Lecture: Zihao Song: Gendered Orientalism in the Habsburg Media: Chinese Women and Austrian Feminism in the Late Nineteenth Century, 10.10.2025, Vienna

Vortrag bei der Konferenz „Österreich-Ungarn im weltweiten Kolonialsystem“ | Doctoral School of Historical and Cultural Studies, Univ. Wien; Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Collegium Hungaricum Wien und ELTE Forschungszentrum für die Geisteswissenschaften (Historisches Institut) (Web)

Zeit: 10.10.2025, 16.00 Uhr
Ort: Wien

Programm (Web)

Die Doctoral School of Historical and Cultural Studies der Universität Wien und das Collegium Hungaricum planen für den 10. und 11. Oktober 2025 eine gemeinsame zweitägige Konferenz zur kolonial-geschichtlichen Vergangenheit Österreich-Ungarns. In den letzten Jahren ist die Auseinandersetzung mit der Habsburgermonarchie im Kontext der Kolonialgeschichte zunehmend Teil wissenschaftlicher Publikationen und des öffentlichen Diskurses geworden. Ziel dieser Konferenz ist es einen Beitrag zur aktuell Forschung zu den sozialen, wirtschaftlichen, militärischen und kulturellen Aspekten der kolonialen Vergangenheit Österreich-Ungarns sowie dessen Einbettung in internationale Strukturen, die koloniale Österreich-Ungarn im weltweiten Kolonialsystem
Die Teilnehmerinnen der zweitägigen Konferenz beleuchteten die Habsburgermonarchie im Kontext des globalen Kolonialsystems –ein Thema, das in der internationalen Forschung und im öffentlichen Diskurs zunehmend an Bedeutung gewinnt. Expertinnen aus verschiedenen Ländern diskutieren dabei soziale, wirtschaftliche, militärische und kulturelle Aspekte einer kolonialgeschichtlichen Vergangenheit Österreich-Ungarns. Die Konferenz soll der europäischen Kolonialismusforschung neue Impulse geben, interdisziplinäre Netzwerke stärken und Perspektiven auf die komplexe Verflechtung der Doppelmonarchie mit imperialen Strukturen eröffnen. Darüber hinaus bietet sie Doktorand:innen aus verschiedenen Ländern die Möglichkeit, ihre Forschungsprojekte einem Fachpublikum vorzustellen und zu diskutieren. Ein Begleitband mit ausgewählten Konferenzbeiträgen ist in Vorbereitung.

Quelle: HSozKult

Workshop: Gasthäuser und Gastwirt:innen – in Langzeitperspektive, 16.-17.10.2025, Brixen

Zentrum für Regionalgeschichte, Brixen (Web); Projekt ALPINNKONNECT (Web) am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Univ. Wien und Touriseum Trauttmansdorff; Siglinde Clementi und Margareth Lanzinger

Zeit: 16.-17.10.2025
Ort: Brixen|Bressanone|Persenon

Programm (Web)

