CfP: Those Who Serve: Service, Labor, and Social Hierarchies in Historical Perspective (11/2026, Ljubljana); by: 15.07.2026

Doctoral and Postdoctoral Workshop; Univ. of Ljubljana, Faculty of Arts, Department of History, The Research Centre of the Slovenian Academy of Sciences and Arts

Time: 12.-13.11.2026
Venue: Ljubljana
Proposals by: 15.07.2026

Keynote: Jane Whittle (Univ. of Exeter)

Across past societies, countless individuals lived and worked in the service of others. From the Middle Ages to the twentieth century, domestic servants, agricultural laborers, apprentices, soldiers, clerks, and other dependents occupied positions that were essential to the functioning of households, institutions, and states. Service relationships structured everyday life and social order, shaping hierarchies of authority, gender, age, and status. In many societies, service was a common stage in the life cycle, particularly for young people who entered domestic or agricultural service before marriage, while others spent much of their lives in positions defined by dependence and obligation.
Yet service was rarely a straightforward form of employment. Those who served often occupied ambiguous positions between dependence and autonomy, obligation and contract, belonging and subordination. Service could be embedded in life-cycle labor systems, household hierarchies, patronage networks, and institutional structures ranging from estates and workshops to courts, monasteries, and administrative bureaucracies. In rural societies in particular, forms of labor performed within households and farms – by servants, family members, and especially women – were central to economic and social life. At the same time, such labor did not necessarily constitute »service« in a strict sense. The conference therefore also welcomes contributions that examine how women’s work and family labor intersected with, but were not identical to, relations of service, and how these boundaries were historically constructed and negotiated.
This workshop situates service within the social and economic structures of the Ancien Régime, where relations of dependency, hierarchy, and obligation were central to the organization of work and everyday life. Rather than approaching service merely as a category of labor, we propose it as a broader analytical lens encompassing dependency, discipline, authority, and negotiation. We are particularly interested in … read more and source (Web).

Source: HSozKult (Web)

CfP: 12. Interdisziplinärer Workshop Kritische Sexarbeitsforschung (11/2026, Chemnitz); bis: 30.06.2026

Gesellschaft für Sexarbeits- und Prostitutionsforschung (GSPF); Maren Hanelt (Leipzig/Merseburg), Frauke Ot (Leipzig), Anika Radewald (Dresden/Chemnitz) und Giovanna Gilges (Bochum/Halle) (Web)

Zeit: 13.-15.11.2026
Ort: Chemnitz
Einreichfrist: 30.06.2026

Die aus dem Netzwerk Kritische Sexarbeitsforschung gegründete Gesellschaft für Sexarbeits- und Prostitutionsforschung vernetzt Forschende verschiedener Disziplinen miteinander. Sie fördert eine interdisziplinäre wissenschaftliche Thematisierung und Auseinandersetzung mit Prostitution und Sexarbeit sowie die Entwicklung neuer Forschungsperspektiven auf das Themenfeld. Auch der diesjährige Workshop bietet Studierenden und Wissenschaftler innen in der Qualifikationsphase einen kollektiven Raum, um die eigenen aktuellen Arbeiten zum Thema abseits von etablierten, stigmatisierenden und kriminalisierenden Diskursen und Debatten diskutieren zu können. Die thematische Rahmung ist hierbei bewusst offen gehalten und orientiert sich am Input der Beteiligten.
Der Workshop richtet sich in erster Linie an Studierende mit Work in Progress Arbeiten, Promovierende sowie an Post-Docs aller Fachrichtungen, die sich mit dem Themengebiet Prostitution oder Sexarbeit aus verschiedenen theoretischen und methodischen Perspektiven befassen und die ihre Forschungsarbeiten diskutieren möchten. Ebenso sind Sexarbeiterinnen, Vertreter:innen von Selbstorganisationen, Aktivist:innen, Sozialarbeiter: innen und (wissenschaftliche) Projektmitarbeitende herzlich eingeladen. Die Förderung des interdisziplinären Austauschs und Dialogs sowie die Diskussion von method(olog) ischen Herausforderungen soll zu einer intersektionalen Perspektivierung im Kontext der Prostitutions- und Sexarbeitsforschung beitragen.
Die Referierenden stellen eigene aktuelle Forschungsprojekte vor oder bringen Datenmaterial zur gemeinsamen Diskussion ein. Dabei kann sich der Fokus sowohl auf konzeptionelle und methodische Fragen als auch auf individuelle und disziplinspezifische Herangehensweisen richten. Der Beitrag der Referierenden kann dabei je nach geeignetem Format als Vortrag (20 Minuten Vortrag, 25 Minuten Diskussion) oder in Form einer Arbeitsgruppe (90 Minuten inkl. Diskussion) erfolgen, in denen zum Beispiel Diskussion von Quellen, Datenmaterial, Forschungstagebucheinträge, Textentwürfe oder theoretische Zugänge bearbeitet werden können. Continue reading

