Gosteli-Gespräche 2026: Über Grenzen verbunden: Schweizerische Frauenbewegungen und ihre transnationalen Verflechtungen, 04.-05.06.2026, Zürich

Gosteli-Archiv Geschichte schweizerischer Frauenbewegungen und Schweizerisches Sozialarchiv Zürich (Web)

Zeit: 04.-05.06.2026
Ort: Univ. Zürich
Anmeldung bis: 31.05.2026

Schon die frühen Schweizer Frauenbewegungen waren von transnationalen Debatten beeinflusst und mit ihnen vernetzt. Schweizer Aktivist:innen nahmen an internationalen Konferenzen teil, gründeten Organisationen, die über Grenzen hinweg wirkten, und knüpften an feministische Kämpfe in anderen Regionen an. Dabei wurde nicht nur transnationales Wissen rezipiert, sondern auch eigenständige Impulse in internationale Diskurse eingebracht und der Austausch von Erfahrungen, Ideen sowie Strategien gepflegt.
Die Gosteli-Gespräche 2026 fokussieren die Verflechtungen, Übersetzungsprozesse und Spannungen zwischen schweizerischen Frauenbewegungen und transnationalen Feminismen.

Programm (PDF)

Panels: Orte und Begegnungen – lieux et rencontres – Places and Encounters | Grenzen und Zusammenschlüsse – Frontières et alliances | Arbeit und Ökonomie – Travail et économie | Biografien und Ideen – Biographies et idées

Keynote von Rita Segato (Prof. em. Univ. Brasília, Gastprofessorin em. Princeton Univ.)
Moderation: Isis Giraldo

Quelle: HSozKult (Web)

Vorträge: Sonja Kmec: Linda Bandára und die Erkundung musikalischer Zwischenräume (Java 1881-Wien 1960), 19.05.2026 und 11.06.2026, Wien

Sonja Kmec, Univ. du Luxembourg: Projekt „Musik und Gender in Luxemburg“ (Web)

Forschungswerkstätte: Musik als Identitätssuche. Memoiren und Kompositionen von Linda Bandára (Java 1881–Wien 1960)
Zeit: 19.05.2026, 17.00-18.00 Uhr
Ort: Loos-Räume der Wienbibliothek, Bartensteing. 9, 1. Stock, 1010 Wien
Freier Eintritt, Anmeldung (Web)

Programm
– Begrüßung: Evelyne Luef, Wienbibliothek im Rathaus
– Vortrag: Sonja Kmec, Univ. du Luxembourg, Maison Sciences Humaines
– Klavier: Henk Mak Van Dijk
– Moderation: Evelyn Szabo, Wienbibliothek im Rathaus

Vortrag: Der Klang der Sehnsucht: Die symphonische Dichtung „Ländliche Stimmungsbilder aus Java“ (1922) der Komponistin Linda Bandára
Zeit: 11.06.2026, 18.00-19.30 Uhr
Ort: ÖGM – Österreichische Gesellschaft für Musik, Hanuschg. 3, 1010 Wien
Freier Eintritt, keine Anmeldung erforderlich (Web)

Linda Bandára kam 1881 als Siegelinde Leber auf die Welt und war die Tochter eines österreichischen Offiziers und Arztes in niederländisch-ostindischen Diensten. Ihr Vater Johann Leber und ihre Mutter Marie Anna Antonie Teutschmann zogen die Tochter auf einer entlegenen Plantage auf Java in Niederländisch-Indien (heute Indonesien) auf. Ende des 19. Jhds. begann die junge Frau zu komponieren. Sie richtete sich ihr Leben zwischen Wien und Java ein und versuchte auch in ihrem Werk, die Klangwelten dieser sehr verschiedenen Orte zu vereinen.
Im Forschungsprojekt Musik und Gender in Luxemburg entdeckte das Forschungsteam in der Großherzoglichen Bibliothek im Sommer 2025 eine handschriftliche Partitur der heute kaum noch bekannten Musikerin und folgte ihrer Spur nach Wien. Projektleiterin Sonja Kmec erzählt in der Forschungswerkstatt, was sie bisher in Wien zu Bandáras Leben und Werk fand, gibt Einblicke in das international vernetzte Projekt zu Komponistinnen, Interpretinnen und Musikpädagoginnen und beleuchtet Bandáras Handlungsspielraum als Frau in einer von Männern dominierten Musikszene wie auch ihr Selbstverständnis als musikalische Brückenbauerin zwischen den Kulturen in Zeiten des Kolonialismus.

