CfP: Aggression, Autorität, Alltagspraktiken: Dimensionen historischer Männlichkeit(en) in Mittelalter und Früher Neuzeit (03/2027, Mainz); bis: 08.05.2026

Simon Seber und Niklas Ziegler, Historisches Seminar, Arbeitsbereich Spätmittelalterliche Geschichte und Vergleichende Landesgeschichte, Johannes Gutenberg-Univ. Mainz

Zeit: 18.-19.03.2027
Ort: Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Fakultätssaal
Einreichfrist: 08.05.2026

Die Frage der Männlichkeit und männlichen Ehre war im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit von zentraler Bedeutung für das Leben eines Mannes. Auch in der Forschung hat sich die Beschäftigung mit Männlichkeit(en) im Bereich der Geschlechtergeschichte bereits fest etabliert. In diesem Workshop haben Forschende die Möglichkeit, ihre aktuellen Projekte zum Thema Männlichkeit(en) in Mittelalter und Früher Neuzeit zu präsentieren und zu diskutieren. Er richtet sich vornehmlich an Forschende in frühen Karrierephasen (Promovierende, Postdocs). Personen außerhalb dieses Kreises sind dennoch ebenfalls eingeladen, dem Call for Papers zu folgen.
Inhaltlich soll sich der Workshop mit der Konstruktion, Wahrnehmung und Ausübung von Männlichkeit sowie den damit verbundenen Aspekten wie Ehre, Gewalt, Körperlichkeit und sozialer Rolle beschäftigen. Dabei soll der aktuelle Forschungsstand diskutiert und erweitert werden. Der Untersuchungsgegenstand soll aber keineswegs auf das biologische männliche Geschlecht beschränkt sein. Insbesondere der Vergleich mit Weiblichkeitskonstruktionen, soziale Konstellationen, in denen Frauen vermeintlich den gesellschaftlichen Erwartungen nicht entsprechen, oder Vorstellungen von Personen, die sich im queeren Spektrum bewegen, führen zu einem differenzierteren Blick auf Männlichkeit(en) und sind als Forschungsgegenstand herzlich willkommen. Weiterlesen … (Web)

Quelle: HSozKult (Web)

Klicktipp: Die Blattmacherinnen. Als Frauen in Redaktionen das Wort ergriffen (Online-Ausstellung): bis 23.03.2026

Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB); „Ariadne“ (Web)

Die Web-Ausstellung „Die Blattmacherinnen“ wurde kuratiert von Ariadne, der frauen- und genderspezifischen Informations- und Dokumentationsstelle der Österreichischen Nationalbibliothek. Zu sehen ist die Schau bis 23.03.2026 auf der Website der ÖNB. Gestaltet wurde sie von Andrea Reisner von Andrea Gruber.

Rubriken (Web)

  • Frauen zwischen den Zeilen. Geschlecht und Journalismus um 1900
  • Bürgerliche Revolutionärin. Marie Lang und die „Dokumente der Frauen“
  • Sprachrohr der Unzufriedenen. Adelheid Popp und die „Arbeiterinnen-Zeitung“
  • Journalistin im Dienste Gottes. Hanny Brentano und die „Österreichische Frauenwelt“
  • Schreiben ohne Korsett. Fanny Burckhard und die „Wiener Mode“
  • Blattmacherinnen im Interview. 2025: Fünf Journalistinnen geben Einblick in ihre Arbeit

Sie prägten Debatten, setzten Themen und führten Redaktionen – dennoch sind ihre Namen heute kaum bekannt. Die neue Online-Ausstellung der ÖNB rückt jene Frauen ins Zentrum, die bereits um 1900 in einer männlich dominierten Medienlandschaft Redaktionen leiteten und dabei eigene journalistische Wege gingen. Anhand von Zeitungsausschnitten, Titelblättern, Dokumenten und Fotografien porträtiert diese Online-Ausstellung vier „Blattmacherinnen“, die um die Jahrhundertwende Geschichte(n) schrieben: Die bürgerliche Frauenrechtsaktivistin Marie Lang, die Sozialdemokratin Adelheid Popp, die katholische Publizistin Hanny Brentano und die Modeschriftstellerin Fanny Burckhard. Auch in die Gegenwart wird eine Brücke geschlagen: In Video-Interviews berichten fünf österreichische Journalistinnen über ihre Erfahrungen und Herausforderungen an der Spitze von Redaktionen. Weiterlesen … (Pressemeldung)

Informationen zu Ariadne (Web)

Buchpräsentation: ZÜNDENDE FUNKEN. Feministinnen im Wien der 70er Jahre, 19.03.2026, Wien