Gasthäuser sind ein essentieller Bestandteil der touristischen Infrastruktur. Heute meist ausdifferenziert in Restaurant und Hotel, bieten sie den Gästen Essen und Trinken, Übernachtungsmöglichkeiten und vieles andere mehr. Werbetexte betonen gerne die ruhige Lage und vermarkten die Nähe zu Skipisten, Aufstiegsanlagen oder Wanderwegen. Werbefotos sind bemüht, entsprechende Bilder zu erzeugen. Gasthäuser, die für das leibliche Wohl sorgen und Gäste über Nacht beherbergen, gibt es allerdings nicht erst, seitdem die Alpen und damit auch Südtirol im Lauf des 19. Jhds. ein bevorzugtes Ziel für Sommerfrischler:innen und Alpinist:innen, für die ‚Fremden‘ und später für Tourist:innen wurden. Denn Gasthäuser erfüllten bereits seit dem Spätmittelalter und in zunehmendem Maß seit dem 16. Jhd. genau diese Versorgungsaufgaben.
Die große Anzahl von Gasthäusern, die für das frühneuzeitliche Südtirol dokumentiert sind und die zum Teil bis heute fortbestehen, lässt sich auch nicht allein mit den Reisen Richtung Süden von Künstlern, Gelehrten, Pilger:innen, Diplomaten und Adeligen erklären. Vielmehr standen sie – wiederum als essenzielle Infrastruktur – in Zusammenhang mit dem überaus regen Handel, mit dem Transport und dem Transit von Waren durch Tirol, der über die Jahrhunderte einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor darstellte. Überall dort, wo Pferde gewechselt, Waren auf- und abgeladen wurden, Zoll zu bezahlen war, Wegstrecken eine gewisse Länge oder Saumpfade eine gewisse Höhe erreichten, standen Wirtshäuser oder zumindest ein Hospiz, verdichtet in den zentralen Durchzugsorten wie Klausen oder Sterzing, aber auch auf den zahlreichen Nebenrouten über Berge und Pässe. Zu Gast waren Fuhrleute und Säumer, Wanderhändler:innen und Hausierer:innen, Vieh- und Weinhändler, aber auch transkontinental agierende Kaufleute, unterwegs etwa zu den Bozner Messen, oder Schmuggler:innen. Gasthäuser waren Drehscheibe für den regionalen Zahlungsverkehr und für Kredite. Große Gasthäuser an zentralen Orten, in Tirol „Wirtstafern“ genannt, hatten einen bestimmten Rechtsstatus. Continue reading

Klicktipp: Nina Schedlmayer: Artemisia. Kunst und Feminismus (Weblog)

Artemisia. Kunst und Feminismus von Nina Schedlmayer (Web)

Beschreibung: „Einerseits erleben wir gerade eine große Neubewertung der Kunstgeschichte. Künstlerinnen, vor allem ältere, gewinnen an Terrain. Museumsdirektorinnen und Kuratorinnen setzen Namen jener auf ihr Programm, die zuvor gefehlt haben. Eine jüngere Generation erkennt, dass die Sache mit dem Feminismus noch lang nicht erledigt ist, findet neue künstlerische Wege, damit umzugehen und kann dabei ganz schön witzig sein.
Andererseits sind wir von einer echten Gleichstellung noch weit entfernt: Der Gender Pay Gap ist in der Kunst wohl noch um einiges höher als in anderen Berufen, und dort, wo es um die ganz großen Preise am Kunstmarkt geht, sind Frauen unterrepräsentiert. Und das in einer Branche, die sich so aufgeklärt gibt. Der Blog von Nina Schedlmayer wirft ein Licht auf Künstlerinnen, die gerade wieder entdeckt werden und solche, die in ihrer Arbeit feministische Standpunkte beziehen. Hier wird die Präsenz von Künstlerinnen im Museum beleuchtet und manchmal – lästig, lästig! – nachgezählt, wie hoch die Frauenquote in dieser Ausstellung und jenem Jahresprogramm ist.“

Jüngste Beiträge (Web)

  • Den Kanon zerschmettern: „Radikal. Künstlerinnen* und Moderne“ im Belvedere (24.07.2025) (Web)
  • Die vergessenen Künstlerinnen der geometrischen Abstraktion (28.05.2025) (Web)
  • Erstaunlich: die Schau „Radical Software“ über die Digitalkunst-Pionierinnen (06.05.2025) (Web)
  • Kulturkuratorium Steiermark: Experten für Steuerberatung und Revisionismus (07.03.2025) (Web)
  • „Verwegen. Mutig. Radikal“: der neue Film von Susanne Riegler (25.02.2025) (Web)
  • War Lucretia wirklich eine Heldin? (01.02.2025) (Web)
  • Die „Neue Frau“ und ihre hasserfüllten Feinde (14.06.2025) (Web)