Symposium & Workshop: Musik_Familie. Kulturwissenschaftliche Perspektiven, 27.-30.05.2026, Wien

FWF-Forschungsprojekt „Musikerfamilien: Konstellationen und Konzepte“ (Web)

Zeit: 27.-30.05.2026
Orte: Anton-von-Webern-Pl. 1, 1030 Wien und Seilerstätte 26, 1010 Wien

Programm (Web)

  • Keynote: Beatrix Borchard (Hamburg): Namen als door-opener – Namen als Last
  • Panels: Konstellationen: Familie aushandeln | Familie (be)schreiben | Familie und/als Institution | Familie in Musik | Repräsentation & Politik | Mobile Familien
  • Workshop für Early Stage Researcher

Musik_Familie – die Lücke zwischen Musik und Familie lädt zum Gedankenspiel ein: Wie wäre die Lücke zu füllen? Man könnte an „Musik in Familie“ denken, im Sinne von Hausmusik oder der musikalischen Ausbildung im familialen Umfeld, aber auch die Weitergabe musikalischer Fähigkeiten über Generationen hinweg. Im Zusammenhang mit Richard Strauss’ Sinfonia domestica oder zahlreichen Opern, Balladen, Liedern etc., in denen Familie zum Thema wird, wäre von „Musik über Familie“ zu sprechen. Und welche Rolle spielt „Musik für Familie“? Aspekte wie Identität, Inszenierung und Erinnerung kommen in den Sinn. „Musik von Familie“ rückt Familienensembles in den Fokus, aber auch andere Arten des gemeinschaftlichen (musik)kulturellen Handelns. Meist begegnet uns der Konnex von Musik und Familie in Form eines zusammengesetzten Wortes: Musikerfamilie. So manche Künstler:innen-Vita, so mancher Eintrag in Musiklexika beginnt mit der standardisierten Floskel „… stammt aus einer Musikerfamilie“.
Das internationale und interdisziplinäre Symposium widmet sich der Spezifik des Musikalischen im Zusammenhang mit familialen Konstellationen in seiner gesamten historischen Breite. Es will den Raum für interdisziplinäre Diskussionen öffnen und richtet sich an historisch-kritisch Forschende verschiedener Disziplinen, die sich mit familialen Konstellationen und Konzepten im Kontext musikbezogener Tätigkeitsfelder auseinandersetzen.

„Musikerfamilien: Konstellationen und Konzepte“: Felix Dieterle, Clemens Kreutzfeldt, Julia Lenart, Bettina Schuster und Melanie Unseld

Klicktipp: VALIE EXPORT Online-Archiv – Recherche-Portal für feministische Medien- und Performancekunst

VALIE EXPORT Center Linz (Web)

Das VALIE EXPORT Center Linz wurde 2015 eingerichtet. Es erschließt, erforscht und vermittelt den Vorlass der Medienkünstlerin VALIE EXPORT. Als inter­national ausge­­richtetes Forschungs­zentrum fördert es die künstlerische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit feministischer Medien- und Performancekunst. Organisatorisch ist das VALIE EXPORT Center Linz eine Kooperation der Stadt Linz mit dem LENTOS Kunstmuseum Linz und der Kunstuniversität Linz.

VALIE EXPORT Online-Archiv
Das VALIE EXPORT Online-Archiv bietet als virtuelle Plattform erste Einblicke in den Archivbestand des VALIE EXPORT Centers. Der offene Zugang zu ausgewählten Quellen ist der erste Abschnitt einer langfristig angelegten Digitalisierungsstrategie. Der Inhalt des Portals wird im Rahmen eines Forschungsprojekts kontinuierlich erweitert werden. Weiterlesen … (Web)

Ordnungsprinzipien im Archiv
VALIE EXPORT hat die Materialien selbst gebündelt und in nummerierten Ordnern und Schachteln abgelegt. Diese Zusammenstellungen und Verweisstrukturen wurden im (Online-)Archiv als Ordnungsprinzip übernommen.
Der webbasierte Zugang gewährleistet die Sichtbarkeit der Materialsammlung, die VALIE EXPORT seit Beginn ihrer künstlerischen Tätigkeit in den 1960er Jahren angelegt, fortwährend erweitert und kuratiert hat. Die Archivalien werden vom Team des VALIE EXPORT Centers sowie von internationalen Forschenden, Künstler*innen und Expert*innen tiefenerschlossen. Die Beschreibungen, Einordnungen und Kontextualisierung der Archivalien erleichtern die individuellen Recherchen der Nutzer*innen. Das Online-Archiv bieten Forschenden eine Übersicht über den Bestand und ermöglicht eine erste Einschätzung, um gezielte Recherchen vor Ort planen zu können. Aus rechtlichen Gründen (Urheber:innen-, Persönlichkeits- und Nutzungsrechte) werden bestimmte Archivalien online nicht angezeigt, ihre Metadaten sind jedoch durchsuchbar.