Tagung: Medizin im Übergang. Gesundheitspolitik im geteilten und vereinigten Deutschland von den 1980er bis in die 2000er Jahre, 11.-12.06.2026, Potsdam

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) (Web)

Zeit: 11.-12.06.2026
Ort: Potsdam
Anmeldung bis: 05.06.2026

Das Gesundheitswesen der DDR wird bis heute als ein positives Beispiel des ostdeutschen Sozialstaates und dessen Umbau nach der Wiedervereinigung als Verlust erinnert. Lässt sich aber „Der Aufbau Ost“ im Gesundheitswesen als „Nachbau West“ beschreiben oder muss eher von einer „Ko-Transformation“ ausgegangen werden? In einer längeren zeitlichen Perspektive, die mit den gesellschaftspolitischen Trends in den 1980er Jahren – Vermarktlichung, Ökonomisierung, Privatisierung – einsetzt und über die Wiedervereinigung von 1990 bis in die frühen 2000er Jahre hinausgeht, nimmt die Konferenz Übergänge in Medizin und Gesundheitspolitik in Ost- und Westdeutschland in den Blick.
Das Gesundheitswesen der DDR wird bis heute als ein positives Beispiel des ostdeutschen Sozialstaates und dessen Umbau nach der Wiedervereinigung als Verlust erinnert. Lässt sich aber „Der Aufbau Ost“ im Gesundheitswesen als „Nachbau West“ beschreiben oder muss eher von einer „Ko-Transformation“ ausgegangen werden? In einer längeren zeitlichen Perspektive, die mit den gesellschaftspolitischen Trends in den 1980er Jahren – Vermarktlichung, Ökonomisierung, Privatisierung – einsetzt und über die Wiedervereinigung von 1990 bis in die frühen 2000er Jahre hinausgeht, nimmt die Konferenz Übergänge in Medizin und Gesundheitspolitik in Ost- und Westdeutschland in den Blick.

Programm (Web)

Organisator:innen: Jutta Braun (ZZF Potsdam), Wiebke Lisner (Institut für Ethik, Geschichte und Philosophie der Medizin, MHH), Pierre Pfütsch (Institut für Geschichte der Medizin, Bosch Health Campus), Winfried Süß (ZZF Potsdam), Jonathan Voges (ZZF-Potsdam)

Quelle: HSozKult (Web)

Tagung: Polizist:in-Sein. Gesellschaftliche Selbst- und Fremdbilder (19.-21. Jahrhundert), 08.-10.07.2026, Münster

35. Kolloquium zur Polizeigeschichte: Gundula Gahlen & Haydée Mareike Haass, Deutsche Hochschule der Polizei. Univ. der Polizeien des Bundes und der Länder (DHPol) (Web)

Zeit: 08.-10.07.2026
Ort: Münster
Anmeldung bis: 15.06.2026

Das Thema Polizist:in-Sein richtet den Blick nicht auf die Institution Polizei, sondern auf die Menschen, die sie verkörpern – auf die Angehörigen der Polizei als soziale und kulturelle Subjekte, geprägt von Deutungen, Emotionen und sozialen Interaktionen. Die Figur der Polizistin und des Polizisten ist Identifikationspunkt, Handlungssubjekt, Deutungsobjekt und Projektionsfläche zugleich: Akteurin polizeilicher Ordnung, Trägerin professioneller Routinen, aber auch Symbol staatlicher Autorität sowie Adressat gesellschaftlicher Erwartungen und Affekte. Zwischen professionellem Selbstverständnis und öffentlicher Zuschreibung, zwischen Berufsethos und sozialer Erfahrung entsteht ein Spannungsfeld, das das Verhältnis von Polizei und Gesellschaft auf besondere Weise sichtbar macht, räumliche Unterschiede aufweist und sich im Laufe der Zeit gemeinsam mit dem gesellschaftlichen Wandel deutlich verändert.
Die Tagung widmet sich dem Spannungsfeld von gesellschaftlichen Selbst- und Fremdbildern des Polizist:in-Seins vom 19. bis 21. Jhd. Sie rückt die Veränderbarkeit und Vielschichtigkeit polizeilicher Selbst- und Fremdbilder sowie den Aushandlungsprozess zwischen den Erwartungen von Bürger:innen und den Selbstbildern der Polizist:innen in den Mittelpunkt.