Symposium: LOST YOUTH? Junge Männlichkeiten in Fotografie und Soziologie seit 1960, 18.09.2025, Berlin

Ruhr-Univ. Bochum (RUB) und Museum für Fotografie Berlin (Web)

Zeit: 18.09.2025, 10:15-18:15 Uhr
Ort: Museum für Fotografie Berlin

Nicht erst seit der kontrovers diskutierten Netflix Produktion „Adolescence“ von 2025 rückt die prekäre Situation der Jugend verstärkt in den Blick. Besonders jugendliche Männlichkeiten und ihre gesellschaftliche Sozialisation werden dabei zunehmend auf medialer und diskursiver Ebene problematisiert. Im Rahmen unseres Symposiums setzen wir uns mit der Darstellung junger Männer in Wissenschaft und Fotografie seit 1960 auseinander.
Die Sichtbarkeit jugendlicher Männlichkeiten ist nicht nur in der künstlerischen Fotografie sondern auch durch die sozialen Medien massiv und diskursiv angestiegen. Dennoch existieren bis heute nur wenige Untersuchungen zu den Schnittstellen von Männlichkeit, Adoleszenz und ihrer visuellen Repräsentation in der gesellschafts-, kultur- und bildwissenschaftlichen oder fotohistorischen Forschung. Das Symposium wird im Austausch mit Fotograf:innen und Wissenschaftler:innen die Verbindungen, Zusammenhänge und Unterschiede zwischen den visuellen und soziologischen Diskursen über junge Männer erstmals beleuchten. In welcher Beziehung stehen wissenschaftliche Erkenntnisse und künstlerische Praxis über männliche Jugendliche und wie unterscheiden sie sich? Wie verändert oder bestimmt die Fotografie die Diskurse über männliche Jugendliche? Wie lassen sich wissenschaftliche und visuelle Diskurse über Jugend und ihre Wissenspolitik beschreiben? Welche Auswirkungen haben visuelle (Selbst-)Darstellungen in den sozialen Medien für männliche Jugendliche?

Programm

  • Moritz Wullen & Ludger Derenthal (Kunstbibliothek) und Katja Sabisch & Änne Söll (RUB): Begrüßung
  • Änne Söll & Christian Wandhoff: Männliche Jugend, Sport und zeitgenössische Fotografie
  • Katja Sabisch & Jule Fischer (RUB): Lost Photography? Zum Verhältnis von Soziologie und Fotografie
  • Michael Meuser (TU Dortmund): Männlichkeit im Jugendalter Continue reading

Book presentation and Klicktipp: Priscyll Anctil Avoine: Post-Armed Struggle Feminist Militancy of the Farianas, 09.09.2025, Vienna

Frauen*solidarität (Web)

Zeit: Di., 09.09.2025, 18:00-20:00 Uhr
Ort: C3 – Centrum für Internationale Entwicklung, Senseng. 3, 1090 Wien

This book project is an art-based dissemination strategies concerning the on-going research on war and post-war militancy of insurgent women. It is a fiction based on over 10 years of fieldwork with women (ex)combatants and urban militants in Colombia, recollecting their testimonies about their experiences in war and transitions from war-to-peace. It is a collective project with the Colombian illustrator Zulay Carolina Rueda.
The graphic novel takes place in the Northeast of Colombia, bordering Venezuela. Particularly, the story evolves in the region of Catatumbo, where there is a reincorporation zone in which women ex-combatants have been transiting from the armed group to civilian society. It tells the story of women fighters who, in one way or another, became involved in left-wing militancy, clandestine or armed, with the conviction of building a more just future for Colombia. It is particularly based on the testimonies of the farianas – or the women ex-guerrilleras from the Revolutionary Armed Forces of Colombia – People’s Army (Farc-ep). The book follows the story of two guerrilleras, from their life before the armed struggle, to their participation in arms and then, in their return to civilian life. It explains the disciplining of their body to fit the military order, and it talks about love, combat, fear and the courage to change. It insists on the meaning of ‘dis-embodying’ combat and war, and the transformation of this combat into a feminist one.
The book is divided into three moments: the war, the civilian life, and the post-war feminist militancy. It focuses on the embodied sensations and emotions that are experienced in this process of transformation, and it ends with examples of projects led by the women in the northeastern region. Most of the novel is fiction, except the productive projects that are presented at the end of the novel – which are currently implemented by the farianas.

