Lecture: Jelena Tešija: „East and West“ Together? The International Co-operative Women’s Guild Amid Cold War Divisions, 14.10.2026, Vienna and virtual space [REMINDERIN]

Institut für Geschichte der Univ. Wien: Reihe „Geschichte am Mittwoch“ in Koop. mit „fernetzt. Junges Forschungsnetzwerk Frauen- und Geschlechtergeschichte“ (Web)

Zeit: 14.10.2026, 18.30 s.t.-20.00 Uhr
Ort: Univ. Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien, Hörsaal 30 – und virtueller Raum

The co-operative movement stood out within the international socialist labor movement for its ideologically mixed membership and for collaboration between social democrats and communists during the interwar and post-World War II periods. This lecture examines the post-World War II history of the International Co-operative Women’s Guild (ICWG), an international women’s labor organization founded in the early 1920s to represent working-class housewives and address issues such as peace, co-operative economics, and unpaid reproductive labor. It explores how Cold War divisions shaped relationships within the ICWG and affected its overall organizational politics and dynamics. The analysis emphasizes how co-operative women with differing ideological positions, including those from socialist Yugoslavia who did not align with either „bloc“, managed tensions and fostered collaboration within the ICWG.

Moderation: Veronika Helfert

Jelena Tešija (Zagreb) is a PhD candidate at CEU in Vienna, specializing in gender and labor history. Her dissertation examines the complex dynamics between social democrats and communists within the International Co-operative Women’s Guild from the 1920s to the 1960s. She has been working as a research assistant at the Institute of Contemporary History in Ljubljana.

Online-Zugang: https://univienna.zoom.us/j/67020915384?pwd=EEPfQMpYE13aoEZYcYiSRp8vDs93HC.1

Buchpräsentation: „… was ich mir beibringen will“. Archivalische Quellen zu Aus- und Weiterbildung, 21.10.2026, Wien

Wienbibliothek im Rathaus (WBR) und Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) (Web)

Zeit: 21.10.2026, 18:30 Uhr
Ort: WBR, Loos-Räume, Bartensteing. 9/5, 1. Stock, 1010 Wien
Anmeldung (Web)

Programm

  • Begrüßung: Anita Eichinger (Direktorin WBR)
  • Einblicke in den Band durch die Herausgeberinnen: Tanja Gausterer und Kyra Waldner (WBR), Arnhilt Inguglia-Höfle und Susanne Rettenwander (Literaturarchiv der ÖNB)
  • Lesung und Gespräch: Sabine Gruber (Schriftstellerin), Gerhard Ruiss (Autor)

Aus- und Weiterbildung spielt eine zentrale Rolle in nahezu jeder Biografie. Ein Diplom im Faschingsturnen für Ödön von Horváth oder ein winkendes Mondgesichtchen am Ende einer Vorlesungsmitschrift von Heimito von Doderer sind amüsante Überlieferungen zum Thema. Abseits davon stehen Schule und Ausbildung meist in Verbindung mit Pflicht und Anstrengung: Seinen »alten, unerfüllbaren Wunschtraum«, Student zu sein, beschwört etwa der gelernte Motorradmechaniker und spätere Georg Büchner-Preisträger Walter Kappacher in seinem Tagebuch. Friederike Mayröcker ist ursprünglich Lehrerin, Ceija Stojka erarbeitet sich ihren Status als Künstlerin und Schriftstellerin autodidaktisch.
Der neue Band der Reihe „Sichtungen“ präsentiert Fundstücke aus (Kultur-)Archiven aus dem 19. bis ins 21. Jhd., darunter Zeugnisse und Ausweise, Schulhefte und -aufsätze, Tagebücher und Korrespondenzen und nicht zuletzt die literarische Auseinandersetzung in Roman, Hörspiel und Reisebericht. Ein besonderes Augenmerk wird zudem auf den Werdegang von Frauen und ihrem Ringen um Teilhabe gelegt.

