Begrüßung

Einführung zum Thema

  • Andreas Zajic (SFB Managing Maximilian und Herausgeber): L’homme armé oder Les hommes armés? Der „Eine“ und „die Vielen“ hinter dem Ideal des kriegerischen Fürsten
  • Cathleen Sarti (Independent Researcher, Oxford): L’homme armé – Plus ultra. Was kommt nach dem ‚letzten Ritter‘?

Präsentation des Buchs Continue reading

Tagung: Verheiratet, verstoßen, verbannt: geschiedene hochadelige Frauen 1600-1900, 28.-30.9.2026, Gotha

Corinna Dziudzia (HAB Wolfenbüttel/JLU Gießen) und Markus Meumann (Forschungszentrum Gotha) (Web)

Termin: 28.-30.9.2026
Ort: Forschungszentrum Gotha

Programm (Web)

Das Jahr 1826 stellt in der europäischen Dynastiegeschichte eine entscheidende Zäsur dar: Im November des Jahres entstand durch den Erbvertrag von Hildburghausen das Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha, dessen Herrscherhaus im 19. und frühen 20. Jhd. durch eine geschickte Heiratspolitik verwandtschaftliche Beziehungen mit einer Vielzahl regierender Fürstenhäuser knüpfte und in mehreren europäischen Ländern auf den Thron gelangte. Schon die Entstehung des Herzoghauses beruhte auf einer Heirat, der 1817 aus politischen Gründen geschlossenen Ehe Herzog Ernsts von Sachsen-Coburg-Saalfeld (1784-1844) mit Prinzessin Luise von Sachsen-Gotha und Altenburg (1800-1831), der Tochter des vorletzten Gothaer Herzogs August. Obwohl diese Verbindung wesentlich dafür war, dass sich die Coburger Linie gegenüber den anderen ernestinischen Häusern durchsetzen konnte, ließ sich Ernst I. bereits im Jahr der Gründung des neuen Herzogtums von seiner Ehefrau scheiden. Bereits zwei Jahre zuvor war Luise nach St. Wendel im Fürstentum Lichtenberg (im heutigen Saarland) verbannt worden, getrennt von ihren beiden Söhnen, mit denen sie fortan keinerlei Kontakt mehr haben durfte.
Die vom Forschungszentrum Gotha und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel gemeinsam geplante Tagung nimmt anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Entstehung des neuen Herzogtums solche Fälle geschiedener hochadeliger Frauen vom 16. bis zum späten 19. Jhd. erstmals systematisch in den Blick. Neben bekannten Beispielen wie der englischen Königin Katharina von Aragon (1485-1536), der als „Prinzessin von Ahlden“ berühmt gewordenen hannoverschen Kurprinzessin Sophie Dorothea (1666-1726) oder der dänischen Königin Caroline Mathilde (1751-1775) steht eine Vielzahl weiterer Fälle, die bislang seitens von der historischen Forschung wenig oder keine Beachtung gefunden haben. Dazu gehört auch eine Zeitgenossin Luises: Elisabeth Christine Ulrike von Braunschweig-Wolfenbüttel (1746-1840) wurde 1769 von ihrem Ehemann Friedrich Wilhelm II. von Preußen geschieden und nach Stettin verbannt, wo sie die restlichen 70 Jahre ihres Lebens verbrachte. Weiterlesen … (Web)

Quelle: HSozKult (Web)

Conference: Ethics of queer in/visibility, 30.09.-02.10.2026, Heidelberg

Theresa Heyd, Miriam Neuhausen, and Vroni Zieglmeier (Anglistisches Seminar, Univ. Heidelberg) (Web)

Time: 30.09.-02.10.2026
Venue: Heidelberg

Programme (Web) | (PDF)

Sessions: Representations | Histories | Architectures | Platforms | Repression and Resistance | Interaction | Style

