CfP: Politik, Feminismen, Musik. Europäische und globale Ausprägungen von 1945 bis heute (11/2025, Rom); bis: 15.08.2025

Deutsches Historisches Institut in Rom und Goethe-Institut in Rom; Vera Grund (Web)

Zeit: 05.-07.2025
Ort: DHI Rom
Einreichfrist: 15.08.2025

Unterschiedliche politische Systeme oder politische Milieus bringen verschiedene Ausprägungen von Feminismus hervor, die sich somit regional unterscheiden, aber auch überregionale Allianzen bilden. In den verschiedenen feministischen Positionen kommt der Funktion von Kunst – vorgeprägt durch die politischen Hintergründe – unterschiedliche Bedeutung zu. Im Rahmen der Tagung sollen daher Kunst-, insbesondere Musikproduktionen feministischer Gruppen und ihre unterschiedlichen Ausprägungen von Feminismus in den Blick genommen werden. Die Tagung des Deutschen Historischen Instituts und des Goethe Instituts in Rom dient dazu, ein internationales Forschungsnetzwerk aufzubauen und seitens der Zeitgeschichte wie der Musikwissenschaft Impulse für die weiterführende Diskussion zu setzen. Sprachen: Deutsch, Englisch und Italienisch

Bitte reichen Sie Themenvorschläge in Form von Abstracts (max. 2000 Zeichen) bis zum 15. August 2025 über das Bewerbungsportal ein (Web). Füllen Sie bitte nur den Abschnitt mit den persönlichen Daten aus und laden Sie Ihren Lebenslauf sowie das Abstract in einem einzigen PDF im Abschnitt „Anhänge“ hoch.

Eine Kooperation der Musikgeschichtlichen Abteilung und der Abteilung für Zeitgeschichte des Deutschen Historischen Institut in Rom (DHI Rom) in Kooperation mit dem Goethe Institut Rom. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: PD Dr. Vera Grund, Musikgeschichtliche Abteilung des DHI Rom: v.grund@dhi-roma.it

Quelle: HSozKult

Tagung: Queer erinnern: Wie funktioniert erinnern? Erinnerungspolitik – Erinnerungszeichen im Wandel, 10.-11.10.2025, Graz

Jahrestagung des Fachverbandes Homosexualität und Geschichte e.V. (Web)

Zeit: 10.-11.10.2025
Ort: Pavillon der Sozialdemokrat*innen im Grazer Volksgarten, Volksgartenstr. 11, 8020 Graz
Anmeldung: bis 30.09.2025 (Web)

Programm

Fr., 10.10.2025: Kulturgeschichtliche Streifzüge

  • 15:00 Uhr: Hans-Peter Weingand, Graz: Stadtführung zur schwul-lesbischen Geschichte, Dauer ca. 90 min.
  • 17:30 Uhr: Kevin Clarke, „Und auch ein bisschen andersrum…“. Homosexualität in der Operettengeschichte
  • 18:30 Uhr: Abendessen: Empfang der Bürgermeisterin

Sa., 11.10.2025

  • 09:30 Uhr: Begrüßung durch Organisator:innen: Hans-Peter Weingand und Martin Sölle
  • 10:00 Uhr: Eva Taxacher und Gundi Jungmaier, Graz: Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt? Ein partizipativer Prozess im Vorfeld der Einrichtung eines Gedenkzeichens für „aufgrund von Homosexualität Verfolgte“
  • 10:45 Uhr: Eli Barta, Frankfurt am Main: Der Frankfurter Engel: Erstes Mahnmal, Kunstprojekt und Ort von Wut und Trauer
  • 11:45 Uhr: Martin Sölle, Köln: Mahnmal für lesbischen und schwulen Opfer des NS in Köln
  • 13:30 Uhr: Axel Schacht, Wien: „Es ist eben leider so, dass ich dich von Herzen lieb gewonnen habe.“ Als homosexuell verfolgt im NS (Lernmaterial ERINNERN:AT und QWIEN)
  • 14:15 Uhr: Lukas Beck, Mia Caspary, Julia Liebald und Jonah Reimann, Berlin: Lesbisches Erinnern unter Spannung: Zentrale Akteur:innenperspektiven auf den Aushandlungsprozesses um die Gedenkkugel für lesbische Opfer des NS in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück Continue reading →

