Presentation: Michael L. Miller and Judith Szapor: Quotas: The „Jewish Question“ and Higher Education in Central Europe, 1880-1945, 17.06.2025, Vienna

Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) (Web)

Time: 17.06.2025,18:00-19:30
Venue: Yung Yidish Wien, Lilienbrunng. 18, 1020 Vienna

In 1920, the Hungarian parliament introduced a Jewish quota for university admissions, making Hungary the first country in Europe to pass antisemitic legislation following World War I. Quotas explores the ideologies and practices of quota regimes and the ways quotas have been justified, implemented, challenged, and remembered from the late nineteenth century until the middle of the twentieth century. In particular, the volume focuses on Central and Eastern Europe, with chapters covering the origins of quotas, the moral, legal, and political arguments developed by their supporters and opponents, and the social and personal impact of these attempts to limit access to higher education.

The book will be presented by editors Judith Szapor and 
Michael L. Miller. The discussion is moderated by Éva Kovács.

  • Michael L. Miller and Judith Szapor (Eds.) Quotas: The „Jewish Question“ and Higher Education in Central Europe, 1880-1945, Berghahn Books, New York, Oxford, 2024 (Web).

Judith Szapor is associate professor in the Department of History and Classical Studies, McGill Univ. in Montreal, Canada. Her latest monograph, Hungarian Women’s Activism in the Wake of the First World War: From Rights to Revanche was published in 2018. In her current project, she explores the intended and unintended impact of the numerus clausus on Hungarian Jewish women and families.

Michael L. Miller is head of the Nationalism Studies Program at Central European Univ. in Vienna, Austria. He is Continue reading →

Klicktipp: Sammeln | Collecter, FemInfo 67/2024, hg. von Vera Blaser und Sarah Probst (Open Access)

FemInfo 67/2024: Sammeln|Collecter, hg. von Vera Blaser und Sarah Probst (Web)

2024 haben Vera Blaser und Sarah Probst für Frauengeschichte(n) (Bern) eine Sonderausgabe der Schweizer Zeitschrift FemInfo zum Thema „Sammeln|Collecter“ herausgegeben. Diese ist jetzt auf der Website frei verfügbar.

Beiträge (PDF)
– Schlimmer als befürchtet und besser als gehofft – von Li Gerhalter
– Welche Geschichte des Feminismus wird gesammelt? – von Lena Joos
– Von Papier, Raum und Bewegungen – Géraldine Beck, Judith Grosse, Simona Isler und Yvonne Pesenti im Gespräch mit Vera Blaser und Sarah Probst
– Feministische Handlungsfelder im Museum – von Anna Jungmayr und Alina Strmljan
– Raum schaffen – von Tamara Suter

Editorial: „Sammeln als Praxis feministischer Bewegungen ist kein neues Anliegen. Bereits im frühen 20. Jhd. bemühten sich Akteurinnen der Frauenbewegung um die Gründung eigener Archive und Bibliotheken. Dennoch lautete der Refrain eines Liedes, das feministische Aktivistinnen in den 1970er-Jahren an Demonstrationen oder Frauenfesten sangen: «Wir, die keine Geschichte haben…». Das Bedürfnis von Feministinnen, die eigene Geschichte zu dokumentieren, war über Generationen hinweg zentral, wobei jede Generation aufs Neue die Wichtigkeit von Sammeln als eine politische und feministische Praxis entdeckte.
Sammeln war und ist eine Notwendigkeit, die sich aus den Leerstellen der patriarchal strukturierten Archiv-, Forschungs- und Kulturlandschaft ergibt. Eine feministische Initiative, die diesen Leerstellen entgegentrat, ist das Buch Frauengeschichte(n) von 1986. Das Grundlagenwerk feministischer Geschichtsforschung erschien 2021 in einer ergänzten Neuauflage. Unter www.frauengeschichte-n.ch sammelt und kuratiert unser Verein seither digital Quellen zur jüngsten Frauengeschichte in der Schweiz. Der Begriff «Sammeln» schien uns ein geeigneter Ausgangspunkt, um unterschiedliche Disziplinen und Praxisfelder einem feministischen Blick zu unterziehen: Wie gelangen Quellen der Frauen- und Feminismusgeschichte in Archive? Wie werden sie genutzt? Welche Quellen finden den Weg ins Museum? Und wie werden sie in Ausstellungen vermittelt? Das Heft macht diesen Fächer auf und beleuchtet feministische Praktiken des Archivierens, Forschens, Vermittelns und Kuratierens.“