Quelle: https://frida.at (Web)

Talk: Alexandra Ghiț: Women and Austerity in Interwar Bucharest: A Gendered Social Question? (7. F*GG LAB), 11.06.2026, Vienna

7. F*GG LAB: Geschlecht historisieren. Frauen*- und Geschlechtergeschichte vernetzen: Reihe des Forschungsschwerpunktes F*GG der historisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät der Univ. Wien (Web)

Time: 11.06.2026, 19.00 Uhr
Venue: RECET festival tent, Campus of the University of Vienna („Altes AKH“), Spitalg. 2-4/Hof 1, 1090 Wien

Alexandra Ghiţ’s book ‚Welfare Work Without Welfare‘ (De Gruyter, 2025) (Web) argues that women activists, workers, and homemakers in the Romanian capital Bucharest ensured others‘ well-being in the interwar period through their „austerity welfare work“. The book offers a novel interpretation of state-society relations after the First World War, showing that unpaid labor and gender relations were crucial in responding to economic crisis in an Eastern European urban setting and beyond. ‚Welfare Work Without Welfare‘ contributes to the historicization of social reproduction work and the rethinking of the history of welfare states.

Programme
– Introduction by Alexandra Ghiţ and a commentary by Manca G. Renko
– Panel discussion with Alexandra Ghiţ and Manca G. Renko moderated by Johanna Gehmacher
– Afterwards: Drinks and snacks at the RECET festival tent

Alexandra Ghiț is a researcher in the „History of Feminist Political Thought and Women’s Rights Discourses in East Central Europe 1929-2001 (HERESSEE)“ project at the Univ. of Vienna (Web)

F*GG LAB: Natascha Bobrowsky and Paula Lange (Organisers F*GG LAB), Johanna Gehmacher and Dietlind Hüchtker (Speakers FSP und Doc-School Cluster F*GG)

CfP: Femi(ni)zid (Publikation); bis: 01.09.2026

Fem*Fém 72 in Zusammenarbeit mit NADIA BRÜGGER (StopFemizid) (Web)

Einreichfrist: 01.09.2026

129 Femi(ni)zide. So viele patriarchale Morde hat das Rechercheprojekt StopFemizid in der Schweiz seit 2020 erfasst (Stand: 25.2.2026). In der Schweiz gibt es nach wie vor keine offizielle Stelle, die Femizide aufzeichnet und analysiert. Die massive alltägliche Gewalt, welcher Frauen und queere Menschen ausgesetzt sind, ist in den vergangenen Jahren dank feministischer Grundlagenarbeit erneut verstärkt zum Thema gemacht worden. Die Begriffe «Femizid» und «Feminizid» werden innerhalb aktivistischer wie wissenschaftlicher Kreise verwendet, um Tötungsdelikte an Frauen insbesondere im Kontext von Gewalt in heterosexuellen Paarbeziehungen präzise zu benennen und auf deren politische Dimension hinzuweisen. Femi(ni)zide sind dabei nur die «Spitze des Eisbergs» der geschlechtsspezifischen Gewalt. Tötungen von Frauen geschehen in einer gesellschaftlichen Atmosphäre, die patriarchale Gewalt ermöglicht und befördert. Dem binären Geschlechterverhältnis nach, das Weiblichkeit abgrenzt und abwertet, ist Männergewalt an Frauen kein Fehler im System, sondern einer der zentralen Pfeiler des kapitalistischen Patriarchats.
Die feministische Bewegung Ni Una Menos (dt. «Nicht eine weniger») kämpft gegen Femi(ni)zide und formuliert gleichzeitig eine Utopie der Gewaltfreiheit für alle Menschen. Dafür braucht es eine grundlegende Veränderung unserer Wirtschafts-, Lebens- und Beziehungsweisen und eine feministische Antwort auf den Umgang mit Körpern, Kapital und Boden. Wir wollen folgende und weitere Forschungsfragen anregen: Welche (queer-)feministischen und intersektionalen Analysen braucht es heute, um Femi(ni)zide in ihrer Tragweite für die Gesellschaft zu verstehen? Welche Methoden und Ansätze halten explizit antirassistische, abolitionistische und transfeministische Analysen bereit, an die wir anschliessen können? Welche Begrifflichkeiten bieten sich für die präzise Analyse von Femi(ni)ziden besonders an? Welche Strategien sind zu wählen, um dem «Krieg gegen Frauen» (Verónica Gago) auch und gerade in Zeiten antifeministischer Backlashs und faschistischer Tendenzen entschlossen und kollektiv entgegenzutreten? Weiterlesen … (PDF)