Institut für Wissenschaft und Kunst (Web)

Zeit: 19.03.2026, 18:30-20:00 Uhr
Ort: IWK, Berggasse, 1090 Wien

Weil es höchst an der Zeit ist wieder daran zu erinnern, wohin zurück es nicht mehr gehen darf … JA WIR LEBEN NOCH und erzählen mit weiteren 20 Autorinnen in diesem Buch über die Autonome Frauenbewegung, im Speziellen die Aktion Unabhängiger Frauen (AUF), die sich spontan national und international im Wien der 1970er Jahre lautstark, aufmüpfig, unüberhörbar widerständig zusammengetan und Wesentliches für Frauenrechte mit beigetragen hat. Die Beiträge sind heiter, empört, analytisch, kritisch, wie auch witzig und bisweilen zornig angesichts der zunehmenden Belastungen, die im Sog des neoliberalen Rollbacks wieder auf Frauenschultern landen.

Women grow radical with age.
One day an army of grey-haired women
may quietly take over the earth
[Gloria Steinem *1934]

Programm

  • Begrüßung: Barbara Litsauer IWK und Alexander Lellek, Löcker Verlag
  • Filmausschnitt 1: „Glückliche Zeiten“ aus dem ersten Spielfilm 1976 von Käthe Kratz mit Ausschnitten vom AUF-Frauenzentrum – und deren 50 Jahre jüngeren Aktivistinnen
  • Filmausschnitt 2: „Glückliche Zeiten“
  • Mitwirkende: Ruth Aspöck, Eva Dité, Erna Dittelbach, Käthe Kratz und Heldis Stepanik
  • Büchertisch
  • Brot und Wein

Frauenkollektiv RitClique (Hg.): ZÜNDENDE FUNKEN. Feministinnen im Wien der 70er Jahre. Löcker Verlag 2026 – Zweitauflage (Web)

Quelle: IWK-Newsletter

Lecture: Martin Conway: Male Democrats: Masculinity and the History of Citizenship in Twentieth-Century Europe, 20.05.2026, Vienna

Historisch-kulturwissenschaftliche Fakultät der Univ. Wien: Forschungsschwerpunkte „Democracy and Human Rights“ und „Dictatorships – Violence – Genocides“ sowie Institut für Geschichte: Vortrag der Reihe Geschichte am Mittwoch und Gerald Stourzh-Vorlesung zur Geschichte der Menschenrechte und Demokratie (Web)

Zeit: 20.05.2026, 18.30-20.00 Uhr
Ort: Univ. Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien, Hörsaal 41 – Gerda Lerner Saal

Moderation: Birgitta Bader-Zaar

Democracy has long been regarded as a vehicle of emancipation, focussed on voting rights that were originally granted to adult males, considered to be sufficiently respectable, and then extended over the course of the twentieth century to women, immigrants and other sections of the population. That perception of democracy as a spreading pool of participation is understandable. But it marginalises the durable inequalities of democracy. Foremost among these has been the enduring gendered inequality within European democracy in terms of participation, power, and office-holding. In this lecture, I therefore wish to understand this phenomenon not as an imperfection of democracy, but as the expression of the endurance of a male understanding of political citizenship.

Weitere Informationen auf der Website der Gerald Stourzh-Vorlesung zur Geschichte der Menschenrechte und Demokratie. Die Aufzeichnung des Vortrags und der Diskussion wird nach der Veranstaltung ebenfalls auf Website verfügbar sein. (Web)

Martin Conway ist Professor für europäische Zeitgeschichte am Balliol College der Univ. Oxford und beschäftigt sich in seiner Forschung u. a. mit der Demokratieentwicklung Westeuropas nach dem Zweiten Weltkrieg (siehe hierzu den Band Western Europe’s Democratic Age: 1945-1968. Princeton University Press, 2020) sowie der Geschichte sozialer Gerechtigkeit.

Die Vorlesungsreihe
Die Geschichte der Menschenrechte und der Demokratie ist ein wichtiges Anliegen der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien. Emer. Univ.-Prof. Dr. DDr. h.c. Gerald Stourzh, einer der führenden Experten auf diesem Gebiet, hat sie hier in Forschung und Lehre verankert und international wichtige Impulse gesetzt.
In den jährlichen Gerald Stourzh-Vorlesungen, in Kooperation mit dem Institut für Geschichte und in Zusammenarbeit mit den Forschungsschwerpunkten „Demokratie und Menschenrechte“ sowie „Diktaturen, Gewalt, Genozide“, stellen prominente Forscherinnen und Forscher neue Ansätze und Ergebnisse zur Diskussion.

