Irene Messinger (Hochschule Campus Wien, Department Sozialwissenschaften, BA Soziale Arbeit) und Zwischennutzungsprojekt mittendrin.wien (Web)
Eröffnung: 04.05.2026, 16.30 Uhr
Laufzeit: 04.05.2026-06.10.2026
Ort: Verteilerkreis Favoriten, 1100 Wien (Web)
Ilse Arlt gilt als Begründerin der Sozialen Arbeit. Zu ihrem 150. Geburtsjubiläum im Mai 2026 wird im Rahmen einer Gedenkfeier die Ausstellung “Brüche in der Geschichte der Sozialen Arbeit” eröffnet. Diese ist im öffentlichen Raum am Verteilerkreis Favoriten bei der Hochschule Campus Wien frei zugänglich (u.a. U1 Station Altes Landgut).
Programm
- Begrüssung: Irene Messinger zum Projekt, Marian Rudhart (mittendrin.wien) als Gastgeber und Elisabeth Steiner als Departmentleitung Sozialwissenschaften
- Geburtstagsansprache für Ilse Arlt
- Ruth Contreras, Tochter der Fürsorgerin Elfriede Lichtenberg über deren Biographie
- Studierende zu ihren Arbeiten zu portraitierten Fürsorgerinnen
- Rundgang durch die Ausstellung
Die Mehrheit der Wiener Fürsorgerinnen im NS verhielt sich regimetreu. Zahlreiche ihrer Kolleginnen wurden entrechtet, entlassen, zur Flucht gezwungen oder ermordet und nur eine Minderheit war im Widerstand aktiv. Jüdische Vereine wurden aufgelöst, viele Vertreter:innen von fortschrittlichen Initiativen wie reformpädagogischen Ansätzen wurden vertrieben. Zugleich wurde die Fürsorge in den Dienst der nationalsozialistischen Ideologie gestellt. Die Profession der Sozialen Arbeit erlitt durch die Politik des faschistischen Regimes einen Bruch: Wissen, Ausbildungen und Institutionen wurden zerstört, viele nach dem Krieg nicht wieder gegründet.
Die Ausstellung portraitiert acht Frauen: Drei, die für die Professionsentwicklung bedeutsam waren (Ilse Arlt, Else Federn, Franzi Löw), und fünf, die einen Bezug zu Favoriten hatten und im Widerstand aktiv waren, die bislang kaum jemand kannte: Hilde Böhmer, Emanuela Kielmansegg, Leopoldine Kummer, Elfriede Lichtenberg und Hedy Schwarz.
Die Ausstellung basiert auf mehrjähriger Forschung zur Geschichte der Continue reading

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