CfP: Protest Movements and Social Mobilizations in European Integration History (04/2026, Rennes); by: 20.09.2025

Mathieu Dubois; Sciences Po Rennes and Rennes Univ. (Web)

Time: 09.-10.04.2026
Venue: Rennes
Proposals by: 20.09.2025

The history of protest movements and social mobilizations in Europe and the history of European integration have long been written separately from each other and largely disconnected. Yet the construction of the European project has been debated very early on, leading to mobilizations from the 1950s to the present day. These mobilizations accompanied the process of economic, social and political convergence of European societies and helped to shape, redirect or accelerate it. This was the case from the first protests against the Common Agricultural Policy to the transnational environmental mobilizations of the 21st century, including movements of road hauliers and railway workers, and social conflicts such as the Renault-Vilvoorde strike and the demonstrations against the Bolkestein Directive. These mobilizations shaped the contours of a ‘Europe from below’, reflecting the growing role of civil society in European integration. They also contributed to the acceptance and legitimisation of European economic and social compromises.
The conference organised by the Jean Monnet Chair EU-CONV aims to make an interdisciplinary contribution to the current revival of the social history of the European project by analysing these various protests and mobilizations over the long term, from the 1950s to the present day. Sociology and political science have extensively explored the issue of the Europeanisation of collective action, focusing in particular on social movements, lobbies and interest groups since the 1980s and 1990s (DELLA PORTA/CAIANI, FILLIEULE/ACCORNERO, MARKS). They highlighted the growing importance of Europe in social movements (BALME/CHABANET, CRESPY, IMIG/TARROW) and the structural limits of this process, starting with the absence of a European public sphere (RUCHT). For its part, the comparative and transnational history of European protests and social movements (HORN, KLIMKE/SCHARLOTH) focused on a global approach that paid less attention to the European project. As a result, there is a lack of long-term approaches studying the rise and limits of protest movements and social mobilizations related to the European project since its origins. Most importantly Continue reading →

CfP: Politische Handlungsspielräume und Selbstpositionierungen adliger Frauen in der Frühen Neuzeit (09/2026, Vechta); bis: 31.07.2025

Christine Vogel und Laura Rehmann, Univ. Vechta (Web)

Zeit: 10.-11.09.2026
Ort: Univ. Vechta
Einreichfrist: 31.07.2025

Dass die dynastische Herrschaftspraxis von den diskursiven Normsetzungen der asymmetrischen frühneuzeitlichen Geschlechterordnung regelmäßig abwich, hat die geschlechtergeschichtliche Forschung vor allem mit Blick auf den frühneuzeitlichen Fürstenhof als Schauplatz dynastischer Herrschaft und institutionalisierter Ort politischer Partizipation gezeigt. Mittlerweile werden zunehmend auch die mittlere Ebene des politischen Handlungsfelds sowie kleinere Herrschaftsträger in den Blick genommen und politische Gestaltungsspielräume adliger AkteurInnen jenseits des regierenden Hochadels freigelegt, so dass neben Regentinnen und Fürstinnen allmählich auch andere Frauen als politische Akteurinnen in den Fokus treten. Mit Blick auf den spezifischen Anteil von Frauen an der adligen Herrschaftspraxis wurden verschiedene Handlungsfelder in der Forschung identifiziert. Außer dem Bereich der Familienpolitik und der Funktion der Gattin als Fürbitterin waren das insbesondere die Gestaltung von Netzwerken durch die Pflege von Korrespondenzen, die Ämterpatronage, die standesgemäße Repräsentation sowie Diplomatie und Religion. Schließlich wurden zuletzt auch ökonomische Praktiken adliger Frauen im Rahmen ihrer Aufgaben als Verwalterinnen und Bewirtschafterinnen eigener Güter oder, in ihrer Funktion als vormundschaftliche Regentinnen, des dynastischen Besitzes betrachtet.
Auf dem Workshop wollen wir die genannten Handlungsfelder adeliger Frauen betrachten und dabei systematisch die Frage nach der Selbstpositionierung der involvierten AkteurInnen untersuchen. Dabei gehen wir von der Annahme aus, dass konkrete Handlungssituationen explizite oder implizite Positionierungen aller Beteiligten im Spannungsfeld sich überlagernder Handlungserwartungen erforderten. Zu fragen wäre damit nicht nur, welche sozialen Rollen adlige Frauen einnahmen und welche Normen dabei grundsätzlich zum Tragen kamen, sondern auch, wie sich diese Normen in konkreten Situationen überlagerten und ggf. sogar in Konkurrenz traten und was das für die involvierten AkteurInnen bedeutete. Wie wirkten sich insbesondere weibliche Statusveränderungen (idealtypisch: Tochter – Ehefrau – Mutter – Witwe) dabei aus? Wie werden Normenkonkurrenzen in den Quellen sichtbar, wann wurden sie explizit thematisiert und wo Continue reading →

