Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung, Univ. für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) und Journal of Musicological; Bianca Schumann (Web)
Zeit: 07.-08.04.2027
Ort: Wien
Einreichfrist: 15.10.2026
„Le producteur de la valeur de l’œuvre d’art n’est pas l’artiste mais le champ de production“. Mit diesem Ausspruch bringt Pierre Bourdieu seine Theorie der engen Verflechtung von künstlerischem Wert mit sozialen wie institutionellen Strukturen in Les Règles de l’art 1992 prägnant auf den Punkt. Der in diesem Zitat zur Formel verdichtete sozialwissenschaftliche Zugriff auf die Bedingungen künstlerischer Wertzuschreibung hat auch in der kulturwissenschaftlich akzentuierten Musikwissenschaft Spuren hinterlassen. Dies zeigt sich darin, dass bei der Reflexion musikkultureller Praktiken und musikästhetischer Normvorstellungen zunehmend auch der Berücksichtigung gesellschaftlicher, politischer und institutioneller Zusammenhänge Bedeutung beigemessen wird. Auch für die Beschäftigung mit internationalen Musikwettbewerben erscheint eine kultursoziologisch informierte Herangehensweise aufschlussreich. Denn bei Musikwettbewerben handelt es sich um musikkulturelle Räume, in denen (ästhetische) Urteile über künstlerische Leistungen in institutionell geregelten Verfahren ausgehandelt werden, die ihrerseits maßgeblich durch soziale und politische Kontexte geprägt sind. Weiterlesen … (PDF)
Der Workshop widmet sich der interdisziplinären und -sektionalen Beschäftigung mit internationalen Musikwettbewerben der letzten 100 Jahre als Schnittfelder von Kunst, Gesellschaft und Politik. Mögliche Themenfelder sind:
– Politische Kontexte: Kulturpolitik und geopolitische Konflikte; internationale Repräsentation und nationale Profilbildung; Globalisierung und Renationalisierung.
– Soziale Strukturen und Karriereentwicklung: Soziale Selektion (Geschlecht, Klasse, Herkunft); Professionalisierung und Sichtbarkeit
– Ästhetische Bewertung: Bewertungskriterien und -logiken; Vergleichbarkeit musikalischer Leistungen
– Repertoire: Programmgestaltung; Kanonbildung; Interpretation
– Institutionalisierte Netzwerke: Transnationale Kooperationen in (geo)politischen Krisenzeiten
– Medien und Öffentlichkeit: Vermittlung von Juryurteilen; kulturpolitische Interessensvertretung
Quelle: HSozKult (Web)

Worlds project, Jewish Country Houses, Univ. of Groningen / Kasteel de Haar; Sasha Goldstein-Sabbah (Univ. of Groningen), Laurien Vastenhout (NIOD Institute for War, Holocaust and Genocide Studies), and Sietske van der Veen (Univ. of Amsterdam)
Katholische Stiftungshochschule München; Raika Lätzer und Marion Gerards
Arbeitskreis Historische Frauen- und Geschlechterforschung (AKHFG); Interdisziplinäres Zentrum für Geschlechterforschung (IZG); Abteilung für Geschichtswissenschaft der Univ. Bielefeld 