Quelle: GenderCampus (Web)

Book Presentation: Anna Di Lellio and Garentina Kraja: The Strongest Link: An Oral History of Wartime Rape Survivors in Kosovo, 19.05.2026, Vienna

Fachbibliothek Zeitgeschichte, Institut für Zeitgeschichte der Univ. Wien: Reihe „*at the Library“ (Web)

Zeit: Di., 19.05.2026, 18:30 Uhr
Ort: Fachbibliothek Zeitgeschichte, Campus der Univ. Wien, Spitalg. 2-4, Hof 1, 1090 Wien

Programm

  • Begrüßung: Markus Stumpf | Fachbibliothek Zeitgeschichte, Univ. Wien
  • Einleitende Worte: Zsófia Lóránd | Institut für Zeitgeschichte, Univ. Wien
  • Buchvorstellung: Anna Di Lellio | Soziologin, Journalistin
  • Podiumsdiskussion: Anna Di Lellio | Soziologin, Journalistin, Elissa Helms | Central European Univ., Wien, Elife Krasniqi | Institut für Geschichte, Univ. Graz
  • Im Anschluss Brot und Wein

From February 1998 until June 1999, a war between the forces of the Federal Republic of Yugoslavia and the separatist Kosovo Liberation Army ravaged Kosovo. The counterinsurgency quickly turned into a state-led campaign of ethnic cleansing that resulted in the killing, deportation, and rape of thousands of Albanian civilians. While it is estimated that over 20,000 women were victims of sexual violence during the war, for nearly two decades after its end, few survivors have come forward to publicly discuss what they endured.
In The Strongest Link, Anna Di Lellio and Garentina Kraja aim to break that silence by presenting an oral history of women who survived weaponized rape during the Kosovo War. In their own voices, twenty women describe the war’s terror, as well as the nightmares that still haunt them today. Through these narratives, readers are given a glimpse into what it’s like to be a woman whose life has been altered and undone by a violent regime, war, and patriarchal rules. We see how these women suffered, but also how they exhibited immense bravery and an unflagging dedication to their families and communities.
Di Lellio and Kraja contextualize these narratives within a history of state repression, ethnic cleansing, and lack of justice. By weaving these women’s stories together and placing them within a chronological storyline, these stories can be read as one might listen to a choir: Each woman’s unique voice and story can be heard, but their power lies in a shared song, a story of courage and strength. Continue reading

Filmvorführung: Die göttliche Ordnung (CH 2017), 20.05.2026, Wien

Arbeiter:innenkammer Wien (Web)

Ort: Stadtkino im Künstlerhaus Wien, Akademiestr. 13, 1010 Wien
Zeit: Mi, 20. Mai 2026, 17.30 Uhr
Auf Einladung der AK bei freiem Eintritt. Anmeldung/Tickets (Web)

„Frauen in der Politik, meine Damen, das ist schlichtweg gegen die göttliche Ordnung.“ Schweiz, 1971. In der Abgelegenheit eines dörflichen Idylls lebt Nora, Hausfrau und Mutter. Ihr Alltag geprägt von festen Rollenbildern und scheinbar unverrückbaren gesellschaftlichen Erwartungen. Unpolitisch und angepasst folgt ihr Leben klaren Strukturen, bis die bevorstehende Volksabstimmung über das Frauenwahlrecht diese Ordnung ins Wanken bringt. Während Stimmen laut werden, die den politischen Anspruch von Frauen als widernatürlich zurückweisen, beginnt Nora, das Selbstverständliche zu hinterfragen. Zögerlich, dann mit wachsender Entschlossenheit engagiert sie sich für Gleichberechtigung und stößt dabei auf Widerstände, die bis in ihr engstes Umfeld reichen.