Call for Responsers: Women and Health in the Nineteenth-Century Transatlantic World (12/2025, Funchal); by: 25.07.2025

Intercontinental Cross-Currents Network; Inês Tadeu, Univ. of Madeira and Julia Nitz, Martin Luther Univ. Halle-Wittenberg (Web)

Time: 04.-06.12.2025
Venue: Univ. of Madeira, Madeira Island, Portugal
Proposals by: 25.07.2025

It is our pleasure to share with you the promising range of papers that successfully made it into our roster for the Madeira conference on „Women and Health in the 19th-Century Transatlantic World“. We would now like to solicit responses for these papers. Please propose your responses by July 25 at the latest. We welcome response proposals addressing the main themes of the accepted individual papers, which can be found on our website (Web).
Each response proposal should engage directly and substantively with only ONE of the accepted individual papers. We encourage response proposals that focus on: Constructively critiquing arguments, methods, or conclusions | Suggesting extensions (research, applications, theory) | Discussing broader implications and contexts | Raising key questions or identifying tensions for future study. | Also, the response should enhance the transatlantic and transnational scope of the original paper.
Your response proposal should include: A 150-word abstract of the proposed response (rough collection of potential ideas suffices) | A brief biography (150 words), including the author’s name, institutional affiliation, and contact information. Responses should last 8 to 10 minutes, depending on the number of contributors. Please submit your response proposal to crosscurrents@amerikanistik.uni-halle.de with the subject line: “Response – Women’s Health Conference.”

Call for papers
Notions of women’s health in the long 19th century were part and parcel of transatlantic societies‘ gender politics. Therefore, it doesn’t come as a surprise that foundational twentieth-century feminist scholars turned to questions of women’s health in their critique of patriarchal power structures. In the 1970s and 1980s, researchers such as Caroll Smith-Rosenberg, in their so-called “feminist reconstruction of history,” argued that we should study … read more and source (Web).

CfP: Dis/Kontinuitäten und Herausforderungen der Frauen*- und Geschlechtergeschichte (10/2025, Wien); bis: 30.08.2025

19. Workshop des Forschungsschwerpunkts Frauen*- und Geschlechtergeschichte der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Univ. Wien; Natascha Bobrowsky, Johanna Gehmacher, Dietlind Hüchtker, Paula Lange, Michaela Neuwirth (Web)

Zeit: 17.10.2025, 10:00-18:00 Uhr
Ort: Univ. Wien, Marietta-Blau-Saal, Universitätsring 1, 1010 Wien
Einreichfrist: 30.08.2025

In regelmäßigen Abständen wird die Frauen*- und Geschlechtergeschichte von außen und innen auf den Prüfstand gestellt: Durch den zunehmenden Rechtsruck ist die Disziplin verstärkt Angriffen ausgesetzt und das Sichtbarwerden von Geschlechtervielfalt lässt Fragen nach der Aktualität von „Frauen“geschichte aufkommen. Gleichzeitig werden geschlechtergeschichtliche Perspektiven vermehrt in historische Forschungen miteinbezogen und sind in interdisziplinären Zusammenhängen kaum mehr wegzudenken. Während in den 1970er und 1980er Jahren wichtige Impulse für Themensetzungen und kritische Fragestellungen aus den Frauenbewegungen kamen, differenzieren sich Perspektiven und theoretische Zugriffe der Frauen*- und Geschlechtergeschichte weiter aus. Dies passiert parallel zu Institutionalisierungsschritten, die wiederum Fragen nach der Unabhängigkeit dieser (macht)kritischen, feministischen Forschungsrichtung aufwerfen. Lange mitgetragene Ambivalenzen und ungelöste Fragen kommen damit in gegenwärtigen Debatten ebenso zum Tragen wie aktuelle Kontroversen. Mit Blick auf Kontinuitäten und Diskontinuitäten des Feldes wollen wir einen Diskurs darüber anstoßen, wie den aktuellen Herausforderungen begegnet werden kann.