Concepts of in/visibility have played an important role in queer activism and gender studies for a long time. Being seen and being heard, having a voice and a place at the table have been manifest political goals but also powerful metaphors of representation through decades of feminist and queer movements and academic debates. A vocabulary of in/visibility informs many ways of talking about gender, from the metaphor of the closet (Sedgwick 1990, Kibbey 2023) with regard to sexual orientation, to the notion of passing (Goffman 1963) for gender presentation and gender identity. Many aspects of feminist and queer practice rely on becoming visible in public space: women’s marches and pride parades, trans and lesbian days of visibility, material objects such as rainbow flags and pronoun buttons. And in media-saturated and digital contexts, being visible has become an omnipresent metric of the self.
At the same time, visibility has been identified as an ambivalent mechanism with risky implications (Foucault 1975, Schaffer 2008, Beauchamp 2019). Representation and exposure can lead to gender-based surveillance, discrimination, and violence. The very notion of safe spaces, a topic of ridicule in some public discourses, is borne from the notion that visibility may entail vulnerability. While queer visibility has been marketed and commodified under the guise of visibility politics for a long time (Hennessy 1994), many individuals and communities are not able to become visible in their plurality, e.g. people on the move and undocumented migrants (Luibhéid & Chávez 2020), people in war-ridden parts of the Global South (Puar 2007), or disabled and chronically ill people (Hedva 2022). For queer people of color, being visible can also mean being subjected to a colonial, orientalist or white gaze (Ferguson 2003), and visible disabled bodies are often reduced to ‘inspiration porn’ (Grue 2016). Remaining opaque (Glissant 1990), resisting through invisibility (Alloa 2023), and refusing research (Tuck & Yang 2014) have been put forward as productive objections to the white imperative of visibility. Read more … (PDF)

Source: HSozKult (Web)

Sichtbarkeiten, Zugänge, Netzwerke. Perspektiven feministischer und queerer Wissensorganisation, 01.10.2026, Wien und virtueller Raum

Logo. Aufschrift "thesaurA revisited"frida. Verein zur Förderung und Vernetzung frauenspezifischer Informations- und Dokumentationseinrichtungen in Österreich (Web)

Zeit: 01.10.2026
Ort: Wien und virtueller Raum

1996 präsentierte frida mit der thesaurA den österreichischen Frauenthesaurus (Web). Die Veranstaltung „Sichtbarkeiten, Zugänge, Netzwerke“ knüpft hier an: Am Vormittag stehen feministische und queere Fachvokabulare, Normdaten und Fragen gendergerechter Erschließung im Mittelpunkt. Am Nachmittag stellen sich feministische Archiv- und Bibliotheksnetzwerke sowie Wissensprojekte vor. Am Abend wird gefeiert:

Programm (PDF)

Workshop: Begriffe in Bewegung. Fachvokabulare, Normdaten und gendergerechte Erschließung (Web)
Zeit: 9:30-12:45 Uhr | Ort: virtueller Raum (Link folgt auf der Website)

  • Gerrit Weßel (Homosaurus AG QueerSearch): Der Homosaurus spricht jetzt deutsch. Einblicke in das Übersetzen eines queeren Thesaurus
  • Andrea Gruber (Ariadne, ÖNB): thesaurA vernetzt: Von feministischen Fachvokabularen bis zur Gemeinsamen Normdatei (GND)
  • Judith Coffey (Fachinformationsdienst Gender, UB der HU Berlin): Herausforderungen und Herangehensweisen an eine Weiterentwicklung des GND-Vokabulars aus Sicht der Geschlechterforschung
  • Anke Spille (Digitales Deutsches Frauenarchiv): Initiativen und Herausforderungen feministischer und queerer Begriffsarbeit

Roundtables: Feminismus sichtbar machen – feministisch sichtbar machen. Netzwerke und Wissensprojekte (Web)
Zeit: 16:00-18:00 Uhr | Ort: C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik, Sensengasse 3, 1090 Wien

Feminismus sichtbar machen: Netzwerke

  • Margit Hauser (i.d.a., STICHWORT): i.d.a. Dachverband deutschsprachiger Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen
  • Susanne Rettenwander (Literaturarchiv der ÖNB): Netzwerk Archiv und Gender (NAG)
  • Hanna Birnbaum und Sarah Themel (Büchereien Wien): Gendernetzwerk der Büchereien Wien

Feministisch sichtbar machen: Datenbanken und Online-Ressourcen Continue reading

CfP: Arbeit erzählen. Landwirtschaftlich tätige Frauen zwischen 1920 und heute (02/2027, Wien); bis: 31.08.2026

Jessica Richter (Univ. Wien), Brigitte Semanek (Institut für Geschichte des ländlichen Raumes) und Tina Plasil-Laschober (Technisches Museum Wien mit Österreichischer Mediathek) (Web)

Zeit: 24.-26.02.2027
Ort: Univ. für Bodenkultur Wien, Ilse-Wallentin-Haus
Einreichfrist: 31.08.2026