„Sichtungen“ heißt das vom Literaturarchiv der ÖNB und der WBR herausgegebene Periodikum, das fachspezifische Fragestellungen aus den Bereichen „Archiv ∙ Bibliothek ∙ Kulturwissenschaft“ untersucht. In enger Kooperation mit österreichischen und internationalen Literaturarchiven sowie verwandten Institutionen werden themenorientierte Bände erstellt, die eine grundsätzliche Behandlung bislang unbearbeiteter oder vernachlässigter Forschungsfelder zum Ziel haben – im vorliegenden Fall zum Thema Continue reading →

Vortrag: Viktoria Wind: „Arbeiter-Soldaten“ und „Staatsbürger in Uniform“. Sozialdemokratische Soldatenmännlichkeit in der Ersten Republik (1918-1933), 14.10.2026, Wien

Heeresgeschichtliches Museum (HGM) (Web)

Zeit: 14.10.2026, 18.00 Uhr
Ort: HGM, Diskursraum, Arsenal 1, 1030 Wien
Anmeldund (Web)

Viktoria Winds Vortrag thematisiert sozialdemokratische Vorstellungen militärischer Männlichkeit in der im Jahr 1918 gegründeten österreichischen Volkswehr und ihrer Nachfolgeinstitution, dem österreichischen Bundesheer. Wind diskutiert die liberal-bürgerlichen Wurzeln der sozialdemokratischen Soldatenideale und deren Reinterpretation im Kontext der Arbeiter:innenbewegung. Sie zeigt, wie die mit Konzepten einer egalitär-männlichen militärischen Ordnung verknüpften sozialdemokratischen Soldatenideale durch die konservative Restauration unter Druck gerieten und verhandelt wurden.

Viktoria Winds (Univ. Graz) Forschungsschwerpunkte liegen in der Kultur- und Geschlechtergeschichte von Krieg, Militär und Geschlecht sowie der Geschichte der Männlichkeiten. Seit 2025 ist sie Redaktionsmitglied des Weblogs fernetzt (Web)

Eintritt frei nach Anmeldung. Bitte weisen Sie Ihren QR-Code beim Einlass vor.

CfP: Dirty Laundry: Architecture, Labour, and the Spatial Politics of Washing (Publication); by: 15.10.2026

Chloé Darmon, Marianna Janowicz, and Elke Krasny

Proposals by: 15.10.2026

Dirty Laundry is an architectural and feminist inquiry into how washing reveals the spatial organisation of social life and environmental relations. From rivers and communal wash places to social housing laundries, domestic interiors, laundromats, industrial facilities, and global textile infrastructures, washing connects bodies, materials, water, labour, technologies, and landscapes. Yet despite its fundamental role in sustaining everyday life, laundry has rarely occupied a central place within architectural histories and theories. It has not been invisible; rather, the spaces, practices, and labour relations through which washing is organised have often been naturalised, feminised, displaced, or excluded from architectural narratives.
Moving from river to machine, this volume examines washing as a spatial practice through which social, political, and ecological relations are mediated by architecture and the built environment. It explores how relations of labour, gender, class, ownership, coloniality, welfare, public health, wealth, whiteness, hygiene, cleanliness, technology, water, detergents, chemicals, and waste systems become organised through space — shaping the distribution of bodies, resources, responsibilities, and forms of belonging. Washing reveals how ideas of modernity, health, respectability, domesticity, and care are not only social values and economic conditions but spatial arrangements, materialised through buildings, infrastructures, landscapes, and everyday environments.
While the Frankfurt Kitchen became an emblematic architectural response to domestic labour, efficiency, and the organisation of everyday life, it also generated feminist counter-imaginaries that challenged the spatial confinement and unequal distribution of domestic work. The kitchen became not only an object of architectural reform but a site from which feminist activists, artists, and practitioners reimagined relations between labour, care, and space. Laundry offers a different but equally significant field of inquiry. There is no equivalent canonical figure through which washing has entered architectural history. This absence raises questions about how laundry has been imagined, designed, and spatially organised, and what forms of architectural and feminist counter-planning might emerge when washing becomes the starting point. Dirty Laundry seeks to examine … read more and source (Web).