Der diesjährige Workshop wird die Historiographie der F*GG reflektieren und Einblicke in die Veränderungen und Impulse der letzten Jahrzehnte geben. Gleichzeitig wird er auch eine Brücke zu heutigen (In)Fragestellungen schlagen und dabei Themenkomplexe in den Blick nehmen, die bei Veranstaltungen bisweilen am Rand angesprochen, aber selten ausdiskutiert werden. Nach einem Impulsvortrag von Caroline Arni und einer Paneldiskussion mit Levke Harders, Elisa Heinrich, Zsófia Lóránd und Falko Schnicke laden wir alle Teilnehmer:innen zu einem Worldcafé ein. In einer abschließenden Plenumsdiskussion werden Ausblicke auf zukünftige Perspektiven besprochen.
Im Rahmen des Worldcafés wird es die Möglichkeit geben, in Kleingruppen intensiver über Herausforderungen und aktuelle Fragestellungen in den Austausch zu kommen. Continue reading →

CfP: Widerstehen, Widerständigkeit, Widerstand: (Queer-)feministische Perspektiven und Praxen angesichts erstarkender autoritärer Politiken (feministische studien); bis: 15.08.2025

feministische studien; Tanja Thomas (Tübingen) und Christiane Leidinger (Düsseldorf) (Web)

Einreichfrist: 15.08.2025

Die Suche nach feministischen Möglichkeiten, durch Widerstehen, Widerständigkeit, Widerstand erstarkenden autoritären Politiken entgegenzutreten, wird wieder dringlicher und akademisch wie öffentlich sichtbarer: Exemplarisch dafür stehen Tagungen unter dem Titel Transnational Anti-GenderPolitics and Resistance (Hemmings/Madhok, LSE, 2024), Schwerpunktausgaben zu Neo-ettecism’s, ‚Gender-Ideology‘ & Queer/Lesbian Resistance (Liu/Essig/Hagai/Bhaumik 2024), Podcastproduktionen mit Episoden wie Frauen und Widerstand: Erinnerung macht Mut (Dt. Digitales Frauenarchiv 2024) und das Agieren aktivistischer Netzwerke, wie etwa zu Feministischen Perspektiven & Interventionen gegen die (extreme) Rechte“ (femPI).
Solche Interventionen stehen in einer langen feministischen Tradition: Historische und aktuelle Frauenbewegungen ebenso wie Frauenforschung, Geschlechterforschung und queer-feministische Forschung sind seit jeher auch Orte des Entwickelns und Praktizierens von Widerstehen, Widerständigkeit und Widerstand. Daher laden wir mit diesem Call dazu ein, einmal mehr daran anzuknüpfen und zu einem vertieften Verständnis, zur Rekonstruktion und Praxis von Formen des Widerständigen insbesondere unter Bedingungen des Erstarkens autoritärer Politiken beizutragen. Denn die feministische und queer-feministische akademische Beschäftigung mit dem Begriffsfeld von ‚Widerstand‘ kann inzwischen auf einige Jahrzehnte zurückblicken, gleichwohl wurden die Erkenntnisse, Überlegungen und Fragen selten zusammengeführt.
Im deutschsprachigen Kontext stand und steht nicht nur in öffentlichen, sondern auch in akademischen Debatten der Widerstand gegen den deutschen Faschismus häufig im Mittelpunkt. Dabei kritisieren feministische Stimmen, dass Akteur*innen des Widerstands bis heute vor allem als männlich, militärisch, weiß und nicht-jüdisch gedacht werden. Dank feministischer und queerer Initiativen rücken unterdessen Frauen als Akteurinnen in historischen Studien in das öffentliche Blickfeld (siehe hierzu auch die fs-Hefte 1 und 2/2023). Wirklich bekannt werden sie jedoch meist nur dann, wenn sie sich als Personen oder ihre Widerstandsformen einfügen lassen in Geschlechterrollenklischees. Weiterlesen … (Web)