FemInfo (Fem*Fém) und FemWiss – Verein feministische Wissenschaft Schweiz Continue reading →

Conference: Knowledge from the margins, marginal knowledge? Sources, scope, and legitimacy of critical economic knowledge, 12.-13.06.2025, Grenoble

Pierre Alayrac, Univ. Paris 8 Vincennes-Saint-Denis, Simon Godard, Sciences Po Grenoble/Centre Marc Bloch, Berlin, Tobias Rupprecht, Freie Univ. Berlin/Univ. zu Köln

Time: 12.-13.06.2025
Venue: Grenoble, France

Programme

Thur. 12.06.2025

13:00 Keynote lecture by Olessia Kirtchik (EHESS, Paris)

14:45 Session 1: Margins from above? Beyond the equation of margins with heterodoxy in economics | Chair: Laurent Warlouzet (Paris Sorbonne Univ.)

  • Benjamin Riviale (Univ. of Nanterre): “New Men of Power” in a “European Show”? Trade union and Socialists officials in the congresses for a united Europe (1948-1957)
  • Benjamin Castelanelli (Univ. Paris 8): A relational marginality: the cyclical legitimation/marginalization of the idea of a Tobin tax on financial transactions

16:45 Session 2: Assessing the marginality of women’s economic discourses | Chair: Cléo Chassonnery-Zaïgouche (Univ. of Bologna)

  • Juliette Blayac (Univ. Lyon 2): Rethinking Economic Expertise from the Margins: Jack London, Jessica Peixotto, and the Paradox of Thrift
  • Veronika Helfert (Univ. of Vienna): Production and transfer of economic expertise: The case of labour women and civil servants in Austria and internationally, 1960s–1980s
  • Alexandra Ghit (Univ. of Vienna): Rural economic know-how: Peasant women, women sociologists and the study of provisioning in interwar Romania Continue reading →

CfP: Demokratie stärken. Feministische Perspektiven auf Geschlecht, Politik und Gesellschaft (11/2025, Halle-Wittenberg); bis: 01.08.2025

14. Landesweiter Tag der Genderforschung in Sachsen-Anhalt (Web)

Zeit: 20.11.2025
Ort: Martin-Luther-Univ., Halle-Wittenberg
Einreichfrist: 01.08.2025

Das Erstarken rechtpopulistischer und antifeministischer Positionen bleibt nicht ohne Folgen für Geschlechtergerechtigkeit. Nicht nur aus globaler Perspektive, sondern auch mit Blick auf die Entwicklungen in Deutschland und Sachsen-Anhalt werden gleichstellungspolitische Erfolge zunehmend in Frage gestellt. Finanzielle Unterstützung von Programmen für Frauen und marginalisierte Gruppen stehen zur Disposition, Hate Speech gegen Frauen und LGBTIQ+-Personen nimmt zu, politische Teilhabe von Frauen wird erschwert. Auch Wissenschaftlerinnen und speziell Genderforscher*innen sehen sich zunehmend Anfeindungen ausgesetzt. Gerade in Sachsen-Anhalt sind geschlechterpolitische Debatten eng mit Fragen nach sozialer Gerechtigkeit, ökonomischer Entwicklung und politischer Partizipation verknüpft. Die Diskussion um Wechselwirkungen zwischen demokratischen Strukturen, Geschlechterverhältnissen und gesellschaftlichem Zusammenhalt ist daher nicht nur von hoher Relevanz, sondern auch von großer Dringlichkeit.
Die Auseinandersetzung mit Antifeminismus, demokratiefeindlichen Tendenzen und Strategien der Gegenwehr ist daher von besonderer Bedeutung. Gender Studies leisten hierzu einen wichtigen Beitrag, indem sie demokratische Strukturen kritisch analysieren und Perspektiven für eine gerechte und inklusive Gesellschaft aufzeigen. Der 14. Landesweite Tag der Genderforschung verortet sich vor diesem Hintergrund an den Schnittstellen von Gender-, Demokratie- und Partizipationsforschung und widmet sich der Frage, wie feministische Perspektiven zur Stärkung demokratischer Strukturen und zur Bekämpfung demokratiefeindlicher Tendenzen beitragen können.