Programm (Web)

Die Kolloquien zur Polizeigeschichte
Die Kolloquien gehen hervor aus den Forschungsinteressen ihres Initiators Alf Lüdtke. Ihm war es von Anfang an ein Anliegen, der Polizeigeschichte eine spezifische, neue Signatur zu geben, die sich von den bis zu diesem Zeitpunkt herkömmlichen, eher traditionell-rechtshistorisch ausgerichteten Herangehensweisen unterschied. Alf Lüdtke verstand Polizei konsequent als Teil eines Herrschaftsgefüges, das für ihn nie abstrakt blieb. Dieses Herrschaftsgefüge versuchte er in den Praktiken der im Alltag vor Ort arbeitenden Polizisten zu entdecken. Weiterlesen … (Web)

Quelle: HSozKult (Web)

CfP: CONTRA SAGAS: Early Modern Witch Trials in the Habsburg Monarchy (16th-18th Centuries) (10/2026, Zagreb); by: 01.05.2026

Faculty of Croatian Studies, Univ. of Zagreb (Web)

Time: 13.-14.10.2026
Venue: Zagreb
Proposals by 01.05.2026

We are pleased to announce the first international conference dedicated to witch persecutions and trials from the sixteenth to the eighteenth century in the territories of the former Habsburg Monarchy. We would like to invite scholars from a wide range of humanities and social-science disciplines (history, ethnology and cultural anthropology, folklore studies, philology, sociology, psychology, law, women’s and gender studies, and others) to participate.
Witch trials in the Habsburg Monarchy represent a complex and insufficiently integrated field of research, situated at the intersection of legal history, religious change, gender regimes, social control, and vernacular belief systems. While individual regions and cases have been extensively studied, comparative, transregional, and interdisciplinary approaches remain relatively fragmented. This conference aims to provide a critical, interdisciplinary forum for examining early modern witch persecutions across Habsburg territories, fostering dialogue between different methodological traditions and regional research contexts. Emphasis will be placed on new perspectives, comparative frameworks, and recent theoretical and archival developments.
We invite proposals addressing witch trials and persecutions in the Habsburg Monarchy from the 16th to the 18th century, including but not limited to:

– Regional and comparative perspectives within Habsburg territories
– Gender, sexuality, and the construction of deviance
– The body of the witch
– Social, economic, and political contexts of witch persecutions
Read more … (Web)

Organizers: the Faculty of Croatian Studies, Univ. of Zagreb in partnership with several Croatian and international institutions (including the Institute for Ethnology and Folklore Research; the Centre for Advanced Studies of the Faculty of Humanities and Social Sciences Univ. of Zagreb; the Croatian Institute of History; the Croatian State Archives; the Univ. of Ljubljana, Faculty of Arts; the Univ. of Szeged, Hungary and others.

Source: HSozKult (Web)

Lecture: Maya Garcia: Erich von Stroheim & the Soviet Union. Unfulfilled Attractions, 18.05.2026, Vienna

ifk. Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften, Kunstuniversität Linz in Wien (Web)

Time: 18.05.2026, 18:15
Venue: ifk Arkade, Reichsratsstr. 17,1010 Wien

Erich von Stroheim’s consideration of a move to the USSR in 1934 remains an intriguing and mysterious detail in the Vienna-born American filmmaker’s biography. His meeting with Soviet director Sergei Eisenstein in 1930, which laid the groundwork for the considered relocation, is also a little-studied curiosity. This lecture takes a deeper look at the interactions between the two directors in the context of Stroheim’s reputation in the USSR. Among the first generation of Soviet filmmakers and critics, Stroheim’s films provoked discussion and garnered praise as visionary critiques of Western social inequality and vice. His conflicts with Hollywood bosses became notorious examples of American capitalism’s refusal to brook criticism. The Soviet image of Stroheim, which crystallized in a short 1927 monograph co-authored by Pera Atasheva (the journalist who would become Eisenstein’s wife), is a fascinating twist on the mythology the Austrian emigrant crafted for himself in America. Examining Stroheim’s particular reception in the Soviet film industry reveals much about the motivations for his hypothetical move and prompts further investigation into the reasons it never occurred.

