CfA: Féminicide | Femizid (Publikation); bis: 01.09.2026 [REMINDERIN]

traverse. Zeitschrift für Geschichte. Revue d’histoire 1/2028 (Web), Pauline Milani, Matthias Ruoss und Isabelle Schürch

Einfreichfrist: 01.09.2026

Femizid ist die schwerwiegendste Form geschlechtsspezifischer Gewalt: Die Tötung einer Frau, weil sie eine Frau ist. Femizide sind nicht historische oder regionale Einzelfälle. Sie sind Teil des Kontinuums der Gewalt gegen Frauen und treten überall dort auf, wo patriarchale Strukturen bestehen.
Obwohl es bereits zuvor Ansätze gab, geschlechtsspezifische Morde an Frauen zu definieren, wurde das Konzept des Femizids erst im Anschluss an den Internationalen Prozess gegen Verbrechen an Frauen ausgearbeitet, der im März 1976 in Brüssel stattfand (Giacinti 2025). Diana H. Russell, eine Teilnehmerin der Veranstaltung, verfasste später gemeinsam mit Jill Radford das grundlegende Buch Femicide: The Politics of Woman Killing (1992). Ebenfalls in den 1990er-Jahren konnte Karen Stout zeigen, dass die tödliche Gefahr für Frauen vor allem von ihren Partnern und männlichen Familienmitgliedern im eigenen Zuhause ausgeht («intimate femicide»). In den letzten 10 Jahren fanden die Begriffe «Femizid» oder auch «Feminizid» schliesslich breiteren Eingang in die Medienlandschaft, in strafrechtliche und politische Diskussionen, aber auch in die Geschichtswissenschaften. Eine entscheidende Rolle spielte dabei das feministische Kollektiv «Ni una menos», das in Argentinien seit 2015 gegen systemischen «feminicidio» auf die Strasse geht und dabei auch auf die historische und aktuelle Rolle des Staates (insbesondere der Militärjunta) in der Geschichte geschlechtsspezifischer Gewalt an Frauen hinweist.
Dieses Themenheft geht davon aus, dass «Femizid» nicht nur am Einzelfall zu diskutieren ist, sondern in einem «continuum féminicidaire» (Taraud 2022): Femizid wird von patriarchalen Strukturen ermöglicht – dies gilt es historisch in den Blick zu nehmen, auch um die maskuline Täterschaft bei Femiziden nicht aus dem Blick zu verlieren. Denn historische und soziologische Forschungen haben die Vorstellung widerlegt, dass Femizid lediglich Ausdruck von Affekt oder «Mord aus Leidenschaft» sei. Historisch gesehen wurde Gewalt gegen Frauen immer durch Stereotypisierung (z.B. Hexerei, Ketzerei), Diskriminierung (z.B. Prostitution, Abtreibung) und ungleiche Machtverhältnisse (z.B. Ehe-, Erbrecht, Zugang zu Bildung, politische Partizipation etc.) geschürt und legitimiert.
Die Heftbeiträge sollen multiperspektivisch unterschiedliche historische Settings über alle Epochen hinweg in den Blick nehmen, in denen Femizide stattfanden. Zu denken ist etwa an «die eigenen vier Wände», staatliche Institutionen, koloniale Expansion, Kriege, Gesundheitsversorgung, Erziehung, Medien oder Popkultur. Weiterlesen et version en français… (PDF)

CfP: Femi(ni)zid (Publikation); bis: 01.09.2026 [REMINDERIN]

Fem*Fém 72 in Zusammenarbeit mit NADIA BRÜGGER (StopFemizid) (Web)