Programm

  • Einführung: Veronika Helfert (Historikerin, Central European Univ.)
  • Filmvorführung: Die göttliche Ordnung, Petra Volpe, Drama, Komödie | CH 2017 | 92′ | DF

Petra Volpe verdichtet in „Die göttliche Ordnung“ den privaten Raum zu einem politischen Resonanzraum, zu einem Ort, an dem sich zwar gesellschaftliche Machtverhältnisse, tief verankerte patriarchale Strukturen und soziale Dynamiken reproduzieren und fortgeschreiben, zugleich allerdings auch infrage gestellt werden. Soweit, bis aus einem leisen Zweifel ein Bewusstsein erwächst, das in politische Selbstermächtigung und Widerstand übergeht. (Tessa Pittrof)

„In der charmanten und warmherzigen Komödie Die göttliche Ordnung über den Kampf um Gleichberechtigung und die Einführung des Schweizer Frauenstimmrechts treffen chauvinistische Vorurteile und echte Frauensolidarität aufeinander.“ (Filmcasino)

CfP: Music, Sound, and Domestic Spaces (Publication); by: 01.08.2026

Emily Eubanks (Univ. of Texas at Arlington) and Sarah Koval (Univ. of Mississippi)

Proposals by: 01.08.2026

In this volume, we hope to explore music-making within the spatial and sonic context of the home. We aim to deepen our understanding of the domestic space by researching the musical and aural nature of these sites. We invite contributions that explore domestic music-making from any geographical region and any time period. The vast range of domestic sites across these contexts offers a rich avenue for considering the spatial and sonic properties of homes, and how these contexts influence behavior, agency, creativity, and the private/public characteristics of at-home music-making. Furthermore, we are interested in contributions that position music and sound in dialogue with one another within the domestic space.
In this edited volume, we seek to better understand how the physical and aural properties of homes shape individuals‘ musical experiences and activities therein by engaging an interdisciplinary array of scholars in discussion. Themes include but are not limited to:
– music and domestic soundscapes or acoustics,
– architecture, decor, and material culture (furniture, musical instruments, lighting, etc.),
– agency or access through sound/music (and correlations to gender, class, religion, etc.),
– intimacy, isolation, and/or community though domestic music,
– visual, musical, and literary representations of domestic spaces, and
– displacement or migration and domestic music/sounds.

We aim to publish this volume through Indiana University Press. Please send chapter proposals (300–500 words) and a biography (150 words) to Emily Eubanks (emily.eubanks@uta.edu) by August 1, 2026. Notification of acceptance will be given in November 2026. The language of the publication is English.

Provisional schedule:
– August 2026 – submission of chapter proposals
– November 2026 – notification of acceptance and initial feedback Continue reading

CfP: Journal of Avant-Garde Studies; by: 31.08.2026

Journal of Avant-Garde Studies (JAGS, Brill), Open Issue; Éva Forgács, Benedikt Hjartarson, Cecilia Novero, and Sami Sjöberg (Web)

Proposals by: 31.08.2026

The Journal of Avant-Garde Studies is a peer-reviewed, interdisciplinary journal dedicated to the critical exploration of the experimental, the provocative, and the unclassifiable in the arts and literature. With a global outlook and a wide range of theoretical approaches, the journal examines avant-garde practices from the historical avant-gardes through the neo-avant-gardes and into the present, engaging both canonical figures and those marginalized or overlooked by existing histories. The journal seeks to broaden and enrich our understanding of the vanguard by fostering dialogue across disciplines, geographies, and methodologies.
For this open issue, the editors invite finished, original research articles on any avant-garde artist, movement, theory or practice, from any geographical or cultural context. Contributions are not limited to Europe and are especially welcome if from underrepresented regions, traditions, and perspectives. The journal approaches the avant-garde not as a loose label, but as a historically and conceptually defined field shaped by practices, discourses, and institutions committed to rupture, experimentation, antagonism, and the rethinking of art’s social, political, and epistemic roles. Within this framework, the scope of the issue includes:

– Historical avant-garde movements of the late 19th and early 20th centuries
– Neo-avant-garde formations of the 1960s-1980s
– Post-1970s and contemporary practices that explicitly engage with, reactivate, critique or transform avant-garde paradigms.

Possible Topics (Indicative, not Exhaustive):
– Reconsiderations of avant-garde movements, groups, manifestos, and networks
– Global, transnational, and decolonial perspectives on the avant-garde
– Avant-garde practices beyond the visual arts and literature (performance, sound, film, media, architecture, design, fashion, etc.)
– Theories and philosophies of the avant-garde
– Gender, sexuality, race, class, and the avant-garde Continue reading