Willkommen sind Beiträge, die sich u.a. mit folgenden Fragestellungen auseinandersetzen:
– Verantwortung der Wissenschaft für eine starke Demokratie
– Feministische Widerstandsformen und -bewegungen
– Weiterlesen … (PDF)

Quelle: Gender Campus

Symposium: GENDERFORSCHUNG@UniGraz, 26.06.2025, Graz

Univ. Graz: Koordinationsstelle für Geschlechterstudien und Gleichstellung in Kooperation mit dem Cluster Gender des Forschungsnetzwerks Heterogenität und Kohäsion sowie dem Doktoratsprogramm Interdisziplinäre Geschlechterstudien (Web)

Zeit: Do., 26.06.2025, 13:30-18:00 Uhr
Ort: Univ. Graz, ReSoWi
Anmeldung bis 08.06.2025 (Web)

Die Idee der Symposien “GENDERFORSCHUNG@UniGraz” ist es, dass Personen, die zu einschlägigen Themen arbeiten und noch nicht (so) lange an der Univ. Graz sind, sich und ihre Arbeit in kurzen Vorträgen vorstellen und in angenehmer Atmosphäre in Austausch mit Personen kommen, die schon länger im interdisziplinären Feld der Genderforschung bzw. angrenzenden Forschungsfeldern an der Univ. Graz tätig sind.

Programm

13:30 Uhr | Begrüßung: Mireille van Poppel (Vizerektorin für Internationalisierung und Gleichstellung), Sarah Zapusek (Koordinationsstelle für Geschlechterstudien und Gleichstellung) und Heidrun Zettelbauer (Inst. für Geschichte/Kultur- & Geschlechtergeschichte)

14:00 Uhr | Panel “Kollektive Anrufungen – biographische Aushandlungen” | Moderation: Sarah Zapusek

  • Martina Bär: Aktueller christlicher Nationalismus in Österreich und seine misogyne Politik. Ein theologischer Weckruf
  • Anna Kainradl: „Jede Falte hat was zum Erzählen“ Aushandlungen von Gerechtigkeit bei älteren Menschen mit Migrationsbiographie aus der Perspektive Epistemischer Ungerechtigkeit

15:00 Uhr | Posterausstellung & Pause *)

15:30 Uhr | Panel “Physische Räume – soziale Beziehungen” Continue reading →

Vortrag: Vida Bakondy und Martina Scholger: Der fotografische Nachlass von Jovan Ritopečki und das digitale Bildrepositorium VISMIG, 10.06.2025, Wien und virtueller Raum

Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW): Vortragsreihe „Balkanforschung an der ÖAW“ (Web)

Zeit: Di., 10.06.2025, 18:00 Uhr
Ort: ÖAW, PSK-Gebäude, Georg-Coch-Pl. 2, 1010 Wien, 4. Stock – und virtueller Raum
Zur Onlineveranstaltung (Web)

Sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Aspekte der jugoslawischen Arbeitsmigration nach Österreich sind mittlerweile gut erforscht. Neue Einblicke bieten alltags- und mikrogeschichtliche Zugänge, die historische Migrationserfahrungen sowie alltagskulturelle Praktiken und ihre transnationale Verflechtung untersuchen. In diesem Kontext rücken zunehmend visuelle Quellen ins Zentrum der Forschung, insbesondere Fotografien, die eine zentrale Rolle für die Selbstverortung in der Migration und als Kommunikationsmittel spielen.
Am Beispiel des Fotonachlasses von Jovan Ritopečki (1923-1989) geht die Historikerin Vida Bakondy dem Potential von Fotografien für die historische und kulturwissenschaftliche Forschung zur jugoslawischen Arbeitsmigration nach. Jovan Ritopečki war ein jugoslawischer Fotograf und Bildjournalist, der in den 1970er und 1980er Jahren als Bildchronist der jugoslawischen Community in Österreich bekannt wurde. Welche Erkenntnisse liefert sein fotografischer Nachlass über fotografische Praktiken, Auswahlprozesse und Strategien der Sichtbarmachung von Migration? Gemeinsam mit der Digital Humanist Martina Scholger wird im Rahmen des Vortrages auch die Konzeption und Umsetzung der digitalen Bildsammlung VISMIG präsentiert. Diese bietet eine thematisch aufbereitete Auswahl aus Ritopečkis umfangreichem Werk. VISMIG ist Teil der online Bildplattform „VASE – Visual Archive Southeastern Europe“ (Web) und entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Digitale Geisteswissenschaften der Univ. Graz.