Einreichfrist: 01.09.2026

129 Femi(ni)zide. So viele patriarchale Morde hat das Rechercheprojekt StopFemizid in der Schweiz seit 2020 erfasst (Stand: 25.2.2026). In der Schweiz gibt es nach wie vor keine offizielle Stelle, die Femizide aufzeichnet und analysiert. Die massive alltägliche Gewalt, welcher Frauen und queere Menschen ausgesetzt sind, ist in den vergangenen Jahren dank feministischer Grundlagenarbeit erneut verstärkt zum Thema gemacht worden. Die Begriffe «Femizid» und «Feminizid» werden innerhalb aktivistischer wie wissenschaftlicher Kreise verwendet, um Tötungsdelikte an Frauen insbesondere im Kontext von Gewalt in heterosexuellen Paarbeziehungen präzise zu benennen und auf deren politische Dimension hinzuweisen. Femi(ni)zide sind dabei nur die «Spitze des Eisbergs» der geschlechtsspezifischen Gewalt. Tötungen von Frauen geschehen in einer gesellschaftlichen Atmosphäre, die patriarchale Gewalt ermöglicht und befördert. Dem binären Geschlechterverhältnis nach, das Weiblichkeit abgrenzt und abwertet, ist Männergewalt an Frauen kein Fehler im System, sondern einer der zentralen Pfeiler des kapitalistischen Patriarchats.
Die feministische Bewegung Ni Una Menos (dt. «Nicht eine weniger») kämpft gegen Femi(ni)zide und formuliert gleichzeitig eine Utopie der Gewaltfreiheit für alle Menschen. Dafür braucht es eine grundlegende Veränderung unserer Wirtschafts-, Lebens- und Beziehungsweisen und eine feministische Antwort auf den Umgang mit Körpern, Kapital und Boden. Wir wollen folgende und weitere Forschungsfragen anregen: Welche (queer-)feministischen und intersektionalen Analysen braucht es heute, um Femi(ni)zide in ihrer Tragweite für die Gesellschaft zu verstehen? Welche Methoden und Ansätze halten explizit antirassistische, abolitionistische und transfeministische Analysen bereit, an die wir anschliessen können? Welche Begrifflichkeiten bieten sich für die präzise Analyse von Femi(ni)ziden besonders an? Welche Strategien sind zu wählen, um dem «Krieg gegen Frauen» (Verónica Gago) auch und gerade in Zeiten antifeministischer Backlashs und faschistischer Tendenzen entschlossen und kollektiv entgegenzutreten? Weiterlesen … (PDF)

Quelle: GenderCampus (Web)

CfP: Männlichkeiten, Weiblichkeiten und die Zeitgeschichte der politischen Rechten (02/2027, Bielefeld); bis: 15.10.2026

DFG-Forschungsprojekt „Die bundesdeutsche Rechte und die ‚sexuelle Revolution‘“, Arbeitsbereich Zeitgeschichte an der Univ. Bielefeld, Institut für Zeitgeschichte München-Berlin, VW-Forschungsprojekt „Die radikale Rechte in Deutschland, 1945-2000“, Moses Mendelssohn Zentrum und Zeithistorischer Arbeitskreis Extreme Rechte (Web)

Zeit: 24.-26.02.2027
Ort: Bielefeld
Einreichfrist: 15.10.2026

1986 erschien im American Historical Review Joan W. Scotts wegweisender Aufsatz Gender: A Useful Category of Historical Analysis. Seither hat es nicht an programmatischen Aufrufen gefehlt, Geschlecht, seine (Un-)Ordnungen sowie die Spezifika von Weiblichkeiten, Männlichkeiten sowie Sexualitäten und Identitäten auch jenseits des Binären als analytische Kategorien in der zeithistorischen Forschung in den Blick zu nehmen. Zahlreiche innovative Studien und Forschungsprojekte sind daraus hervorgegangen. Zugleich fällt auf, dass die Berücksichtigung von Geschlecht oft additiv verbleibt, den Status einer Zusatzkategorie behält, auf deren Relevanz zu insistieren allzu häufig Aufgabe engagierter Wissenschaftlerinnen bleibt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie die Untersuchung von Männlichkeits- und Weiblichkeitskonzeptionen in der Geschichtswissenschaft über eine bloß ergänzende Berücksichtigung hinausgehen kann. Dabei gilt es, Vorstellungen und Konstruktionen von Geschlecht als Strukturprinzip historischer Prozesse, Katalysator politischer Deutungs- und Machtkämpfe sowie als wesentlichen Treiber gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen zu analysieren.
Auch wenn diese Fragen die Geschichtswissenschaft insgesamt betreffen, drängt sich ein geschlechteranalytischer Zugriff insbesondere für die zeithistorische Untersuchung der politischen Rechten von konservativen bis hin zu radikalnationalistischen und völkischen Strömungen auf. Denn deren Diskurse sind in hohem Maße durch geschlechterpolitische Semantiken strukturiert. Narrative der radikalen Rechten wie „Gender-Gaga“ oder „Großer Austausch“ sowie pronatalistische Ideologien fungieren nicht nur als zentrale ideologische Bezugspunkte, sondern entfalten eine beeindruckende Anschlussfähigkeit bis in liberale politische Strömungen. Weiterlesen … (PDF)