Klicktipp: fernetzt – der Blog für die Frauen- und Geschlechtergeschichte (Weblog)

fernetzt. Verein zur Förderung junger Forschung zur Frauen- und Geschlechtergeschichte (Web)

Auf der Grundlage welcher Quellen können die Arbeits- und Lebensverhältnisse von Arbeiter:innen der Zwischenkriegszeit erforscht werden? Wo publizierten die Vertreterinnen der verschiedenen Strömungen der Ersten Frauenbewegungen? Und wer war die „New Ottoman Muslim Woman“ im Istanbul des frühen 20. Jahrhunderts? Das sind einige der Fragen, die in den zuletzt veröffentlichten Beiträgen in „fernetzt – der Blog“ gestellt werden.

Redaktion
Der Weblog ist 2015 online gegangen, um Impulse für Diskussionen zu setzen und um die Sichtbarkeit junger – bzw. nicht institutionalisierter – Forschung zu erhöhen. Er ist ehrenamtlich organisiert, Herausgeberin ist der Verein fernetzt, der 2011 gegründet wurde als Raum für Diskussionen, den Austausch über den Forschungsalltag und gegenseitige Unterstützung. Weiterlesen … (Web).

Beiträge im Weblog (Link)

  • Frauen als Gläubigerinnen und Schuldnerinnen im 18. Jahrhundert; von Matthias Donabaum (Link)
  • Geschlechtergeschichte vermitteln: Die Briefe von Franziska und Franz Jägerstätter; von Verena Lorber (Link)
  • Zwischen Glaube, Klasse und Geschlecht: Die Presse österreichischer Frauenvereine um 1900; von Sabrina Kummer (Link)
  • Das Frauenbild in der NS-Zeitschrift „Die Sirene“; von Liana Popa (Link)
  • The potential of doing laundry? Let the source speak!; by Jelena Tešija (Link)
  • „Die Dame dreht!“ Der Amateurinnenfilm der 1920er und 1930er Jahre und das Pathé-Baby; von Tabea Söregi (Link)
  • Searching for the New Ottoman Muslim Woman; von Enise Şeyda Kapusuz (Link)
  • Finally liberated! The emergence of Viennese fashion; von Aris Kafantogias (Link)
  • Bergsteigerinnen im ‚Männerraum‘ Gebirge; von Julia Lenart (Link)
  • Frauen, Besitz und das Spätmittelalter in Klosterneuburg; von Amelie Rakar (Link)
  • Die Jungs unter sich: Deutschsprachige Spielemagazine und Gender 1980-2000; von Aurelia Brandenburg (Link)
  • Beziehungsweisen in der Autonomen Frauenbewegung in Österreich; von Nike Kirnbauer Continue reading →

Konferenz: (Un)sichtbarkeit. 7. Schweizerische Geschichtstage, 08.-11.07.2025, Luzern

Schweizerische Gesellschaft für Geschichte (SGG) (Web)

Zeit: 08.-11.07.2025
Ort: Universität Luzern

Im Fokus der Konferenz stehen vier thematische Schwerpunkte: «Sichtbarkeit und Macht», «Umgang mit Bildquellen», «Funktion und Nutzen von Bildern» und «Was macht die Geschichtsforschung (un)sichtbar?». (Un)sichtbarkeit ist nicht zuletzt eine Frage der Kontrolle über das eigene Bild, aber auch über das eigene Schicksal, zum Beispiel, wenn es darum ging, ungesehen über eine Grenze zu gelangen oder durch ein gemaltes Porträt mehr Prestige zu erwerben. Die visuelle Kommunikation gewinnt heute gegenüber der schriftlichen Kommunikation immer mehr an Bedeutung. Was bedeutet das für künftige Historiker:innen, die nicht mehr primär Schriftquellen, sondern zunehmend auch Bilder zur Einordnung vergangener Zeiten werden untersuchen müssen? Die Geschichtswissenschaft, die sich mit der Einordnung und Deutung vergangener Entwicklungen und Ereignissen beschäftigt, ist eine «Sichtbarkeits-Agentin»: Sie macht Menschen, Praktiken, Ideen sichtbar, die in Vergessenheit geraten sind und gibt ihnen eine Stimme. Indem sie das tut, werden gleichzeitig frühere Sinngebungen des Wandels menschlicher Gesellschaften überschrieben und damit wieder unsichtbar.