Buchpräsentation und Gespräch: Andrea Hammel: Die Geschichte der Kindertransporte 1938/39, 08.10.2026, Wien

Literaturhaus Wien (Web)

Zeit: 08.10.2026, 19.00 Uhr
Ort: Literaturhaus Wien, Seideng. 13, 1070 Wien

Programm
– Buchpräsentation (auf Deutsch): Andrea Hammel
– Gespräch (auf Englisch): Andrea Hammel, Beatrice Segal und Jacob Segal
– Moderation: Veronika Zwerger

In den Jahren 1938 und 1939 flohen über 10.000 Kinder und Jugendliche aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei nach Großbritannien, um der Verfolgung durch die Nazis zu entkommen. Diese als „Kindertransporte” bekannte Aktion wurde lange Zeit vorbehaltlos als humanitäre Rettung gefeiert – doch hinter den vielen Geschichten der Geretteten verbargen sich auch negative Erfahrungen. Diesem Aspekt widmet sich die Exilforscherin Andrea Hammel in ihrem Buch „The Kindertransport: What really happened“ (Polity 2024), das unter dem Titel „Die schwierige Geschichte der Kindertransporte 1938/39 nach Großbritannien“ (Hentrich & Hentrich, 2026) in einer überarbeiteten Version auf Deutsch erschienen ist.
In ihrer Präsentation zeigt Hammel die Komplexität des Themas auf: So etwa befreite die britische Regierung die jungen – zumeist jüdischen – Kindertransportflüchtlinge von der Visumspflicht, aber die Organisation und Finanzierung des Programms musste von Freiwilligen übernommen werden. Nicht nur wurde eine Garantie zur Absicherung gegen etwaige Kosten gefordert, die britische Regierung weigerte sich auch, die Eltern der Flüchtlingskinder aufzunehmen. Bei den Auswahlkriterien wurden diejenigen bevorzugt, die voraussichtlich den größten Beitrag zur britischen Gesellschaft leisten würden und nicht die dringendsten Fälle. Auch landeten einige Kinder und Jugendliche an ungeeigneten Pflegestellen, wo sie weitere Traumata erfuhren.
Über ihren persönlichen Zugang zu den Kindertransporten sprechen Beatrice Segal und Jacob Segal, deren Mutter, die Schriftstellerin Lore Segal (1928–2024), als 10-Jährige mit einem Kindertransport von Wien nach England fliehen konnte. Lore Segal und ihre Mutter Franzi Groszmann (1904–2005) berichteten über ihre Flucht in der Dokumentation „Into the Arms of Strangers: Stories of the Kindertransport“ (USA/GB 2000), aus der auch ein kurzer Ausschnitt gezeigt werden wird. Continue reading →

Buchpräsentation: Daniela Angetter-Pfeiffer: Bekämpft und verboten – Frauen in der Medizin, 05.10.2026, Wien

Jüdisches Museum Wien (Web)

Zeit: 05.10.2026, 18:30 Uhr
Ort: Jüdisches Museum Wien, Dorotheergasse
Anmeldung (Web)

Als Frauen in der Medizin noch die Ausnahme bildeten, gehörten Jüdinnen in Österreich zu den ersten Studentinnen, Medizinerinnen und Fachärztinnen des Landes. Gegen gesellschaftliche Widerstände erkämpften sich Frauen – allgemein, und jüdische Frauen im Besonderen – ihren Platz an Universitäten, in Spitälern und Sanatorien. Viele von ihnen prägten die moderne Medizin nachhaltig, obwohl ihre beruflichen Wege durch Diskriminierung und strukturelle Benachteiligung erschwert wurden – Herausforderungen, die Frauen in der Medizin bis heute begleiten.
Mit der nationalsozialistischen Verfolgung wurden diese Lebenswege brutal unterbrochen: Jüdische Ärztinnen verloren ihre Praxen, ihre Positionen in Spitälern, ihre wissenschaftliche Arbeit und schließlich ihre Rechte. Zahlreiche wurden zur Emigration gezwungen, andere in Konzentrationslagern ermordet. Einige wenige jüdische Ärztinnen und Krankenschwestern verblieben 1938 bis 1945 in Wien und leisteten unter schwierigsten Bedingungen weiterhin medizinische Hilfe. Im Zentrum von Daniela Angetter-Pfeiffers Buch stehen unzählige medizinische Pionierinnen, deren Leistungen lange übersehen wurden und deren Geschichten bis heute nachwirkt.

