Regina Fritz, Univ. Wien und Philipp Rohrbach, Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (Web)
Zeit: 27.11.2025
Ort: Univ. Wien
Einreichfrist: 15.07.2025
Ziel des Workshops ist es eine differenzierte Perspektive auf die regionalen Entwicklungen antisemitischer Gewalt und Verfolgung im Jahr 1938 zu eröffnen. Dabei sollen die spezifischen Ausprägungen der Gewalt, die Rolle lokaler Akteur:innen und strukturelle Einflussfaktoren analysiert und die Perspektive jüdischer Verfolgter reflektiert werden. Der „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 ging mit einer Welle ungehemmter Gewalt einher, die sich wochenlang jeglicher staatlichen Kontrolle entzog. Jüdische Männer und Frauen wurden auf offener Straße gedemütigt, misshandelt oder verhaftet, ihre Geschäfte geplündert und zerstört. Durch eine Vielzahl antijüdischer Maßnahmen wurden Jüdinnen und Juden mit einer Geschwindigkeit aus dem gesellschaftlichen Leben herausgedrängt, die selbst die im Deutschen Reich lebenden Menschen jüdischer Herkunft bislang nicht gekannt hatten. Obwohl die Ausschreitungen oft mit den Ereignissen in Wien assoziiert werden, erfassten sie auch die übrigen Bundesländer.
Ziel des Workshops ist es, durch die Zusammenschau der lokalen Dynamiken von Gewalt in den einzelnen Bundesländern, regionale Unterschiede und Gemeinsamkeiten sowie den Einfluss von Gewalt und Verfolgung in der „Peripherie“ auf das Geschehen im Zentrum sichtbar zu machen. Die gezielte Analyse regionaler Entwicklungen soll dabei helfen, die gesellschaftlichen und strukturellen Bedingungen zu verstehen, die lokale Gewaltdynamiken und die radikale bzw. schnelle Umsetzung antijüdischer Politik in Österreich begünstigten.
Als Ausgangspunkt für die Diskussionen im Workshop dienen folgende übergeordnete Fragen:
1. Regionale Unterschiede in Bezug auf antisemitische Gewalt sowie in der Umsetzung antisemitischer Maßnahmen
– Inwiefern unterschieden sich lokale Ausprägungen antijüdischer Gewalt in den verschiedenen Regionen Österreichs? Welche Dynamiken bestimmten die Continue reading

43. Symposion des NÖ Instituts für Landeskunde in Koop. mit dem Institut für Geschichte des ländlichen Raumes: Stefan Eminger, Brigitte Semanek, Oliver Kühschelm und Jacqueline Schindler
FemInfo 67/2024: Sammeln|Collecter, hg. von Vera Blaser und Sarah Probst
Internationale Abschlusstagung des Projekts „Der deutsche Brief im 18. Jahrhundert“; Baptiste Baumann, Elisabeth Décultot, Stefan Dumont, Katrin Fischer, Ruth Sander und Thomas Stäcker