Heute wie vor 100 Jahren schulterten Frauen einen Gutteil der körperlich anstrengenden landwirtschaftlichen Arbeit ebenso wie die Care Work; damals wie heute war beides schwer miteinander vereinbar. Als naturabhängige, „besondere“ und heute meist selbstständige Tätigkeit ließ der Einbezug in arbeitsbezogene und soziale Rechte verhältnismäßig lange auf sich warten. Insbesondere Landwirtinnen und Landarbeiterinnen waren und sind unzureichend etwa vor Altersarmut geschützt. In dieser Arbeitsgruppe widmen wir uns den Kontinuitäten und Veränderungen landwirtschaftlicher Arbeit aus der Perspektive von Frauen von ca. 1920 bis 2020: Wo lassen sich Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen früheren und derzeitigen Lebens- und Arbeitsrealitäten feststellen? Wie unterschieden sich diese zu bestimmten Zeitpunkten auch zwischen Frauen? Welche Tätigkeiten galten überhaupt als Arbeit, welche waren vergütet und wie war die Arbeit (Care, Erwerb etc.) verteilt? Wie trug die Veränderung struktureller Rahmenbedingungen zu Dis/Kontinuitäten bei? Weiterlesen … (PDF)

Panel bei der Tagung „Frauen am Land – Leben. Arbeiten. Bestimmen“
Univ. für Bodenkultur Wien (BOKU) und Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen (BAB) (Web)

Die Internationale Frauentagung findet 2027 bereits zum 6. Mal statt. Sie bietet eine Plattform für den Austausch zwischen Praktiker:innen, Wissenschafter:innen und Studierenden sowie Vertreter:innen der Verwaltung und Politik. Im Mittelpunkt stehen die Lebens- und Arbeitsrealitäten von Frauen am Land. Eingeladen sind alle, die sich für die Alltagsrealitäten, Perspektiven und Geschichten von Frauen im ländlichen Raum interessieren, etwas beitragen oder mehr erfahren möchten. Die Themen 2027 sind: Arbeit & Alltag | Diversität und Migration | Klimaresilienz und Nachhaltigkeit | Politische Partizipation und Entscheidungsmacht | Vernetzung und kollektive Wirksamkeit.

Quelle: Female-l

Konferenz: Frauen- und Geschlechtergeschichte in Zeiten der Anfechtung von Demokratie, Diversität und Verantwortung, 09.-11.09.2026, Bielefeld [REMINDERIN]

Arbeitskreis Historische Frauen- und Geschlechterforschung (AKHFG); Interdisziplinäres Zentrum für Geschlechterforschung (IZG); Abteilung für Geschichtswissenschaft der Univ. Bielefeld (Web)

Zeit: 09.-11.09.2026
Ort: Univ. Bielefeld
Anmeldung und Anmeldegebühr (Web)

Die Geschlechtergeschichte ist in Bewegung. Sie stellt neue empirische Fragen, diskutiert über Ansätze und Begriffe, nutzt das gesamte Repertoire der historischen Methoden, fragt nach den Grenzen der historischen Erkenntnis, schließt an ältere Arbeiten an und setzt sich zugleich kritisch und selbstbewusst mit ihrer eigenen Geschichte als historischer Teildisziplin auseinander. Der Kongress lädt alle Interessierten dazu ein, das Feld in seiner ganzen Breite wahrzunehmen, sich über neue Forschungen zu informieren und sich innerhalb des Feldes zu vernetzten.
Das Programm umfasst 41 Fachsektionen (Vortragspanel mit drei Vorträgen und Roundtable), eine Eröffnungsveranstaltung, ein World Café mit mehr als 15 Thementischen und eine Party.

Programm/Fachsektionen (Web)

  • Andere Praxen der Frauen- und Geschlechtergeschichte. Archive und Bibliotheken, Museen und Social Media (Roundtable)
  • Türkeibezogene Geschlechterforschung. Nachwirkungen der kemalistischen Geschlechterordnung
  • Zwischen Front, Heimat und Gefangenschaft. Perspektiven auf Männlichkeiten in den Weltkriegen
  • Antisemitismus, jüdische Erfahrung und zeithistorische Geschlechterforschung
  • Making Feminist Histories Visible. Perspectives from Russia, Asia, and Africa
  • Trans-Subjektivierung und Trans-Wissen. Historische Normierungen und methodische Herausforderungen
  • Geschlechtergeschichte & Zeitgeschichte. Neue Perspektiven und Herausforderungen
  • Imaginierte Kontinuitäten? Frauen- und Geschlechtergeschichte in Polen im Kontext der politischen und sozialen Umbrüche in Europa Continue reading