Weitere Informationen zur Forschung von Maya Garcia (Web)

Tagung: Was bleibt für die Zukunft? Migrationsgeschichte erzählen. Gesellschaft gestalten, 11.-12.06.2026, Graz

Jahrestagung des Österreichischen Netzwerks für Migrationsgeschichte (Web)

Zeit: 11.-12.06.2026
Ort: Graz Museum, Sackstr. 18, Graz
Anmeldung: bis 24.05.2026 (Web)

Die diesjährige Jahrestagung des Österreichischen Netzwerks für Migrationsgeschichte widmet sich den Strategien des Sammelns, Bewahrens und Vermittelns von Migrationsgeschichte. Im Zentrum steht dabei der praktische Austausch über Herausforderungen in Museen und Archiven sowie die Zusammenarbeit mit migrantischen Organisationen, um deren Geschichte(n) sichtbar und langfristig zugänglich zu machen. Ziel ist es, gemeinsam neue Impulse für eine multiperspektivische Geschichtsschreibung zu setzen.
Organisator:innen: Evrim Erşan Akkılıç (DÖW); Elisabeth Berger (Graz Museum); Christina Hollomey-Gasser (Dokumentationsarchiv Migration Tirol); Sarah Knoll (Univ. Wien); Manuela Lovrec und Ali Özbaş (JUKUS); Vivienne Marquart (Public History München); Dirk Rupnow (Univ. Innsbruck) und Tuğba Şababoğlu (Tiroler Landesmuseen)

Programm (PDF)

Do., 11.06.2026

13:00 Auftakt: Elisabeth Berger, Ali Özbaş, Christina Hollomey-Gasser und Dirk Rupnow

14:45 Sammeln – Forschen – Vermitteln: Praktischer Austausch anhand konkreter Sammlungen
– Welche Herausforderungen ergeben sich im Umgang mit den vorliegenden Sammlungen aus Sicht der Produzent:innen sowie von Museen, Archiven und der Forschung?
– Wie lassen sich Sammlungskontexte mit multiperspektivischen und quellenkritischen Vermittlungskonzepten verbinden?
– Welche besonderen Sammelstrategien sind erforderlich, um materielle Überlieferungen von Migrationsgeschichte angemessen zu erfassen, zu bewerten und langfristig zugänglich zu machen? Continue reading

CfP: Soziale und ökonomische Aspekte des transalpinen Gütertransports. Multiperspektivische Zugänge (16. bis 19. Jahrhundert) (09/2026, Chur); bis: 15.05.2026

Forschungsgruppe ALPINNKONNECT (ERC AdG, Univ. Wien) und Institut für Kulturforschung Graubünden (ikg) (Hotel Chur)

Zeit: 07.-09.09.2026
Ort: Chur
Einreichfrist: 15.05.2026

Transalpiner Gütertransport stellte in der Frühen Neuzeit und bis ins 19. Jhd. eine zentrale soziale und ökonomische Praxis in alpinen und angrenzenden Räumen dar. Infrastrukturen (Wege, Brücken, Saum- und Fuhrwege, Lager- und Umschlagplätze, Zollstationen, Wirtshäuser, Pferdeställe und Hospize) waren dabei ebenso entscheidend wie die Praktiken und Aushandlungen der beteiligten Akteur:innen – von lokalen Transportgenossenschaften und Versorgungsdiensten bis zu überregionalen Handels- und Verwaltungszusammenhängen.
Der Workshop verfolgt drei miteinander verbundene Zielsetzungen:

  1. Der Workshop dient dem wissenschaftlichen Austausch zu transalpinem Gütertransport, Transitökonomien, Logistik und Infrastruktur im Zeitraum von der Frühen Neuzeit bis ins 19. Jhd. – mit besonderer Einladung an Kolleg:innen und Themen mit Bezug zu Graubünden und den Schweizer Alpen.
  2. Der Workshop umfasst ein eigenes Projektfenster zur Vorstellung und Diskussion des ERC-Advanced-Grant-Projekts ALPINNKONNECT (Univ. Wien, PI: Prof. Dr. Margareth Lanzinger) (Web). Dieses Projekt untersucht die Praxis transalpinen Transitverkehrs im 18. Jhd. entlang zentraler Alpenrouten und wendet dabei einen Ansatz der sozio-materiellen und umweltbezogenen Verflechtung an.
  3. Zusätzlich ist ein Block für öffentliche und private Archive, Museen und Sammlungen vorgesehen: Im Austausch mit Expert:innen aus Gedächtnisinstitutionen werden Quellenlagen, Erschliessungs- und Zugangsfragen sowie Überlieferungslogiken diskutiert.