Quelle: HSozKult (Web)

CfP: Communities of Bodily Care in the Middle Ages (07/2027, Leeds); by: 15.09.2026

Sessions on the International Medieval Congress; Rosalie Gabay Bernheim (London/Jerusalem) and Kerstin Mayerhofer (Vienna) (Web)

Time: 05.-08.07.2027
Venue: Leeds
Proposals by: 15.09.2026

Rosalie Gabay Bernheim (London/Jerusalem) and Kerstin Mayerhofer (Vienna) invite proposals for “Communities of Bodily Care in the Middle Ages,” a series of sessions at the International Medieval Congress.
The sessions will examine bodily care as a collective practice through which medieval communities defined responsibility, belonging, and exclusion. We welcome papers on the social networks surrounding illness, injury, pregnancy, childbirth, disability, ageing, and death, as well as on the circulation of medical and embodied knowledge. Contributions may also consider how care was shaped by gender, religion, status, kinship, or professional authority, and how practices intended to sustain vulnerable bodies could also entail discipline, coercion, surveillance, or control. Comparative, interdisciplinary, and theoretically informed approaches are particularly encouraged, including work on under-represented regions, traditions, languages, and communities.

If you are interested in participating in our session(s), please submit a title, an abstract of up to 250 words, a short biography, and your preference for presenting in person or online to mayerhk2[at]univie.ac.at or rosalie.bernheim[at]gmail.com by 15 September 2026.

Source: HSozKult (Web)

Tagung: Unerhört und ungesehen. Weibliche Perspektiven in der Gartenkultur, 11.-12.09.2026, Osnabrück [REMINDERIN]

Netzwerk „Frauen in der Geschichte der Gartenkultur“; Hochschule Osnabrück, Studiengang Landschaftsarchitektur (Web)

Zeit: 11.-12.09.2026
Ort: Hochschule Osnabrück
Anmeldung bis 24.08.2026 (Web)

Seit 1999 widmet sich das transdisziplinäre Netzwerk den vernachlässigten Aspekten der Genderforschung in der Gartenkultur, insbesondere dem Beitrag von Frauen. Es beleuchtet Best-Praxis-Projekte, Forschungsvorhaben und Biografien und gibt Raum für historische, ökologische, kulturwissenschaftliche, künstlerische und soziologische Perspektiven. Unerhörte Stimmen und ungesehene Werke von Frauen stehen im Fokus der diesjährigen Tagung am Fachgebiet Freiraum- und Gartenkultur der Hochschule Osnabrück. Die Tagung spannt einen Bogen von historischen Forschungsperspektiven zu aktuellen Projekten von Künstlerinnen und Journalistinnen. Eine Ausstellung präsentiert studentische Arbeiten zum Tagungsthema.

Programm (Web)

Vorträge
Der Einführungsvortrag von Anneke Lubkowitz behandelt die besondere, stark vom Hörsinn geprägte Naturwahrnehmung der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Petra Widmer berichtet von den Herausforderungen ihrer Recherchen über Sophie von Platen (1669-1726) und deren Schloss Montbrillant bei Hannover. Gerlinde Volland stellt die Celler Autorin Lely Kempin vor, die um 1930 ungewöhnliche Gartenbücher mit eigenen Pflanzenfotografien publizierte. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die mediale und künstlerische Vermittlung von Gartenwissen durch Audiomedien und Film. Die Gärtnerin und Gartenarchitektin Marianne Förster kommt in Film- und Podcastausschnitten zu Wort, Johanna Steindorf stellt Audio-Walks im Park als künstlerisches Medium zur Diskussion und Sonya Schönberger erzählt Berliner Stadtgeschichte anhand eines Pflaumenbaumes.