The grafic novel is available open access in Spanish via Research Gate (Web) and in English via Academia (Web)

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Workshop: Historische Frauen- und Geschlechterforschung, 06.-07.10.2025, Berlin

Gemeinsamer Workshop der AG Studierende und der Regionalgruppen Ost und Berlin des Arbeitskreis für historische Frauen- und Geschlechterforschung e.V. (AKHFG); Laura Choufan, Sonja Dolinsek, Otto Hannover, Martin Lücke und Andrea Rottmann (Web)

Zeit: 06.-07.10.2025
Ort: HU zu Berlin

Programm (Web)

Panels: Geschlechterrollen am Hof der Frühen Neuzeit | Geschlechtlichkeit im Arbeiter:innenkontext | Weiblichkeit in politischen Kontexten | Geschlecht und Homosexualität im NS | Queere Erinnerung und Autobiografie

Keynote: Maria Bühner (Univ. Leipzig): Queer: Eine nützliche Kategorie für die (ostdeutsche) Zeitgeschichte

Der Workshop setzt sich aus Beiträgen zu Frauen- und Geschlechtergeschichte zusammen, die sich von der Frühen Neuzeit bis in das 20. Jhd. erstrecken. Die Vorträge zeigen die Zukünftigkeit von frauen- und geschlechtergeschichtlicher Forschung auf. Über ihre Verbindung mit einer Vielfalt von Methoden und Forschungsansätzen wird das große Potential historischer Frauen- und Geschlechterforschung deutlich, für dessen epochenübergreifende Realisierung sich die Mitglieder des AKHFG engagieren.
Neben der inhaltlichen Diskussion der Forschungsthemen möchten wir einen Raum zur Auseinandersetzung mit Begriffen, Theorien und Methoden schaffen. Eine weitere Besonderheit ist, dass im Rahmen eines Kick-Offs die noch junge AG Studierende des AKHFG konsolidiert werden soll. Der Workshop bietet also auch eine gute Gelegenheit, den Arbeitskreis kennenzulernen und sich mit anderen an Geschlechtergeschichte interessierten Menschen aus verschiedenen Statusgruppen im deutschsprachigen Raum zu vernetzen.

Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um vorherige Anmeldung beim Team der Regionalgruppe Ost über ost@akhfg.de.

Quelle: HSozKult

Podiumsdiskussion: Jüdische Sozialistinnen und Sozialisten und die Arbeiterbewegung: Eine vergessene Allianz?, 25.09.2025, Hamburg und virtueller Raum

Institut für die Geschichte der deutschen Juden und Rosa-Luxemburg-Stiftung (Web)

Zeit: 25.09.2025, 18.30-20.30 Uhr
Ort: Hamburg – und virtueller Raum

  • Diskutant:innen: Gertrud Pickhan (Berlin), Christopher Kopper (Bielefeld) und Hanno Plass (Hamburg)
  • Begrüßung: Kim Wünschmann (Inst. für die Geschichte der deutschen Juden)
  • Moderation: Florian Weis (Rosa-Luxemburg-Stiftung)