Vida Bakondy ist Historikerin und Kulturwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Visual Studies. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Hertha-Firnberg-Postdoc Stipendiantin im Forschungsbereich Balkanforschung des IHB der ÖAW mit dem vom FWF geförderten Projekt „Visualisierung migrantischer Lebenswelten. Jovan Ritopečkis fotografische Dokumentation der Arbeitsmigration (T 1083)“. Continue reading →

Tagung: Briefkulturen – Perspektiven ihrer Erforschung, 16.-17.06.2025, Berlin – und virtueller Raum

Internationale Abschlusstagung des Projekts „Der deutsche Brief im 18. Jahrhundert“; Baptiste Baumann, Elisabeth Décultot, Stefan Dumont, Katrin Fischer, Ruth Sander und Thomas Stäcker (Web)

Zeit: 16.-17.06.2025
Ort: Berlin – und virtueller Raum
Anmeldung bis: 11.06.2025

Über die kulturhistorische Dimension von Briefen haben sich in den letzten Jahrzehnten neue, inter- und transdisziplinäre Ansätze herausgebildet, die die Zugänge zur Geschichte des Briefs in der Neuzeit erweitert haben. Der dadurch entwickelte Ansatz, das Phänomen ‚Brief‘ in seiner historischen Komplexität und Vielschichtigkeit abzubilden, hat an Aktualitäts nichts verloren. Dabei ist insbesondere die ‚Briefkultur’ zu einem begrifflichen Ankerpunkt einer Kulturgeschichte neuzeitlicher (v.a. europäischer) Gesellschaften geworden, welche vermehrt auf schriftbasierte Kommunikation angewiesen sind.
Die Tagung setzt bei der Pluralität der mit der neuzeitlichen Briefkultur verbundenen Fragestellungen an, denen Forscherinnen und Forscher in Abhandlungen, Einzeluntersuchungen und Fallstudien, in Erschließungsprojekten, kommentierten Editionen und weiteren digitalen Editionsformaten unterschiedlich nachgehen. Dem Ziel einer übergreifenden Erschließung von Briefen des langen 18. Jhds. hat sich das 2022 begonnene DFG-Projekt verschrieben, das aus einer Kooperation zwischen dem Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung (Halle an der Saale), der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt entstanden ist. Im Projekt werden erstmals eine umfassende digitale Datenbasis zu Korrespondenzen und Briefeditionen des langen 18. Jhds. im deutschsprachigen Raum geschaffen. Die Abschlussveranstaltung widmet sich den Ergebnissen und Perspektiven aus dem Kooperationsprojekt sowie aus der aktuellen Briefforschung und dem übergreifenden Diskurs um die Briefkultur(en) des 16. bis 19. Jhds.

Programm (Web)

Mo., 16.06.2025

  • 13:00: Eröffnung und Einführung
  • 14:00: Christoph Strohm (Heidelberg): Der Brief als Schlüsselmedium bei der Bildung konfessioneller Gesinnungsgemeinschaften im 16. Jhd.
  • 14:30: Katrin Keller (Wien) online: Die Fürstin schreibt. Strukturen weiblicher Korrespondenzen am Beispiel von Kaiserin Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg (1655-1720) Continue reading →

Vortrag: Barbara Stollberg-Rilinger: Der König und 80.000 Mätressen: Zur Biographie Friedrich Wilhelms I. in geschlechtergeschichtlicher Perspektive, 16.06.2025, virtueller Raum

The international research network on „Military, War, and Gender/Diversity“ (MKGD): MKGD Online Research Colloquium (Web)

Time: Mo., 16.06.2025, 4:00-6:00 pm (CET)
Venue: virtual space (Web)

The monthly colloquium of the research network „Military, War, and Gender/Diversity“ (known by its German acronym MKGD) continues in the this summer semester. The recently enlarged team of organizers is very much looking forward to welcoming you online! (Web)

Barbara Stollberg-Rilinger: Der König und 80.000 Mätressen: Zur Biographie Friedrich Wilhelms I. in geschlechtergeschichtlicher Perspektive
Frederick William I’s relationship with his army was considered bizarre by his contemporaries. His wife sarcastically called his soldiers his “mistresses”. It was the masculine, woman-despising habit of violence of a sergeant that the king made into the new hegemonic ideal of masculinity, albeit paired with pious moral strictness. Both – his relationship to women and to the army – represented a radical break with what was customary at the European courts. Yet, it was precisely these obsessions, which his contemporaries noted with extreme astonishment, that were credited to him as virtues by later historians. The lecture explores the question of what a biography of this royal outsider can contribute to the history of the military, physicality and gender relations. (Presentation in German.)