Exkursion
Eine Exkursion führt nach Münster zu Haus Rüschhaus, wo Annette von Droste-Hülshoff ihre späteren Jahre verbrachte und einen beträchtlichen Teil ihres Werkes vorbereitete und schrieb. An die Führung durch Haus und Garten schließt sich ein literarischer Spaziergang über den Lyrikweg an.

Quelle: HSozKult (Web)

CfP: Life Cycles under Socialist Regimes: Managing Gender Relations, Aging, and Health (02/2027, Ljublijana); by: 15.09.2026

Institute of Contemporary History, Ljubljana; Project „Socialist Management in a Global Context: Technocratic Developments in the Soviet Union and Yugoslavia, 1955-1991“; Ivan Sablin (Web)

Time: 16.02.2027
Venue: Ljubljana
Proposals by: 15.09.2026

State socialism, as a political and economic system, was one of the major innovations of the twentieth century and became a global phenomenon in its latter half, with socialist regimes emerging across Europe, Asia, Africa, and the Americas. State socialism can be understood as a political regime characterized by single-party government, directed modernization under systemic governmentality, and the predominance of state property. From the 1950s onward, socialist governance increasingly embraced the notion that political, economic, and social lives could be organized and governed as closed systems. With the “scientific and technological revolution” integrated into the ideology as a new stage on the path to communism, the accumulation and application of knowledge became a central function of state socialist regimes, while holistic, systemic governmentality turned into a key feature of the ideology. The workshop will explore how socialist states sought to manage human life cycles through scientific knowledge, administrative practices, and institutional interventions. Focusing on gender relations, aging, and health, it will examine these fields as central dimensions of socialist biopolitics and as sites where broader models of governance and technocratic management were developed. Bringing together perspectives from conceptual, institutional, and political history as well as the social sciences, the workshop will investigate how socialist regimes attempted to organize social reproduction, welfare, health, and individual life trajectories between the 1950s and 1991. Possible topics include, but are not limited to, the development and implementation of official policies concerning family, gender, demographic change, health, and aging; group and individual responses to official policies; the role of scientific research and expert communities in shaping socialist governance; international cooperation and the circulation of knowledge, expertise, and technologies; and the communication of scientific knowledge to broader publics. We are particularly interested in approaches that examine how scientific and technological visions influenced understandings of the human body, social reproduction, and socialist futures, including the Continue reading

CfP: Protest (Publikation); bis: 31.08.2026 [REMINDERIN]

L’Homme. Europäische Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft (1/2028); Christa Hämmerle und Ingrid Bauer (Web)