Als Joseph Berkowitz Kohn 1905 in Hamburg starb, würdigte ihn ein Nachruf im sozialdemokratischen „Hamburger Echo“ als verdienten und vertrauenswürdigen Genossen dem nicht nur die liebende Familie, sondern auch die Erfolge der Arbeiterbewegung das Leben erhellt hätten. Zu Grabe getragen wurde Berkowitz Kohn auf dem Jüdischen Friedhof in Ohlsdorf, geleitet von Größen der damaligen Partei unter einer trauerbeflorten roten Fahne.
Wenige Jahre später wurde 1908 Olga Benario in eine sozialdemokratische jüdische Münchener Familie geboren. Sie engagierte sich in den 1920er Jahren bei der Kommunistischen Jugend. 1928 floh sie in die Sowjetunion und wurde im Auftrag der Komintern nach Paris, London und Rio de Janeiro entsandt. Nach einem gescheiterten Aufstand lieferte Brasilien sie an NS-Deutschland aus. Nach Inhaftierungen im Berliner Frauengefängnis Barnimstraße und im KZ Ravensbrück wurde sie 1942 in Bernburg ermordet.
1982 wurde in Maputo, Mosambik Ruth First von einer Briefbombe, die der südafrikanische Geheimdienst gesandt hatte, aus dem Leben gerissen. Im Nachruf gab die Südafrikanische Kommunistische Partei den Grund für die Ermordung an: ihren Kommunismus, der die völlige Hingabe zur Befreiung der Bevölkerungsmehrheit von der Apartheidherrschaft inspirierte.
Welche Motivation und welche Erfahrung trieben Kohn Berkowitz, Benario und First an, in revolutionären und sozialreformerischen Bewegungen aktiv zu werden? Welche Relevanz hatten sie jeweils und welche Spuren hinterließen sie? Und welches Erbe haben sie, stellvertretend für eine Vielzahl Sozialistinnen und Sozialisten, hinterlassen, an das angeknüpft werden könnte?

Anmeldung unter: kontakt[at]igdj-hh.de. Bitte geben Sie dabei an, ob Sie vor Ort oder online teilnehmen möchten.

Quelle: HSozKult

Workshop: Afro-Colombian Bullerengue with Tonada, 09.09.2025, Vienna

Vereinigung Bildender Künstler*innen Österreichs (VBKÖ) (Web)

Time: 09.09.2025, 18:00-20:00
Venue: VBKÖ, Maysederg. 2/28, 1010 Vienna
Workshop in Spanish & English

An immersion into bullerengue, one of the most vital Afro-Colombian traditions from the Caribbean coast. Rooted in Afro-descendant communities, bullerengue brings together song, dance, and percussion in a circle where memory, resistance, and celebration coexist. This workshop will be directed by members of the Fundación Cultural „Tonada“, which was nominated for a 2024 Latin Grammy and for the Nuestra Tierra Awards (2025) and is preparing a 2025 European tour, carrying this living heritage to new audiences.
Participants will be invited into the living circle of bullerengue, discovering its history, rhythms, and cultural significance of bullerengue, while also exploring its contemporary reinterpretations and meaning within Afro-Colombian culture. Through the pulse of the drums, the resonance of voices, and the movement of the dance, the workshop reveals how these elements are inseparable, woven together as one expression. At the same time, it offers a glimpse into how contemporary artists reimagine bullerengue today, carrying its ancestral strength into new forms without losing the roots that sustain it. No previous experience required. If you have percussion instruments (drums, shakers, etc.), please bring them along.

The Artists
– Febe Merab Córdoba Asprilla is a bullerengue singer, educator, and researcher from Barranquilla, currently completing a Master’s in Anthropology.
– Stefany Cotera is a bullerengue singer, cultural manager, educator, and co-founder of Tonada, as well as an active member of the Red de Tamboreras de Colombia.
– Mathieu Ruz is a singer and composer of traditional Caribbean genres, researcher, and educator devoted to the oral traditions of his region and a founding member of Tonada.