Moderation: Marian Füssel (Georg August Univ. Göttingen)

Barbara Stollberg-Rilinger has been Rector of the Wissenschaftskolleg zu Berlin since 2018 and previously taught early modern history at the Univ. of Münster. Her main areas of research are the cultural history of the political, early modern rituals and symbols, practices and procedures. Her most recent publications are: Maria Theresa: The Habsburg Empress in Her Time (Princeton UP, 2022); Tyrannen: Eine Geschichte von Caligula bis Putin, ed. with André Krischer (C.H. Beck, 2022).

Full programme of the colloquium (Web)

Vortrag: Andrea Griesebner: Ehebruch als anerkannter Scheidungsgrund? Eheprozesse vor katholischen Konsistorien im Erzherzogtum Österreich ab 1550, 04.06.2025, viruteller Raum

Medievalia. Interdisziplinäres mediävistisches Forschungskolloquium „Ehe – Ehebruch – Trennung“; Cristina Andenna und Julia Zimmermann (Web)

Zeit: 04.06.2025, 18.30-20.00 Uhr
Ort: virtueller Raum – via Graz

Die Professur für Geschichte des Mittelalters der Univ. des Saarlandes in Kooperation mit dem Fachbereich Germanistische Mediävistik der Univ. Graz lädt herzlich ein zum Online-Vortrag von Andrea Griesebner (Projekt „Ehen vor Gericht 3.0″, Univ. Wien): Ehebruch als anerkannter Scheidungsgrund? Eheprozesse vor katholischen Konsistorien im Erzherzogtum Österreich ab 1550.

Online Zugang: https://uni-graz.zoom.us/j/67698561802?pwd=JJDraGLX4r9ECyWFcwToyi79BGGW0P.1 | Meeting-ID: 676 9856 1802 | Kenncode: 359928

Kontakt: Julia Zimmermann (julia.zimmermann@uni-graz.at) und Cristina Andenna (cristina.andenna@uni-saarland.de)

Andrea Griesebner ist Univ.-Professorin für Neuere Geschichte am Institut für Geschichte der Univ. Wien und Leiterin des Projekts „Ehen vor Gericht 3.0. Eheprozesse zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert. Regionale und soziale Verortung“. Projektwebsite: (Web)

Vortrag: Daniel Gunz: Uniformierte Begierde. Gleichgeschlechtliche Sexualität in den Streitkräften der Habsburgermonarchie (1855-1918), 05.06.2025, Wien

Institut für Historische Sozialforschung (Web)

Zeit: 05.06.2025, 18:30 Uhr
Ort: FAKTory. Literatur, Wissen und Beratung für Studierende, Universitätsstr. 9, 1010 Wien
Anmeldung (Web)

Sexuelle Handlungen zwischen Männern wurden im Militär der Habsburgermonarchie durch das Militärstrafgesetz unter Strafe gestellt. Militärgerichtsakten geben Aufschluss über den Umgang des Militärs mit Soldaten, die gegen das Gesetz verstießen. Dabei beschäftigten sich die Richter vor allem mit sexuellen Übergriffen, die Vorgesetzte an ihren Untergebenen begingen oder mit Soldaten, die Kapital aus dem Anbieten sexueller Dienstleistungen gewinnen wollten. Darüber hinaus zeigen sich Unterschiede zwischen der Militär- und der Zivilgerichtsbarkeit. Homosexualität spielte nur eine untergeordnete Rolle, im Fokus standen sexuelle Handlungen. Für die militärische Männlichkeit war dieser Blickwinkel von großer Bedeutung.

Daniel Gunz ist DOC-Stipendiat der österreichischen Akademie der Wissenschaften und Doktorand an der Univ. Wien. Seine Forschung umfasst das 19. und 20. Jhd. sowie Militär-, Sexualitäts- und Gewaltgeschichte.