Moderation: Marcus Patka

  • Daniela Angetter-Pfeiffer: Bekämpft und verboten. Frauen in der Medizin, Wien 2026 (Web)

Daniela Angetter-Pfeiffer, geboren in Wien, studierte Geschichte und Germanistik und ist am Austrian Centre for Digital Humanities der Österreichischen Akademie der Wissenschaften tätig. Die aktive Notfallsanitäterin befasst sich intensiv mit Medizin-, Militär-, (Natur-) und Wissenschaftsgeschichte, Notfall- und Katastrophenmedizin.

Einlass 18:00 Uhr | Eintritt frei Continue reading →

CfP: Everyday Labour, Scientific Practices and the Making of Knowledge (02/2027, Munich); by: 15.10.2026

Käte Hamburger Research Centre „global dis:connect“; Karen Oslund (Towson Univ.) and Lachlan Fleetwood (LMU Munich) (Web)

Time: 25.-26.02.2027
Venue: Munich
Proposals by: 15.10.2026

In recent years, the history of science and adjacent fields have shifted from a focus on individual scientists and formal scientific societies to considering larger communities of practice as instrumental in making knowledge. At the same time, we have moved away from histories of individual scientific disciplines – such as physics, chemistry, and biology – to examinations of knowledge formation, construction and the co-mingling of different types of practices. As our understanding of science has moved into the field from the salon and laboratory, and as these fields have become increasingly varied and global, more and more individuals, objects, animals and plants, have been enrolled in the practice of making science. This workshop seeks to make visible ‚the knowledge and skills of the people who had collected specimens for their masters or for the market … and the local meanings of objects wrenched from one context and reassigned to another‘.
In particular, the workshop will focus on the role of labour in making knowledge and scientific practice. This includes the labour of people who did not see themselves as ’scientists‘ or ’natural historians‘, such as sailors who collected natural-history specimens, artists who sketched plants and animals, and Indigenous peoples who, among other things, enabled scientific expeditions to survive in unfamiliar environments, operate their instruments and trace changes of climate. Additionally, we will consider papers examining the work of artists and artisans in both shaping and disseminating this knowledge. In so doing, we will address in conversations throughout the workshop methodological issues that present themselves with this expansion in the global reach of science and the corresponding expansion of the nature of scientific practice. Read more and source … (Web)

Buchpräsentation: Irene Messinger: Verfolgung und Widerstand von Fürsorgerinnen in Wien 1934-1945 | Pionierinnen und Grenzgängerinnen der Sozialen Arbeit, 18.11.2026, Wien

GPA-Wien und IG Social: Interessengemeinschaft für Menschen in Gesundheits- und Sozialberufen (Web)

Zeit: 18.11.2026, 18:30 Uhr
Ort: FAKTory, Universitätsstr. 9, 1010 Wien
Anmeldung (Web)

Eine Veranstaltung anlässlich 100 Jahre Hilfsfürsorgerinnen: Die Mehrheit der Wiener Fürsorgerinnen verhielt sich im Austrofaschismus und NS regimetreu. Zahlreiche ihrer jüdischen bzw. politisch verfolgten Kolleginnen wurden entrechtet, entlassen, zur Flucht gezwungen oder ermordet; nur eine Minderheit von ihnen war im Widerstand aktiv. Anhand von 80 exemplarischen Biografien analysiert die Buchpräsentation ihre soziale Herkunft, private und berufliche Netzwerke, institutionelle Ausschlussprozesse sowie Formen des Wissenstransfers ins Exil. Die porträtierten Frauen wirkten in städtischen, konfessionellen und privaten Einrichtungen.
Der Fokus des Abends liegt auf einer Berufsgruppe an den Wiener Jugendämtern, die 1926 eingeführt wurde: den Hilfsfürsorgerinnen; einer Position für Frauen ohne Matura, die unter schlechten Arbeitsbedingungen tätig waren. Ursprünglich für das Austragen der Säuglingswäschepakete vorgesehen, stellten sie innerhalb des ersten Jahrzehnts bereits etwa ein Drittel des Personals. Anhand ausgewählter Biografien und Quellen der rivalisierenden Berufsverbände von Fürsorgerinnen und Hilfsfürsorgerinnen zeichnet der Vortrag die Geschichte dieser beruflichen Interessensvertretung nach – sowie ihre gemeinsamen Kämpfe für die berufliche Besserstellung von Frauen. Diskutiert werden Fragen, was die Erforschung historischer Biografien über die Hierarchisierung innerhalb sozialer Berufe und über die Umstände von Widerstand lernen lässt – und welche Denkanstöße sich daraus für heute ergeben.