Buchpräsentation: Nina Schedlmayer: Hitlers queere Künstlerin. Stephanie Hollenstein – Malerin und Soldat, 16.09.2025, Wien

Heeresgeschichtliches Museum (Web)

Zeit: 16.9.2025, 18:00 Uhr
Ort: Heeresgeschichtliches Museum, Wien

Was ist zu halten von einer toughen Frau, die aus bäuerlichen Verhältnissen stammt, verkleidet als Soldat in den Ersten Weltkrieg zieht, die sich auf der Kunstgewerbeschule in München durchboxt, ihren Lebensunterhalt mit expressionistischer Malerei verdient, ihre Homosexualität offen auslebt, eine feministische Künstlerinnengruppe mitbegründet – und dann der NSDAP beitritt und antisemitische Schriften verfasst? Kulturpublizistin Nina Schedlmayer spricht mit Sabine Jesner, Forscherin im Heeresgeschichtlichen Museum, vor dem Hintergrund unserer von Widersprüchen und Gegensätzen geprägten Gegenwart, über die Geschichte von Stephanie Hollenstein (1886-1944).

Moderation: Sabine Nikolay, Ö1/ORF Wissen

  • Das Buch Nina Schedlmayer: Hitlers queere Künstlerin. Stephanie Hollenstein – Malerin und Soldat erscheint am 16.09.2025 im Zsolnay Verlag (Web)

Nina Schedlmayer: Studium der Kunstgeschichte in Wien, Promotion über Kunstliteratur im NS. Lange im Kulturressort des Nachrichtenmagazins profil für bildende Kunst zuständig, seit 2019 Chefredakteurin des Kulturmagazins morgen. Sie schreibt zudem für Publikationen wie Weltkunst, Parnass sowie Handelsblatt und betreibt den artemisia.blog über Kunst und Feminismus. 2017 erhielt sie den ersten Österreichischen Staatspreis für Kunstkritik.

Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: online auf hgm.at/events (Web), per E-Mail unter anmeldung@hgm.at oder telefonisch unter +4366488763825.

(Deutscher) Historikertag 2025: Sektionen im Bereich „Geschlechtergeschichte“, 15.-19.09.2025, Bonn

55. (Deutscher) Historikertag 2025 „Dynamiken der Macht“: Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands und Univ. Bonn (Web)

Zeit: 15.-19.09.2025
Ort: Univ. Bonn

Sektionen im Bereich „Geschlechtergeschichte“ (Zusammenstellung auf HSozKult)

Selbstbewusst und selbstbestimmt. Frauen im Kampf um politische Teilhabe im Spanischen Bürgerkrieg (Web)

  • Christin Hansen und Katharina Seibert (Sektionsleitung)
    Christin Hansen (Paderborn): Im Einsatz für Demokratie und Gleichberechtigung. Evelyn Hutchins
    Toni Morant (Valencia): Von Diktatorstochter zum Triumvirat der weiblichen Jugend im „Neuen Europa“. Pilar Primo de Rivera
    Katharina Seibert (Tübingen): Im Kräftefeld von Humanitarismus und Militär. Mercedes Milá Nolla
    Linda Erker (Wien): Moderation

Die Macht der Öffentlichkeit(en) und der Umgang mit sexuellem Missbrauch (Web)

  • Lena Haase und Keywan Klaus Münster (Sektionsleitung)
    Keywan Klaus Münster (Bonn): Standesrecht und Öffentlichkeit. Zum Umgang mit Missbrauch in der katholischen Kirche seit den 1930er Jahren
    Anette Neff (Darmstadt): Von der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen. Sexualisierte Gewalt in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
    Ruth Pope (Hamburg): Im Dunkeln waren wir lange genug. Öffentlichkeit(en) und feministischer Aktivismus gegen sexuellen Missbrauch an Kindern in den 1980er und 1990er Jahren
    Lena Haase (Trier): Moderation

Deutsch-jüdische Geschichtsschreibung nach der Shoah. Historische Bilanz, Zukunftsperspektiven und gegenwärtige Herausforderungen Continue reading