Themenfelder: Einreichungen sind unter anderem zu folgenden Feldern willkommen (auch in Kombination und methodisch-explorativ):

  • Akteur:innen und Praktiken: Säumer/Porter, Fuhrleute, Flösser, Spediteure, Händler:innen, Gastwirt:innen, lokale Genossenschaften bzw. Wegeorganisationen sowie Zoll- und Verwaltungsakteure; Arbeits- und Haushaltskontexte, Geschlecht, Verwandtschaft und Betriebskonstellationen in Transitökonomien. Continue reading

Buchpräsentation: Jakob Krameritsch und Christina Wieder: Ergänzungen und Eingriffe. Zur Geschichte der Akademie der bildenden Künste Wien 1930-1960, 30.04.2026, Wien

Institut für Kunstgeschichte der Univ. Wien; Reihe „Kunst und Faschismus“ (PDF)

Zeit: Do., 30.04.2026, 18:30 Uhr
Ort: Institut für Kunstgeschichte, Seminarraum 1, Garnisong. 13, 1090 Wien

Programm (PDF)
Beiträge von Jakob Krameritsch (Akademie der bildenden Künste Wien) und Christina Wieder (Univ. Wien)

Eduard Freudmann, Jakob Krameritsch, Michael Lunardi und Ruth Sonderegger (Hg.): Ergänzungen und Eingriffe. Zur Geschichte der Akademie der bildenden Künste Wien 1930–1960, Wien, Mandelbaum Verlag, 2025 (Web)

Der Band versammelt kulturwissenschaftliche, literarische und künstlerische Auseinandersetzungen mit der Geschichte der Akademie der bildenden Künste Wien von 1930 bis 1960. In ihrem Ensemble erzählen sie über Transformationen und das Fortdauern des Faschismus an einem zentralen Ort der österreichischen Kunstproduktion.
Mit Beiträgen von Judith Augustinovič, Sigrid Eyb-Green, Jannik Franzen, Martin Fritz, Nicole Goll, Valerie Habsburg, Ulrike Hirhager, Ingrid Holzschuh, Monika Knofler, Michael Lunardi, Lina Morawetz, Verena Pawlowsky, Franz Pichler, Plattform Geschichtspolitik, Mario_n Porten, Eva Schober, René Schober, Friederike Sigler und Christina Wieder.

Quelle: Newsletter des Instituts für Zeitgeschichte

Vitrineneröffnung: NS-Aktivistin im Verborgenen. Fokus auf einen Nachlass, 28.04.2026, Wien

Haus der Geschichte Österreich (hdgö) (Web)

Zeit: 28.04.2026, 18.00 Uhr
Ort: Foyer (Mezzanin) des hdgö, Neue Hofburg, Heldenpl., 1010 Wien
Anmeldung erforderlich (Web)

Bis heute ist das öffentliche Bild des Nationalsozialismus von Führerkult und Männlichkeit geprägt. Dabei wird ausgeblendet, wie Frauen sich für den Aufbau und Erhalt des NS-Systems einsetzten – etwa zur Vorbereitung der NS-Machtübernahme in Österreich 1938. Wir laden Sie sehr herzlich zur Eröffnung der neuen Präsentation in der Foyer-Vitrine „NS-Aktivistin im Verborgenen. Fokus auf einen Nachlass“ ins hdgö ein, die dieses Thema in den Mittelpunkt rückt. (Web). Ausgehend vom Nachlass der Tirolerin Paula Lang (1906-1991), beleuchtet die Vitrinen-Präsentation ihre unterschiedlichen Strategien der politischen Betätigung vor 1938. Der gesamte Nachlass kann außerdem digital in der Sammlung Online erkundet werden (Web).
Ein Impulsvortrag von Helmut Wohnout gibt Einblicke in die Illegalen-Bewegung in Österreich. Heidrun Zettelbauer zeigt, wie unterschiedlich die Motive und sozialen Hintergründe der Frauen sein konnten, die sich für den NS engagierten. Eine anschließende Diskussion greift die Biografie von Paula Lang auf und bettet diese in einen breiteren historischen Kontext ein.

Programm

  • Begrüßung: Monika Sommer | Gründungsdirektorin, hdgö
  • Impulsvortrag: Helmut Wohnout | Historiker, Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs: Zur Bedeutung der Illegalen-Bewegung in Österreich
  • Impulsvortrag: Heidrun Zettelbauer | Professorin für Kultur- und Geschlechtergeschichte, Univ. Graz: Motive, Handlungsräume, Kontexte: Biographische Annäherungen an deutschnationale und nationalsozialistische Akteurinnen
  • Diskussion: Mara Metzmacher | Mitarbeiterin Public History Team, Kuratorin der Ausstellung, hdgö und Heidrun Zettelbauer
  • Moderation: Stefan Benedik | Teamleitung Public History, hdgö

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich. Mit der Teilnahme an der Veranstaltung stimmen Sie Foto-, Ton- und Filmaufnahmen sowie der Veröffentlichung zu.