Vortrag: Katja Geiger-Seirafi, Ina Markova und Eva Schörkhuber: Wien. Krankensaal 1945 – Psychiatrische Krankenakten als zeithistorische und literarische Quellen, 26.03.2026, Wien

INTERAKTIONEN. Vortragsreihe des Instituts für Zeitgeschichte der Univ. Wien (Web)

Zeit: 26.03.2026, 11:30
Ort: Institut für Zeitgeschichte, Seminarraum 1, Spitalg. 2-4/Hof 1,1090 Wien

Ausgangspunkt des vorgestellten Projekts ist die Psychiatrische Klinik des Wiener AKH im Jahr 1945. Unmittelbar nach dem Kriegsende trafen in großen Krankensälen sehr unterschiedliche Personengruppen aufeinander: Verfolgte des Nationalsozialismus ebenso wie Anhänger:innen des untergegangenen Regimes, Menschen aus der lokalen Bevölkerung ebenso wie Flüchtlinge aus unterschiedlichen Regionen Europas. Ihre Krankenakten stellen ein bedeutendes Archiv des kollektiven Gedächtnisses dar, das die Rekonstruktion von Identitätsbildungsprozessen im Kontext der Kriegserfahrungen ermöglicht.
Die bei der Auseinandersetzung mit diesem Bestand gewonnenen Erkenntnisse sollen in der Folge mit Schriftsteller:innen in Bühnenformate umgesetzt und durch eine Webplattform interaktiv vermittelt werden. Die künstlerische Vermittlung eröffnet einen Möglichkeitsraum, der es uns auf der Basis der Forschung erlaubt, die Patient:innen miteinander in einen fiktiven Dialog über die sehr unterschiedlichen Erfahrungen in der NS-Zeit zu bringen.

Das Projekt Wien. Krankensaal 1945 wurde im Rahmen des Stadt-Wien-Calls „Zeitgemäße Formen des Erinnerns, in memoriam Heidemarie Uhl“ gefördert (Web)
In einer „Webapp“ können mehr als 50 individuelle Krankengeschichten nachgelesen werden (Web)

Moderation: Johanna Gehmacher

Katja Geiger-Seirafi studierte Geschichte an der Univ. Wien und ist derzeit Projektmitarbeiterin am Institut für Kulturwissenschaften (IKW) der ÖAW. Mit einem Schwerpunkt auf wissenschafts- und medizinhistorische Fragestellungen hat sie sich in mehreren Projekten vor allem mit der Geschichte der Psychiatrie auseinandergesetzt.

Ina Markova ist Historikerin, Projektmitarbeiterin des IKW der ÖAW und Senior Research Fellow am Institut für Zeitgeschichte. Ihre Schwerpunkte umfassen Geschichtspolitik, Visual History, Geschichte der österreichischen Arbeiter:innenbewegung sowie der NS-Zwangsarbeit.

Eva Schörkhuber lebt als Schriftstellerin und Kulturwissenschafterin in Wien; Promotion über Archiv- und Gedächtnistheorien an der Univ. Wien, zahlreiche literarische und wissenschaftliche Publikationen, Unterrichtstätigkeiten und Projekte im In- und Ausland;

Weitere Termine der Reihe im Sommersemester 2026 Continue reading

Film screening: The Day Iceland Stood Still, 13.03.2026, Vienna

Human Resources and Gender Equality, Univ. Wien (Web)

Time: 13.03.2026, 18:00-20:00
Venue: Univ. Wien, Hörsaal 50 (Hauptgebäude Stiege VIII, 2. Stock), Universitätsring 1, 1010 Wien
Registration (Web)

To mark International Women’s Day, the Culture and Equality unit invites you to the film screening of The Day Iceland Stood Still (German title: Ein Tag ohne Frauen). At the beginning, vice-rector Manuela Baccarini and the Equal Opportunities Working Party will give a short welcome note. After the screening, there will be a panel discussion.