Moderation: Selma Schacht, Vorsitzende der IG Social der Gewerkschaft GPA (Web)

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Fachtagung: Soziale Arbeit mit Musik im Kontext ihrer Professionalisierung um 1900. Ein historischer Vergleich, 13.-14.11.2026, München [REMINDERIN]

Katholische Stiftungshochschule München; Raika Lätzer und Marion Gerards (Web)

Zeit: 13.-14.11.2026
Ort: München
Anmeldung bis: 01.10.2026

Musik hat in der Sozialen Arbeit ihren etablierten und berechtigten Platz. Kaum eine Publikation allerdings nimmt eine historische Perspektive ein, welche die Anfangsjahre der Professionalisierung Sozialer Arbeit mit Musik fokussiert. Auch eine internationale Perspektive, die unterschiedliche nationale Entwicklungen nebeneinander betrachtet, stellt derzeit ein Forschungsdesiderat dar. Die Tagung beleuchtet aus (inter-)nationaler Perspektive die Anfänge von Sozialer Arbeit mit Musik im Zeitraum ihrer Professionalisierung um 1900/1920 und möchte zu einem vertiefteren Verständnis historischer Zusammenhänge und zur Klärung zahlreicher Fragen beitragen.
Es ist unter anderem offen, wann, wo, wie, von wem und für wen Musik im Rahmen Sozialer Arbeit in den Anfangsjahren der Professionalisierung Sozialer Arbeit 1900/1920 in Deutschland oder in anderen Ländern eingesetzt wurde. Die Schließung dieser Forschungslücke gewinnt durch die Anknüpfung an aktuelle Debatten um kulturelle Teilhabe und soziale Gerechtigkeit an besonderer Relevanz, da auf diese Weise Entwicklungen historisch begründet, kontextualisiert und zukunftsfähig entwickelt werden können.

Programm (PDF)

Fr., 13.11.2026

13.00 Uhr: Get-together | Grußwort der Präsidentin der KSH München Birgit Schaufler

13.45 Uhr: Panel I | Chair: Raika Lätzer

  • Verschränkungen von Kunst und Pädagogik zu Beginn des 20. Jhds.: über Versprechungen, Funktionalisierungen und Ideologisierungen: Leopold Klepacki (DE, Erlangen)
  • Jane Addams and the Artful Fictions of Racecraft: Graham Cassano (USA, Oakland)
  • Folklore and Feminist Pragmatism in Eleanor Smith’s Operettas for the Hull House Music School: Jessica Payette (USA, Oakland) Continue reading →

Vortrag: Veronika Helfert: Unbezahlt und unsichtbar? Gewerkschafterinnen und der Kampf um Hausarbeit, 02.11.2026, Wien

Institut Historische Sozialforschung (IHSF) der AK Wien und FAKTory. Literatur, Wissen und Beratung für Studierende (Web)

Zeit: 02.11.2026, 18:30 Uhr
Ort: FAKTory, Universitätsstr. 9, 1010 Wien
Anmeldung bis 01.11.2026 (Web)

Wie gingen Gewerkschafterinnen im 20. Jhd. mit dem Problem um, das berufstätige Frauen bis heute täglich beschäftigt: Wie lässt sich Lohnarbeit mit Hausarbeit und Fürsorgetätigkeiten vereinbaren? Der Vortrag zeigt, dass sozialdemokratische, kommunistische und christlichsoziale Aktivistinnen auf diese Frage sehr unterschiedliche Antworten fanden, und nimmt unter anderem die gewerkschaftliche Auseinandersetzung um die feministische Kampagne „Lohn für Hausarbeit“ in den Blick. Dabei wird nicht zuletzt die grundlegende Frage diskutiert: Wer kommt für die Kosten reproduktiver Arbeit auf: der Staat, die Arbeitgeber:innen oder die Frauen selbst?

Veronika Helfert ist Historikerin und forscht zu Protest, politischer Partizipation und Arbeiterinnenbewegung. Für ihr Projekt Zur politischen Ökonomie von Hausarbeit. Gewerkschafterinnen und un/bezahlte Arbeit im 20. Jhd. erhielt sie 2026 den Edith Saurer Preis.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.