Einreichfrist: 31.08.2026

Die „No-Kings-Proteste“ und andere öffentliche Demonstrationen gegen die Trump-Regierung in den USA, die Proteste in Belarus, der Türkei, Serbien und – gegenwärtig eskalierend – im Iran, wo Frauen in den letzten Jahren immer wieder auch gegen eine ihnen vom Mullah-Regime auferlegte Kopftuchpflicht aufgetreten sind, oder die seit 2012 aktive „One Billion Rising“-Bewegung gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, die landesweiten Frauenstreiks in der Schweiz 2019 und 2023 … das sind nur einige Beispiele der jüngsten Zeit, die zeigen, wie aktuell das Thema Protest ist. In einer Welt, in der autoritäre Regime und rechtspopulistische oder rechtsextreme Bewegungen sowie kriegerische Gewalteskalation zur Durchsetzung politischer und nationaler Interessen vielerorts die Oberhand gewinnen, wehren sich gleichzeitig immer mehr Menschen gegen diese Entwicklungen. Sie treten millionenfach gegen Entdemokratisierung und die Ausgrenzung und Verfolgung von Minderheiten, das Zurückschrauben erkämpfter Rechte, liberaler oder geschlechteregalitärer Positionen auf – oft unter Einsatz ihres Lebens.
Die gewählten Protestformen sind dabei vielfältig und facettenreich. Sie knüpfen einerseits an tradierte Formen des Protests gegen Obrigkeiten, Unterdrückung und soziale Missstände an und gestalten sich andererseits erfinderisch, kreativ, treten lautstark an die Öffentlichkeit oder werden im Geheimen, im Untergrund praktiziert … was je nach divergierenden nationalen, politischen, sozialen, ethnischen, altersspezifischen, religiösen Kontexten unterschiedlich ausgestaltet wird und dabei immer auch ‚vergeschlechtlicht‘ verläuft – ganz abgesehen davon, dass Frauen oder Mitglieder der LGBTQIA+-Community nicht nur an vielen Protestbewegungen partizipieren, sondern auch ihre eigenen Formen des Protests entwickeln.
Vor diesem aktuellen Hintergrund wird sich die Ausgabe von L’Homme. Z.F.G. 1/2028 dem Thema Protest widmen. Einzureichende Vorschläge dafür könnten an ältere, vor allem in den 1970er und 1980er Jahren veröffentlichte frauen- und geschlechtergeschichtliche Arbeiten zu historischen Protestformen seit dem Mittelalter anknüpfen und diese – methodisch-theoretisch neu fundiert – weiterentwickeln (z.B. in Bezug auf Bauernkriege, Ketzerbewegungen, „Weiberkriege“ und „Hungerkrawalle“, städtische Aufstände und Unruhen, Revolutionen, Streiks und ArbeiterInnenbewegungen, StudentInnenbewegungen, Proteste in den diversen Frauenbewegungen, in der Antikriegsbewegung, der Umweltbewegung, antikoloniale Protestformen …). Dabei sollen auch Continue reading

CfP: Researching Egodocuments in the Twenty-First Century: Opportunities and Challenges (04/2026, Paris); by: 15.10.2026

2nd International Egodocumental Network Conference (Web); Sorbonne Univ., Nicolaus Copernicus Univ. in Toruń, Univ. of Lodz, and Vilnius Univ.; Anna Brzezińska, Hadrian Ciechowski, Michaël Green, Arvydas Pacevičius, and François-Joseph Ruggiu

Time: 07.-09.04.2027
Venue: Sorbonne Univ., Paris
Proposals by: 15.10.2026

Confirmed keynote speakers: James Daybell (Univ. of Plymouth), Paweł Rodak (Univ. of Warsaw/IABA), and Leonieke Vermeer (Univ. of Groningen)

The International Egodocumental Network was created in December 2023 by Hadrian Ciechanowski and Michaël Green, with the goal to promote research into egodocuments and to unite scholars working on and with these kind of texts. It currently unites over one-hundred-and-thirty scholars from Europe, Asia and the Americas, while aiming at serving as a bridge between researchers of different periods and disciplines.
Egodocuments as a research term appeared in the late 1950s, coined by Jacob Presser to denote historical sources which are written by oneself about oneself and containing the particle „I“. Over the years, sources of personal nature once again became more and more prominent in historically oriented research, and became part of the standard choice of sources for other disciplines, such as sociology, literary studies, psychology etc. Competitive and complementary approaches have been developed, such as life-writing (literature), egodocumentality, and then national takes such as écrits du for privé and Selbstzeugnisse, all popularising the research into personal narratives of various kinds.
In 2025 the first International Egodocumental Network Conference, which took place in Vilnius, the main topic was the development of the egodocuments from Medieval codex to modern media (Web). In 2027, for the second IEN conference, we are following in the footsteps of Pierre-Yves Beaurepaire, who initiated a discussion on the digitisation of egodocuments in light of the development of the internet in Montpellier in 2002, we are mindful of the implications on historical sources that technological advancements have for researchers. As one of the key elements of the debate at the Paris conference, we would like to discuss research opportunities arising from the emergence of new forms of egodocuments, such as blogs and Continue reading