Programm (PDF) | (Web)

Beiträge mit einem u.a. frauen- und geschlechterhistorischen Fokus (Auswahl):

  • Sarah Probst: Das (un)sichtbare Private. Die Namensrechtsklage der Solothurner Juristin Lucie Hüsler von 1977
  • Lena Joos: “Finding our Own Voice”: Transnationale Kämpfe von Frauen aus dem ökonomischen Süden um Sichtbarkeit und politische Visionen, 1980–2000
  • Cenk Akdoganbulut: (Un-)Sichtbarkeit migrantischer Perspektiven in den Abstimmungskampagnen zur Rassismus-Strafnorm
  • Paola De Martin, Jovita dos Santos Pinto: Wir suchen, wenn wir kämpfen, auch den Namen der anderen
  • Brigitte Semanek: Bananen im Heu. Landwirtschaftliche Transformationsprozesse im Spiegel der Amateurfilmsammlung «Niederösterreich privat» (1950er bis 1980er Jahre)
  • Verena Halsmayer: “Counter-planning from the Shop Floor”. Alternative Ökonomien, situiertes Planungswissen und der Lucas-Plan
  • Anja Suter: Systematisch unsichtbar gemacht: Die Arbeit der Saisonniers in der Schweizer Hotellerie (1945–2002) Continue reading →

Klicktipp: „Fundstücke“ zur feministischen Erinnerungsarbeit (Quellensammlung auf der Website des i.d.a. Dachverbandes)

i.d.a. Dachverband deutschsprachiger Frauen/Lesbenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen (Web)

Am 11. Mai feiern die im Dachverband i.d.a. vernetzten feministischen Archive und Bibliotheken jährlich den „Tag der Frauenarchive“ und heben damit die Wichtigkeit feministischer Erinnerungsarbeit hervor. 2025 wurde dazu die Quellensammlung „Feministische Erinnerungsarbeit“ auf der Website von i.d.a. zusammengestellt. Diese gibt Einblicke in die Arbeit und in besondere Bestände von einzelnen der Einrichtungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz:

  • Beiträge von: Alice Salomon Archiv | Frauenkultur Leipzig | FrauenGenderBibliothek Saar | LIESELLE | Archiv der deutschen Frauenbewegung | Frauenmediaturm | Letter Verein | DENKtRÄUME | Sammlung Frauennachlässe | Gosteli-Archiv | Archiv Frau und Musik | Feministische Geschichtswerkstatt Freiburg (Web)

Der Tag der Frauenarchive
Seit 1988 gibt es den Tag der Frauenarchive. Als Datum wurde dafür der 11. Mai gewählt – der Geburtstag der jüdischen Lyrikerin Rose Ausländer. Anfangs von wenigen Archiven als Tag der offenen Tür begangen, wird der 11. Mai heute von vielen i.d.a.-Einrichtungen ganz unterschiedlich mit Inhalten und Veranstaltungen gefüllt. Denn an diesem Tag geht es nicht nur um die zahlreichen Schätze, die sich in den Archivkisten verbergen, sondern auch um die Archive selbst. Jedes Jahr rückt er die Einrichtungen in den Mittelpunkt und gibt Gelegenheit, die Arbeit und Bedeutung feministischer Erinnerungseinrichtungen zu würdigen und in die Öffentlichkeit zu tragen.
2025 gibt i.d.a. Einblicke in verschiedene Bereiche der feministischen Erinnerungsarbeit, die von den Archiven geleistet wird. Auf welche Objekte und Bestände sind sie besonders stolz? Wie kam er zur Entstehung der Archive? Wie sieht ihre tägliche Arbeit aus? Das erzählen uns die i.d.a-Einrichtungen mit ihren Fundstücken.