Panel discussion
– Emma Dowling, Associate Professor of Sociology of Social Change, Univ. of Vienna
– Paula Lange, doctoral candidate at the Institute of History, Univ. of Vienna
– Moderation: Bianca Jasmina Rauch, journalist, author and researcher specialising in film, Univ. of Vienna alumna

The Day Iceland Stood Still is a documentary film about 24 October 1975 – the day that catapulted Iceland to the top of the list of the best countries in the world for women. Since then, it has ranked first in the Gender Equality Index year after year. When 90 per cent of Icelandic women downed tools and left their homes on an autumn morning in 1975, refusing to work, cook or look after their children, they brought their country to a standstill and catapulted Iceland to the status of ‘the best place in the world to be a woman’.
Told for the first time by the women themselves and featuring playful animations, The Day Iceland Stood Still is subversive and unexpectedly funny. ‘We loved our chauvinistic pigs,’ recalls one of the activists, ‘we just wanted to change them a little!’ Released on the 50th anniversary of the strike in 2025, the film’s message about the collective power of women to change their Society encourages us to rethink what is possible.
Vigdís Finnbogadóttir, Iceland’s president from 1980 to 1996 and the world’s first democratically elected female head of state, plays a role, as does pop superstar Björk, who contributed the song for the credits. The film was directed by Emmy Award-winning US filmmaker Pamela Hogan and produced by Hrafnhildur Gunnarsdóttir. Iceland/USA 2024, 71 min, English OV, German subtitles (Film distribution Polyfilm). Continue reading

Klicktipp: Bilded Banden! Video zur Arbeit feministischer Archive und Bibliotheken

i.d.a.-Dachverband, Digitales Deutsche Frauenarchiv (DDF) und Verbundkatalog META (Web)

„Bildet Banden!“, fordert die Musikerin Sookee – und führt in 2.48 Minuten virtuell durch den Verbundkatalog META des i.d.a.-Dachverbandes. Dabei trifft sie auf zentrale Pionierinnen und Werke der feministischen Bewegungen und zeigt: Von der Abschaffung von § 218 bis zum Kampf gegen Antifeminismus – aktuelle Forderungen haben eine lange Tradition. Zum Video … (Web).

Kampagne “#unerschrocken – Feminismus stärken”
Seit Jahrhunderten treten Feminist*innen mutig gegen Vorurteile und Verbote und für Selbstbestimmung, Teilhabe und demokratische Rechte ein. Diesen unerschrockenen Feminismus braucht es auch aktuell, wenn weltweit patriarchal-autoritäre Systeme und Strömungen erstarken. Kriege, Krisen und Katastrophen befördern antidemokratische Entwicklungen, Sexismus und Rassismus. Dies gefährdet ganz konkret auch die oft hart errungenen Rechte von Frauen und LSBTIQA*. Feministische Netzwerke stärken und verbinden im Kampf um Frauen-, Menschen- und Freiheitsrechte – auch dafür steht der #8März. „Wir haben noch so viel zu tun“, sagt Sookee im Video, „das Patriarchat schafft sich nicht von alleine ab!“ Das DDF hat mit diesem Video zum #8M2024 die Kampagne “#unerschrocken – Feminismus stärken” gestartet. Zur Kampagne … (Web).

Digitales Deutsche Frauenarchiv (DDF) – und Online-Verbund-Katalog “META”
Das DDF ist das Onlineportal zur feministischen Bewegungsgeschichte. Es zeigt Materialien aus den feministischen Erinnerungseinrichtungen des i.d.a.-Dachverbands aus Deutschland (Web). In i.d.a. vernetzt sind auch Einrichtungen aus Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Italien. Aus Österreich sind STICHWORT, Frauen*Solidarität, Sammlung Frauennachlässe und AEP Mitglieder von i.d.a. Kern des DDF ist der Online-Verbund-Katalog “META”. Zum Katalog … (Web).

Das Video ist eine Produktion des DDF, 2024 | Alle Rechte vorbehalten | Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Klicktipp: Quellen-Fundstücke zum 8. März (Website)

i.d.a. Dachverband deutschsprachiger Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen (Web)

Welche Flugblätter wurden in den vergangenen 40 Jahren zum internationalen feministischen Feier- und Kampftag am 8. März produziert? Welche Lieder wurden 1987 gesungen? Und welche Publikationen zum 100-Jahres-Jubiläum 2011 erarbeitet? Auf der Website von i.d.a. werden in der Rubrik „Fundstücke“ auch 2026 wieder besondere Quellen zum 8. März aus mehreren Mitglieds-Einrichtungen vorgestellt. Weiterlesen … (Web)

Vertreten sind diesmal Materialien aus diesen Archiven und Bibliotheken:
– Frauenbibliothek LIESELLE in Bochum
– Belladonna – Kultur, Bildung und Wirtschaft für Frauen e.V. in Bremen
– AddF – Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel
– FrauenMediaTurm in Köln
– AusZeiten in Bochum
– STICHWORT. Archiv der Frauen- und Lesbenbewegung in Wien
– Zentrale Bibliothek Frauenforschung, Gender und Queer Studies in Hamburg

Zusammenstellungen aus den vergangenen Jahren:

Quellen-Fundstücke 2025 (Web)
– Gosteli Archiv bei Bern
– AddF – Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel
– Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. (LOPG) in Leipzig
– FrauenMediaTurm in Köln

Quellen-Fundstücke 2024 (Web)
– Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V. (LOPG) in Leipzig
– FrauenMediaTurm in Köln
– Frauen*bildungszentrum DENKtRÄUME in Hamburg

Quellen-Fundstücke 2023 (Web)
– STICHWORT. Archiv der Frauen- und Lesbenbewegung in Wien
– Frauenbibliothek LIESELLE in Bochum
– Belladonna – Kultur, Bildung und Wirtschaft für Frauen e.V. in Bremen
– AddF – Archiv der deutschen Frauenbewegung in Kassel
– FrauenMediaTurm in Köln
– AusZeiten in Bochum
– Zentrale Bibliothek Frauenforschung, Gender und Queer Studies in Hamburg

Talk: Birgit Lang: TransTrans: Curating an exhibition (6. F*GG LAB), 23.04.2026, Vienna

6. F*GG LAB: Geschlecht historisieren. Frauen*- und Geschlechtergeschichte vernetzen: Reihe des Forschungsschwerpunktes F*GG der historisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät der Univ. Wien (Web)

Zeit: Do., 23.04.2026, 18.30 Uhr
Ort: Univ. Vienna, Koling. 14-16, 1090 Vienna, Seminarraum 6

Birgit Lang (Melbourne) will talk about the exhibition TransTrans: Transnational Trans* Histories (Web): In September 2024, „TransTrans“ opened its doors to an Australian audience. This exhibition was funded through the Australian Research Council Grant DP190101816 Visual evidence: transforming modern sex research (1880s-1930s), and curated by Prof Birgit Lang and Assoc/Prof Katie Sutton (Australian National Univ. Canberra). The exhibition explored gender-diverse histories between the 1900s and the 1960s, and delved into the interactions among German and European, North American, and Australian trans individuals and communities, as well as their collaboration with scientific researchers on gender diversity.
In this F*GG LAB, we will explore ethical, methodological and practical complexities of engaging with historical evidence of gender non-conformity from today’s perspective. We discuss questions such as
– how curators can ethically display archival photographs that were produced under unequal power relations;
– how curatorial selection and framing can mitigate the objectifying and violent logics of the medical gaze while still preserving historical evidence;
– what linguistic and terminological strategies best respect historical specificity while using contemporary, non harmful language for public display.

The talk will be held in English, the discussion in English and German.

Afterwards: Café Stein, Währingerstr. 6-8, 1090 Vienna, 3 min walk. Seminarraum 6 and Café Stein are accessible for all.

Birgit Lang is Professor of German Studies at the Univ. of Melbourne, Australia (Web)

F*GG LAB: Natascha Bobrowsky and Paula Lange (Organisers F*GG LAB), Johanna Gehmacher and Dietlind Hüchtker (Speakers FSP und Doc-School Cluster F*GG)

Buchpräsentation: Anton Tantner: Europa Erlesen: Marchfeld, 15.04.2026, Wien

Vortrag der Reihe Geschichte am Mittwoch des Instituts für Geschichte der Univ. Wien (Web)

Zeit: 15.04.2026, 18.30–20.00 Uhr
Ort: Univ. Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien, Hörsaal 30

Spätestens mit dem Ende der Frühen Neuzeit wird das Marchfeld zum Objekt habsburgischer Regulierungsbemühungen: Ein Gebiet, das bereits Thomas Ebendorfer als „edler und reichster Teil Österreichs“ galt und später von Ingeborg Bachmann als „große Landschaft bei Wien“ besungen wird, wird von Kommissionen bereist, aufklärerische Blätter publizieren Vorschläge gegen das Verderben des Flugsands. Die vorliegende Anthologie versammelt Texte über die wohl am meisten unterschätzte Region Österreichs und lädt ein, diese trockenen Haupts zu erkunden.

Moderation: Jessica Richter

  • Anton Tantner (Hg.): Europa Erlesen: Marchfeld, Klagenfurt/Celovec 2025 (Web)

Jour fixe des Instituts für die Erforschung der Frühen Neuzeit in Kooperation mit Geschichte am Mittwoch und der Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen (Web)

Anton Tantner ist seit Februar 2023 Senior Lecturer am Institut für Geschichte der Univ. Wien und langjähriges Vorstandsmitglied im Institut für die Erforschung der Frühen Neuzeit.

Jessica Richter ist Senior Scientist und Leiterin der Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Univ. Wien.