CfP: Performing Communities. Regular Canons Between History, Art, and Liturgy (11th-15th Centuries) (07/2027, Leeds); by: 14.09.2026

Sessions on the International Medieval Congress; Cristina Andenna (Univ. des Saarlandes) and Fabio Massaccesi (Univ. of Bologna) (Web)

Time: 05.-08.07.2027
Venue: Leeds
Proposals by: 14.09.2026

Regular canons played a central, yet still insufficiently recognised, role in the religious and institutional history of the Latin Middle Ages. They did not constitute a homogeneous body, but a constellation of communities, networks, and congregations, — from the Mortarians and Portuensians to the canons of the Great St Bernard, the Premonstratensians, and the later Congregations of the Lateran Canons and Windesheim, — united by the common life but distinguished by their customs, institutional structures, pastoral vocations, and patterns of settlement. In connection with “Communities,” the special thematic focus of the 2027 International Medieval Congress, these sessions will explore how communities of regular canons constructed, negotiated, performed, and transmitted their identities between the eleventh and fifteenth centuries. Particular attention will be paid to the circulation of rules, ordines, customs, individuals, liturgical practices, architectural models, and works of art across networks of affiliation extending beyond individual foundations.
Bringing together history, liturgical studies, anthropology, art history, and musicology, the sessions will examine canonical life in its historical, social, and material dimensions. They will consider institutions and relationships with wider society alongside the liturgical, spatial, architectural, and artistic forms through which canonical communities organised themselves and made their identities visible. Proposals may address Italy or any other area of the medieval West between the eleventh and fifteenth centuries. Comparative studies and contributions combining documentary, normative, and liturgical sources with the analysis of buildings, spaces, and works of art will be especially welcome.
Proposals addressing the following themes will be particularly welcome: … read more (PDF)

Sichtbarkeiten, Zugänge, Netzwerke. Perspektiven feministischer und queerer Wissensorganisation, 01.10.2026, Wien und virtueller Raum

Logo. Aufschrift "thesaurA revisited"frida. Verein zur Förderung und Vernetzung frauenspezifischer Informations- und Dokumentationseinrichtungen in Österreich (Web)

Zeit: 01.10.2026
Ort: Wien und virtueller Raum

1996 präsentierte frida mit der thesaurA den österreichischen Frauenthesaurus (Web). Die Veranstaltung „Perspektiven feministischer und queerer Wissensorganisation“ knüpft hier an: Am Vormittag werden aktuelle Zugänge zu einer gendergerechten Erschließung in Bibliothekskatalogen diskutiert. Am Nachmittag stellen sich feministische Archiv- und Bibliotheksnetzwerke sowie Wissensprojekte vor. Am Abend wird gefeiert:

Programm (PDF)

Begriffe in Bewegung. Fachvokabulare, Normdaten und gendergerechte Erschließung
Zeit: 9:30-12:45 Uhr | Ort: virtueller Raum

  • Beiträge zu: Homosaurus (IHLIA) | Gender & GND (FID Gender) | thesaurA im Abgleich mit Fach- und Universalvokabularen (frida/Ariadne)
  • Initiativen und Herausforderungen feministischer und queerer Begriffsarbeit (Digitales Deutsches Frauenarchiv)
  • Austausch und Vernetzung

Feminismus sichtbar machen – feministisch sichtbar machen. Netzwerke und Wissensprojekte
Zeit: 16:00-18:00 Uhr | Ort: C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik, Sensengasse 3, 1090 Wien

Zwei Roundtables mit Vertreter:innen vom/von:

  • i.d.a. Dachverband | Netzwerk Archiv und Gender | Gendernetzwerk der Büchereien Wien
  • biografiA | Frauen in Bewegung 1848–1938 | WienGeschichteWiki

thesaurA revisited. Fest anlässlich 30 Jahre Österreichischer Frauenthesaurus
Zeit: 18:30-22:00 Uhr | Ort: C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik Continue reading